{"id":164,"date":"2015-09-03T18:28:41","date_gmt":"2015-09-03T16:28:41","guid":{"rendered":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=164"},"modified":"2017-11-01T11:48:00","modified_gmt":"2017-11-01T09:48:00","slug":"164-2","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=164","title":{"rendered":"Amalthea-Verlag"},"content":{"rendered":"<h3>Amalthea-Verlag (Z\u00fcrich-Leipzig-Wien) <a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><span style=\"font-size: 0.7em; vertical-align: top;\">[1]<\/span><\/a><\/h3>\n<h6><\/h6>\n<ul class=\"overview\">\n<li class=\"overview\"><a class=\"none\" href=\"#Heading1\" target=\"_self\">Firmenname<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a class=\"none\" href=\"#Heading2\" target=\"_self\">Produktion<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a class=\"none\" href=\"#Heading3\" target=\"_self\">Signe<\/a><a class=\"none\" href=\"#Heading3\" target=\"_self\">ts, Ausstattung<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a href=\"#anm1\">Anmerkungen<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a href=\"#erg1\">Erg\u00e4nzungen zur Buchver\u00f6ffentlichung von 1985<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"zitat\">Unter de<a href=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/amalthea1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-526\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/amalthea1-237x300.jpg\" alt=\"Amalthea Signet\" width=\"130\" height=\"164\" srcset=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/amalthea1-237x300.jpg 237w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/amalthea1-810x1024.jpg 810w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/amalthea1-119x150.jpg 119w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/amalthea1.jpg 880w\" sizes=\"auto, (max-width: 130px) 100vw, 130px\" \/><\/a>n vielen Verlagen, die jetzt wie Pilze aus dem Boden schie\u00dfen und in der Zeit der Papiernot bedruckte Makulatur bereiten, um nach l\u00e4ngerer oder k\u00fcrzerer Zeit das Zeitliche zu segnen, ohne literarische bemerkenswerte Nachlassenschaft, macht wohl der Amalthea-Verlag, Wien und Z\u00fcrich, eine r\u00fchmliche Ausnahme.\u00a0<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><span class=\"Reference\">[2]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Der Amalthea-Verlag ist einer der wenigen Verlage, die vom Beginn der Republik \u00fcber das Ende \u00d6sterreichs 1938 hinaus auch w\u00e4hrend des Krieges existierten und noch heute namentlich bestehen. Gr\u00fcnder und Inhaber des Verlags war der aus einer alten, bis zum Jahre 1880 am Bodensee ans\u00e4ssigen, beg\u00fcterten Schweizer Familie stammende, am 7. M\u00e4rz 1889 in Olten in der Schweiz als Sohn des Kaufmanns Konrad Studer geborene Dr. jur. Heinrich Studer. <a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><span class=\"Reference\">[3]<\/span><\/a> Studer studierte Jus an den Universit\u00e4ten in Z\u00fcrich, M\u00fcnchen, Leipzig und Berlin, w\u00e4hlte aber neben der Rechtswissenschaft auch Kunst und Literatur. Bevor er jedoch am 31.7.1912 seinen Dr. jur. von der Universit\u00e4t Leipzig erhielt, hatte er eine kurze, aber st\u00fcrmische Liaison mit Claire Goll, die in einer kurzfristigen Ehe resultierte und aus der &#8211; als unmittelbarer Anla\u00df zur Heirat &#8211; eine Tochter, Doralies, <a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><span class=\"Reference\">[4]<\/span><\/a> hervorging. Die Zwangsehe wurde erst 1917 offiziell geschieden.<\/p>\n<p>Im Sommer 1917, als der Weltkrieg noch tobte, gr\u00fcndete der 28j\u00e4hrige Studer den Amalthea-Verlag in Leipzig. Im Fr\u00fchjahr 1918 w\u00e4hlte er schlie\u00dflich Wien als Firmensitz. Gleichzeitig ging Studer 1917 unter die Dichter mit einer Trag\u00f6die Waldmann (2. Tsd. 1918) und lie\u00df einen Band mit &#8222;Dichtungen&#8220; <em>(Die Geburt der Venus) <\/em>als erstes Verlagswerk der Wiener Firma 1918 erscheinen. Das Programm des neugegr\u00fcndeten Verlags wird in einer &#8222;Er\u00f6ffnungsanzeige&#8220; in der <em>Buchh\u00e4ndler-Correspondenz <\/em>pr\u00e4zis formuliert:<\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>Der Unterzeichnete erlaubt sich die hochgeehrten Herren Sortimenter auf seinen unter der Firma Amalthea-Verlag neugegr\u00fcndeten Verlag aufmerksam zu machen.<\/em><\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>Hauptzweck des Verlages ist zun\u00e4chst die Propagierung <\/em>\u00f6sterreichischer<em> und schweizerischer Autoren. Es erscheinen in den n\u00e4chsten Tagen von 12 \u00f6sterreichischen Autoren nicht weniger wie 15 Werke sch\u00f6ngeistiger Richtung, auf deren Ausstattung trotz des Krieges ihrem Inhalt entsprechend die gr\u00f6\u00dfte Sorgfalt aufgewendet wurde. Ich bitte die Herren Sortimenter im Interesse der Sache sich f\u00fcr den Vertrieb der Werke <\/em>recht lebhaft einsetzen<em> zu wollen. <\/em><a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><span class=\"Reference\">[5]<\/span><\/a><\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading1\"><\/a> Firmenname<\/h3>\n<p>Es kommt nicht sehr h\u00e4ufig vor, da\u00df ein Verleger den Namen seines Hauses so nachdr\u00fccklich und so oft begr\u00fcndet, wie dies bei Amalthea der Fall ist. Das geschah zum ersten Mal im Nachwort Studers vom 4.10.1919 im zweiten Verlagsalmanach, dem <em>Amalthea-Almanach auf das Jahr 1920. <\/em>Die Firmenbezeichnung d\u00fcrfte eher eine sehr gemischte Aufnahme gefunden haben. Studer sah sich daher veranla\u00dft, im <em>Amalthea-Almanach auf das Jahr 1922 <\/em>(&#8222;Nachwort des Herausgebers&#8220;, 29.8.1921) noch einmal auf seine \u00dcberlegungen hinzuweisen:<\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>F\u00fcr die Freunde meines Verlages, die den Amalthea-Almanach 1920, wohl den sch\u00f6nsten und inhaltreichsten, der seit vielen Jahren im deutschen Sprachgebiet erschien, nicht kennen und denen der Name &#8222;Amalthea&#8220; immer noch eine &#8222;Ziege&#8220; oder ein &#8222;R\u00e4tsel&#8220; bedeutet, sei erneut darauf hingewiesen, da\u00df die &#8222;Amalthea&#8220; in der fr\u00fcheren griechischen Mythologie wohl die Ziege bedeutet, die Jupiter in den Gebirgen Kretas s\u00e4ugte, wo er, der zuk\u00fcnftige Beherrscher des Weltalls, von Rhea, seiner Mutter, ausgesetzt wurde, damit er nicht von ihrem Gemahl Kronos wie seine Geschwister Vesta, Juno, Ceres, Pluto und Neptun aus Eifersucht und Angst von ihren gewaltigen Kr\u00e4ften verschlungen werde.<\/em><\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>In der sp\u00e4teren Mythologie wird die &#8222;Amalthea&#8220; vom Jupiter zum Dank unter die Sterne versetzt und ihr Horn zum Horn des \u00dcberflusses erh\u00f6ht.<\/em><\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>In der Bl\u00fctezeit der griechischen Mythologie indessen ergibt die reife Vorstellung der Amalthea eines der reizendsten Bilder der Phantasie. Die &#8222;Amalthea&#8220; ist gleich den Musen eine Lieblingstochter der hoheitsvollen Mnemosyne (d.h. die Denkende, die Sichzur\u00fcckerinnernde), der G\u00f6ttin aller Geisteskr\u00e4fte, welche in ihr aus der Verm\u00e4hlung des Himmels mit der Erde entstanden. Im Zeitalter der waltenden Gottheiten, als die Natur und die Geisteskr\u00e4fte im Weltall durch das kluge und kraftvolle Regiment Jupiters in Harmonie vers\u00f6hnt den Weltraum, die G\u00f6tter und die Menschen des goldenen Zeitalters erf\u00fcllten, wandelte allabendlich die Ieichthinschwebende Amalthea \u00fcber den Parna\u00df, sammelte in ihr goldenes F\u00fcllhorn alle guten und sch\u00f6nen Gaben der menschenfreundlichen G\u00f6tter und Musen, enteilte den g\u00f6ttlichen Gefilden und sch\u00fcttete den Inhalt desselben, wenn Helios im Osten durch die goldenen Tore sein fernhinleuchtendes Rossegespann die Himmelskuppel hinauflenkte, \u00fcber die Erde.<\/em><\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>Und diese Amalthea, die Amalthea der reifen griechischen Mythologie ist das Sinnbild meines Verlages. (&#8230;)<\/em><\/p>\n<p class=\"zitat\"><a href=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Amalthea2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-529\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Amalthea2-1024x448.jpg\" alt=\"Amalthea Signet\" width=\"400\" height=\"175\" srcset=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Amalthea2-1024x448.jpg 1024w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Amalthea2-300x131.jpg 300w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Amalthea2-250x109.jpg 250w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Amalthea2-150x66.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Hier deuten sich Studers k\u00e4mpferische und streitbare Natur und sein Streben nach \u00f6ffentlicher Anerkennung an. Darauf kommen wir etwas sp\u00e4ter zur\u00fcck. Erst ungef\u00e4hr f\u00fcnf Jahre nach der Verlagsgr\u00fcndung in Leipzig suchte Studer am 12.7.1922 beim Handelsgericht in Wien um Protokollierung seiner Firma an. Am 19.9.1922 wurde sodann der Amalthea-Verlag mit Betriebsgegenstand buchh\u00e4ndlerischer Verlag von Werken sch\u00f6ngeistiger Literatur unter Register A, Band 69, pagina 229 ins Wiener Handelsregister eingetragen.<\/p>\n<p>Studer hatte &#8211; und seine diversen Nachworte legen daf\u00fcr Zeugnis ab &#8211; prononcierte Meinungen in res politica wie auf kulturellem Gebiet. Da sein Verlagsprogramm weniger popul\u00e4r als elit\u00e4r war, blieb ihm von Anfang an breitere Anerkennung versagt. Sein Res\u00fcmee vom August 1921 zeigt eine sehr konservative Weltanschauung und ist zugleich eine nicht unproblematische Selbstdarstellung. Nach einer Auflistung und Anpreisung der Produktion hei\u00dft es dort:<\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>So bringt die Amalthea auch dieses Jahr trotz dem Hemmungen im Herstellungsverfahren, trotz der noch immer die geistige Gesundheit Europas gef\u00e4hrdenden Seuche der stets scharf abgelehnten literarisch-kommunistischen Revolutions-Lausb\u00fcbereien und trotz der sonstigen Schwierigkeiten den Literatur- und Kunstverst\u00e4ndigen in ihrem goldenen F\u00fcllhorn viele gute und sch\u00f6ne Gaben der besten K\u00fcnstler und Dichtem, in deren seelischem, geistigem und k\u00fcnstlerischem Ausdrucks- und Gestaltungsreichtum die sch\u00f6pferischen Kr\u00e4fte und ewigen Werte unserer blutigen Zeit sich selbstbildend so sinn- und ma\u00dfvoll manifestieren, so sch\u00f6n und harmonisch offenbaren wie die g\u00f6ttliche Idee im weltraumdurchrollenden, ewig farbig sich wandelnden Kosmos. <\/em><a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><span class=\"Reference\">[6]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Das Gespenst der &#8222;bolschewistischen Gefahr&#8220; vermochte der Verleger zeit seines Lebens offenbar nicht zu verscheuchen. <a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\"><span class=\"Reference\">[7]<\/span><\/a> Noch drastischer \u00e4u\u00dferte sich Studer zu seiner Zeit bzw. seinen Zeitgenossen im Almanach 1920. Im Anhang zum Almanach pr\u00e4sentiert er n\u00e4mlich eine Art Pressespiegel zu seinen Verlagserscheinungen und findet f\u00fcr \u00d6sterreichs hochangesehene liberale Tageszeitung, die <em>Neue Freie Presse, <\/em>nicht gerade schmeichelhafte Worte und nimmt die sonstige \u00f6sterreichische Tagespresse im selben Aufwaschen mit:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Neue Freie Presse,<em> Wien: Schweigt zu dieser Publikation wie &#8211; mit einer einzigen Ausnahme &#8211; \u00fcbrigens zu all den 25 bis 30 Ver\u00f6ffentlichungen junger und j\u00fcngster \u00f6sterreichischer Autoren des Amalthea-Verlages.<\/em><\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>Seit Jahren ruft man in den buchh\u00e4ndlerischen Fachorganen, in den Zeitschriften und Tageszeitungen der Donaul\u00e4nder immer dringender nach einem tatkr\u00e4ftigen Verlag, der die \u00f6sterreichischen Meister sowohl wie die J\u00fcngsten zu gewinnen sucht, den einheimischen Druckereien, Kunstanstalten, Buchbindereien usw. usw. Arbeitsgelegenheit verschafft und so einerseits die wirtschaftliche Produktions- und damit Exportf\u00e4higkeit \u00d6sterreichs wieder befestigen hilft, andererseits durch einen raschen Umsatz seiner Verlagswerke selbst wirtschaftlich erstarkt, um im ideellen wie materiellen Sinne den K\u00fcnstlern und Dichtern \u00d6sterreichs dienen zu k\u00f6nnen. In wirtschaftlicher Hinsicht lag das Ziel des Amalthea-Verlages seit Anbeginn in dieser Richtung. Aber die Lust und Freude, in diesem Sinne selbst mit Opfern zu arbeiten, um daf\u00fcr nur die halborientalische Indolenz und den Nepotismus der \u00f6sterreichischen Tageszeitungen und Sortimenter einzutauschen, mu\u00df ich heute leider schon selbst bel\u00e4cheln. Nichts leichter als eine R\u00fcckorientierung zum blo\u00df Gesch\u00e4ftlichen! Verantwortlich daf\u00fcr darf dann aber nicht der Verlag gemacht werden &#8211; \u00fcberhaupt nicht die \u00f6sterreichische Verlegerschaft -, sondern in erster Linie die wundervoll k\u00fcnstlerische Sachlichkeit und die bodenst\u00e4ndig orientierte heimische Presse, sowie der begeisternde Idealismus und das tief eingewurzelte Pflichtbewu\u00dftsein der \u00f6sterreichischen Buchh\u00e4ndler, womit diese guten und &#8211; trotz der denkbar schwierigsten Herstellungsverh\u00e4ltnisse &#8211; gut ausgestatteten Werken ihrer Heimatsgenossen zum Durchbruch und Erfolg zu verhelfen pflegen.<\/em><\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>M\u00fcssen sich denn die &#8222;\u00f6sterreichischen&#8220; Schicksale der Mozart, Waldm\u00fcller, Grillparzer und Lenau immer erneut wiederholen?!<\/em><\/p>\n<p>Doch das ist nicht das Ende der Leviten, die der Kulturretter Studer liest:<\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>Nun, eine Hoffnung, \u00f6sterreichische K\u00fcnstler und Dichter, eine sch\u00f6ne Hoffnung ist euch geblieben! Ihr wi\u00dft, alles Licht kommt aus dem Osten! Vielleicht geht von der Flut unverf\u00e4lschten Judenbluts, die sich letztlich daher \u00fcber die \u00f6sterreichischen L\u00e4nder ergossen, doch genug in die verkalkten Adern der Wiener &#8222;Kultur&#8220;-Judenschaft ein, so Szepter- und Schl\u00fcsselgewalt im heimischen Kunstreich an sich gebracht zu haben vermeint, vielleicht treibt das neue Blut die Kulturm\u00fcden zu neuer kunstf\u00f6rdernder Tat. Vielleicht &#8211; vielleicht! La\u00dft euch an dieser morgensch\u00f6nen Hoffnung genug sein, O Dichter und K\u00fcnstler \u00d6sterreichs!<\/em><\/p>\n<p>Auch Studers Nachwort zum Amalthea-Almanach 1924, datiert 1. Oktober 1923, trieft von Ressentiment. Es ist als &#8211; subjektive &#8211; Marktanalyse nicht weniger polemisch, aber h\u00f6chst aufschlu\u00dfreich und wesentlicher Beitrag zur Firmengeschichte. Hier einige Ausz\u00fcge aus diesem Nachwort:<\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>Mit der Rhein- und Ruhrbesetzung durch die Franzosen wurde das deutsche, ja das ganze europ\u00e4ische Wirtschaftsleben in Unruhe und Unordnung versetzt.<\/em><\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>Die am wirtschaftlichen Horizont aufsteigenden Sturmzeichen wurden im Buch- und Druckgewerbe durch die deutschen Verleger noch dadurch verst\u00e4rkt, da\u00df sie &#8211; unbelehrt durch den \u00f6sterreichischen Zusammenbruch &#8211; im Inlande die Preise k\u00fcnstlich (Au\u00dfenhandelsnebenstelle und Wechselwirtschaft bei j\u00e4h fallender W\u00e4hrung) niederhielten und damit die ausl\u00e4ndische Konkurrenz durch viele Monate lahmlegten. Auf die heranziehende Gefahr schon Weihnachten 1922 eingestellt, schr\u00e4nkte ich die Produktion scharf ein. Trotzdem standen schon im April die Eing\u00e4nge nicht mehr im Einklang mit den Ausgaben, und heute ist \u00fcberdies &#8211; hoffentlich auf kurze Dauer &#8211; das Hauptabsatzgebiet, Deutschland, so gut wie ausgeschaltet.<\/em><\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>Als vern\u00fcnftiger Kaufmann sollte ich meine sorgen- und lastenbringende &#8222;Amalthea&#8220; nach den seligen Gefilden des Parnasses beurlauben, ihr Personal entlassen, um in beschaulicher Ruhe &#8211; unter einem Birnbaum im Grase meditierend ausgestreckt &#8211; nachforschen zu k\u00f6nnen, warum eigentlich Kritik und Publikum von der &#8222;Kleinen Amalthea-B\u00fccherei&#8220; verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig so besch\u00e4mend wenig Notiz nimmt. (&#8230;) Schuldet Presse und Publikum diesen K\u00fcnstlern nicht mehr Dank? (&#8230;)<\/em><\/p>\n<p>Nachdem sich Studer \u00fcberlegt hat, warum er so. wenig absetzt, denkt er auch dar\u00fcber nach, was daran schuld sein k\u00f6nnte. Sein anspruchsvolles Programm kann es offensichtlich nicht sein:<\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>Leider versagt das gebildete Publikum die Gefolgschaft: Krieg und Nachkriegszeit-Krieg zertr\u00fcmmerten dem Mittelstand die wirtschaftliche Existenz. Die Arbeiterschaft und die neuen Reichen schwelgen in Sachg\u00fctern, Kino oder schaler materialistischer Tendenzliteratur: und den Adel in \u00d6sterreich und Deutschland, den nat\u00fcrlichen Verb\u00fcndeten jeder wahrhaften Kunst und Kultur, Philosophie und Religion, besch\u00e4ftigt zu sehr die Erhaltung und Wiedergewinnung eingeb\u00fc\u00dfter territorialer oder machtpolitischer Positionen. Wie durch Jahrzehnte, so verk\u00f6rpert in hervorragendem Ma\u00dfe der regierende F\u00fcrst von Liechtenstein eine ehrw\u00fcrdige, r\u00fchmliche Ausnahme. (&#8230;)<\/em><\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>Allein nicht einzelne, sondern der Adel als ganzer Stand, das ganze B\u00fcrgertum mu\u00df, soweit sie sich als bewu\u00dfte Werkzeuge einer sie \u00fcberragenden und erf\u00fcllenden Idee f\u00fchlen, die Notwendigkeit erkennen und befolgen, der Philosophie, Kunst, Literatur und Religion Aufmerksamkeit, Interesse, ja Opfer darzubringen. Und w\u00e4re es &#8211; von unserem Standpunkt aus &#8211; auch nur indirekt: durch den Kauf geistig und k\u00fcnstlerisch wertvoller Werke. An diese Kreise wendet sich insbesondere die &#8222;Amalthea&#8220;. Ob mit Erfolg, wird die Zukunft lehren. Vorl\u00e4ufig baut sie, wie bisher, auf die eigene Kraft, im R\u00fccken in Reservestellung meinen stets opferbereiten Vater, dem ich auch an diese Stelle erneut meinen herzlichsten Dank ausspreche.<\/em><\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>Solange aber Kritik und Publikum den Bestrebungen der &#8222;Amalthea&#8220; nicht mehr Interesse und Verst\u00e4ndnis entgegenbringen, darf ich gerade im Interesse der wahrhaften Gelehrten und K\u00fcnstler nicht mehr &#8211; wie bis 1922 &#8211; im weitgehendsten Ma\u00dfe den W\u00fcnschen der Autoren stattgeben, sondern mu\u00df mich zwangsl\u00e4ufig ausschlie\u00dflich zeitlosen kunst- und kulturschaffenden Kr\u00e4ften zuwenden.<\/em><\/p>\n<p>Die Situation des Verlags verbesserte sich aus der Sicht Studers auch in den folgenden Jahren nicht. Und ein Verlagsalmanach diente erneut als Forum seiner Unmut. Studer f\u00fchrt eine Reihe von Werken an und schlie\u00dft:<\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>Alle diese Publikationen brachten dem Verlagsinhaber ideell viel Freude und Anerkennung, materiell aber bedeutende Opfer. Und der Dank daf\u00fcr?<\/em><\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>Die von Sozialisten regierte Gemeinde Wien h\u00e4tte &#8211; wie jede vern\u00fcnftige und gesunde Verwaltung &#8211; dem Wohle des Ganzen, und damit auch den Interessen jedes Einzelnen zu dienen, sofern diese die materiell-wirtschaftlichen oder gar ideellen Interessen der Gesamtheit opferfreudig f\u00f6rdern. Seit Jahren aber bek\u00e4mpft die Gemeinde Wien, in gleicher Weise wie sie Handel, Gewerbe, Industrie, Fremdenverkehr, Theater- und Konzertwesen usw. unterbindet, auch den Amalthea-Verlag. Trotzdem dieser ausl\u00e4ndisches Kapital ins Land bringt, die ideellen und k\u00fcnstlerischen Werte des Landes anerkannterma\u00dfen f\u00f6rdert, vielen Dutzenden von Arbeitern und Beamten Brot und Lohn verschafft und bis zum heutigen Tage materiell vorwiegend Opfer brachte, wurde ihm in zeitraubenden und sehr kostspieligen Prozessen, Vorladungen usw. jede Ausdehnung im eigenen Hause und jede sach- und fachgem\u00e4\u00dfe Organisation des Betriebes unterbunden und bek\u00e4mpft.<\/em><\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>Mit dem Aufstieg und der Expansion des Amalthea-Verlages genie\u00dft \u00d6sterreich und Wien unmittelbar Vorteile, und so hoffen wir nunmehr im zweiten Dezennium unserer T\u00e4tigkeit von seiten der interessierten amtlichen &#8211; insbesondere des B\u00fcrgermeisters von Wien &#8211; und privaten Kreise auf Verst\u00e4ndnis, Wohlwollen sowie auf deren positive Unterst\u00fctzung zur Verbreitung der geschaffenen Kulturg\u00fcter rechnen zu d\u00fcrfen.<\/em><\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>Wien, Ende August 1926 Dr. jur. H. Studer<\/em><a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\"><span class=\"Reference\">[8]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Es erfolgt bereits der Bruch mit dem Vorhaben, \u00f6sterreichische und schweizerische Autoren zu propagieren; die Produktion verlagert sich auf historische Werke f\u00fcr gehobene Schichten, auf repr\u00e4sentative Kulturg\u00fcter.<\/p>\n<p>Die Weltwirtschaftskrise Ende der 20er, Anfang der 30er Jahre f\u00fchrte zu einer gro\u00dfen Anzahl von Konkurs- und Ausgleichsverfahren. Auch eine Reihe von \u00f6sterreichischen Verlagen, darunter der Amalthea-Verlag, hatte mit finanziellen Schwierigkeiten zu k\u00e4mpfen. Bereits im Herbst 1931 mu\u00dfte sich Studer mit Liquidit\u00e4tsschwierigkeiten herumschlagen. Geld und Kredite waren schwer zu bekommen, als eine Firma weitere Unternehmen in den Strudel der Zahlungsunf\u00e4higkeit mitri\u00df. Unmittelbar vor Jahresende 1931 mu\u00dfte der Verlagsinhaber den Gang zum Handelsgericht antreten.<\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>Mit R\u00fccksicht auf die Schwierigkeiten, welche die Weltwirtschaftskrise auch in der Schweiz verursacht hat, sind die von mir im Herbst d.J. erfolgversprechend eingeleiteten Verhandlungen wegen Gew\u00e4hrung neuer Betriebskredite f\u00fcr den Amalthea-Verlag zum Stillstand gekommen. Die Versch\u00e4rfung der Verh\u00e4ltnisse auf dem Gebiete des Buchhandels und verschiedene Zwischenf\u00e4lle im Betriebe haben dann eine Zahlungsstockung herbeigef\u00fchrt, die auch zu Exekutionen und Konkursantr\u00e4gen Anla\u00df gab.<\/em> <a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\"><span class=\"Reference\">[9]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Obwohl die \u00fcberwiegende Mehrzahl der Gl\u00e4ubiger des Amalthea-Verlags in den seit ungef\u00e4hr Oktober 1931 gef\u00fchrten Verhandlungen die Zustimmung zu einem au\u00dfergerichtlichen Stillhalteabkommen erteilte, sah sich Studer &#8222;doch durch die unnachgiebige Haltung einiger Gl\u00e4ubiger gen\u00f6tigt, die Er\u00f6ffnung des Ausgleichsverfahrens zu beantragen&#8220; (ebda.).<\/p>\n<p>Der Ausgleichsantrag wurde mit \u00fcberw\u00e4ltigender Mehrheit angenommen. Der Verlag bot 50% in 5 Quartalsraten, beginnend 10 Monate nach Beendigung des Ausgleichs. Wie der <em>Anzeiger<\/em> Ende M\u00e4rz 1932 vermeldete, sollte der Betrieb &#8222;in vollem Umfange weitergef\u00fchrt&#8220; werden:<\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>Wir freuen uns, da\u00df dieser Qualit\u00e4ts-Verlag, dessen Werke fast vollz\u00e4hlig in allen Kultursprachen \u00fcbersetzt wurden und der sich speziell f\u00fcr die \u00f6sterreichische Kunst und Kultur mit gro\u00dfen Opfern durch Jahre hindurch erfolgreich einsetzte, weiter bestehen bleibt. <\/em><a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\"><span class=\"Reference\">[10]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Zehn Jahre sp\u00e4ter teilte der &#8222;mit deutschem Gru\u00df!&#8220; zeichnende Heinrich Studer dem Registergericht einen Ausschnitt aus seiner imponierenden Firmengeschichte mit:<\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>Nur kurz zu Ihrer gefl. Orientierung. Der Amalthea-Verlag wurde von mir 1917 in Leipzig gegr\u00fcndet. Von 1922-1931 besch\u00e4ftigte ich im Verlag ca. 30 Personen: in den Druckereien, Klischeeanstalten und Bindereien, etc. indirekt hunderte von Personen. Bei Ausbruch der Weltwirtschaftskrise und dem Zusammenbruch der Creditanstalt und Danatbank, etc. mu\u00dfte ich mit meinem Verlag in den Ausgleich, wobei ich mein gesamtes Verm\u00f6gen, gegen 1 Million Schweiz. Franken und von meinen Freunden \u00fcberdies noch gegen eine halbe Million sfr verlor. Ich schlug mich zuletzt lediglich mit einer Sekret\u00e4rin durch alle oft bodenlosen Widerw\u00e4rtigkeiten des Ausgleichsverfahrens. Ich vermochte dann haupts\u00e4chlich dank der Kollegialit\u00e4t der alten Gesch\u00e4ftsfreunde in Leipzig (Druckerei Spamer A.-G., K. F. Koehler, Offizin Haag-Drugulin, etc.) und der Gro\u00dfz\u00fcgigkeit meiner Schweizer Freunde die Krise durchzustehen (&#8230;)<\/em><a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\"><span class=\"Reference\">[11]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Obwohl der Verlag unter keineswegs g\u00fcnstigen finanziellen Verh\u00e4ltnissen weiter existierte, konnte Studer der Nazi-Okkupation \u00d6sterreichs dank seiner konsequent gef\u00fchrten anti-bolschewistischen Linie und einer entsprechenden Einstellung zu den Juden mit Gelassenheit entgegensehen. W\u00e4hrend der Krieg tobte, erledigte er die kulturellen und laufenden Arbeiten des Verlags und betreute die Herstellung der internationalen Kunstzeitschrift <em>Belvedere <\/em>als Schriftleiter, die seinerzeit vom Belvedere-Verlag \u00fcbernommen worden war. <a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\"><span class=\"Reference\">[12]<\/span><\/a> Von einer allf\u00e4lligen Stillegung des Verlags ist nichts bekannt.<\/p>\n<p>Die Okkupation \u00d6sterreichs und der Zweite Weltkrieg f\u00fcgten dem Verlag aber materiellen Schaden zu: Es begann damit, da\u00df Studer sein Verlagsprogramm &#8222;entjuden&#8220; mu\u00dfte. Ebenso mu\u00dfte sich der Verlag von klerikalen und mehreren monarchistischen Autoren trennen. Wie auch bei anderen Verlagen zu beobachten ist, f\u00fchrte diese S\u00e4uberung zu einer oft betr\u00e4chtlichen Verminderung des Betriebswerts, vom Umsatzentfall ganz zu schweigen. Ein Verlagsverzeichnis des Amalthea-Verlags aus den Jahren 1939\/40 tr\u00e4gt auch der neuen Zeit Rechnung. Nach dem Anschlu\u00df vernichtete die Gestapo in Leipzig und Wien &#8211; wie \u00fcblich ohne Entsch\u00e4digung &#8211; alle in diesem B\u00fccherverzeichnis mit einem E (= eingestampft) bezeichneten Werke \u00fcber Ru\u00dfland im Wert von sfr 250.000. Wie Studer weiters im Almanach <em>Drei\u00dfig Jahre Amalthea- Verlag 1917-1947 <\/em>schreibt, habe es dar\u00fcber hinaus Sch\u00e4den gegeben:<\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>Weitere, aus der Weltwirtschaftskrise 1931\/32 mit unendlicher M\u00fche geretteten Retentionslager im Nettowert von S.Frs. 150.000 gingen beim Fliegerangriff auf Leipzig am 4.12.43 in Rauch und Asche auf. Das Verlagsarchiv, die Privatbibliothek (\u00fcber tausend B\u00e4nde) und die repr\u00e4sentative Wohnung des Verlagsinhabers<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\"><span class=\"Reference\">[13]<\/span><\/a> in der evangelischen Schule, Wien IV, gingen am 9.4.45 durch Pl\u00fcnderung und Brand zugrunde. Von zwei Ausweichlagern in Th\u00fcringen (russische Zone) fehlt bisher jede Nachricht. Wir k\u00f6nnen deshalb vorl\u00e4ufig nur Neuerscheinungen ausliefern.<\/em><\/p>\n<p>Anl\u00e4\u00dflich des 65. Geburtstages von Heinrich Studer am 7.3.1954 schrieb die Zeitschrift <em>Das Antiquariat <\/em>etwas unkritisch \u00fcber die Aufnahme des Betriebs nach dem Zweiten Weltkrieg:<\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>Man mu\u00df es Dr. Studer daher hoch anrechnen, da\u00df er nach dem Zweiten Weltkriege es nicht vorgezogen hat, vom sicheren Port seines schweizerischen Heimatlandes aus unter den dort soviel g\u00fcnstigeren Handelsauspizien seine verlegerische T\u00e4tigkeit fortzusetzen. Er hat im Gegenteil alle M\u00fchsal und die tausenderlei Schwierigkeiten auf sich genommen, um &#8211; trotz allem &#8211; die Luft dieser unvergleichlichen Stadt weiter zu atmen.<\/em> <a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\"><span class=\"Reference\">[14]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Der Gr\u00fcnder und Inhaber des Amalthea-Verlags starb am 21. J\u00e4nner 1961.<\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading2\"><\/a> Die Produktion<\/h3>\n<p>Was den Umfang der Produktion betrifft, so z\u00e4hlt der Amalthea-Verlag in der Ersten Republik neben dem Paul Zsolnay Verlag zu den aktivsten \u00f6sterreichischen Verlagsunternehmen \u00fcberhaupt. Er\u00f6ffnet wurde die Verlagsproduktion im M\u00e4rz 1918 mit 15 Werken sch\u00f6ngeistiger Richtung. <a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\"><span class=\"Reference\">[15]<\/span><\/a> Im November des ersten Gesch\u00e4ftsjahres umfa\u00dfte das Programm bereits 42 Werke, von denen 10 noch in Vorbereitung waren. <a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\"><span class=\"Reference\">[16]<\/span><\/a> Bis Oktober 1920 hatte der Verlag ca. 62 Titel im Programm, <a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\"><span class=\"Reference\">[17]<\/span><\/a> wobei ganz allgemein anzumerken ist, da\u00df der Verlag von jedem Werk mindestens zwei (broschiert, gebunden) und bis zu vier Ausgaben produzierte. 1921 kam es zu nicht weniger als 40 Neuerscheinungen. <a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\"><span class=\"Reference\">[18]<\/span><\/a> Ab Weihnachten 1922 wurde die Produktion laut Studer (a.a.O.) scharf eingeschr\u00e4nkt, vor allem, als feststand, da\u00df die B\u00fccher keinen schnellen Absatz fanden. Bis Februar 1924 war die Produktion ohne Z\u00e4hlung der einzelnen B\u00e4nde diverser Serien auf ca. 124 angewachsen. <a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\"><span class=\"Reference\">[19]<\/span><\/a> Im September 1926 hatte man bereits rund 180 Verlagswerke in einer Gesamtauflage von ungef\u00e4hr 700.000 B\u00e4nden auf den B\u00fcchermarkt gebracht. <a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\"><span class=\"Reference\">[20]<\/span><\/a> 1930 z\u00e4hlte man bereits rund 220 Werke. <a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\"><span class=\"Reference\">[21]<\/span><\/a> Bis 1947 hat sich die Zahl fast verdreifacht auf 600 B\u00e4nde, <a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\"><span class=\"Reference\">[22]<\/span><\/a> zehn Jahre sp\u00e4ter auf 700 B\u00e4nde. <a href=\"#_ftn23\" name=\"_ftnref23\"><span class=\"Reference\">[23]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Von dieser sehr umfangreichen, vor allem breitgef\u00e4cherten Produktion war nur ein Bruchteil (\u00f6sterreichische) Belletristik. Den Hauptzweck des Verlags, zun\u00e4chst die \u00f6sterreichischen und schweizerischen Autoren zu propagieren, gab Studer sp\u00e4testens im Jahre 1923 wieder auf, <a href=\"#_ftn24\" name=\"_ftnref24\"><span class=\"Reference\">[24]<\/span><\/a> obwohl er auf diesem Gebiet, wie \u00fcberhaupt, eine sehr konservative Linie verfolgte und keineswegs im Strom der modischen Literatur schwamm. Der Amalthea-Verlag gab mehrere Reihen heraus, die hier kurz genannt werden sollen.<\/p>\n<h4>Almanache<\/h4>\n<p>Der Amalthea-Verlag hat unter allen belletristischen Verlagen in \u00d6sterreich mit Abstand die meisten Verlagsalmanache herausgegeben. Und was die Amalthea-Almanache vielfach von anderen unterscheidet, ist die besondere Sorgfalt in der Herstellung. Neben einer &#8222;gew\u00f6hnlichen&#8220; Ausgabe gab es mehrere Jahre hindurch zus\u00e4tzlich solche auf B\u00fcttenpapier, im Halbpergament, Ganzpergament, in Halbleder bzw. Ganzleder gebunden, und das vor allem in den Anfangsjahren. Was die Verlagsalmanache ebenfalls auszeichnet, sind die polemischen, aber informativen Nachworte des Herausgebers Heinrich Studer. Almanache erschienen in Auflagen bis zu 10.000 Exemplaren in den Jahren 1919, 1920, 1921, 1922, 1923, 1924, 1925, 1926, 1930, 1933, 1947 (Drei\u00dfig Jahre Amalthea-Verlag), 1957 (Vierzig Jahre Amalthea-Verlag).<\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-2 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-2' class='gallery galleryid-164 gallery-columns-2 gallery-size-medium'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?attachment_id=2610'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"160\" height=\"250\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Amalthea-Almanach-1917-bis-1927-160x250.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"\" srcset=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Amalthea-Almanach-1917-bis-1927-160x250.jpg 160w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Amalthea-Almanach-1917-bis-1927-192x300.jpg 192w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Amalthea-Almanach-1917-bis-1927-96x150.jpg 96w\" sizes=\"auto, (max-width: 160px) 100vw, 160px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?attachment_id=2611'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"183\" height=\"250\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Amalthea-Almanach-1922-183x250.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"\" srcset=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Amalthea-Almanach-1922-183x250.jpg 183w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Amalthea-Almanach-1922-219x300.jpg 219w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Amalthea-Almanach-1922-110x150.jpg 110w\" sizes=\"auto, (max-width: 183px) 100vw, 183px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Die einzelnen Almanache sind relativ reichhaltig und gut illustriert und enthalten Beitr\u00e4ge sowohl von Verlagsautoren als auch von verlagsfremden Autoren.<\/p>\n<h4>Neue \u00d6sterreichische Biographie 1815-1918\/, Wiener Drucke<\/h4>\n<p>Im November 1921 errichtete der E.P. Tal &amp; Co. Verlag unter der Leitung von Otto Erich Deutsch eine besondere Abteilung, die sich mit der Herausgabe von Werken befassen sollte, die den Kulturkreis des alten \u00d6sterreich, insbesondere des alten Wien, behandelten. <a href=\"#_ftn25\" name=\"_ftnref25\"><span class=\"Reference\">[25]<\/span><\/a> Darunter befanden sich der<em> Alt-Wiener Kalender <\/em>und ein Nestroy-Band <em>(Das ist klassisch), <\/em>der von Egon Friedell herausgegeben wurde. Die &#8222;Wiener Drucke&#8220; wurden 1923\/24 von Otto Erich Deutsch \u00fcbernommen und gingen im Oktober 1924 mit allen Aktiven und Passiven in den Besitz des Amalthea-Verlages \u00fcber. <a href=\"#_ftn26\" name=\"_ftnref26\"><span class=\"Reference\">[26]<\/span><\/a> Zu diesem Zeitpunkt waren bereits 12 B\u00e4nde auf dem Markt, darunter Werke von Daniel Spitzer, Franz Grillparzer, Eduard Bauernfeld, Joseph Gregor und Josef Strzygowski. Der <em>Alt-Wiener Kalender <\/em>wurde vom Amalthea-Verlag in dieser Reihe dann fortgesetzt.<\/p>\n<p>Der erste Band der <em>Neuen \u00d6sterreichischen Biographie 1815-1918, <\/em>geleitet von Anton Bettelheim, die den Anteil Alt\u00f6sterreichs an den kultur- und weltgeschichtlichen Ereignissen seit dem Wiener Kongre\u00df 1814 bis zum Zusammenbruch der Monarchie spiegeln sollte, erschien 1923 mit dem Impressum &#8222;Wiener Drucke&#8220;. Band 2, der zwei Jahre sp\u00e4ter herauskam, trug bereits das Impressum &#8222;Amalthea-Verlag Abteilung Wiener Drucke&#8220;. Weitere Folgen, die teilweise von der Gemeinde Wien und dem BM f\u00fcr Unterricht subventioniert wurden, erschienen 1926 (3), 1927 (4), 1928 (5), 1929 (6), 1931(7; ohne Zusatz &#8222;Abteilung Wiener Drucke&#8220;) und, durch das Mi\u00dfgeschick des Verlags bedingt, als letzter Band vor 1938, Band 8, im Jahre 1935. Im August 1926 hatte Studer dar\u00fcber berichtet, da\u00df das ganze Unternehmen &#8222;40 bis 60 B\u00e4nde umfassen und \u00fcber 26.000 Pers\u00f6nlichkeiten behandeln&#8220; w\u00fcrde. Immer wieder aber geriet das Unternehmen wegen Finanzschwierigkeiten und Ablebens leitender Mitarbeiter ins Stocken. Erst 1956 konnte die <em>Neue \u00d6sterreichische Biographie <\/em>fortgesetzt werden.<\/p>\n<h4>Theater und Kultur<\/h4>\n<p>1923 \u00fcbernahm Heinrich Studer die anspruchsvolle Sammlung Theater und Kultur von der WILA und setzte sie fort.<\/p>\n<p>Der Amalthea-Verlag verlegte au\u00dferdem <em>das Jahrbuch deutscher Bibliophilen, <\/em>das<em> Jahrbuch der Grillparzer-Gesellschaft <\/em>(Hg. Karl Glossy) und die Chronik des <em>Wiener Goethevereines.<\/em><\/p>\n<h4>Amalthea-B\u00fccherei<\/h4>\n<p>Von zentraler Bedeutung in der Amalthea-Produktion waren zwei Gro\u00dfserien, die Amalthea-B\u00fccherei und die Kleine Amalthea-B\u00fccherei. Letztere Serie, die von Karl Toth betreut wurde, brachte Werke der Weltliteratur mit Originalgraphiken und war auf geschmackvolle Liebhaberb\u00e4ndchen, die in erlesener Ausstattung (Seide oder Halbpergament) nicht selten 4-5 Mal teurer waren als andere Verlagswerke, spezialisiert. Die B\u00fccherei brachte es auf 3 Reihen, und zwar Reihe 1 (Band 1-6), Reihe 2 (6 B\u00e4nde), Reihe 4 (Bd. 1\/2 und 3). Die einzelnen Ausgaben wiesen auffallenden Buchschmuck und Graphiken erster K\u00fcnstler auf. Zu den in dieser Serie vertretenen Autoren z\u00e4hlten u.a.: Cervantes, Barbey d&#8220;Aurevilly, Jens Peter Jacobsen, Iwan Turgenjeff, Gottfried Keller, Annette v. Droste-H\u00fclshoff, E.T.A. Hoffmann.<\/p>\n<p>Ebenfalls zu Geschenkzwecken geeignet war die 1923 initiierte Reihe &#8222;Amalthea-Damen-Breviere&#8220;, die in zierlichem Sedez-Format und auf bestes Papier nach Japanart gedruckt wurden. Dem Untertitel dieser 8b\u00e4ndigen Serie &#8222;Kleinodien der Liebe&#8220; trug der Inhalt Rechnung: Das deutsche Liebeslied, Die Liebeslyrik von Heine bis zu Liliencron, Altdeutsche Minnelieder usw.<\/p>\n<p>Wesentlich umfangreicher, aber keineswegs popul\u00e4rer war die Serie &#8222;Amalthea-B\u00fccherei&#8220;, in der insgesamt fast 50 Nummern erschienen. Diese Serie brachte eine Reihe literar- und kulturhistorischer, reich illustrierter Monographien. Wenn es unter den einzelnen Werken ansonsten eine gemeinsame Linie gibt, so doch in ihrer Abkehr von der Gegenwart und Hinwendung zur Vergangenheit. Mit Werken sind u.a. folgende Autoren vertreten: Hermann Bahr, Robert Faesi, Benedetto Croce, Max Hochdorf, Stefan Hock, Karl Kobald, Max Auer, Jakob Minor, Robert Haas, Richard von Schaukal. Es findet sich in dieser B\u00fccherei keine Literatur im engeren Sinne.<\/p>\n<p>Memoirenliteratur war im Programm des Verlags besonders stark vertreten (&#8222;Memoirenbibliothek&#8220;). Neben den verschiedenen \u00dcbernahmen vom Rikola-Verlag w\u00e4ren zu nennen die Tageb\u00fccher von Friedrich von Gentz und die Memoiren der F\u00fcrstin Pauline Metternich. Werke f\u00fcr Bibliophile, Luxusdrucke, illustrierte Werke der Weltliteratur, indische Kunst, Originalgraphik, Faksimiledrucke, Mappenwerke, Kinderb\u00fccher, Werke \u00fcber Politik, Wirtschaft und Philosophie, Literaturgeschichte, Theater, die Seldwyla-Drucke usw. rundeten das Programm ab.<\/p>\n<p>Es kann kein Zweifel bestehen, da\u00df der Amalthea-Verlag f\u00fcr ein Elitepublikum produzierte. Das schlug sich auch in den Preisen und in der Ausstattung etwa von Luxuswerken nieder. Eine verlegerische Leistung, auf die Studer stolz sein konnte, war das Werk Dantes. So erschien als Festgabe zum 600. Todestag die <em>G\u00f6ttliche Kom\u00f6die, <\/em>und zwar deutsch-italienisch in drei B\u00e4nden. Der stolze Preis unmittelbar vor dem B\u00f6rsenkrach in Wien im Fr\u00fchjahr 1924 betrug 5 Millionen Kronen (Ganzpergament) bzw. 2.6 Millionen (Halbpergament) bzw. 5.5 Millionen (Ganzleder). Im Vergleich dazu kostete ein durchschnittlicher Lyrikband im Amalthea-Verlag zu dieser Zeit K 18.000, ein Roman 30.000. Die Dante-Werke waren mit Abstand die teuersten.<\/p>\n<p>Entsprechend seinem Selbstverst\u00e4ndnis als Retter und Bewahrer der Kultur (vor den Linken und Bolschewisten!) entwickelte Studer seinen Verlag immer weiter von der Literatur und Kultur der Gegenwart weg, um sich um &#8222;ewige Werte&#8220; zu k\u00fcmmern. Dementsprechend d\u00fcrftig ist also der Beitrag zur \u00f6sterreichischen Literatur der Zwischenkriegszeit. Wie bereits erw\u00e4hnt, begann der Amalthea-Verlag 1918 mit dem Gedanken, \u00f6sterreichische und schweizerische Autoren zu f\u00f6rdern und zu forcieren, wiewohl man hier nicht ausschlie\u00dflich auf Belletristik bedacht war. So erschienen in der Anfangsphase sch\u00f6ngeistige Literatur von Paul Bourget, Franz Theodor Csokor <em>(Die S\u00fcnde wider den Geist, <\/em>Drama; <em>Der Baum der Erkenntnis; <\/em>Aufl. 800), Wilhelm Drach, Richard Duschinsky <em>(Arme Menschen, <\/em>Drama; <em>Mechtildis, <\/em>Roman), Paul Frank <em>(Der Gepard, <\/em>Roman), Erich Freiberger <em>(Narrenlieder, <\/em>Gedichte; Aufl. 1.000), Alfred Gr\u00fcnewald <em>(Das V\u00f6glein S\u00fczelin, <\/em>Gedichte; <em>Urians Lendenschmuck. <\/em>Eine Kom\u00f6die), Leo Gr\u00fcnstein, Stefan Hock <em>(Deutsch\u00f6sterreichische Lyrik), <\/em>Hugo v. Hofmannsthal <em>(Rodauner Nachtr\u00e4ge), <\/em>Heinrich Husserl <em>(Gedichte), <\/em>Karl Kobald <em>(K\u00fcnstlerfr\u00fchling, <\/em>Roman; <em>Erde, <\/em>Gedichte), Alma Johanna Koenig <em>(Die Windsbraut, <\/em>Gedichte), Paul Merzbach <em>(Ein Kind, <\/em>Drama), Richard Peter, Friedrich Rei\u00df <em>(Nikolaus Lenau, <\/em>Trag\u00f6die), L.W. Rochowanski <em>(Nackte Inspirationen, <\/em>Novellen u.a.), Max Roden <em>(Erl\u00f6sendes Lied, <\/em>Gedichte), Leonhard Stein (u.a. <em>Die Feuerlilie), <\/em>Heinrich Studer <em>(Die Geburt der Venus, <\/em>Dichtungen; <em>Waldmann, <\/em>Trag\u00f6die), Arthur Trebitsch <em>(Die b\u00f6se Liebe, <\/em>Novellen), Hanno Wagner, Harry Walden, Maria Wechtlin, Josef v. Winter (<em>Gedichte) <\/em>u.v.a.<\/p>\n<p>Nach der effektiven Aufgabe der Pflege der Belletristik 1922\/23 erschienen vor 1938 nur mehr wenige Werke sch\u00f6ngeistiger Literatur, so z.B. von Benno Geiger, Ebba Langenski\u00f6ld-Hoffmann, J.J. Meyer, Heinrich Studer, L. u. S. Hartig-Attems, Herbert Hiebsch, Cuno Hofer, Erwin Hohenlohe, Ottokar Janetschek, Rudolf L\u00f6w, Karl v. Schumacher, Walter Seidl, Gr\u00e4fin Stephanie Uechtritz-Amad\u00e9, Oskar v. Wertheimer.<\/p>\n<p>Von der Belletristik einmal abgesehen, scheint an der Produktion des Amalthea-Verlags noch einiges erw\u00e4hnenswert zu sein. Einerseits die Herausgabe und Pflege der Werke des italienischen Literar- und Kulturhistorikers Benedetto Croce, andererseits die Tendenz jener Schriften, die der forsche Antibolschewist Studer in seinem Verlag erscheinen lie\u00df. Neben <em>Rasputin und Ru\u00dfland <\/em>von Boris Almasoff erregte 1926 eine Publikation von Ren\u00e9 F\u00fcl\u00f6p-Miller, <em>Geist und Gesicht des Bolschewismus, <\/em>gro\u00dfes Aufsehen. Weitere Werke, die eine ablehnende Haltung einnahmen, erschienen: Smilg-Benario <em>(Der Zusammenbruch der Zarenmonarchie), <\/em>Anna Wyrubowa <em>(Glanz und Untergang der Romanows)<\/em>, A.T. Wassiljew <em>(Ochrana) <\/em>usw. Dazu Willy Haas 1930:<\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>Wer diese B\u00fccher kennt, ist ziemlich vollst\u00e4ndig informiert \u00fcber die russische Umw\u00e4lzung, soweit das vom nicht-bolschewistischen, zum gro\u00dfen Teil antibolschewistischen Standpunkt \u00fcberhaupt m\u00f6glich ist.<\/em> <a href=\"#_ftn27\" name=\"_ftnref27\"><span class=\"Reference\">[27]<\/span><\/a><\/p>\n<p>W\u00e4hrend Haas den diplomatischen Ton w\u00e4hlt, nimmt ein Feuilletonist der <em>Schaub\u00fchne <\/em>in Berlin den Verlag aufs Korn:<\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>Da\u00df ein Verlag antibolschewistische B\u00fccher druckt, ist sein gutes Recht. Da\u00df diese B\u00fccher, besonders die F\u00fcl\u00f6p-Millers, einen, wie soll ich sagen, leicht anr\u00fcchigen Eindruck machen, mag an meiner Nase liegen. (&#8230;) Da\u00df der Verlag gegen Ru\u00dfland hetzt, mu\u00df man ihm zugestehn &#8211; er ist frei. Dagegen w\u00e4re nichts einzuwenden.<\/em><\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>Doch hat alles seine Grenzen, und ein Verlag ist f\u00fcr seine Autoren verantwortlich.<\/em><\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>Und wenn ein Verlag wagt, ein Buch zu drucken, das diesen Anwurf hier enth\u00e4lt (&#8230;), so scheidet damit der Amalthea-Verlag aus den Reihen der ernst zu nehmenden Verlage ein f\u00fcr alle Male aus. (&#8230;)<\/em><\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>Ich habe nur den Amalthea-Verlag in Wien bis heute f\u00fcr einen ernsten Verlag gehalten. Ich tue das nicht mehr. Die Publikationen dieses Verlags verdienen keinerlei Erw\u00e4hnung. (&#8230;) <\/em><a href=\"#_ftn28\" name=\"_ftnref28\"><span class=\"Reference\">[28]<\/span><\/a><\/p>\n<p class=\"zitat\"><a href=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Amalthea3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-532\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Amalthea3-300x198.jpg\" alt=\"Amalthea Signet\" width=\"350\" height=\"231\" srcset=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Amalthea3-300x198.jpg 300w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Amalthea3-1024x676.jpg 1024w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Amalthea3-227x150.jpg 227w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Amalthea3-150x99.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a><\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading3\"><\/a> Signets\/Ausstattung<\/h3>\n<p>Wie bereits angedeutet, scheute der Amalthea-Verlag, was Kosten der Herstellung betrifft, keine M\u00fche. Besonders heikle Druckauftr\u00e4ge gingen nach Leipzig, andere wurden in Wien erledigt. In den vielen Jahren war auch eine ganze Reihe von K\u00fcnstlern f\u00fcr Buchschmuck, Illustration usw. herangezogen worden. Zu diesen K\u00fcnstlern z\u00e4hlten u.a. Franz v. Bayros, der das erste Verlagssignet 1918 (eine Federzeichnung) entwarf, Maximilian Liebenwein, Oskar Larsen, Otto Friedrich, Georg Poppe, Hans Schlosser, R. Jettmar, Ferdinand Staeger, Franz Wacik, Chr. L Martin, K.A. Wilke, Bernd Steiner, Robert Pajer, Julius Zimpel.<\/p>\n<p>Der Amalthea-Verlag verwendete eine Anzahl von Signets, die allesamt Variationen eines Bildnisse der G\u00f6ttin &#8222;Amalthea&#8220; darstellten.<\/p>\n<h3>Anmerkungen<\/h3>\n<p id=\"anm1\" class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref1\" target=\"text\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Quellenhinweise: Handelsgericht Wien, Reg. A 69, 229, umgeschrieben nach HRA 10.521; Handelsgericht Wien. Ausgleich. Akt Sa 622\/31 (WrStLa); <em>Amalthea-Almanach auf das Jahr 1919<\/em>; <em>Amalthea-Almanach auf das Jahr 1920<\/em>; <em>Amalthea-Almanach 1924<\/em>; <em>Amalthea-Almanach auf das Jahr 1922<\/em>; <em>Amalthea Almanach 1917-1927<\/em>; <em>Drei\u00dfig Jahre Amalthea-Verlag 1917-1947. Almanach 1947<\/em>; Der Amalthea-Verlag in Wien. In: <em>Alpenl\u00e4ndische Monatshefte<\/em> (Graz), Jg. 1927\/28, Nr. 4, J\u00e4nner 1928, S. 269-270; Amalthea-Verlag. In: <em>\u00d6sterreichische Woche<\/em> (Wien), 3. Jahr, 18.9.1926, Heft 38, S. 11; DR. HERBATSCHEK, Ein Jubil\u00e4um. Amalthea-Almanach 1917-1927. In: <em>Der Blaue B\u00fccherkurier<\/em> (Wien), XXXVII. Jg., Nr. 585, 15.11.1926, S. 2; 10 Jahre Amalthea-Verlag. In: <em>Anzeiger<\/em>, Nr. 35, 2.9.1927, S. 205; Amalthea-Verlag, Wien. In: <em>Berichte und Informationen,<\/em> 2. Jg., Nr. 80, 7.11.1947, S. 14; 40 Jahre Amalthea-Verlag. In: <em>Anzeiger<\/em>, Jg. 92, Nr. 23, 1.12.1957, S. 106; WILLY HAAS, Eine Reise zu den Wiener Verlegern. Die Situation der \u00f6sterreichischen Buchproduktion 1930. In: <em>Die literarische Welt<\/em>, 6. Jg., Nr. 10, Fr., 7.3.1930, S. 7-8; Akt Gremium\/Amalthea; Lexikon der deutschen Verlage. Leipzig: Carl M\u00fcller, 1930.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref2\" target=\"text\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> In: <em>Kunst- und Kulturrat. Monatsbl\u00e4tter f\u00fcr die Pers\u00f6nlichkeit<\/em> (Salzburg). Hg. JOS. AUG. LUX, Heft 10, April 1920, S. 256 (B\u00fccher des Amalthea-Verlag). Die W\u00fcrdigung stammt mit einiger Wahrscheinlichkeit von Lux selber.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref3\" target=\"text\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Zur Biographie Studers siehe u.a.: <em>Jahrbuch der Wiener Gesellschaft.<\/em> Hg.: FRANZ PLANER. Verlag Franz Planer, 1928; Das Antiquariat (Wien), V. Jg., Nr. 5\/6, M\u00e4rz 1949, S. 75-76 (Walter Krieg); Ebenda, X. Jg., Nr. 7\/8, April 1954, S. 97; Anzeiger, Nr. 5, 1.3.1949, S. 44.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref4\" target=\"text\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Dazu die diversen Bettgeschichten, warm aufgetischt von CLAIRE GOLL, I<em>ch verzeihe keinem. Eine literarische Chronique scandaleuse unserer Zeit<\/em>. Bern\/M\u00fcnchen, Scherz 1978, bes. S. 22-29.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref5\" target=\"text\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> BC, Nr. 12, 20.3.1918, S. 183.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref6\" target=\"text\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Nachwort des Herausgebers. In: <em>Amalthea-Almanach auf das Jahr 1922<\/em>. Z\u00fcrich-Leipzig-Wien: Amalthea-Verlag, S. 196-201; bes. S. 200 f.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref7\" target=\"text\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> So liest man mit nicht geringem Erstaunen die Firmengeschichte des Amalthea-Verlags im Lexikon der deutschen Verlage (zit. Anm. 1): &#8222;Der Amalthea-Verlag, 1917 durch den heutigen Inhaber gegr\u00fcndet, hat seine prinzipielle Einstellung zur Kunst, Geschichte und Literatur nie ge\u00e4ndert. Als 1917 bis 1922 speziell in Deutschland und den Sukzessionsstaaten des alten Habsburger Reiches die sozialistischen und kommunistischen Ideen und Bestrebungen die wertvollsten Kultur- und Kunstg\u00fcter der Vergangenheit be\u00e4ngstigend bedrohten und zum Teil zertr\u00fcmmerten, propagierte der Amalthea-Verlag &#8211; von keiner Seite weder materiell noch ideell gestutzt noch unterst\u00fctzt &#8211; die kunst- und kultursch\u00f6pferischen Kr\u00e4fte und Ideen der bodenst\u00e4ndigen Pers\u00f6nlichkeiten, Organisationen und staatlichen Institutionen, die wohlbegr\u00fcndet an den alten Traditionen festhielten. (&#8230;) Trotz bescheidenen Subventionen bringt der Verlag bei jedem Bande 2000 bis 3000 Mark Opfer. Nachdem der Amalthea-Verlag sich mit sehr bedeutenden materiellen Opfern einerseits f\u00fcr die zeitbest\u00e4ndigen, aber durch die Revolution [!] be\u00e4ngstigend bedrohten Ideen auf allen kulturellen Gebieten einsetzte und andererseits dadurch zwangsl\u00e4ufig in einen Gegensatz zu den alles nivellierenden Linksparteien stellte, nie aber durch die ma\u00dfgebenden Stellen zweckdienlich unterst\u00fctzt wurde, stellte sich der Verlagsinhaber seit zwei Jahren v\u00f6llig international ein, ohne aber seine prinzipielle Einstellung in Kulturfragen aufzugeben. (&#8230;)&#8220;. Man braucht gewi\u00df nicht lange raten, wer diesen Text verfa\u00dfte &#8230; Ideologisch gesehen, \u00fcberlebte der Verlag sowohl den &#8222;Anschlu\u00df&#8220; als auch den Krieg relativ problemlos. Studers Ausf\u00e4lle gegen die &#8222;Judenpresse&#8220; in den 20 Jahren vor 1938 werden ihm ja nicht geschadet haben.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref8\" target=\"text\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Nachwort. In: <em>Amalthea Almanach 1917-1927<\/em>. Z\u00fcrich-Wien-Leipzig, 1927, S. 155-161; bes. S. 160 f. Der politisierende Verleger Studer spricht hier von &#8222;zeitraubenden und sehr kostspieligen Prozessen&#8220;. Und ein solcher Proze\u00df war sicherlich noch in guter Erinnerung: Er fand Anfang J\u00e4nner 1926 beim Handelsgericht Wien statt. Eine Buchdruckerei strengte gegen den Amalthea-Verlag einen Proze\u00df an, weil Studer sich geweigert hatte, angeblich weil die Qualit\u00e4t der Druckarbeit zu w\u00fcnschen \u00fcbriglie\u00df, eine ausstehende Rechnung zu zahlen. Die Wiener Tageszeitung <em>Der Tag<\/em> fa\u00dften den Proze\u00dfverlauf erstmals am 7. 1.1926 unter der ironischen \u00dcberschrift &#8222;Ein F\u00f6rderer der Literatur&#8220; zusammen: &#8222;Dr. Studer, ein Schweizer und Sohn eines reichen Z\u00fcricher Fabrikanten, kam einst nach Wien und gr\u00fcndete ein literarisches Institut, den Amalthea-Verlag. Seit der Gr\u00fcndung dieses Verlages schwebten um die Firma fortw\u00e4hrend eine Reihe von Prozessen und Verhandlungen, denn Dr. Studer hat die Gepflogenheit, als Wahlspruch \u00fcber sein Verlagssignum den Ausspruch zu setzen: \u201aIch zahl nix, &#8211; ich zahl nix, &#8211; ich zahl nix!&#8220; Bisher h\u00f6rte man nur von unglaublichen Geschichten, die Dr. Studer mit seinen Autoren aufgef\u00fchrt hatte. Wahrscheinlich um zu zeigen, da\u00df er gerecht sei, blieb Dr. Studer auch den Lieferanten den Fakturenbetrag schuldig. (&#8230;) Als aber die Faktura beglichen werden sollte, da erkl\u00e4rte Doktor Studer, es falle ihm nicht im Traum ein, zu bezahlen. (&#8230;) Es kam im Laufe der Verhandlung zu erregten Szenen. (&#8230;)&#8220; (S. 6.) Nach der Lekt\u00fcre des Tag-Berichts d\u00fcrfte Studer auch sehr erregt gewesen sein. Er lie\u00df dem Tag eine Art Entgegnung zukommen. Der Tenor: Es sei alles nicht wahr, was da geschrieben und behauptet werde. Hier zum Vergleich Studer im O-Ton im Tag vom 14.1.1926, S. 8 f. &#8222;Vor allem sei es unrichtig, da\u00df der Amalthea-Verlag berechtigte Zahlungen verweigerte und infolgedessen wiederholt vor Gericht belangt werde. Wahr vielmehr sei, da\u00df der Amalthea-Verlag gro\u00dfe Summen an Autoren und Druckereien ausbezahlt habe und fortlaufend zahle, selbstverst\u00e4ndlich nur dann, wenn die gelieferten Arbeiten den Auftragsbedingungen entsprechen. Deshalb sei es auch unrichtig, wenn behauptet wird, da\u00df der Verlag wiederholt mit Autoren und Lieferanten wegen verweigerter Zahlungen Prozesse gef\u00fchrt h\u00e4tte. (&#8230;)&#8220; Schenkt man aber dem obzitierten Trakt\u00e4tchen Studers von Ende August 1926 Glauben, stimmte es doch.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref9\" target=\"text\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Handelsgericht Wien. Ausgleich. Akt Amalthea-Verlag. Sa 622\/31 (WrStLa). Der Antrag langte am 28.12.1931 beim Handelsgericht Wien ein. Es gab ca. 260 Gl\u00e4ubiger. Das Verfahren wurde am 9.7.1932 offiziell beendigt. Dem Antrag im Akt fehlt eine Seite. Dazu noch der l\u00e4ngere Bericht im Neuen Wiener Tagblatt vom 29.12.1931.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref10\" target=\"text\" name=\"_ftn10\">[10<em>]<\/em><\/a><em>Anzeiger<\/em>, 73. Jg., Nr. 13, 26.3.1932, S. 2.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref11\" target=\"text\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Handelsgericht Wien. Registerakt HRA 10.521. Schreiben Studers vom 11.3.1942.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref12\" target=\"text\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Im Registerband des Handelsgerichts wird nur noch die Umschreibung von Reg. A 69, 229 auf HRA 10.521 am 4.11.1941 vermerkt.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref13\" target=\"text\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Dazu WILLY HAAS 1930: &#8222;Schon seine Wohnung, in der er (Studer) mich empf\u00e4ngt, ist eine Sehensw\u00fcrdigkeit. Kostbare Kunstsch\u00e4tze gibt es in mancher Wiener und Berliner Wohnung; aber nicht Jeder versteht es, sie in den Rahmen einer Etagenwohnung so organisch einzubauen, da\u00df der Charakter einer komfortablen b\u00fcrgerlichen Wohnung niemals durchbrochen wird.&#8220; W.H., Eine Reise zu den Wiener Verlegern. Die Situation der \u00f6sterreichischen Buchproduktion 1930. In: <em>Die literarische Welt<\/em> (Berlin), 6. Jg., Nr. 10, 7.3.1930, S. 7-8; hier S. 7.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref14\" target=\"text\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> <em>Das Antiquariat<\/em> (Wien), X. Jahrgang, Nr. 7\/8, April 1954, S. 13. Es liegen keine Dokumente vor, woraus zu schlie\u00dfen w\u00e4re, da\u00df Studer der NSDAP beitrat, obwohl er freilich &#8211; wie alle anderen Verleger auch &#8211; der RSK fr\u00fcher oder sp\u00e4ter beitreten mu\u00dfte.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref15\" target=\"text\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> <em>BC<\/em>, Nr. 12, 20.3.1918, S. 153.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref16\" target=\"text\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> <em>Almanach auf das Jahr 1919<\/em>, S. 221-232.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref17\" target=\"text\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Anzeige in BC, Nr. 37-41, 13.10.1920, S. 391.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref18\" target=\"text\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> <em>Amalthea-Almanach auf das Jahr 1922<\/em>, Nachwort des Herausgebers, S. 197.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref19\" target=\"text\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> Ganzseitige Anzeige in <em>Anzeiger<\/em>, Nr. 9, 29.2.1924, S. 114.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref20\" target=\"text\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Amalthea-Verlag. In: <em>\u00d6sterreichische Woche<\/em>, 3. Jahr, Heft 38, 18.9.1926, S. 11.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref21\" target=\"text\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> Abschnitt \u00fcber den Amalthea-Verlag in <em>Lexikon der deutschen Verlage<\/em> (zit. Anm. 1).<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref22\" target=\"text\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> <em>Amalthea-Almanach 1917-1947<\/em> (Drei\u00dfig Jahre Amalthea-Verlag): &#8222;(&#8230;) sammelte sie aus allen Richtungen der Windrose (&#8230;) in ihr goldenes F\u00fcllhorn \u00fcber 600 Geistesgaben musengek\u00fc\u00dfter Sterblichern&#8220; (S. 30.)<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref23\" target=\"text\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> 40 Jahre Amalthea-Verlag. In: Anzeiger, Jg. 92, Nr. 23, 1.12.1957, S. 106.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref24\" target=\"text\" name=\"_ftn24\">[24]<\/a> Dazu Studers Nachwort im <em>Amalthea-Almanach 1924<\/em>.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref25\" target=\"text\" name=\"_ftn25\">[25]<\/a> Dazu: <em>BC<\/em>, Nr. 48-49, 30.11.1921, S. 367.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref26\" target=\"text\" name=\"_ftn26\">[26]<\/a> <em>Anzeiger<\/em>, Jg. 1924, Nr. 41, 10.10.1924, S. 471.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref27\" target=\"text\" name=\"_ftn27\">[27]<\/a>Siehe Anm. 1.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref28\" target=\"text\" name=\"_ftn28\">[28]<\/a>PETER PANTER: Auf dem Nachttisch. In: <em>Die Schaub\u00fchne<\/em>, XXVI. Jg., Nr. 21, 20.5.1930, S. 770-772; hier S. 771 ff. Peter Panter war ein Pseudonym Kurt Tucholskys.<\/p>\n<h3 id=\"erg1\" class=\"Note\">Erg\u00e4nzungen zur Buchver\u00f6ffentlichung von 1985<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: circle;\">\n<li><em>90 Jahre Amalthea Verlag 1917\u20132007<\/em> (Faltprospekt 2007).<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Amalthea-Verlag (Z\u00fcrich-Leipzig-Wien) [1] Firmenname Produktion Signets, Ausstattung Anmerkungen Erg\u00e4nzungen zur Buchver\u00f6ffentlichung von 1985 Unter den vielen Verlagen, die jetzt wie Pilze aus dem Boden schie\u00dfen und in der Zeit der Papiernot bedruckte Makulatur bereiten, um nach l\u00e4ngerer oder k\u00fcrzerer Zeit das Zeitliche zu segnen, ohne literarische bemerkenswerte Nachlassenschaft, macht wohl\u2026<\/p>\n<p> <a class=\"continue-reading-link\" href=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=164\"><span>Continue reading<\/span><i class=\"crycon-right-dir\"><\/i><\/a> <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":149,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-164","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/164","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=164"}],"version-history":[{"count":22,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/164\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2613,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/164\/revisions\/2613"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/149"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=164"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}