{"id":108,"date":"2015-09-02T16:07:20","date_gmt":"2015-09-02T14:07:20","guid":{"rendered":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=108"},"modified":"2016-01-06T19:02:30","modified_gmt":"2016-01-06T17:02:30","slug":"v-aenderungen-im-buchhandel-aeussere-umstaende-und-einfluesse","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=108","title":{"rendered":"V. \u00c4nderungen im Buchhandel: \u00e4u\u00dfere Umst\u00e4nde und Einfl\u00fcsse"},"content":{"rendered":"<h3>V. \u00c4nderungen im Buchhandel: \u00e4u\u00dfere Umst\u00e4nde und Einfl\u00fcsse<\/h3>\n<h6><\/h6>\n<ul class=\"overview\">\n<li class=\"overview\"><a class=\"none\" href=\"#Heading1\" target=\"_self\">1. \u201eScheidung der Geister\u201c<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a class=\"none\" href=\"#Heading2\" target=\"_self\">2. &#8222;Hitler-Eid&#8220; f\u00fcr \u00f6sterreichische Schriftsteller?<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>In diesem Abschnitt geht es darum, einige literaturpolitische bzw. ideologische, volkswirtschaftliche und handelspolitische Voraussetzungen f\u00fcr die Entwicklung des Buchwesens in \u00d6sterreich nach 1933 und bis zum Zeitpunkt des sog. \u201ereichsdeutschen Buchdumpings\u201c im August 1935 zu skizzieren. Es sollen Verhaltensweisen gezeigt werden, die f\u00fcr die unterschiedlichen Interessen \u00f6sterreichischer Verlage, Schriftsteller und Sortimentsbuchh\u00e4ndler sowie Kultur- und Handelspolitiker symptomatisch waren und die es illusorisch machten, von ihnen gemeinsames wirtschaftliches und zugleich \u201eideologisches\u201c Handeln zu erwarten.<\/p>\n<p>Fast traditionell kennzeichnend f\u00fcr das Verh\u00e4ltnis \u00f6sterreichischer Schriftsteller, Verleger und Buchh\u00e4ndler ist die Abh\u00e4ngigkeit vom reichsdeutschen Buchmarkt. Konkret finden die Entwicklungen nicht nur vor einem hochpolitischen, sondern auch vor einem tristen wirtschaftlichen Hintergrund statt. Im Bereich Buchhandel ist die Lage durch eine seit dem Jahre 1928 andauernde und kontinuierliche Stagnation in der deutschsprachigen Buchproduktion gepr\u00e4gt. Doch die spezifisch volkswirtschaftlichen Probleme, mit denen \u00d6sterreich und Deutschland im Soge der weltweiten Wirtschaftskrise zu k\u00e4mpfen hatten, waren vor dem Anbruch des Zeitalters der politisierten Kunst und Literatur rein wirtschaftlicher, teils handelspolitischer Natur, konnten aber in sp\u00e4teren Jahren von einem (subventionierten) Export der NS-Ideologie nicht ganz s\u00e4uberlich getrennt werden. Wie dem auch sei, jede einseitige Ver\u00e4nderung, jedes Ereignis im Rahmen des Buchmarkts wirkte sich auf \u00d6sterreich aus, da das prek\u00e4re Abh\u00e4ngigkeitsverh\u00e4ltnis hievon betroffen war. Eine devisenpolitische Ma\u00dfnahme aus der Zeit vor den politischen Umw\u00e4lzungen des Jahres 1933 zeigte dies deutlich und schneidet eine Anzahl von Fragen an, die in den folgenden Jahren aktuell bleiben werden.<\/p>\n<div>So beschlo\u00df die \u00f6sterreichische Bundesregierung im Oktober 1931, die Devisenbeschr\u00e4nkung einzufahren, um die Kapitalflucht ins Ausland in den Griff zu bekommen. Die Devisensperre hatte den Zweck, die Ausfuhr von Schillingbetr\u00e4gen zu beschr\u00e4nken, und zwar durch die Einf\u00fchrung einer Anmelde- und Ablieferungspflicht f\u00fcr ausl\u00e4ndische Zahlungsmittel. Die Durchf\u00fchrung dieser Bestimmungen, die eigentlich den Schiebern das Handwerk legen sollten, f\u00fchrte aber auch dazu, da\u00df legale Anspr\u00fcche f\u00fcr Auslandszahlungen erheblich erschwert wurden. Betroffen von dieser Ma\u00dfnahme waren auch \u00d6sterreichs Schriftsteller. Kurz nach Inkrafttreten der Devisensperre am 9. 10. 1931 wandten sich Oskar Maurus Fontana und Hugo Sonnenschein-Sonka im Namen des Schutzverbandes deutscher Schriftsteller in \u00d6sterreich an den Pr\u00e4sidenten der \u00f6sterreichischen Nationalbank mit der Bitte, alle Devisenzuweisungen an im Auslande lebende Schriftsteller umgehend und in voller H\u00f6he zu bewilligen. Die Leitung der Nationalbank wu\u00dfte zwar die Bedeutung der kulturellen und geistigen Beziehungen mit dem Ausland voll zu w\u00fcrdigen, war aber zu dieser Zeit nicht in der Lage, Zusicherungen bez\u00fcglich der Devisen\u00fcberweisungen zu machen.<a title=\"_ftnref1\" href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><span class=\"reference\">[1]<\/span><\/a><\/div>\n<p>Aber auch in umgekehrter Richtung gab es Probleme, wie aus einer raren Geste der Solidarit\u00e4t unter \u00f6sterreichischen Schriftstellerorganisationen ersichtlich ist. Kurze Zeit nach der SDSOe.-Eingabe richtete n\u00e4mlich die literarische Sektion des \u201eGesamtverbandes schaffender K\u00fcnstler \u00d6sterreichs\u201c, des 1927 gegr\u00fcndeten Dachverbands der meisten bedeutenden \u00f6sterreichischen Schriftsteller- und K\u00fcnstlervereinigungen, eine diesbez\u00fcgliche Eingabe sowohl an das Pr\u00e4sidium der \u00f6sterr. Nationalbank als auch an den Bundeskanzler Dr. Buresch.<a title=\"_ftnref2\" href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><span class=\"reference\">[2]<\/span><\/a> Darin angeschnitten wurden eine ganze Reihe von ma\u00dfgebenden Faktoren, die den B\u00fccherverkehr im allgemeinen zwischen Deutschland und \u00d6sterreich bestimmten und in Zukunft bestimmen sollten. Es wurde n\u00e4mlich darauf hingewiesen,<\/p>\n<p><em>da\u00df durch die gegenw\u00e4rtige Devisenverordnung und durch die daraus resultierende drohende Stillegung der B\u00fcchereinfuhr nach \u00d6sterreich der \u00f6sterreichische Schriftsteller in h\u00f6chstem Ma\u00dfe bedroht ist. Da die \u00f6sterreichischen Schriftsteller zu \u00fcber 90% in Deutschland verlegt sind, w\u00fcrde schon eine Drosselung der Einfuhr dieser B\u00fccher die materielle und geistige Existenz fast aller \u00f6sterreichischen Schriftsteller binnen kurzem vernichten. Die deutschen Verleger w\u00fcrden nach dem Verlust des \u00f6sterreichischen Absatzgebietes kaum mehr ein Werk eines \u00f6sterreichischen Schriftstellers erwerben. Das \u00f6sterreichische Verlagswesen hat viel zu geringe Mittel, um f\u00fcr den Mangel an B\u00fcchern aus reichsdeutschen Verlagen auch nur ann\u00e4hernd Ersatz bieten zu k\u00f6nnen und m\u00fc\u00dfte ,sofort versiegen, falls Regressivma\u00dfnahmen in Deutschland ansetzten.<\/em><a title=\"_ftnref3\" href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><span class=\"reference\">[3]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Die immer wieder anzutreffende Behauptung, da\u00df \u00f6sterreichische Schriftsteller zu \u00fcber 90 % in Deutschland verlegt wurden, scheint auf den ersten Blick zwar hoch gegriffen zu sein, l\u00e4\u00dft sich aber wohl leichter widerlegen als \u00fcberpr\u00fcfen. Denn wie konnte man \u201edie \u00f6sterreichischen Schriftsteller\u201c so genau erfassen und quantifizieren? Die \u201eAbh\u00e4ngigkeit\u201c steht dennoch au\u00dfer Zweifel.<\/p>\n<p>Die Angst vor Retorsionsma\u00dfnahmen, die zu diesem Zeitpunkt aus wirtschaftlichen und nicht wie sp\u00e4ter aus ideologischen Erw\u00e4gungen erfolgen konnten, war durchaus gerechtfertigt. Wir greifen kurz auf ein sp\u00e4teres Thema vor: Die Wiener Tageszeitung <em>Das Echo <\/em>berichtete z.B. im Oktober 1934 unter der \u00dcberschrift \u201eDie \u00f6sterreichischen Autoren drohen mit Abwanderung\u201c von den obengeschilderten Problemen, nur diesmal unter umgekehrtem Vorzeichen. In Vorsprachen bei den ma\u00dfgebenden Pers\u00f6nlichkeiten der \u00d6sterr. Nationalbank wiesen sie auf die Devisenbeschr\u00e4nkungen der Auslandsstaaten, \u201edie es ihnen (&#8230;) fast oder ganz unm\u00f6glich machen, ihre Tantiemen hereinzubekommen\u201c.<a title=\"_ftnref4\" href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><span class=\"reference\">[4]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich konnte die Bank ihrerseits darauf hinweisen, da\u00df sie kein Verschulden treffe und da\u00df die Schwierigkeiten ausschlie\u00dflich an der Handhabung der Gesetze im Ausland gelegen seien.<\/p>\n<h3><a class=\"none\" title=\"Heading1\" name=\"Heading1\"><\/a> 1. \u201eScheidung der Geister\u201c<\/h3>\n<p>Das Jahr 1933 war ein Jahr des Umbruchs im gesamten deutschsprachigen Buchhandel. Diese gro\u00dfe Ver\u00e4nderung hatte nat\u00fcrlich handfeste politische Gr\u00fcnde: Hitler kam an die Macht, bevor in \u00d6sterreich das Parlament ausgeschaltet und sukzessiv autorit\u00e4r regiert wurde. In Deutschland waren das sichtbarste Zeichen der neuen Zeit die im Mai veranstalteten B\u00fccherverbrennungen, die zugleich den effektiven Beginn des \u201eReinigungswerks\u201c, der Entfernung des \u201esch\u00e4dlichen und unerw\u00fcnschten Schrifttums\u201c, darstellten.<a title=\"_ftnref5\" href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><span class=\"reference\">[5]<\/span><\/a> Auch der Buchhandel, allen voran der einflu\u00dfreiche B\u00f6rsenverein der Deutschen Buchh\u00e4ndler zu Leipzig, begann sich im Sinne der NS-Schrifttumspolitik umzustellen.<a title=\"_ftnref6\" href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><span class=\"reference\">[6]<\/span><\/a> Diese Entwicklungen f\u00fchrten naturgem\u00e4\u00df zu grundlegenden Ver\u00e4nderungen in der literarischen Landschaft in \u00d6sterreich &#8211; Ver\u00e4nderungen, die also zun\u00e4chst nichts mit der Ausschaltung eines demokratisch gew\u00e4hlten Parlaments zu tun und sowohl ideologische als auch rein existenzielle Hintergr\u00fcnde hatten.<\/p>\n<p>In diesem Jahr traten ganz besonders in der ohnehin nie sehr stark entwickelten Solidarit\u00e4t unter \u00f6sterreichischen Schriftstellern deutliche Risse auf, da es nun galt, einen zutiefst pers\u00f6nlich-politischen Standpunkt zu beziehen und zugleich sich dem reichsdeutschen Buchmarkt nicht zu versperren. Mittel- und Ausgangspunkt der wichtigsten Entwicklungen und Ereignisse 1933 in der literarischen Szene \u00d6sterreichs war zweifelsohne die Spaltung der Autoren in Anh\u00e4nger und Gegner des nationalsozialistischen Regimes, hervorgerufen durch die Ereignisse um den XI. Kongre\u00df des International PEN, der Ende Mai 1933 im Jugoslawischen Ragusa (Dubrovnik) stattfand.<a title=\"_ftnref7\" href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\"><span class=\"reference\">[7]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Der internationale PEN-Club war 1921, der \u00f6sterreichische PEN-Club im Jahre 1923 durch die Schriftstellerin Grete v. Urbanitzky gegr\u00fcndet worden und konnte jahrelang bis 1933 das \u00fcberpolitische Prinzip wahren. So geh\u00f6rten ihm viele Schriftsteller an, die zugleich Mitglied anderer politisch oder ideologisch festgelegter Verb\u00e4nde waren. Das war insofern kein Widerspruch, als der PEN-Club keine Interessensvertretung war.<\/p>\n<p>Ende Mai 1933 wurde das \u00dcberpolitische zu den Akten gelegt. Der Ragusa-Kongre\u00df war das erste Treffen der internationalen PEN-Club-Delegationen nach den B\u00fccherverbrennungen und dem Beginn der Verfolgung von Autoren und Intellektuellen im Nazi-Deutschland. Der erwartete Ausbruch der Schriftstellerwelt gegen den deutschen \u201eAufbruch\u201c erfolgte ziemlich vehement. Die \u201egleichgeschaltete\u201c deutsche Delegation aus dem PEN-Zentrum in Berlin, das seine Mitgliederreihen von \u201eunerw\u00fcnschten Elementen\u201c ges\u00e4ubert hatte, war auf eine Konfrontation gefa\u00dft, Sie verlie\u00df den Saal, \u201eals im Zug der Debatte der Sekret\u00e4r des englischen Pen-Klubs an die Deutschen die Frage richtete, was sie gegen B\u00fccherverbrennungen und Verfolgungen unternommen h\u00e4tten. Da konnten sie nat\u00fcrlich nichts sagen und gingen eben weg\u201c <em>(Die Stunde<\/em>, 1.6.1933, S. 5).<\/p>\n<p>\u00d6sterreich war auf diesem wichtigen Kongre\u00df durch Grete v. Urbanitzky<a title=\"_ftnref8\" href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\"><span class=\"reference\">[8]<\/span><\/a> und Felix Salten offiziell vertreten. Die \u00fcbrigen \u00f6sterreichischen Schriftsteller, die zum Kongre\u00df gekommen waren &#8211; und zu ihnen z\u00e4hlten in erster Linie j\u00fcdische und\/oder linksliberale Autoren (Fr. Th. Csokor, Sonnenschein-Sonka, Paul Frischauer, Oskar Maurus Fontana) &#8211; konnten nach den Statuten des Pen-Klubs, wie sie das \u00f6sterreichische Pr\u00e4sidium auslegte, zum Hauptgegenstand der Debatte, n\u00e4mlich einer Verurteilung des deutschen Regimes, nicht sprechen. Nach Ende des Kongresses wurde die Haltung der \u00d6sterreicher in der entscheidenden Frage von einem Teil der heimischen Presse sehr hart angegriffen, und die Verantwortlichen wurden zur Rede gestellt. \u201eDie offizielle \u00f6sterreichische Delegation, Salten und Frau Urbanitzky\u201c<a title=\"_ftnref9\" href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\"><span class=\"reference\">[9]<\/span><\/a> &#8211; so wurde kolportiert &#8211; \u201ehatten von Wien die Weisung bekommen, an einer Debatte gegen Deutschland nicht teilzunehmen. Dies war auf Wunsch der hiesigen Nationalsozialisten und angeblich auch katholischer Schriftsteller geschehen, die sich wieder auf einen Wunsch der \u00f6sterreichischen Regierung beriefen. (&#8230;) Jedenfalls wollten Salten und Frau Urbanitzky den angedrohten Austritt dieser Mitglieder vermeiden.\u201c (Paul Stefan, <em>Die Stunde, <\/em>a.a.O.) Die<em> Arbeiter-Zeitung <\/em>schreibt in dies ein Zusammenhang von einem einstimmigen Beschlu\u00df vom Vorstand des Wiener Penklubs (3.6.1933, S. lf.).<\/p>\n<p><em>Der Wiener Tag <\/em>witterte in diesem Verhalten \u201eTerror der Nazi-Literaten auf der Penklub-Tagung &#8211; die \u00d6sterreicher mit den Deutschen solidarisch!\u201c (Schlagzeile, 28. 5. 1933) Noch wortgewaltiger fiel die Verurteilung der Haltung der offiziellen \u00f6sterreichischen Delegation in der<em> Arbeiter-Zeitung <\/em>aus: In Ragusa h\u00e4tten \u201edie anst\u00e4ndigen europ\u00e4ischen Schriftsteller gegen die braune Barbarei protestiert und sich f\u00fcr die Freiheit des Wortes und des Geistes eingesetzt. (&#8230;) Anders die \u00f6sterreichische Delegation; gef\u00fchrt von dem Juden Salten, hat sie sich mit den Delegierten der Hitler-Barbarei solidarisch erkl\u00e4rt, hat sie den Anschlu\u00df an die Literaten-Lakaien des deutschen Fascismus vollzogen\u201c (28.5.1933, S. 6).<\/p>\n<p>Anfang Juni 1933 meldete sich Felix Salten auf die harten Vorw\u00fcrfe in einer Zuschrift an die <em>Arbeiter-Zeitung <\/em>zu Wort und meinte, nicht erkl\u00e4rt zu haben, da\u00df die von ihm gef\u00fchrte Delegation mit der Hitler-Barbarei identisch sei: \u201eF\u00fcr die offiziellen \u00f6sterreichischen Delegierten war die Erw\u00e4gung ma\u00dfgebend (&#8230;), da\u00df \u00d6sterreich seit Jahrhunderten in Sprache, Dichtung und geistigem Streben mit Deutschland unaufl\u00f6slich verbunden ist, und da\u00df diese Verbundenheit \u00fcber jede wechselnde politische Lage hinweg bestehen bleibt und bestehen bleiben mu\u00df.\u201c (3.6.1933, S. 2)<\/p>\n<p>Ende Juni fand in Wien eine Generalversammlung des \u00f6sterreichischen Penklubs statt, die eine 6\u00bdst\u00fcndige Debatte \u00fcber die Vorg\u00e4nge in Ragusa zum Inhalt hatte. Eine Spaltung durch Austritte \u201enationaler\u201c und \u201ekatholischer\u201c Schriftsteller zeichnete sich ab. Eine gro\u00dfe Mehrheit in der Generalversammlung bewilligte n\u00e4mlich eine Resolution der Opposition, die von Rudolf Jeremias Kreutz vorgebracht wurde.<a title=\"_ftnref10\" href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\"><span class=\"reference\">[10]<\/span><\/a> Die Entschlie\u00dfung wandte sich gegen die Unterwerfung der Presse, des Rundfunks und des Verlagswesens, gegen Unterdr\u00fcckung des Individuums sowie gegen B\u00fccherverbrennungen und Verfolgungen. Darauf erkl\u00e4rte eine \u201ean Zahl sehr schwache und ein wenig merkw\u00fcrdig zusammengesetzte nationale Gruppe\u201c <em>(Die Stunde<\/em>, 3.12.1933) ihren Austritt aus dem \u00f6sterreichischen Penklub. In der Analyse von Paul Stefan, der nicht gerade der unbefangenste Beobachter war, sollte der \u00f6sterreichische Penklub somit gesprengt werden:<\/p>\n<p class=\"zitat\" style=\"text-align: left;\"><em>Das wurde in z\u00e4her Agitation von drau\u00dfen her dadurch versucht, da\u00df man alle erreichbaren \u201aarischen\u2019 Mitglieder mit nicht mi\u00dfzuverstehenden Winken bearbeitete: ihr Absatz in Deutschland war bei weiterem Verbleiben im Penklub gef\u00e4hrdet, ja ihre vollst\u00e4ndige Verfemung sicher.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Die Drohungen mit dem wei\u00df Gott ein wenig anders gearteten deutschen Boykott haben es leider zuwege gebracht, da\u00df eine ganze Reihe auch angesehener und keineswegs nationalsozialistisch gesinnter Schriftsteller ihren Austritt aus dem Penklub erkl\u00e4rt haben. <\/em><em>(Die Stunde, 3. 12. 1933, S. 5)<\/em><\/p>\n<p>Die nationalsozialistische Presse in \u00d6sterreich, die 1933 eine kurze Bl\u00fcte erlebte, leistete auch entsprechende Sch\u00fctzenhilfe: \u201eGr\u00fcndet die \u00f6sterreichische Gruppe des deutschen Pen-Klubs! Ein Zur\u00fcck der nationalen Schriftsteller gibt es nicht mehr!\u201c &#8211; so lautete eine \u00dcberschrift in einer neuen Tageszeitung <em>Ostmark, <\/em>die von dem prominenten Wiener nationalsozialistischen Verleger Adolf Luser herausgegeben wurde (6.9.1933, S. 6). Die Mitgliederzahl wird auf etwa 180 gesch\u00e4tzt, und zwar \u201eungef\u00e4hr 160 Juden und 20 Arier\u201c. Dazu der Kommentar: \u201eVor dem Austritt der nationalen Schriftsteller war das Verh\u00e4ltnis also 160 Juden zu 40 Ariern, somit 4:1. So sieht der \u201a\u00f6sterreichische\u2019 Pen-Klub aus!\u201c (ebda.) Das Res\u00fcmee des v\u00f6lkischen Kommentars: \u201eDaher gibt es nur eines: Arische Schriftsteller \u00d6sterreichs vereinigt euch!\u201c (ebda.) Tats\u00e4chlich gab es Versuche, eine solche Vereinigung zustandezubringen, aber diese mu\u00dften in Wirklichkeit scheitern. Erst der im November-Dezember 1936 gegr\u00fcndete nationale \u201eBund der deutschen Schriftsteller \u00d6sterreichs\u201c, um den eine Kontroverse entstand, ob der Verband einen Arierparagraphen hatte oder nicht, konnte sich einigerma\u00dfen behaupten.<a title=\"_ftnref11\" href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\"><span class=\"reference\">[11]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Auch die <em>Berliner B\u00f6rsen-Zeitung <\/em>profilierte sich in der NS-Blickweise in Sachen Penklub-Verh\u00e4ltnisse in \u00d6sterreich in ihrer Ausgabe vom 10. November 1933. Zur Spaltung hei\u00dft es da:<\/p>\n<p><em>Der Austritt der deutschen Mitglieder nahm seinen Ausgang von einer deutschfeindlichen Resolution, die u.a. von Raoul Auernheimer, Franz Theodor Csokor, Paul Frischauer, Heinrich Eduard Jacob, R. J. Kreutz , Ernst Lissauer, Ernst und Rudolph Lothar, Emil Ludwig, Hans M\u00fcller und Robert Neumann unterzeichnet worden war. Aber die Protesterkl\u00e4rung der Schriftsteller, die sich zum neuen Deutschland bekannten, hatte zur Folge, da\u00df die deutschen Schriftsteller in ihrem eigenen Lande von den Landfremden auf das wildeste beschimpft und verfolgt wurden. (&#8230;) Die deutschen Menschen werden von den landfremden Literaten des Landesverrats geziehen, wenn sie ihr Deutschtum gegen eine Herrschaft, die im Dienste des Auslandes steht, verteidigen. Aber der Tag des Erwachens wird auch in \u00d6sterreich kommen. (zit. nach <\/em><em>B\u00f6rsenblatt, Nr. 267, 16. 11. 1933, S. 877)<\/em><\/p>\n<p>Diese Glosse wurde noch weiter verbreitet, denn sie wurde vollinhaltlich im redaktionellen Teil des <em>B\u00f6rsenblatts <\/em>abgedruckt, deckte sich somit offenbar mit der Meinung der Redaktion. Zu diesem Schlu\u00df kam jedenfalls Oskar Maurus Fontana im Namen des S.D.S.Oe., der im Unterschied zum S.D.S. im Deutschen Reich, der im Jahr 1933 aufgel\u00f6st worden war, noch weiterhin aktiv war. Fontana nahm vor allem an der Schlu\u00dfpassage der Glosse Ansto\u00df, denn sie war nichts anderes als ein Aufruf zum Boykott der Werke \u201edeutschfeindlicher\u201c Schriftsteller in \u00d6sterreich:<\/p>\n<p><em>Viele von den oben genannten deutschfeindlichen \u00f6sterreichischen Schriftstellern sind aber noch heute mit ihren B\u00fcchern in deutschen Verlagen vertreten, sind in deutschen Buchhandlungen zu kaufen, werden von gedankenlosen deutschen Menschen gelesen. Fort mit ihnen aus Deutschland! Kein Deutscher darf sich hinfort noch mit ihnen abgeben! (<\/em><em>B\u00f6rsenblatt, a.a.O.)<\/em><\/p>\n<p>Die Klassifizierung von \u00f6sterreichischen Schriftstellern, die dem Nationalsozialismus nicht ergeben waren, als \u201eDeutschfeinde\u201c geschah in verschiedenen deutschen Zeitungen zu dieser Zeit. Und aus diesem Grund richtete O.M. Fontana im Namen des S.D.S.Oe. Anfang Dezember 1933 ein Schreiben an die \u00d6sterreichische Gesandtschaft in Berlin, in dem es u.a. hei\u00dft:<\/p>\n<p><em>Kein \u00f6sterreichischer Schriftsteller (&#8230;) hat sich gegen die deutsche Kultur vergangen; die deutsche Kultur kann darum keinen \u00f6sterreichischen Schriftsteller ausschlie\u00dfen. Der S.D.S.\u00d6. ersucht Sie verehrter Herr Gesandter, im Propagandaministerium, in der Reichsschrifttums-Kammer und in der Reichspresse-Kammer in diesem Sinne vorstellig zu werden und dahin zu wirken, da\u00df solche \u00c4chtungen, in welcher Form immer sie erfolgt sein m\u00f6gen, aufgehoben werden. Anderseits darf erwartet werden, da\u00df der von unverantwortlichen Personen eingeleitete und gef\u00fchrte Boykott \u00f6sterreichischer Schriftsteller in Deutschland ehestens zum Stillstand gebracht werde<\/em>.<a title=\"_ftnref12\" href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\"><span class=\"reference\">[12]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Angesichts der Austritte aus dem Wiener Penklub wurde Anfang Dezember 1933 eine au\u00dferordentliche Generalversammlung abgehalten, bei der eine Neukonstituierung des Verbandes auf der Tagesordnung stand. Der Penklub selber war gegen seinen Willen ein Politikum geworden, und seine Erhaltung war gleichfalls eines. Die negative Propaganda, die auch au\u00dferhalb \u00d6sterreichs (s.o.) verbreitet wurde, n\u00e4mlich, da\u00df die meisten Mitglieder ausgetreten und nur k\u00e4rgliche Reste noch vorhanden seien, stimmte mit der Wirklichkeit allerdings nicht \u00fcberein. Fontana und Robert Neumann konstatierten in ihren Berichten an die Generalversammlung,<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>da\u00df zwar eine ganze Schar von Gleichschaltungsfanatikern von Berlin angezogen worden und eine noch gr\u00f6\u00dfere Drohungen und Verleumdungen gegen\u00fcber vorl\u00e4ufig unsicher geworden ist, da\u00df aber insgesamt nur 53 Mitglieder von 202 (von den 49 \u201eFreunden des Pen-Klubs\u201c, unterst\u00fctzenden Mitgliedern, gar nur 9) dem Klub den R\u00fccken gekehrt haben. <\/em><em>(Die Stunde, 6.12.1933, S. 6)<\/em><a title=\"_ftnref13\" href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\"><span class=\"reference\">[13]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Die allgemeine Nervosit\u00e4t und Unsicherheit unter den \u00f6sterreichischen Schriftstellern, die sich in der Pen-Klub-Frage manifestierte, kam nicht von ungef\u00e4hr. Das lag daran, da\u00df die Schriftsteller \u00fcber ihren Verlag aufgefordert wurden, Mitglied der RSK zu werden, und hier stand wiederum die Frage des wichtigen deutschen Absatzmarkts im Vordergrund.<\/p>\n<h3><a class=\"none\" title=\"Heading2\" name=\"Heading2\"><\/a> 2. Hitler-Eid f\u00fcr \u00f6sterreichische Schriftsteller?<\/h3>\n<div>Im November und Dezember 1933 kursierten in \u00f6sterreichischen Schriftstellerkreisen Ger\u00fcchte, wonach im Zuge der Durchf\u00fchrung des Reichskulturkammer-Gesetzes (RKK-Gesetz) sich alle deutschen Schriftsteller zur Eingliederung in die Reichsschrifttumskammer beim Reichsverband deutscher Schriftsteller, Nachfolger des im Jahr 1933 aufgel\u00f6sten S.D.S., anzumelden h\u00e4tten. Nach einer von Verlegern an ihre Autoren versandten Mitteilung betreffe diese Meldepflicht \u201ealle Arten schriftstellerisch Schaffender mit Ausnahme der f\u00fcr die Reichspressekammer zust\u00e4ndigen Schriftleiter und Journalisten, Es haben sich also zu melden alle (deutsch schreibenden) Buchautoren und alle belletristischen Mitarbeiter bei Zeitungen und Zeitschriften, alle wissenschaftlichen und Fachschriftsteller, alle Filmschriftsteller, \u00dcbersetzer, Lyriker, Dichter, B\u00fchnenschriftsteller, Funkschriftsteller und Kritiker aller Art. Die Meldung hat bis zum 15. Dezember zu erfolgen\u201c.<a title=\"_ftnref14\" href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\"><span class=\"reference\">[14]<\/span><\/a><\/div>\n<p>Ohne diese Mitgliedschaft sei eine Publikationsm\u00f6glichkeit in Deutschland nach dem RKK-Gesetz nicht m\u00f6glich. Au\u00dferdem h\u00e4tten die Schriftsteller sich vorbehaltlos bereit zu erkl\u00e4ren, \u201ejederzeit f\u00fcr das deutsche Schrifttum im Sinne der nationalen Regierung einzutreten und den Anordnungen des Reichsf\u00fchrers des Reichsverbandes deutscher Schriftsteller in allen den Reichsverband deutscher Schriftsteller [RDS] betreffenden Angelegenheiten Folge zu leisten\u201c (ebda.).<\/p>\n<p>Der Beitritt zur RSK war also an eine Erkl\u00e4rung gebunden, die einem Bekenntnis zum Nationalsozialismus gleichkam. Das st\u00f6rte zwar manchen \u00f6sterreichischen Autor nicht, andere aber sehr.<\/p>\n<p>Aber auch das Argument \u201eAbsatz in Deutschland\u201c \u2013 siehe das Beispiel aus dem Jahr 1931! \u2013 wurde in Form einer kollegialen Drohung ins Spiel gebracht. In \u00d6sterreich versuchte der RDS, jener Zwangsverband der ehemaligen freien deutschen Schriftsteller, eine Untergruppe aufzuziehen. Nur sind diese Bem\u00fchungen nicht gerade von Erfolg gekr\u00f6nt gewesen: \u201eVon 100 sorgf\u00e4ltig ausgesuchten \u201aarisch-deutschen Kollegen\u2019, klagt der Organisationsleiter Franz L\u00f6ser,<a title=\"_ftnref15\" href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\"><span class=\"reference\">[15]<\/span><\/a> sind nur etwa 30 Anmeldungen eingelaufen.\u201c<a title=\"_ftnref16\" href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\"><span class=\"reference\">[16]<\/span><\/a> Da der Zulauf \u00f6sterreichischer Schriftsteller so gering war, wurde mit Repressalien gedroht:<\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>\u201eIch mache nochmals auf folgende Umst\u00e4nde der Richtlinien des RDS. aufmerksam. (&#8230;) In Zukunft wird die Mitgliedschaft zum RDS. daf\u00fcr entscheidend sein, ob ein Schriftwerk in Deutschland verlegt werden kann oder nicht. Wer nicht Mitglied des RDS. ist, wird in Deutschland eben nicht mehr geh\u00f6rt werden. (&#8230;) Nur wer jetzt mitbaut, wird in der Folge ein Dach \u00fcber dem Kopf haben und Schutz und F\u00f6rderung genie\u00dfen k\u00f6nnen. Und dies gilt besonders f\u00fcr die \u00f6sterreichischen Schriftsteller arischer Herkunft. Mag das Gesicht des k\u00fcnftigen Staates aussehen wie immer.\u201c (WAZ, 12.12.1933, S. 9)<\/em><\/p>\n<p>Auch der Vorstand des als \u201elinks\u201c geltenden S.D.S.Oe. befa\u00dfte sich in einer Generalversammlung<a title=\"_ftnref17\" href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\"><span class=\"reference\">[17]<\/span><\/a> am 12. Dezember 1933 mit der von der <em>Wiener Allgemeinen Zeitung <\/em>als \u201eHitler-Eid\u201c apostrophierten Zwangsmitgliedschaft. Es wurde dabei darauf hingewiesen, da\u00df die RSK mit dem schweizerischen Schriftstellerverband<a title=\"_ftnref18\" href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\"><span class=\"reference\">[18]<\/span><\/a> ein Abkommen getroffen h\u00e4tte, wonach die Mitglieder dieses Verbandes der Kammer nicht beitreten mu\u00dften. Man sollte also glauben, da\u00df die gleiche Regelung auch f\u00fcr \u00d6sterreich gelten m\u00fc\u00dfte. Es wurde also festgestellt, da\u00df Ausl\u00e4nder nicht Mitglieder der RSK sein m\u00fcssen, also auch \u00f6sterreichische Schriftsteller zum Beitritt nicht verhalten werden k\u00f6nnten. Festgehalten werden soll allerdings die Tatsache, da\u00df die Aufforderung zum Beitritt zur RSK nicht von dieser selbst, sondern durch die deutschen Verleger, die dazu \u201eermuntert\u201c wurden, erfolgte.<\/p>\n<div style=\"text-align: left;\">Was \u00f6sterreichische Buchh\u00e4ndler betrifft, so machte der Verein der Buch-, Kunst- und Musikalienh\u00e4ndler seinen Standpunkt in Hinblick auf Mitgliedschaft bei der RSK von vornherein klar: \u201eDer Verein ist daher der Ansicht, da\u00df f\u00fcr \u00f6sterreichische Buchh\u00e4ndler keine Veranlassung zum Beitritt zur RSK besteht.\u201c<a title=\"_ftnref19\" href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\"><span class=\"reference\">[19]<\/span><\/a><\/div>\n<p>In der NS-Zeitschrift <em>Die Neue Literatur <\/em>wurde die wachsende Sorge in einem Bericht aus \u00d6sterreich von einem gewissen Manfred Jasser &#8211; heute ist er Freizeit-Mitarbeiter der <em> Neuen Kronen Zeitung <\/em> &#8211; aus v\u00f6lkischer Sicht kommentiert. Ausgehend von der Feststellung der Tageszeitung <em>Die Stunde, <\/em>da\u00df selbstverst\u00e4ndlich niemand etwas werde einwenden k\u00f6nnen, \u201ewenn einzelne \u00f6sterreichische Schriftsteller sich mit der reichsdeutschen Organisation abfinden, sofern ihnen wirklich keine Bedingungen gestellt werden, die mit der \u00f6sterreichischen staatlichen Selbst\u00e4ndigkeit unvereinbar sind\u201c (14.12.1933, S. 5), hei\u00dft es, da\u00df \u201edie Herren von der Stunde sich da Sorgen in der falschen Richtung machen\u201c:<\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>Denn die Frage ist nicht, ob sie sich anmelden sollen, sondern ob man sie aufnehmen wird. (&#8230;) Hiervon Terror und \u201aaufgezwungenem Hitlereid\u2019 zu reden ist Unsinn. Kein Mensch in \u00d6sterreich kann zum Beitritt zu einem reichsdeutschen Verband gezwungen werden. Es handelt sich auch um keinen Boykott. Auch im Reich werden die Dilettanten und Lumpen aus dem Schrifttum entfernt. (&#8230;)<\/em><\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>Es mu\u00df mit aller Klarheit gesagt werden: Es gibt kein \u00f6sterreichisches Schrifttum. Es gibt nur (abgesehen vom j\u00fcdischen) ein deutsches Schrifttum in \u00d6sterreich. Und das ist eben ein Teil des gesamtdeutschen Schrifttums. Daran werden alle Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rungen nichts \u00e4ndern. (Heft 1, Januar 1934, S. 56)<\/em><\/p>\n<p class=\"zitat\">Im n\u00e4chsten Jahr werden die \u00f6sterreichischer, Verleger und Buchh\u00e4ndler sich in einem Dilemma finden. &#8230;<\/p>\n<h3><a class=\"none\" title=\"Heading3\" name=\"Heading3\"><\/a> Anmerkungen<\/h3>\n<div id=\"ftn1\">\n<p class=\"note\"><a title=\"_ftn1\" href=\"#_ftnref1\" target=\"text\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Nach dem Bericht in <em>DWT, <\/em>Nr. 3034, So., 18.10.1931, S. 16.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn2\">\n<p class=\"note\"><a title=\"_ftn2\" href=\"#_ftnref2\" target=\"text\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Versuche an verschiedenen Orten, diese Eingabe aufzufinden, verliefen ergebnislos.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn3\">\n<p class=\"note\"><a title=\"_ftn3\" href=\"#_ftnref3\" target=\"text\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Zitiert nach der Darstellung im <em>Anzeiger<\/em>, 72. Jg., Nr. 50, <em>12. 12. <\/em>1931, S. 273.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn4\">\n<p class=\"note\"><a title=\"_ftn4\" href=\"#_ftnref4\" target=\"text\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> <em>Das Echo <\/em>(Wien), Jg. 1, Nr. 204, Mo., 22. 10. 1934, S. 3 Wie wir sehen werden, f\u00fchrte die reichsdeutsche Devisenausfuhrbeschr\u00e4nkung im Jahre 1937 dazu, da\u00df eine Reihe \u00f6sterreichischer Verlage dadurch direkt gef\u00e4hrdet waren, da sie entweder lange auf den Erl\u00f6s der verkauften Werke in Deutschland warten mu\u00dften oder gezwungen waren, auf die Ausfuhr \u00fcberhaupt zu verzichten.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn5\">\n<p class=\"note\"><a title=\"_ftn5\" href=\"#_ftnref5\" target=\"text\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Im Jahr 1983 erschien viel Spezialliteratur zu diesem Thema, darunter: ALFRED KANTOROWICZ, Politik und Literatur im Exil. Deutschsprachige Schriftsteller im Kampf gegen den Nationalsozialismus. M\u00fcnchen: Deutscher Taschenbuch Verlag, 1983 (Nr. 10110); GERHARD SAUDER (Hrsg.), Zum 10. Mai 1933. Die B\u00fccherverbrennung. M\u00fcnchen: Carl Hanser Verlag, 1983; ULRICH WALBERER (Hrsg.), 10. Mai 1933. B\u00fccherverbrennung in Deutschland und die Folgen Frankfurt\/Main: Fischer Taschenbuch Verlag, 1983 (Bd. 4245); ALFRED PFOSER und FRIEDRICH STADLER (Red.), Die verbrannten B\u00fccher. 10.5.1983. Wien: Institut f\u00fcr Wissenschaft und Kunst, 1983 (= Schriftenreihe des Instituts f\u00fcr Wissenschaft und Kunst. Nummer 3). \u201eDas war ein Vorspiel nur&#8230;\u201c. B\u00fccherverbrennung Deutschland 1933: Voraussetzungen und Folgen. Ausstellungskatalog Akademie der K\u00fcnste, Berlin, 1983.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn6\">\n<p class=\"note\"><a title=\"_ftn6\" href=\"#_ftnref6\" target=\"text\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Dazu u.a. GABRIELE KR\u00c4MER-PRIEN, Der Buchhandel war immer deutsch. Das \u201eB\u00f6rsenblatt f\u00fcr den Deutschen Buchhandel\u201c vor und nach der Machtergreifung. In: 10. Mai 1933. B\u00fccherverbrennung in Deutschland und die Folgen, zit. Anm. 5, S. 285-302.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn7\">\n<p class=\"note\"><a title=\"_ftn7\" href=\"#_ftnref7\" target=\"text\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Seit der ersten Niederschrift dieser Arbeit ist so viel zu diesem Thema geschrieben und publiziert worden, da\u00df wir hier versuchen m\u00fcssen, dieser Literatur Rechnung zu tragen. Eine der ersten Analysen des Penklubkongresses aus \u00f6sterreichischer Sicht stammt von Hilde Spiel (\u201eRagusa: Scheidung der Geister\u201c). In: HILDE SPIEL (Hrsg.), Die zeitgen\u00f6ssische Literatur \u00d6sterreichs. (Kindlers Literaturgeschichte der Gegenwart. Autoren. Werke. Themen. Tendenzen seit 1945.) Z\u00fcrich\/M\u00fcnchen: Kindler Verlag, 1976, bes. S. 19 ff. GERHARD RENNER geht in seiner Wiener Dissertation aus dem Jahre 1981 in einem l\u00e4ngeren Kapitel ausdr\u00fccklich auf \u201eDas Jahr 1933 in \u00d6sterreich\u201c n\u00e4her ein, beschreibt einen ersten Versuch nationalsozialistischer Autoren in \u00d6sterreich, sich vereinsm\u00e4\u00dfig zu organisieren (S. 16-24) und verfolgt den Ragusaer Kongre\u00df mit dessen Nachspiel in Wien (G. R., \u00d6sterreichische Schriftsteller und der Nationalsozialismus: Der \u201eBund der deutschen Schriftsteller \u00d6sterreichs\u201c und der Aufbau der Reichsschrifttumskammer in der &#8222;Ostmark&#8220;. phil. Diss. Wien 1981), S. 25-58. KLAUS AMANN hat bereits eine Reihe von kleineren Studien zum Penkongre\u00df und zur Spaltung des Wiener PEN-Klubs vorgelegt: Die literaturpolitischen Voraussetzungen und Hintergr\u00fcnde f\u00fcr den \u201eAnschlu\u00df\u201c der \u00f6sterreichischen Literatur im Jahre 1938. In:<em> Zeitschrift f\u00fcr deutsche Philologie, <\/em>101. Band 1982, Zweites Heft, S. 216-244; Im Schatten der B\u00fccherverbrennung. \u00d6sterreichische Literatur und Nationalsozialismus. <em>In: wespennest. <\/em>zeitschrift f\u00fcr brauchbare texte und bilder, nr. 52, Literatur und Macht 1983, S. 16-25; Vorgeschichten. Kontinuit\u00e4ten in der \u00f6sterreichischen Literatur von den 30er zu den 50er Jahren. In: Hannibalium, Hrsg. FRANZ SCHUH. Wien: Hannibal, 1983, S. 133- 148; bes. S. 135 ff. Amanns neuerschienene PEN-Klub-Monographie PEN Politik. Emigration. Nationalsozialismus. Ein \u00f6sterreichischer Schriftstellerclub. Wien: B\u00f6hlau, 1984 konnte leider nicht mehr ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn8\">\n<p class=\"note\"><a title=\"_ftn8\" href=\"#_ftnref8\" target=\"text\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Zu ihrer Karriere nach dem Kongre\u00df siehe: <em>Literatur und Dichtung im Dritten Reich. <\/em>Eine Dokumentation von JOSEPH WULF. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1966, S. 90 und die entsprechenden Ausf\u00fchrungen bei Renner und Amann.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn9\">\n<p class=\"note\"><a title=\"_ftn9\" href=\"#_ftnref9\" target=\"text\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Siehe z.B. LUDWIG ULLMANNs Glosse: Nazi-Dank an Grete Urbanitzky. In: <em>WAZ<\/em>, 13<em>. <\/em>12.1933, S. 5.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn10\">\n<p class=\"note\"><a title=\"_ftn10\" href=\"#_ftnref10\" target=\"text\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Dazu der Bericht \u00fcber den Kongre\u00df in <em>Die Neue Literatur<\/em>, Heft 7, Juli 1933, S. 422f., und besonders die Passage: \u201eDie Hetze gegen Deutschland wurde \u00fcbrigens besonders von Autoren des j\u00fcdischen Wiener Verlages Zsolnay (Wells und Fabrizius) beg\u00fcnstigt und von einer Reihe j\u00fcdischer und judenfreundlicher Wiener Schriftsteller unterst\u00fctzt. Korrekt benahmen sich die offiziellen Vertreter des Wiener PEN-Klubs, Felix Salten und Grete Urbanitzky.\u201c Renner geht hierauf ins Detail ein (S. 36 ff.).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn11\">\n<p class=\"note\"><a title=\"_ftn11\" href=\"#_ftnref11\" target=\"text\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Vgl. RENNER, S. 160-205 und AMANN, S. 232 ff., beide zit. Anm. 7.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn12\">\n<p class=\"note\"><a title=\"_ftn12\" href=\"#_ftnref12\" target=\"text\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Zitiert nach <em>DWT, <\/em>Nr. 3795, So., 10.12.1933, S. 6. Eine \u00e4hnliche Meldung erschien in <em>Wiener Zeitung <\/em>vom selben Tag, S. 4. Ein eigenwilliger Kommentar aus NS-Sicht zu diesem Schreiben erschien in <em>Die Neue Literatur, <\/em>Heft 1, Januar 1934, S. 56 von MANFRED JASSER. Zum Protest des S.D.S.Oe. wegen der B\u00fccherverbrennung \u00f6sterreichischer Autoren im Mai siehe AMANN, zit. Anm. 7, S. 18 und RENNER, Hitler-Eid f\u00fcr \u00f6sterreichische Schriftsteller. In: KLAUS AMANN und ALBERT BERGER (Hrsg.): Die \u00f6sterreichische Literatur der drei\u00dfiger Jahre. Ideologische Verh\u00e4ltnisse\u2013institutionelle Voraussetzungen &#8211; Fallstudien. (Erscheint 1984)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn13\">\n<p class=\"note\" style=\"text-align: justify;\"><a title=\"_ftn13\" href=\"#_ftnref13\" target=\"text\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Siehe auch \u201eH.G. Wells an den \u00f6sterreichischen Pen-Klub\u201c. In: <em>DWT, <\/em>Nr. 3791, Mi., 6.12.1933, S. 3.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn14\">\n<p class=\"note\"><a title=\"_ftn14\" href=\"#_ftnref14\" target=\"text\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Zitiert nach <em>WAZ, <\/em>12. 12. 1933, S. 9.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn15\">\n<p class=\"note\"><a title=\"_ftn15\" href=\"#_ftnref15\" target=\"text\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Der nationale Autor, L\u00f6ser, bevorzugte die v\u00f6lkischen Verlage in \u00d6sterreich, wie z.B. den Verlag \u201eDas Bergland-Buch\u201c, den Augarten-Verlag und den Adolf Luser Verlag.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn16\">\n<p class=\"note\"><a title=\"_ftn16\" href=\"#_ftnref16\" target=\"text\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Nach einem Bericht von PAUL WESTHEIM, Kollegiale Drohung gegen die \u00f6sterreichischen Schriftsteller. in: <em>Das Neue Tage-Buch, <\/em>Nr. 24, 9. 12. 1933, S. 577f. Teilabdruck in <em>WAZ <\/em>12.12.1933, S. 9. N\u00e4heres zur Rolle L\u00f6sers, siehe RENNER, zit. Anm. 7, S. 68 ff.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn17\">\n<p class=\"note\"><a title=\"_ftn17\" href=\"#_ftnref17\" target=\"text\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Dazu MURRAY G. HALL, Robert Musil und der Schutzverband deutscher Schriftsteller in \u00d6sterreich. In: <em>\u00d6sterreich in Geschichte und Literatur, <\/em>21. Jg., Heft 4, Juli-August 1977, S. 202-221. Diese Arbeit stellt den bislang einzigen Versuch dar, die Geschichte dieses Verbandes in \u00d6sterreich zu skizzieren. Erw\u00e4hnung findet er bei ERNST FISCHER, Der \u201eSchutzverband deutscher Schriftsteller\u201c. 1909-1933. Archiv f\u00fcr Geschichte des Buchwesens, Band XXI, Lieferungen 1-3, Frankfurt\/Main: Buchh\u00e4ndler-Vereinigung GmbH, 1980, Sp. 289-292. Bei der Generalversammlung vom 12. 12. 1933, der eine Vorstandssitzung am 7. Dezember vorausgegangen war, beschlo\u00df die Mehrheit der Mitglieder gegen den Protest von Josef Luitpold Stern (Mitglied des erweiterten Vorstands) und Hugo Sonnenschein-Sonka (ehemaliger, langj\u00e4hriger Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer) eine Statuten\u00e4nderung, deren Motivation nicht ganz ersichtlich ist. Diese bestand darin, da\u00df in Hinkunft die Funktion\u00e4re des Verbands, d.h. Vorstandsmitglieder, \u00f6sterreichische Staatsb\u00fcrger sein mu\u00dften. M\u00f6glich ist, da\u00df die \u00c4nderung gegen Sonnenschein oder \u201elinke\u201c reichsdeutsche Exilanten gerichtet war. Die \u00c4nderung bedeutete aber weder, da\u00df Schriftsteller nicht \u00f6sterreichischer Staatsb\u00fcrgerschaft aus dem Vorstand ausgeschlossen w\u00fcrden, noch da\u00df die gew\u00e4hlten Funktion\u00e4re nicht nach wie vor das Recht h\u00e4tten, ausl\u00e4ndische Schriftsteller in den Vorstand zu kooptieren. Begr\u00fcndet wurde dieser Schritt mit der Feststellung, \u201eda\u00df die Verantwortung f\u00fcr einen \u00f6sterreichischen Verein gem\u00e4\u00df dem Gesetz von \u00f6sterreichischen Funktion\u00e4ren getragen werden mu\u00df.\u201c (WAZ, 13.12.1933, S. 4; s. auch DWT, 13.12.1933, S. 3.)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn18\">\n<p class=\"note\"><a title=\"_ftn18\" href=\"#_ftnref18\" target=\"text\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> Trotz der verbalen Beteuerung der kulturellen Eigenst\u00e4ndigkeit als Komponente st\u00e4ndestaatlicher Politik konnte nur die Schweiz in diesem und anderen F\u00e4llen beweisen, da\u00df sie f\u00e4hig war, in entscheidenden Fragen sie auch tats\u00e4chlich zu bewahren.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn19\">\n<p class=\"note\"><a title=\"_ftn19\" href=\"#_ftnref19\" target=\"text\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a><em> Anzeiger, <\/em>74. Jg., Nr. 43, 16. 12. 1933, S. 1. Dazu auch die Bekanntmachung betr. Mitgliedschaft der RSK im <em>B\u00f6rsenblatt, <\/em>100. Jg., Nr. 280, 2.12.1933, S. 927: \u201e(&#8230;) Buchh\u00e4ndler, die bereits Mitglied des B\u00f6rsenvereins sind, brauchen sich selbstverst\u00e4ndlich nicht nochmals besonders zu melden.\u201c<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>V. \u00c4nderungen im Buchhandel: \u00e4u\u00dfere Umst\u00e4nde und Einfl\u00fcsse 1. \u201eScheidung der Geister\u201c 2. &#8222;Hitler-Eid&#8220; f\u00fcr \u00f6sterreichische Schriftsteller? In diesem Abschnitt geht es darum, einige literaturpolitische bzw. ideologische, volkswirtschaftliche und handelspolitische Voraussetzungen f\u00fcr die Entwicklung des Buchwesens in \u00d6sterreich nach 1933 und bis zum Zeitpunkt des sog. \u201ereichsdeutschen Buchdumpings\u201c im August\u2026<\/p>\n<p> <a class=\"continue-reading-link\" href=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=108\"><span>Continue reading<\/span><i class=\"crycon-right-dir\"><\/i><\/a> <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":26,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-108","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/108","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=108"}],"version-history":[{"count":7,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/108\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1939,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/108\/revisions\/1939"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/26"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=108"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}