{"id":199,"date":"2015-09-03T19:30:40","date_gmt":"2015-09-03T17:30:40","guid":{"rendered":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=199"},"modified":"2019-07-19T17:38:13","modified_gmt":"2019-07-19T15:38:13","slug":"c-barth-verlag","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=199","title":{"rendered":"C. Barth-Verlag"},"content":{"rendered":"<h3>C. Barth-Verlag (Wien) <a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><span style=\"font-size: 0.7em; vertical-align: top;\">[1]<\/span><\/a><\/h3>\n<h6><\/h6>\n<ul class=\"overview\">\n<li class=\"overview\"><a class=\"none\" href=\"#Heading1\" target=\"_self\">Die Produktion<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a href=\"#Anm\">Anmerkungen<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a href=\"#Erg1\">Erg\u00e4nzungen zur Buchver\u00f6ffentlichung von 1985<\/a>\n<ul>\n<li class=\"overview\"><a href=\"#erg2\">Literatur<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a href=\"#erg3\">Zur fr\u00fchen Firmengeschichte<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die sporadisch als Verlag betriebene Firma C. Barth hat eine abwechslungsreiche Geschichte. Sie wurde im Jahre 1816 von einem Bilderh\u00e4ndler und Kupferdrucker gleichen Namens in Gumpendorf gegr\u00fcndet. Am 4.12.1863 wurde die Firma ins Wiener Register f\u00fcr Einzelfirmen Band 5, pagina 130 eingetragen. Die Firma wurde &#8222;von seinem Sohn Josef Barth zugleich mit einer gr\u00f6\u00dferen Papierhandlung betrieben (&#8230;). Urspr\u00fcnglich beschr\u00e4nkte sich die verlegerische T\u00e4tigkeit auf die Herausgabe von Devotionalien und ging dann sp\u00e4ter auf leichtere Belletristik \u00fcber, die haupts\u00e4chlich das alte Wien zum Gegenstand hatte. Seit dem Jahre 1860 wurde das Unternehmen von Friederike Benesch, der Enkelin des Begr\u00fcnders, geleitet und sp\u00e4ter von deren Sohn, Walter Benesch [Eintragung: Mitte 1920], \u00fcbernommen&#8220;.\u00a0<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><span class=\"Reference\">[2]<\/span><\/a><\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-2 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-2' class='gallery galleryid-199 gallery-columns-2 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/barthverlag.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/barthverlag-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-1039\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-1039'>\n\t\t\t\tSignet Barth Verlag\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/BarthLogo.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/BarthLogo-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-2738\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-2738'>\n\t\t\t\tSignet Barth Verlag\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/CBarthverlag2.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/CBarthverlag2-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-1037\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-1037'>\n\t\t\t\tSignet Barth Verlag\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Signet-Barth-Verlag.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Signet-Barth-Verlag-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-2742\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-2742'>\n\t\t\t\tSignet Barth Verlag\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Am 7.April 1922 wurde die Einzelfirma \u00fcber L\u00f6schung des Inhabers nach Register A, Band 64, pagina 217 \u00fcbertragen. Am 1. d.M. hatte der promovierte Historiker Dr. Leo (Lewek) Landau<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><span class=\"Reference\">[3]<\/span><\/a> zusammen mit Robert Coen die Verlags- und Gro\u00dfbuchhandlung C. Barth mit dem Sitz in Wien 6., Luftbadgasse 11 samt Warenlager, Einrichtungsgegenst\u00e4nden und Materialien \u00fcbernommen. Der Betriebsgegenstand blieb ann\u00e4hernd gleich: Bilderhandel und Kupferdruckerei sowie Buchhandel und Verlag. Am 20.11.1923 wurde Coen als Gesellschafter gel\u00f6scht, soda\u00df Landau Alleininhaber der Firma blieb. Am 22.9.1925 wurde die Firma gem\u00e4\u00df \u00a7 39 des Goldbilanzengesetzes gel\u00f6scht. Trotz L\u00f6schung aus dem Handelsregister trat in der Weiterf\u00fchrung der Firma keine Unterbrechung ein. Da das Gesch\u00e4ft 1927 einen gro\u00dfen Umschwung nahm und unter dem Firmenwortlaut C. Barth eingef\u00fchrt und bekannt war, stellte Landau den Antrag beim Handelsgericht am 28.4.1928 um die neuerliche Eintragung der Firma C. Barth ins Handelsregister. In einem von der Kammer f\u00fcr Handel, Gewerbe und Industrie in Wien angeforderten Gutachten vom 13.6.1928 hei\u00dft es u.a.:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Die von Dr. Leo Landau betriebene Verlagsbuchhandlung umfa\u00dft ein gr\u00f6\u00dferes Lokal und daran anschlie\u00dfende Magazine. Au\u00dfer dem Gesch\u00e4ftsinhaber sind noch f\u00fcnf Personen im Betriebe t\u00e4tig. Das Unternehmen ist finanziell gut fundiert und verf\u00fcgt \u00fcber eine doppelte Buchf\u00fchrung. Das Unternehmen besitzt sowohl in Berlin (bei der Firma Varia-Verlag), als auch in Leipzig (bei der Firma Robert Hoffmann) ein Auslieferungslager ihrer Verlagswaren. <a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><span class=\"Reference\">[4]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Die &#8222;neue&#8220; Firma wurde sodann am 19.5.1928 unter Register A, Band 50, pagina 22a ins Wiener Handelsregister eingetragen. Betriebsgegenstand war nunmehr: Verlags- und Versandbuchhandlung mit Ausschlu\u00df des offenen Ladenverkehrs. Die n\u00e4chste \u00c4nderung erfolgte erst im Jahre 1936, als der am 1.6.1893 im Burgenland geborene Kaufmann und Buchdruckereibesitzer B\u00e9la Hess die Firma C. Barth \u00fcbernahm (Eintragung: 24.9.1936).<\/p>\n<p>Da die Firma in &#8222;j\u00fcdischen&#8220; H\u00e4nden war, kam sie nach dem &#8222;Anschlu\u00df&#8220;, und zwar am 1. Juni 1938, offiziell unter kommissarische Verwaltung. Es wurde Pg. Dkfm. Carl Heinz Puschner, der nicht in der Verlagsbranche t\u00e4tig gewesen sein d\u00fcrfte, zum kommissarischen Verwalter bestellt (Eintragung: 21.6.1938).<\/p>\n<p>Hess, der auch Inhaber einer Buch- und Kunstdruckerei im 3. Bezirk war, wurde gezwungen, &#8222;infolge notwendiger Arisierung&#8220; seine Betriebe zu &#8222;verkaufen&#8220;. Es gelang ihm, im April 1939 nach England auszuwandern. Ein Wiedergutmachungsverfahren nach dem Zweiten Weltkrieg wurde angestrengt.<\/p>\n<p>Die Abwicklung des C. Barth Verlags zog sich aus nicht dokumentierbaren Gr\u00fcnden erheblich in die L\u00e4nge: Die amtswegige L\u00f6schung erfolgte erst am 22.6.1944.<\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading1\"><\/a> Die Produktion<\/h3>\n<p>Eine Verlagst\u00e4tigkeit des C. Barth Verlags konnte nur f\u00fcr die Zeit 1919-1921\/22 nachgewiesen werden. Insgesamt d\u00fcrften etwa 20 Werke erschienen sein, wobei alle Autoren (bis auf eine Ausnahme) \u00d6sterreicher sind und einige von ihnen den j\u00fcngeren Generation angeh\u00f6ren. Zu den Verlagsautoren z\u00e4hlten H. Frankenstein <em>(Verwegenes Spiel. Der Roman einer Ehe), <\/em>Rudolf Kalmar <em>(Vater Ramsauer), <\/em>Lenore Pany <em>(Veritas), <\/em>Pankraz Schuk <em>(Der Weg nach Mayerling. Roman eines Kronprinzen; Wiener Walzer. Roman), <\/em>A.E. Sedlmayr <em>(Das Gift der Borgia. Phantastischer Roman), <\/em>Hugo Salus <em>(Vergangenheit. <\/em>Novellen; <em>Die Beschau. Eine Ghettogeschichte. <\/em>Mit Bildern von Axel Leskoschek), Johann Ferch (u.a. <em>Am Kreuzweg der Liebe). <\/em>Nur einige Werke sind nicht Belletristik: <em>A-B-C Bilderbuch, <\/em>Richard Smekals <em>Grillparzer und Raimund. Funde und Studien, <\/em>Ubald Tartaruga (d.i. Edmund Otto Ehrenfreund) <em>Aus der Mappe eines Wiener Polizeibeamten, <\/em>Cornel Zimka, <em>Die Wahrheit \u00fcber den Tschechenstaat. <\/em>1919 k\u00fcndigte der Verlag &#8222;Eine neue Sammlung spannender Kriminal- und Detektivgeschichten&#8220; (,Argus-B\u00fccher&#8220;) an, von der ein Band pro Monat erscheinen sollte. Es ist lediglich eine Folge erschienen, und zwar von Harald Toren: <em>Der vermi\u00dfte Million\u00e4r<\/em>.<\/p>\n<p>Der neue Inhaber Landau wahrte die alte Tradition, insofern als er den &#8222;Wiener Pitival&#8220; herausgab. <a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><span class=\"Reference\">[5]<\/span><\/a><\/p>\n<p>&#8222;Aber schon im Jahre 1923 wurde die Verlagsrichtung mit der Herausgabe des <em>Lehrbuch der Reklame <\/em>von K. Lauterer vollst\u00e4ndig ge\u00e4ndert. Seither erschienen eine Reihe von Werken, die sich haupts\u00e4chlich mit jeder Art moderner Werbung besch\u00e4ftigten.&#8220; <a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><span class=\"Reference\">[6]<\/span><\/a> Ein Hinweis darauf, da\u00df der C. Barth Verlag die vorhin erw\u00e4hnte belletristische Produktion aufgab, findet sich im <em>Anzeiger: <\/em>Im Oktober 1924 gingen 12 Werke des C. Barth Verlags an den Josef Rubenstein Verlag in Wien \u00fcber. <a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\"><span class=\"Reference\">[7]<\/span><\/a><\/p>\n<h3><a id=\"Anm\"><\/a>Anmerkungen<\/h3>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref1\" target=\"text\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Quellenhinweise: Handelsgericht Wien. Register f\u00fcr Einzelfirmen, Band 5, pagina 130; Handelsgericht Wien, Register A, Band 64, pagina 217; Handelsgericht Wien. Registerakt Band 50, pagina 22a (WrStLa); Akt Gremium\/C. Barth; \u00d6Sta, AVA, BMfHuV, VVSt, Kt. 92, V.A. B\u00e9la Hess; <em>Lexikon der deutschen Verlage<\/em>. Leipzig: C. M\u00fcller Verlag, 1930, S. 310 f.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref2\" target=\"text\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Lexikon (zit. Anm. 1), S. 310.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref3\" target=\"text\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Phil. Diss. Wien 1913: Paris von der Juli- bis zur Februar-Revolution nach den Berichten der Deutschen. Landau ist am 2. August 1887 in Chrzanow, Galizien, geboren.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref4\" target=\"text\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Registerakt A 50, 221. Schreiben der Kammer an das Handelsgericht.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref5\" target=\"text\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Lexikon (zit. Anm. 1), S. 311.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref6\" target=\"text\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Ebenda.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref7\" target=\"text\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Anzeiger, Nr. 43, 24.10.1924, S. 516.<\/p>\n<hr \/>\n<h3><a id=\"Erg1\"><\/a>Erg\u00e4nzungen zur Buchver\u00f6ffentlichung von 1985<\/h3>\n<h3><a id=\"erg2\"><\/a>Literatur<\/h3>\n<ul>\n<li>Murray G. Hall:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.austrianposters.at\/2018\/08\/04\/c-barth-als-verlag-fuer-reklamefachliteratur\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">C. Barth als Verlag f\u00fcr Reklamefachliteratur<\/a>.\u00a0Beitrag auf\u00a0<em>Austrian Posters<\/em>\u00a0vom 4.8.2018.<\/li>\n<\/ul>\n<h3><a id=\"erg3\"><\/a>Erg\u00e4nzungen zur fr\u00fchen Firmengeschichte<\/h3>\n<p>Frau Stephanie B\u00fchlmann, eine Ururenkelin von Carl Barth, erforscht seit einigen Jahren ihre Familiengeschichte und hat auf Grund ihrer sehr gr\u00fcndlichen Recherchen wesentliche Informationen zusammengetragen, die nicht nur \u00fcber die Firmenangaben in Peter R. Frank\/Johannes Frimmel: Buchwesen in Wien 1750-1850. Kommentiertes Verzeichnis der Buchdrucker, Buchh\u00e4ndler und Verleger (2008) weit hinausgehen, sondern es auch erlauben, Angaben in der von mir zitierten Quelle (Lexikon der deutschen Verlage, 1930), wo die Abfolge der Vor- und Nachfahren nicht korrekt wiedergegeben ist, zu korrigieren. Ein \u201eJosef\u201c Barth lie\u00df sich z.B. bei den Recherchen von Frau B\u00fchlmann bislang nicht ermitteln, und eine entsprechende ANNO-Suche brachte \u00fcber eine solche Person nichts zutage. Die Namensgleichheit von den einzelnen Familienmitgliedern erschwert den \u00dcberblick. Frau B\u00fchlmann war so freundlich, mir die Ergebnisse ihrer Nachforschungen mitzuteilen. So kann man einen wesentlichen Fehler im zitierten Lexikon richtigstellen. Die zitierte \u201eEnkelin\u201c von Carl Barth, Friederike Smekal (geb. Benesch), heiratete 1913 mit 24 Jahren und hat, soweit bekannt, den Verlag nicht gef\u00fchrt. Wohl gef\u00fchrt hat ihn aber ihre Mutter, die auch Friederike Benesch hie\u00df und die Tochter von Carl Barth war. Nach dem Tod des Architekten und Schwiegersohnes Gerard Benesch im Jahr 1921 hat dann der Enkel Walter Benesch den Verlag bis zum Verkauf gef\u00fchrt.<br \/>\nAls weiterer Beitrag zur Geschichte des Buchwesens in Wien 1750\u20131850 und mit der freundlichen Genehmigung von Frau Stephanie B\u00fchlmann sollen die anhand gesicherter Quellen ermittelten Angaben zur Firmen- wie auch zur Familiengeschichte hier angef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>1. Franz Barth (1789 \u20131853) \u201eakademischer\u201c Kupferstecher, verheiratet 1819 mit Theresia Berger, Eltern von:<br \/>\n1.1. Carl Barth (1821\u20131902), Kupferstecher und Bilderh\u00e4ndler.<\/p>\n<p>Der Kupferstecher Franz Barth, Vater von Carl Barth, war bereits 1817 als befugter Bilder- und Spielwarenh\u00e4ndler an damaliger Adresse \u201ezu Mariahilf 28\u201c t\u00e4tig. Laut Das Wiener Heimatbuch. Wien: Austria Press, 1963, wurde Franz Barth 1784 geboren, allerdings ist er nach den Kirchenmatriken von Rossau\/Wien am 12. Juli 1789 auf die Welt gekommen. Er starb am 7. M\u00e4rz 1853 in Mariahilf. (Wiener Zeitung, 29.3.1853, S. 422, und Kirchenmatriken Mariahilf)<br \/>\nNach dem Heimatbuch soll Franz Barth an der Akademie der bildenden K\u00fcnste in Wien studiert und sich dann in Mariahilf niedergelassen haben. Nebst Heiligenbildern brachte er auch handkolorierte Gesellschaftsspiele, Ausschneidebl\u00e4tter f\u00fcr die Jugend, dann Liedflugbl\u00e4tter und andere Papierwaren heraus. Laut Wien. Musikgeschichte, Volksmusik und Wienerlied (2006) f\u00fchrte Franz Barth 1840 vermutlich als erster den Kupferstich f\u00fcr Liedflugbl\u00e4tter ein, eine Technik, die allgemein bis 1880 angewendet wurde.<br \/>\nSeine Gattin Theresia \u2013 sie starb am 16. Juli 1859 (Kirchenmatriken Mariahilf; Wiener Zeitung, 27.8.1859, S. 601) \u2013 war als \u201eSpielwaaren-Erzeugerin\u201c selbst\u00e4ndig t\u00e4tig und hatte ihr Gesch\u00e4ft in der Rauchfangkehrergasse im Schottenfeld (Neubau). Nach dem Tod von Franz Barth 1853 \u00fcbernahm sein Sohn Carl Barth (1821-1902) dessen Gesch\u00e4ft.<\/p>\n<p>1.1. Carl Borrom\u00e4us Barth, geboren am 23.6.1821, Sohn des Franz Barth und Theresia Berger, \u201ebefugter Kupferdrucker und Bilderh\u00e4ndler\u201c heiratete zum ersten Mal am 1.11.1853 Magdalena Zwettler (Quelle Kirchenmatriken). Magdalena Barth starb als \u201eKupferdruckersgattin\u201c an einer Lungen- und Bauchfellentz\u00fcndung am 15. Juli 1863 im Alter von 35 Jahren und wurde am 17. Juli bestattet. (Quellen: Kirchenmatriken Mariahilf; Siehe auch den Hinweis zum Tod in: Fremden-Blatt, 19.7.1863, o.S.). Nach ihrem Tod heiratete Carl Barth am 24.10.1863 in Mariahilf seine zweite Frau, Antonia Thiel (Laut Kirchenmatriken). Carl Barth starb 1902, und der Verlag wurde zun\u00e4chst von seiner zweiten Ehefrau, Antonia Barth, weitergef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Carl Barth und Antonia, geb. Thiel, waren die Eltern von mindestens einer Tochter.<br \/>\n1.1.1. Friederike Antonia Benesch (geb. Barth), geboren am 19.6.1868 in Mariahilf, Windm\u00fchlgasse 26 (Quelle Kirchenmatriken), heiratete den Architekten Gerard Ferdinand Benesch um das Jahr 1886 (verstorben April 1921). Ab ca. 1900 war der Carl Barth Verlag an der Gumpendorferstrasse 51, wo auch der Schwiegersohn Gerard Benesch sein B\u00fcro hatte.<\/p>\n<p>Friederike Antonia und Gerard Benesch waren die Eltern von Carl Barth&#8217;s Enkeln:<br \/>\n1.1.1.1. Melanie Benesch, 18.5.1888\u201322.10.1899 (Wien)<br \/>\n1.1.1.2. Friederike Smekal, geb. Benesch, 2.10.1890\u201322.10.1968 (Wien)<br \/>\n1.1.1.3. Lucy de Barros, geb. Benesch, 20.11.1893\u201331.1.1989 (Bern)<br \/>\n1.1.1.4. Walter Benesch, geb. ca. 1896 (?)<\/p>\n<p>(Juli 2019)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>C. Barth-Verlag (Wien) [1] Die Produktion Anmerkungen Erg\u00e4nzungen zur Buchver\u00f6ffentlichung von 1985 Literatur Zur fr\u00fchen Firmengeschichte Die sporadisch als Verlag betriebene Firma C. Barth hat eine abwechslungsreiche Geschichte. Sie wurde im Jahre 1816 von einem Bilderh\u00e4ndler und Kupferdrucker gleichen Namens in Gumpendorf gegr\u00fcndet. Am 4.12.1863 wurde die Firma ins Wiener\u2026<\/p>\n<p> <a class=\"continue-reading-link\" href=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=199\"><span>Continue reading<\/span><i class=\"crycon-right-dir\"><\/i><\/a> <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":149,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-199","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/199","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=199"}],"version-history":[{"count":12,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/199\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2769,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/199\/revisions\/2769"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/149"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=199"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}