{"id":189,"date":"2015-09-03T19:23:06","date_gmt":"2015-09-03T17:23:06","guid":{"rendered":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=189"},"modified":"2016-08-11T17:43:13","modified_gmt":"2016-08-11T15:43:13","slug":"augarten-verlag-stephan-szabo","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=189","title":{"rendered":"Augarten-Verlag Stephan Szabo"},"content":{"rendered":"<h3>Augarten-Verlag Stephan Szabo<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><span style=\"font-size: 0.7em; vertical-align: top;\">[1]<\/span><\/a><\/h3>\n<h6><\/h6>\n<ul class=\"overview\">\n<li class=\"overview\"><a class=\"none\" href=\"#Heading1\" target=\"_self\">Die Produktion<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a class=\"none\" href=\"#Heading2\" target=\"_self\">Anthologien<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a class=\"none\" href=\"#Heading3\" target=\"_self\">Der Augarten<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Augarten.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-553\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Augarten-285x300.jpg\" alt=\"Augarten Signet\" width=\"150\" height=\"158\" srcset=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Augarten-285x300.jpg 285w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Augarten-143x150.jpg 143w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Augarten.jpg 760w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Der &#8222;nationale&#8220; Augarten-Verlag Stephan Szabo hat seinen Ursprung in einer 1884 in Wien durch Alfred Kisch gegr\u00fcndeten Buchdruckerei. Im Jahre 1919 wurde der Betrieb durch den am 29.3.1880 in Wien geborenen Stephan Szabo \u00fcbernommen, der daselbst nach dem Besuch der Elementarschulen seit 26.3.1895 von der Pike auf t\u00e4tig war. <a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><span class=\"Reference\">[2]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Zu Szabos politischer Einstellung ist zu sagen, da\u00df er bis zum Jahre 1932 Mitglied der Gro\u00dfdeutschen Volkspartei war.<\/p>\n<p>Die im selben Jahr (1932) als Erg\u00e4nzung der Buchdruckerei erfolgte Gr\u00fcndung des Augarten-Verlags kam fast nicht zustande. Szabo suchte die Standesvertretung Anfang Oktober 1931 auf, um sich inkorporieren zu lassen und einige Wochen sp\u00e4ter, um den Antrag auf Verleihung einer entsprechenden Konzession zu stellen. W\u00e4hrend die Korporation sich f\u00fcr die Verleihung aussprach, stellte sich das Mag. Bezirksamt II wegen mangelnden Bef\u00e4higungsnachweises dagegen, und erst durch einen Schiedsspruch des Handelsministeriums wurde Szabo am 4. M\u00e4rz 1932 die Konzession zugesprochen. Diese galt f\u00fcr den Buchhandel, beschr\u00e4nkt auf den Verlag und Vertrieb der in der eigenen Buchdruckerei, Wien II., Leopoldgasse 1 hergestellten Werke. Der Name des neuen Verlags war im wahrsten Sinne des Wortes &#8222;naheliegend&#8220;.<\/p>\n<p>Weniger als vier Jahre sp\u00e4ter wurde dem Verleger-Buchdrucker Szabo eine f\u00fcr \u00d6sterreich besondere Ehre zuteil. Ihm wurde n\u00e4mlich mit Entschlie\u00dfung vom 8.2. 1936 das goldene Verdienstzeichen mit Nachsicht der Taxe vom Bundespr\u00e4sidenten verliehen. <a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><span class=\"Reference\">[3]<\/span><\/a> Die Anregung zu dieser Auszeichnung ging &#8211; um Spekulationen vorzubeugen &#8211; nicht von einer politischen Organisation, sondern vom Gremium der Buchdrucker und Schriftgie\u00dfer in Wien aus, das auf Szabos Verdienste in der Berufsorganisation hinwies. Szabos Firma besch\u00e4ftigte ca. 10 Personen, darunter zeitweise seine drei S\u00f6hne.<\/p>\n<p>Durch den &#8222;Anschlu\u00df&#8220; \u00e4nderte sich f\u00fcr Szabo und dessen Augarten-Verlag nichts, und der Antrag im Juli 1938 auf Aufnahme in die RSK-Gruppe Buchhandel stellte ihn vor keine Probleme. Inzwischen hatte er wie manche seiner Berufskollegen um Mitgliedschaft in der NSDAP angesucht. Seine zwei als Angestellte in der Buchdruckerei besch\u00e4ftigten S\u00f6hne, Franz (26 Jahre) und Friedrich (19 Jahre), waren bereits Parteimitglieder. Das Gaupersonalamt befand im Februar 1939 in der &#8222;Politische(n) Beurteilung&#8220; Szabos, dieser habe &#8222;sich im fr\u00fcheren System indifferent verhalten&#8220;. Stephan Szabo sen. starb am 14. August 1941. Im Fr\u00fchjahr des folgenden Jahres wurde der Verlag von der Witwe, Frau Franziska Szabo, f\u00fcr die Dauer des Krieges stillgelegt.<\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading1\"><\/a> Die Produktion<\/h3>\n<p>Die Publikationen des Augarten-Verlags, der seine ersten Werke bereits 1932 auf den Markt brachte, umfassen vorwiegend, aber nicht ausschlie\u00dflich Romane. Der Gr\u00fcnder des Verlags hatte n\u00e4mlich eine Abneigung gegen Lyrik, <a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><span class=\"Reference\">[4]<\/span><\/a> wohl nicht zuletzt, weil Gedichtb\u00e4nde sich schlecht verkauften. Trotzdem gab der Verlag einige sp\u00e4ter zu nennende, umfangreiche Lyrikanthologien heraus.<\/p>\n<p>Es d\u00fcrften insgesamt etwas \u00fcber 40 Verlagswerke im Augarten-Verlag erschienen sein. Ein Blick auf die Autoren dieser B\u00fccher l\u00e4\u00dft unschwer erkennen, da\u00df der Verlag kein prosperierendes Unternehmen war, denn ihre Unbekanntheit in der damaligen literarischen Landschaft wird wohl nur von der Unbekanntheit dieser Autoren heute \u00fcbertroffen. Zu den bekannteren Verlagsautoren z\u00e4hlten u.a. Heinrich Maria Seibert mit seinem Entwicklungsroman <em>Volk in der Wiege <\/em>(1932), Franz L\u00f6ser mit seinem Bauernroman <em>Erben der Erde <\/em>(1932), Kurt Erich Rotter, Herta Staub, Hanns E. Schopper, Josef Leitgeb, Otto Emmerich Groh. Da\u00df der &#8222;Jude&#8220; Paul Stefan im Verlag vertreten war, kann nur darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren sein, da\u00df &#8211; wie die Herren beim B\u00f6rsenverein bzw. in der RSK &#8211; niemand im Verlag von seiner &#8222;Konfession&#8220; wu\u00dfte. Stefan ver\u00f6ffentlichte zum dutzendstenmal ein Buch \u00fcber die Wiener Oper. 1935 erschien der erste (und offensichtlich einzige) Band einer Schriftenreihe <em>Zeit im Werden. B\u00fccherei des Augartenverlages: <\/em><\/p>\n<p>Otto Emmerich Groh: <em>Baron Trenck, der Pandur. Lustspiel in drei Akten (sechs Bildern) <a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><span class=\"Reference\">[5]<\/span><\/a><\/em><\/p>\n<p>\u00dcber die Reihe <em>Romane \u00f6sterreichischer Autoren <\/em>im Jahre 1934 ist nur bekannt, da\u00df das Werk <em>Kinderlegende <\/em>von Josef Leitgeb hier erschien.<\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading2\"><\/a> Anthologien<\/h3>\n<p>1935 gab der 1900 zu B\u00f6hmzeil bei Gm\u00fcnd (N\u00d6) geborene Hauptschullehrer Josef Pfandler eine erste Anthologie im Augarten-Verlag heraus: <em>Lyrik der Gegenwart (Dichtungen \u00f6sterreichischer Lehrer). <\/em>Ein Jahr danach war die &#8222;bodenst\u00e4ndige Lyrik \u00d6sterreichs&#8220; an der Reihe. Das &#8222;gro\u00dfe Sammelwerk \u00f6sterreichischer Lyrik&#8220; nannte sich<\/p>\n<p class=\"zitat\">Vom Expressionismus zur neuen Klassik. Deutsche Lyrik aus \u00d6sterreich. Herausgegeben von Josef Pfandler. (256 S.) (Anhang: Kurzbiographien der Beitr\u00e4ger)<\/p>\n<p>In der Vorbemerkung des Herausgebers Pfandler hei\u00dft es:<\/p>\n<p class=\"zitat\">\u00d6sterreich, das Land wo Walter von der Vogelweide singen und sagen gelernt, singt wieder. Dieses Buch, eine umfassende \u00dcberschau \u00fcber die gegenw\u00e4rtig wirksamen, wesentlichen lyrischen Kr\u00e4fte des \u00f6sterreichischen Stammes, will daf\u00fcr zeugen. M\u00f6ge es in allen deutschen Gauen und dar\u00fcber hinaus verst\u00e4ndnisvolle Aufnahme finden.<\/p>\n<p>In der Verlagswerbung unmittelbar vor der Herausgabe Ende November 1936 war man etwas weniger bescheiden:<\/p>\n<p class=\"zitat\">\u00d6sterreich, in letzter Zeit wiederholt &#8222;die lyrische Provinz der Deutschen&#8220; genannt, singt wieder wie in des Vogelweiders Tagen: ein gewaltiger Chor, getragen von den starken Stimmen eines kleinen Landes. Dieses Buch, von Billinger bis Zernatto klasternd, stellt eine umfassende \u00dcberschau \u00fcber die gegenw\u00e4rtig wirksamen wesentlichen lyrischen Kr\u00e4fte \u00d6sterreichs dar und empfiehlt sich Kritik und Lesern als DIE \u00f6sterreichische Anthologie. <a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><span class=\"Reference\">[6]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Die Anthologie wies eine stattliche Zahl von &#8222;Mitarbeitern&#8220; auf, n\u00e4mlich 70. Fast vollst\u00e4ndig vertreten sind die Mitglieder des zur gleichen Zeit gegr\u00fcndeten Bundes der deutscher Schriftsteller \u00d6sterreichs sowie alle, die im nationalen Lager Rang und Namen hatten. Das rechte Lager wird durch vaterl\u00e4ndisch-konservative Autoren erg\u00e4nzt. Auffallend ist die Tatsache, da\u00df Josef Weinheber in diesem Band fehlt. Das mag darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren sein, da\u00df Weinheber sich aus der &#8222;Politik&#8220; heraushalten wollte. Hier eine Auswahl der Mitarbeiter:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Richard Billinger, Erna Blaas, Otto Brandt, Franz Th. Csokor, Hans Dei\u00dfinger, Franz Karl Escuyer, Edmund Finke, Arthur Fischer-Colbrie, Siegfried Freiberg, Ludo Gerwald, Hans Giebisch, Lenz Grabner, Paula Grogger, Hans Hammerstein, Wladimir Hartlieb, Roman H\u00e4delmayr, Rudolf Henz, Erich Landgrebe, Josef Leitgeb, Alexander Lernet-Holenia, Rudolf List, Max Mell, Hans N\u00fcchtern, Joseph Georg Oberkofler, Josef Perkonig, Paula von Preradovic, Erwin Rieger, Ilse Ringler-Kellner, Friedrich Sacher, Walter Sachs, Ernst Scheibelreiter, Friedrich Schreyvogl, Erika Spann-Rheinsch, Franz Spunda, Herta Staub, Max Stebich, Herbert Strutz, Wilhelm Szabo, Paul Thun-Hohenstein, Franz Tumler, Heinrich Suso Waldeck, Guido Zernatto, Julius Zerzer.<\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading3\"><\/a> Der Augarten<\/h3>\n<div id=\"attachment_946\" style=\"width: 260px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DerAugartencover.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-946\" class=\"wp-image-946\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DerAugartencover.jpg\" alt=\"Der Augarten Cover\" width=\"250\" height=\"363\" srcset=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DerAugartencover.jpg 1967w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DerAugartencover-207x300.jpg 207w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DerAugartencover-706x1024.jpg 706w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DerAugartencover-103x150.jpg 103w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-946\" class=\"wp-caption-text\">Die literarische Zeitschrift &#8222;Der Augarten&#8220;, 1940\u20131943 von Josef Weinheber herausgegeben.<\/p><\/div>\n<p>Die Zahl der literarisch-kulturellen Zeitschriften in den 30er Jahren in \u00d6sterreich, die sich halten konnten oder einem Verbot nicht zum Opfer fielen, war relativ gering. Die Frage, ob die (ideologische) Richtung stimmte oder nicht, verbla\u00dfte hinter der Frage der Finanzierung. Zeitschriftenleichen gibt es genug. Mirko Jelusichs aufwendige, 1935 gegr\u00fcndete Zeitschrift <em>Das Werk. <\/em>Monatshefte zur Pflege deutschen Schrifttums (Wien) (Heft 2: Beitr\u00e4ge zur Pflege deutschen Schrifttums) brachte es auf zwei Hefte. <a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\"><span class=\"Reference\">[7]<\/span><\/a> <em>Lebendige Dichtung. <\/em>\u00d6sterreichische Monatshefte f\u00fcr Deutsches Schrifttum (Wien) erschien nur zwei Jahre lang (Oktober 1934 bis September 1936), bevor Adolf Luser das Erscheinen einstellte. Daher kommt einem Zeitschriftenerzeugnis des Augarten-Verlags, n\u00e4mlich der Monatsschrift <em>Der Augarten, <\/em>in der heutigen literarhistorischen Forschung eine gewisse Surrogatfunktion zu. Das birgt allerdings die Gefahr in sich, da\u00df man dem <em>Augarten <\/em>als Sammelpunkt \u00f6sterreichischer nationaler Schriftsteller und Kulturkritiker einen zu hohen Stellenwert beimi\u00dft. Denn nicht der dokumentarische Wert heute, sondern Verbreitung und Auflage damals ist entscheidend.<\/p>\n<p><em>Der Augarten <\/em>erschien erstmals im September 1934 mit dem Untertitel &#8222;Bl\u00e4tter f\u00fcr Schrifttum und Kunst aus \u00d6sterreich&#8220; (1936:&#8230; <em>in <\/em>\u00d6sterreich). Im Doppelheft Nr. 3-4, November-Dezember 1934 zeichnete ein Dr. H. Karl Westerhorst als Hauptschriftleiter. Mit der Nr. 10-11 vom 2. Jg., Juni-Juli 1935 zeichnete Dr. Roman H\u00e4delmayr (* 1907, Wien) als Hauptschriftleiter. Die Zeitschrift machte \u00fcberhaupt manche Wandlungen &#8211; Formatwechsel, Schriftleiterwechsel, Mitarbeiterwechsel, Wechsel der Ausstattung und inhaltlichen Schwerpunkte &#8211; durch, soda\u00df sie kein homogenes Bild abgibt.<\/p>\n<p>Aber <em>Der Augarten <\/em>sollte weitaus mehr sein als &#8222;blo\u00df&#8220; eine Zeitschrift. Es wurden bereits im allerersten Heft (und dann nicht mehr!) die ehrgeizigsten Pl\u00e4ne gew\u00e4lzt. Zuerst aber zur &#8222;Aufgabe&#8220; der Neugr\u00fcndung: Die zweispaltigen Ausf\u00fchrungen unter dieser \u00dcberschrift wimmeln geradezu von national-nationalsozialistischem Vokabular: &#8222;gesamtkulturelles Werden&#8220;, dem &#8222;Volke&#8220;, &#8222;Gesamtschicksal&#8220;, &#8222;Raum&#8220;, &#8222;deutscher Geltungsraum&#8220;, &#8222;deutsches F\u00fchlen und Streben&#8220;, &#8222;raumgeschichtlich&#8220;, &#8222;deutsche Gesamtleistung&#8220;, &#8222;beseelte Quellen&#8220;, &#8222;deutsche Wesenheit&#8220;, &#8222;deutscher Kulturanstieg&#8220;, &#8222;\u00fcberdeutscher Raum&#8220;, das &#8222;Menschheitsganze&#8220;, &#8222;die unzweifelhaft deutschen Kr\u00e4fte&#8220;, &#8222;Boden&#8220;, &#8222;Volkstum&#8220; usw. usw. Kurz: man dachte &#8222;gesamtdeutsch&#8220;. So \u00fcber-deutlich die Geistesrichtung war, so unterentwickelt waren die konkreten Vorstellungen der Zeitschrift selber. Das teilte man an sp\u00e4terer Stelle mit:<\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>Bestimmung<\/em>.<br \/>\nIm tiefen Glauben an die Wirkungsmacht und Sendung der Dichtung und der bildenden Kunst f\u00fcr den deutschen Gedanken in \u00d6sterreich, widmen wir diese unabh\u00e4ngige Zeitschrift. Im Bem\u00fchen die Schaffenden und die Empfangenden, die allzulange von einander entfernt gingen, wieder in einen einheitlichen Raum zur\u00fcckzuf\u00fchren, indem das aus dem Volke str\u00f6mende Schaffen seinen Weg zum Herzen des Volkes findet, auf da\u00df die Menschen in unserer Heimat deutlicher, als es bisher geschehen mochte, erleben, welche Kraft der Seele und des gestaltenden Geistes von jeher und so auch jetzt in unserem Volke lebendig sind.<br \/>\nUnseren Beziehern wollen wir bieten:<br \/>\n1. Besprechung von Manuskripten durch f\u00fchrende Schriftsteller und K\u00fcnstler u. Ver\u00f6ffentlichung guter Arbeiten im Augarten<br \/>\n2. Ein j\u00e4hrliches Preisausschreiben. &#8222;Das beste Buch des Jahres&#8220; erscheint in Buchform im Augartenverlag.<br \/>\n3. Bekanntgabe von Verlagsgesuchen.<br \/>\n4. Beratung. Auskunft in literarischen Angelegenheiten.<br \/>\n5. Veranstaltung von Autoren- und Auff\u00fchrungsabenden.<br \/>\n6. Studienreisen.<br \/>\n7. Anbahnung beruflicher Verbindungen. (1. Jg., Nr. 1, 19)<\/p>\n<p>Sehen wir uns einige dieser Punkte n\u00e4her an: Punkt 5 sah Autorenabende vor, und zu diesen (monatlich geplanten) Veranstaltungen ist es tats\u00e4chlich drei Mal (November 1934, J\u00e4nner und Februar 1935) auch gekommen. Dar\u00fcber berichtete die <em>Wiener Zeitung <\/em>vom 7.11.1934.<\/p>\n<p>Punkt 2 wurde mit der Fanfare &#8222;Augarten-Stiftung&#8220; eingeleitet. Es folgten die &#8222;Bestimmungen des Jahrespreises f\u00fcr Dichtung und Erz\u00e4hlung&#8220; bzw. des &#8222;Preisausschreibens \u201aDas beste Buch des Jahres&#8220;&#8220;, das dann nie gefunden wurde. Diese Bestimmungen wiederum verdienen eine n\u00e4here Betrachtung, zumal sie f\u00fcr den &#8222;Zeitgeist&#8220; aufschlu\u00dfreich sind. Zuerst die &#8222;Preisrichterschaft&#8220;. Diese bildete der &#8222;Verein \u00f6sterreichischer Schriftsteller und K\u00fcnstler \u201aDie Augartengesellschaft&#8220; in Wien&#8220;. Da\u00df &#8222;\u00f6sterreichische Abkunft und Staatszugeh\u00f6rigkeit&#8220; eine Bedingung zur Teilnahme war, ist klar, aber es darf gezweifelt werden, ob &#8222;Juden&#8220; die n\u00e4chste H\u00fcrde schaffen konnten:<\/p>\n<p class=\"zitat\">b) Zugeh\u00f6rigkeit zum \u00f6sterreichischen Geistesleben auf Grund des gesamten bisherigen Schaffens oder doch seiner vorwiegenden Auswirkung nach &#8230;<\/p>\n<p>Wie sollte &#8222;das beste Buch des Jahres&#8220; eigentlich aussehen?<\/p>\n<p class=\"zitat\">\u00a7 4 (&#8230;) c) das Werk mu\u00df im wesentlichen f\u00fcr die F\u00f6rderung des \u00f6sterreichischen Kulturgedankens wichtig sein, einen \u00f6sterreichischen Stoff der Landschaft, des Volkstums, der Geschichte, eines einzelnen Zweiges der kulturellen Entwicklung, besondere Pers\u00f6nlichkeiten des \u00f6sterreichischen Leistungs- und Schicksalsraumes betreffen oder behandeln oder doch wenigstens einen dem \u00f6sterreichischen Wesen und der \u00f6sterreichischen Weltstellung gem\u00e4\u00dfen Gesichtspunkt f\u00fcr die Behandlung des gew\u00e4hlten Gegenstandes bei dessen zeitlicher, r\u00e4umlicher oder sachlicher Entlegenheit zur Geltung bringen. Tendenzschriften sind jedenfalls unbedingt ausgeschlossen;<\/p>\n<p>Die Zeitschrift <em>Der Augarten <\/em>verlor in den n\u00e4chsten Heften und Jahrg\u00e4ngen nie mehr ein Wort \u00fcber den &#8222;Augartenpreis&#8220; oder \u00fcber die hochtrabende &#8222;Augarten-Stiftung&#8220; <a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\"><span class=\"Reference\">[8]<\/span><\/a><\/p>\n<p><em>Der Augarten <\/em>stellte sein Erscheinen mit dem Heft Nr. 12 vom August 1937 vorerst und ohne Vorank\u00fcndigung ein. Auskunft \u00fcber den wahren Grund f\u00fcr diesen Schritt Stephan Szabos verdanken wir einem gewissenhaften Tagebuchschreiber und Augarten-Kritiker und -Glossator namens Wladimir v. Hartlieb (Ps. &#8222;Dominikus&#8220;, &#8222;Rimidalw&#8220;). Sieht man davon ab, da\u00df diese Tageb\u00fccher das Leiden des nicht anerkannten nationalen, sich selbst bemitleidenden Autors festhalten, sind sie u.a., was den <em>Augarten <\/em>betrifft, auch informativ. Am 29. September 1937 notiert Hartlieb folgendes:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Heute vormittag fragte ich telephonisch Szabo, den Verleger des &#8222;Augartens&#8220;, wann das n\u00e4chste Heft erscheinen solle. Szabo antwortete mir, da\u00df das eben erschienene, das meinen Hofmannsthal-Aufsatz enth\u00e4lt, das letzte sei, da der &#8222;Augarten&#8220; wegen mangelnden Absatzes endg\u00fcltig eingestellt werde. <a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\"><span class=\"Reference\">[9]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Und die pers\u00f6nliche Reaktion:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Es tobt in mir. Alle M\u00fche wieder umsonst. Ein halb getanes Werk, dem ich mich mit Leidenschaft hingab, wieder nichts &#8211; wie so oft in meinem Leben. (ebda.)<\/p>\n<p>Bereits seit 1935 begann sich <em>Der Augarten<\/em> in ein &#8222;Freunderlmagazin&#8220; zu verwandeln, nachdem er seit dem Beginn, etwa durch Berichte \u00fcber die Aktivit\u00e4ten der verschiedensten Schriftstellerorganisationen und Theaterveranstaltungen, versucht hatte, auch Informationsmedium zu sein. Die &#8222;nationalen&#8220; Autoren \u00d6sterreichs bzw. diejenigen, die sich zum nationalen Lager z\u00e4hlten, hatten sich fortw\u00e4hrend und gegenseitig in W\u00fcrdigungen oder &#8222;Buchrezensionen&#8220; jeweils in den Himmel gelobt. Schrieb Erika Spann-Rheinsch einen Lobbericht \u00fcber Wladimir von Hartlieb, so revanchierte sich Hartlieb mit dergleichen \u00fcber sie; lobte Franz Spunda seinen Kollegen Mirko Jelusich, z\u00f6gerte Jelusich keine Sekunde, Entsprechendes \u00fcber Spunda zu schreiben. Ernst Scheibelreiter lie\u00df sich kollegial \u00fcber Erich Landgrebe aus, \u00fcber Otto Emmerich Groh schrieb Robert Hohlbaum, den man im Augarten freilich zum 50. Geburtstag lobte. Erich August Mayer wu\u00dfte nur Lobendes \u00fcber Karl Hans Strobl zu berichten, desgleichen Karl Wache \u00fcber Josef Wenter, Friedrich Schreyvogl \u00fcber H.H. Ortner, Erika Spann-Rheinsch \u00fcber Max Millenkovich-Morold, bis sich der Reigen einmal wieder schlo\u00df. Neben den bereits erw\u00e4hnten kamen phasenweise auch Hermann R. Leber (Kunstkritik), Max Mell, Egmont Colerus, Hermann Graedener, Othmar Spann, Rafael Spann u.a., denen man nationale Gesinnung nachsagen konnte, zu Wort. So konnte der Hauptschriftleiter Roman H\u00e4delmayr zu Beginn des dritten Jahrgangs im September 1936 erkl\u00e4ren, es seien<\/p>\n<p class=\"zitat\">die bedeutendsten Schriftsteller und K\u00fcnstler unserer Heimat im &#8222;Augarten&#8220; mit Beitr\u00e4gen vertreten und haben der Zeitschrift in kurzer Zeit eine Bedeutung gegeben, die weit \u00fcber die Grenzen unseres Vaterlandes hinausreicht. Der &#8222;Augarten&#8220; hat jetzt schon eines seiner Hauptziele erreicht, in der F\u00fchrung des deutschen Geisteslebens in \u00d6sterreich einen hervorragenden Platz einzunehmen. <a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\"><span class=\"Reference\">[10]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Die vorhin erw\u00e4hnte Wandlung im<em> Augarten <\/em>wird auch im Vorwort &#8222;Zum dritten Jahrgang&#8220; angeschnitten:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Viele neue Kr\u00e4fte sind zu uns gesto\u00dfen. Sie werden uns helfen, einen geschlossenen Kulturwillen zu befestigen, der getragen ist von lebendigem Gottempfinden und hei\u00dfer Liebe zu unserer deutschen Heimat. (ebda.)<\/p>\n<p>So trifft die folgende Analyse F. Aspetsbergers nur f\u00fcr die ersten paar Jahrg\u00e4nge des <em>Augartens <\/em>zu:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Der &#8222;Augarten&#8220; wurde als Zeugnis f\u00fcr diese Polemiken der Heimattreuen (welcher Richtung dann immer, und die Positionen: christlich oder v\u00f6lkisch oder national oder eine Mischung daraus waren weder in der Ersten Republik noch im St\u00e4ndestaat aus der damaligen Situation gegeneinander abzuwerten) auch deshalb gew\u00e4hlt, weil selbst Bundeskanzler Schuschnigg im ersten Jahrgang dieser 1934 gegr\u00fcndeten Zeitschrift publizierte, ebenso wie der Staatssekret\u00e4r und sp\u00e4tere Unterrichtsminister Pernter, weil ihrem Begr\u00fcnder (und Leiter des Augarten-Verlages) Stephan Szabo 1936 das goldene Ehrenzeichen f\u00fcr Verdienste um den Bundesstaat \u00d6sterreich verliehen wurde (&#8230;).<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\"><span class=\"Reference\">[11]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Man darf allerdings die Tatsache nicht \u00fcberbewerten, da\u00df ein &#8222;Text&#8220; von Schuschnigg oder Pernter im ersten Jahrgang abgedruckt wurde. So un\u00fcblich waren solche Begleitworte etwa von Schuschnigg nicht, wie ein Blick auf verschiedene Periodika und B\u00fccher dieser Zeit zeigt. Auch folgende, sehr interessante Analyse geht von den erw\u00e4hnten, meiner Meinung nach unsicheren Pr\u00e4missen aus:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Die Vertr\u00e4glichkeit der Repr\u00e4sentanten des christlichen St\u00e4ndestaates mit den Invektiven im &#8222;Augarten&#8220; erkl\u00e4rt sich &#8211; abgesehen davon, da\u00df sie teilweise dem Nationalsozialismus nicht ferne standen &#8211; vor allem auch daraus, da\u00df die katholischen Dichter in einer gleich abgedr\u00e4ngten Lage und in der Atmosph\u00e4re des Schlicht-Provinziellen agierten wie die Nationalen und V\u00f6lkischen. Das Feindbild des Liberalismus bzw. der gr\u00f6\u00dferen b\u00fcrgerlichen Literaturtradition verband sie beide mehr als die durch anderes getrennt waren. (ebda.)<\/p>\n<p>So zutreffend diese Beobachtung ganz allgemein ist, die Publikation <em>Der Augarten <\/em>scheint angesichts der Inhomogenit\u00e4t \u00fcber vier Jahrg\u00e4nge bzw. angesichts des weitgehenden Fehlens von katholischen, konservativen Beitr\u00e4gen nicht v\u00f6llig geeignet, diese These Aspetsbergers zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Kommen wir aber nun auf das Eigenlob H\u00e4delmayrs &#8222;Zum dritten Jahrgang&#8220; zur\u00fcck. Was die grenz\u00fcberschreitende Bedeutung des <em>Augarten <\/em>betrifft, war der Glossator mit Burgtheatererfahrung Wladimir von Hartlieb im J\u00e4nner des folgenden Jahres (1937) entschieden anderer Meinung:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Seit \u00fcber einem Jahr schreibe ich nun diese Kritiken. Kein Echo kommt zu mir. Mich umgibt teils stumpfsinniges, teils l\u00e4rmendes Schweigen. Der &#8222;Augarten&#8220; dringt nicht in weitere Kreise, er hat ein paar hundert Abonnenten. Ich bekomme kein Honorar, mu\u00df mir sogar jedesmal die Theaterkarte zahlen, da, wie Dr. H\u00e4delmayr mir sagte, die Direktion des Burgtheaters auf dem Standpunkt steht, da\u00df eine Rezensentenkarte f\u00fcr mich sich gesch\u00e4ftlich nicht &#8222;rentiert&#8220;. (a.a.O., Eintragung, 9. J\u00e4nner 1937)<\/p>\n<p>Drei Monate sp\u00e4ter ist dieser f\u00fcr Hartlieb unerfreuliche Tatbestand wieder Gegenstand einer Tagebucheintragung (1. April 1937). Ein offensichtlich einflu\u00dfreicher Herr hat seine Burgtheaterreferate bewundert:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Aber gleichzeitig klagt er, wie schade es sei, da\u00df diese Aufs\u00e4tze wirkungslos verpuffen, da\u00df sie in die \u00d6ffentlichkeit kaum hinausdringen. Es sei jammervoll: der &#8222;Augarten&#8220; habe &#8211; 300 Leser! 300! Das ist noch viel weniger als ich dachte. Und ich glaube, es sind nur 300 Esel, die die Zeitschrift deshalb halten, weil Rafael sie ihnen aufdr\u00e4ngt. Der Herr meinte auch, da\u00df es keinen Sinn habe, diese Zeitschrift finanziell weiter zu unterst\u00fctzen: sie sei zwecklos. Schuld an der armseligen Lage des Blattes habe der Verlag und die unf\u00e4hige Schriftleitung. So stehe ich auch mit diesen Aufs\u00e4tzen in einem toten Winkel. Was immer ich abgreife, es wird nichts daraus; ich komme nicht weiter. Auch die Stelle in M\u00fcnchen, der Floerke die Referate vorlegt, r\u00fchrt sich nicht. Keine Luft von keiner Seite, Todesstille f\u00fcrchterlich. Warum lebe ich noch?<br \/>\nDer oben erw\u00e4hnte Herr w\u00e4re dazu berufen, dem &#8222;Augarten&#8220; Schwung zu geben. Er k\u00f6nnte viel dazu tun. Aber er tut nichts. Er klagt nur.<\/p>\n<p>Wenn also, wie es hier mehrmals hei\u00dft, <em>Der Augarten <\/em>eine derart geringe Verbreitung aufweisen konnte &#8211; so wenige Leser bzw. Abonnenten hatte &#8211; und die Notwendigkeit, die Zeitschrift im August 1937 einzustellen, w\u00fcrde in diese Richtung deuten &#8211; dann wird die Stellvertreterfunktion (s.o.) aus heutiger Sicht notgedrungen etwas geschm\u00e4lert. Wladimir von Hartlieb schreibt davon, da\u00df Rafael Spann Abonnenten die Zeitschrift aufzudr\u00e4ngen pflegte, was ein Weiterleben \u00fcberhaupt erm\u00f6glichte. Einige Zeit sp\u00e4ter, n\u00e4mlich im J\u00e4nner 1938, als es in einem anderen Gewand zum Wiedererscheinen der Zeitschrift kommt, kommentiert Hartlieb:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Das erste Heft des neuen &#8222;Augartens&#8220; ist erschienen. (&#8230;) Der &#8222;Augarten&#8220; wird jetzt auch streng national gef\u00fchrt. Die Spann-Clique, die ihn fr\u00fcher in H\u00e4nden hatte und ihn zugrunde gehen lie\u00df, ist eliminiert. Leider kommen meine Burgtheater-Aufs\u00e4tze f\u00fcr die neue Leitung nicht in Betracht. Honorar wird wieder keines gezahlt. (Eintragung, 31. J\u00e4nner 1938)<\/p>\n<p>Der neue (aber auch nicht der letzte) Herausgeber bzw. Hauptschriftleiter der &#8222;Zeitschrift f\u00fcr Kunst, Kultur, Schrifttum und Geisteswissenschaften. Der Augarten&#8220; ist der nationalgesinnte, ehemalige Major, Weinheber-Kompagnon, Krimi-Autor und Freizeitlyriker Edmund Finke (1888-1968). F\u00fcr den neuen <em>Augarten, <\/em>der bezeichnenderweise den fr\u00fcheren Namen an <em>zweiter <\/em>Stelle f\u00fchrt, hatte man in nationalsozialistischen Kreisen in \u00d6sterreich andere Pl\u00e4ne. Er erschien zwar im Augarten-Verlag, aber viertelj\u00e4hrlich. Wenige Monate nach Einstellen des &#8222;alten&#8220; <em>Augartens <\/em>im September 1937 d\u00fcrfte man mit den Pl\u00e4nen, die Gedankenwelt des neuen Deutschland in \u00d6sterreich auszubreiten, begonnen haben. So hei\u00dft es in einem Bericht aus \u00d6sterreich an die RSK Leipzig \u00fcber die Nazifizierung des literarischen Lebens:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Bez\u00fcglich Zeitschriften wird auf die Unterstellung der Zeitschrift &#8222;Der Augarten&#8220; hingewiesen. Diese Zeitschrift, die sich uns ganz zur Verf\u00fcgung stellt, wird g\u00e4nzlich umgestaltet und als kulturell-kritisches Organ weitergef\u00fchrt. F\u00fcr ein klares Gesicht und f\u00fcr besten Mitarbeiterkreis ist Sorge getragen. Ein Prospekt und ein Probeheft wird den Empf\u00e4ngern dieses Berichtes demn\u00e4chst zugehen. Die bisher fast bedeutungslose Zeitschrift d\u00fcrfte in ihrer jetzigen Umgestaltung (angesichts des Verbotes neuer Zeitschriftengr\u00fcndungen) ein wichtiger Faktor des kulturpolitischen Kampfes hier werden. <a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\"><span class=\"Reference\">[12]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Dieser &#8222;wichtige Faktor&#8220; mu\u00df auch in Zusammenhang mit einem anderen Unterfangen gesehen werden. Bruno Brehm und Mirko Jelusich haben Ende 1938\/Anfang 1938 einen &#8222;B\u00fchnenverein&#8220; gegr\u00fcndet, um ihre Arbeit zu erleichtern, und Hartlieb sollte<\/p>\n<p class=\"zitat\">der st\u00e4ndige Referent f\u00fcr diese B\u00fchne im &#8222;Augarten&#8220; werden, der ihr offizielles Organ darstellen w\u00fcrde. (Hartlieb, a.a.O., Eintragung, 31. J\u00e4nner 1938)<\/p>\n<p>Davon war im<em> Augarten <\/em>nichts zu merken, und am 12. M\u00e4rz war Jelusich schon Burgtheaterdirektor.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/augarten2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-555\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/augarten2-300x222.jpg\" alt=\"Augarten Signet\" width=\"210\" height=\"155\" srcset=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/augarten2-300x222.jpg 300w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/augarten2-1024x758.jpg 1024w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/augarten2-203x150.jpg 203w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/augarten2-150x111.jpg 150w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/augarten2.jpg 1048w\" sizes=\"auto, (max-width: 210px) 100vw, 210px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Auch \u00fcber die Finanzierung der Zeitschrift <em>Der Augarten <\/em>gibt das Tagebuch Hartliebs Aufschlu\u00df. Die nach dem September 1937 eliminierte &#8222;Spann-Clique&#8220; (Hartlieb) &#8211; auch als &#8222;Spann-Kreis&#8220; ber\u00fcchtigt &#8211; bestand aus Dr. Othmar Spann und den Br\u00fcdern Dr. Adalbert Spann (* 1907) und Dr. Rafael Spann (* 1909-21.10.1983) sowie indirekt aus deren Mutter (Gattin von Othmar Spann), der 1880 zu Trennfeld in Bayern geborene Dr. phil. Erika Spann-Rheinsch. Letztere, die vornehmlich Lyrik ver\u00f6ffentlichte und 1936 sich mit einem Lyrikband <em>(Gestalt und Geheimnis. Lieder und Gedichte) <\/em>zu den &#8222;nationalen&#8220; Autoren des Paul Zsolnay Verlags gesellte, geh\u00f6rte zu den nationalen \u00f6sterreichischen PEN-Dissidenten des Jahres 1933 und leitete &#8211; was f\u00fcr ihre politische Einstellung bezeichnend sein mag &#8211; 1934 die Sonntags-Beilage &#8222;Der Bergkristall&#8220; des kurzlebigen nationalsozialistischen <em>\u00d6sterreichischen Beobachters. <\/em>Was die Finanziers der Zeitschrift <em>Der Augarten <\/em>betrifft, so galt Adalbert Spann als &#8222;radikaler Nationalsozialist&#8220;, sein Bruder Rafael als &#8222;Anh\u00e4nger der nationalsozialistischen Bewegung&#8220; in \u00d6sterreich. <a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\"><span class=\"Reference\">[13]<\/span><\/a> Beide f\u00fchlten sich wegen diverser Delikte vor der \u00f6sterreichischen Polizei nicht sicher und begaben sich 1935 nach Paris. So weit der politisch-finanzielle Hintergrund des Augartens.<\/p>\n<p><em>Der Augarten<\/em> stellte sein Erscheinen im Fr\u00fchjahr 1943 im 8. Jahrgang ein.<\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading4\"><\/a> Anmerkungen<\/h3>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref1\" target=\"text\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Quellenhinweise zur Firma bzw. zur Person Szabos: \u00d6Sta, AVA, Pr\u00e4sidentschaftskanzlei, Jahr 1936, Aktenzahl 2019, Verleihung des goldenen Verdienstzeichens; \u00d6Sta, AVA, BMfHuV, Pr\u00e4sidium. Grundzahl: 11.918\/1935; Gesch\u00e4ftszeichen: 1, Gesch\u00e4ftszahl 15.595-Pr.\/35; Akt Gremium\/Szabo. Der Verlag war nicht handelsgerichtlich protokolliert.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref2\" target=\"text\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Siehe die kurze Firmengeschichte der Buchdruckerei Stephan Szabo in: Das Neue Wien. St\u00e4dtewerk. Hg. unter offizieller Mitwirkung der Gemeinde Wien. Band II, Wien 1927, S. 722.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref3\" target=\"text\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Siehe Anm. 1 sowie <em>Der Augarten <\/em>(Wien), 2. Jg., Nr. 7, M\u00e4rz 1936, S. 229.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref4\" target=\"text\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> &#8222;Als sich der Gr\u00fcnder unseres Verlages trotz seiner Abneigung gegen Lyrik im Jahre 1932 entschlo\u00df, den Gedichtband \u201aHerbstliche Sonate&#8220; des jungen KURT ERICH ROTTER herauszugeben, konnte er nicht ahnen, zu welcher H\u00f6he Rotters Lyrik steigen w\u00fcrde.&#8220; \u201aZum Geleit&#8220; von Franz Szabo in: Bem\u00fchungen. Der Weg eines Dichters, geschildert an Hand von Buchbesprechungen und Briefen. Kurt Erich Rotter zum 70. Geburtstag. Wien: Augarten-Verlag Stephan Szabo, 1976.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref5\" target=\"text\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Die Reihe ist nicht im <em>Deutschen B\u00fccherverzeichnis <\/em>verzeichnet.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref6\" target=\"text\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> <em>Der Augarten, <\/em>3. Jg., Nr. 3, November 1936.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref7\" target=\"text\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Die Zeitschrift sollte zehnmal j\u00e4hrlich erscheinen. Das erste Heft ist Oktober 1935 erschienen, das zweite nicht datiert. Eigent\u00fcmer und Verleger war <em>der <\/em>\u00d6sterreichische Wirtschaftsverlag KG Payer &amp;. Co. Das erste Heft enthielt Beitr\u00e4ge von Alma Holgersen, Siegfried Freiberg, Franz Spunda, Mirko Jelusich, Robert Hohlbaum u.a. Heft 2: Paul Anton Keller, Alma Holgersen, Siegfried Freiberg, Karl Springenschmid u.a.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref8\" target=\"text\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Der Grund daf\u00fcr ist einfach erkl\u00e4rt, wenn man den entsprechenden Akt aus dem Vereinskataster heranzieht, denn auf die Errichtung des Vereins wurde trotz eingehender Vorarbeit verzichtet. Der Aktenverlauf zeigt folgendes Bild: Am 22. Dezember 1934, also einige Monate nach der ersten Ank\u00fcndigung im<em> Augarten, <\/em>wandte sich ein Dr. Harald E. Braum, Rechtskonsulent der Kammer f\u00fcr Handel, Gewerbe und Industrie in Wien, im Namen eines Proponentenkomitees, bestehend aus Augartenverlag Stephan Szabo, Karl Franz Escuyer, Schriftsteller, und Frau Dr. H.A. Vonwald, an die Vereinsbeh\u00f6rde (M. Abt. 2), um die Genehmigung zur Bildung des Vereins &#8222;Augarten-Gesellschaft&#8220; zu erlangen. Es wurde eine &#8222;beschleunigte Behandlung des Antrages&#8220; erbeten und &#8222;auf eine beabsichtigte Zusammenarbeit mit der D.\u00d6. Schriftsteller-Genossenschaft&#8220; hingewiesen. Die Behandlung verlief vergleichsweise sehr rasch, denn bereits am 12. J\u00e4nner 1935 meldete die Bundes-Polizeidirektion Wien, da\u00df gegen die Proponenten des Vereins &#8222;hier Bedenken nicht erhoben&#8220; werde. Drei Tage sp\u00e4ter erging ein Bescheid \u00fcber die Nicht-Untersagung an die Proponenten (obwohl diese vom Bescheid angeblich nie Kenntnis erhielten). Die Statutenentw\u00fcrfe dieses &#8222;Vereins f\u00fcr Kunst und Literatur&#8220; sind nicht uninteressant und sind \u00fcber weite Strecken ein Komplement\u00e4rst\u00fcck zu den bereits erw\u00e4hnten Zielen des <em>Augartens. <\/em>Hier einige Ausz\u00fcge: &#8222;\u00a7 1.2. Die Gesellschaft verfolgt den Zweck, unter vollst\u00e4ndigem Ausschlu\u00df jeglicher politischen Bet\u00e4tigung das deutsche Schrifttum und die deutsche Kunst in \u00d6sterreich zu f\u00f6rdern, den gesellschaftlichen, geistigen und materiellen Interessen der Mitglieder zu dienen und nach M\u00f6glichkeit zur Unterst\u00fctzung notleidender heimatlicher K\u00fcnstler und Schriftsteller beizutragen. &#8211; 3. Im Rahmen dieser Aufgaben widmet sich die Gesellschaft in erster Linie der Leitung der Zeitschrift <em>Der Augarten, Bl\u00e4tter f\u00fcr Schrifttum und Kunst aus \u00d6sterreich <\/em>und der j\u00e4hrlichen Verleihung des von ihr zu stiftenden ,Augartenpreises&#8220; gem\u00e4\u00df den f\u00fcr diesen festgelegten Satzungen. Im weiteren strebt die Gesellschaft die Erreichung ihres Zweckes insbesondere auch an durch Herausgabe selbst\u00e4ndiger Schriften sch\u00f6ngeistigen und wissenschaftlichen Inhaltes, Veranstaltung von Ausstellungen, Vortr\u00e4gen, Sprechabenden und Kursen f\u00fcr die Mitglieder, Beratung der Mitglieder in k\u00fcnstlerischen und wirtschaftlichen Standesfragen, unentgeltliche Vermittlung beruflicher Verbindungen. (&#8230;) \u00a7 4.4. Den Gr\u00fcndern ist vorbehalten: a) die F\u00fchrung der Zeitschrift ,Der Augarten&#8220;; b) die Einsetzung von Preisrichtern f\u00fcr die Verleihung des ,Augartenpreises&#8220;; c) die Entscheidung \u00fcber die Auswahl der Mitwirkenden und der Darbietungen bei k\u00fcnstlerischen Veranstaltungen der Gesellschaft sowie \u00fcber die Drucklegung der vom Vorstande vorgeschlagenen literarischen Ver\u00f6ffentlichungen.&#8220; Die Tatsache, da\u00df die Proponenten sich, wie es scheint, nicht um die Errichtung des Vereins weiter k\u00fcmmerten, scheint die These zu untermauern, da\u00df hinter den Kulissen Bem\u00fchungen diverser Interessenten im Gange waren, die Zeitschrift an sich zu rei\u00dfen. Der geplante Verein beanspruchte ja laut Statuten die &#8222;Leitung der Zeitschrift ,Der Augarten&#8220;&#8220;, hat aber offensichtlich den k\u00fcrzeren gezogen und von der Errichtung des Vereins Abstand genommen. Der Akt des Vereinskatasters enth\u00e4lt noch einen interessanten Brief vom 15. Mai 1941, nachdem die Aufl\u00f6sung des (nicht errichteten) Vereins durch den Stillhaltekommissar f\u00fcr Vereine, Organisationen und Verb\u00e4nde beschlossen worden war. Der Brief stammt von Dr. Harald Braum, und in seinem Brief gibt dieser eine wenig plausible Erkl\u00e4rung f\u00fcr das Nichtzustandekommen des Vereins: &#8222;(&#8230;) Der Gegensatz zwischen den den Proponenten vorschwebenden Zielen und den damals immer sch\u00e4rfer zum Ausdruck kommenden Richtlinien der \u00f6sterreichischen Beh\u00f6rden hat dazu gef\u00fchrt, da\u00df die Genehmigung der Satzungen nicht abgewartet und die Errichtung des Vereines nie vorgenommen wurde.&#8220; Angesichts der Tatsache, da\u00df die Bildung des Vereins trotz der dazwischen liegenden Weihnachtsfeiertage innerhalb von drei Wochen, also in Rekordzeit, genehmigt wurde, scheint es mir glaubw\u00fcrdiger, da\u00df interne Gegens\u00e4tze unter Personenkreisen, die f\u00fcr den <em>Augarten <\/em>andere Pl\u00e4ne hatten, zur Aufgabe gef\u00fchrt haben. Deutliches Indiz ist der vorgenommene Wechsel bei Mitarbeitern bzw. in der Schriftleitung. (Quelle: Vereinskataster. WrStLa, Zl. 10.732\/1934.)<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref9\" target=\"text\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> \u00d6sterr. Nationalbibliothek, Nachla\u00df Wladimir von Hartlieb, Tagebuch November 1936 bis Februar 1938, Cod. ser. nov. 19.226.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref10\" target=\"text\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> <em>Der Augarten, <\/em>3. Jg., Nr. 1, September 1936, S. 3.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref11\" target=\"text\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> FRIEDBERT ASPETSBERGER, Literarisches Leben im Austrofaschismus. Der Staatspreis. K\u00f6nigstein\/Ts.: Hain, 1980, S. 40. (= Literatur in der Geschichte. Geschichte in der Literatur. Band 2.)<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref12\" target=\"text\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> BDC\/Paul Zsolnay.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref13\" target=\"text\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> AVA, BKA (Gendion), Karton 4930, 22 gen, Zl. 327.726\/G. D. St.B.\/1935. Rafael Spann, der nach dem Krieg Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der \u00d6sterr. Studiengesellschaft f\u00fcr Atomenergie war, ist am 21.10.1983 t\u00f6dlich verungl\u00fcckt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Augarten-Verlag Stephan Szabo[1] Die Produktion Anthologien Der Augarten Der &#8222;nationale&#8220; Augarten-Verlag Stephan Szabo hat seinen Ursprung in einer 1884 in Wien durch Alfred Kisch gegr\u00fcndeten Buchdruckerei. Im Jahre 1919 wurde der Betrieb durch den am 29.3.1880 in Wien geborenen Stephan Szabo \u00fcbernommen, der daselbst nach dem Besuch der Elementarschulen seit\u2026<\/p>\n<p> <a class=\"continue-reading-link\" href=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=189\"><span>Continue reading<\/span><i class=\"crycon-right-dir\"><\/i><\/a> <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":149,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-189","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/189","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=189"}],"version-history":[{"count":10,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/189\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2509,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/189\/revisions\/2509"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/149"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=189"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}