{"id":228,"date":"2015-09-03T20:21:09","date_gmt":"2015-09-03T18:21:09","guid":{"rendered":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=228"},"modified":"2016-08-11T17:52:45","modified_gmt":"2016-08-11T15:52:45","slug":"burgverlag","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=228","title":{"rendered":"Burgverlag"},"content":{"rendered":"<h3>Burgverlag (Wien) <a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><span style=\"font-size: 0.7em; vertical-align: top;\">[1]<\/span><\/a><\/h3>\n<h6><\/h6>\n<ul class=\"overview\">\n<li class=\"overview\"><a class=\"none\" href=\"#Heading1\" target=\"_self\">Produktion<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a href=\"#anm1\">Anmerkungen<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a href=\"#erg1\">Erg\u00e4nzungen zur Buchver\u00f6ffentlichung von 1985: Illustrationen<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"zitat\">Im Burgverlag, einem der wenigen unter den vielen neuen Gr\u00fcndungen im Wiener Verlagsbuchhandel, dessen T\u00e4tigkeit Vertrauen einfl\u00f6\u00dfen und Zustimmung verlangen darf &#8230; <a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><span class=\"Reference\">[2]<\/span><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/burgverlag2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1012\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/burgverlag2.jpg\" alt=\"Burgverlag Signet\" width=\"170\" height=\"175\" srcset=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/burgverlag2.jpg 917w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/burgverlag2-292x300.jpg 292w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/burgverlag2-146x150.jpg 146w\" sizes=\"auto, (max-width: 170px) 100vw, 170px\" \/><\/a>Der &#8222;Burgverlag Richter und Z\u00f6llner&#8220;, wie die Firma in ihrer ersten Rechtsform genau hie\u00df, wurde am 15. J\u00e4nner 1920 in Wien gegr\u00fcndet. Etwa zwei Monate sp\u00e4ter wurde die auffallende Bildmarke &#8222;Burg&#8220; als erstes von mehreren Signets unter rechtlichen Schutz gestellt. <a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><span class=\"Reference\">[3]<\/span><\/a> Erst am 24. November 1922 wurde die Firma unter Register A, Band 69, pagina 145 ins Wiener Handelsregister eingetragen. Der Betriebsgegenstand der Firma war der Verlags- und Versandbuchhandel mit Ausschlu\u00df des offenen Ladenverkehrs. Das erste Gesch\u00e4ftslokal war in Wien I., Habsburgergasse 7. Anl\u00e4\u00dflich der handelsgerichtlichen Protokollierung schied einer der zwei Gesellschafter, n\u00e4mlich Karl Richter aus der Firma aus. Zur\u00fcck blieb Ferdinand Z\u00f6llner als Alleininhaber der Einzelfirma &#8222;Burgverlag Ferdinand Z\u00f6llner&#8220;. Nun verlegte Z\u00f6llner den Firmensitz nach Wien I., Naglergasse 28. <a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><span class=\"Reference\">[4]<\/span><\/a> Z\u00f6llner war, wie Hermann R. Leber schreibt, &#8222;eines jener Originale, wie sie nur der Antiquariatsbuchhandel hervorbringt. Er hatte lange Jahre in einem Leipziger Antiquariate verbracht [und war] in der ,Klassischen Abteilung&#8216; t\u00e4tig (&#8230;).&#8220;<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><span class=\"Reference\">[5]<\/span><\/a> Als stiller Teilhaber &#8211; er scheint im Handelsregister nicht auf &#8211; trat ein junger Schriftsteller namens Bruno Brehm (1892-1974) mit einem &#8222;Darlehen&#8220; in der ansehnlichen H\u00f6he von S 17.500 in den Verlag ein. <a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><span class=\"Reference\">[6]<\/span><\/a> Dazu Brehm viele Jahre sp\u00e4ter:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Ich trat in einen Verlag ein (der Josef Weinhebers ersten Roman und seinen zweiten Gedichtband herausgab) und verlor dort das Geld meiner Frau. Wir hatten schon zwei Kinder, und ich wu\u00dfte wirklich nicht, ob ich blo\u00df ein Pechvogel oder auch ein Lump sei. <a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\"><span class=\"Reference\">[7]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Auf Brehm kommen wir noch in Zusammenhang mit der &#8222;literarischen Verwertung&#8220; des Burgverlags zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Bis Juli 1925 f\u00fchrte Z\u00f6llner den Verlag mehr schlecht als recht allein weiter, dann wurde der Burgverlag vom M\u00fcnchner Kunsth\u00e4ndler und Verleger Oscar Camillo Recht und dem Schriftsteller und Lokalhistoriker Adolf Schmieger (1883-1929) erworben. Gleichzeitig wurde die Firma &#8222;Burgverlag Ferdinand Z\u00f6llner&#8220; am 28. August 1925 aus dem Handelsregister gel\u00f6scht und die Nachfolgefirma &#8222;Burgverlag Recht &amp; Schmieger&#8220; ins Handelsregister eingetragen. Von nun an ging es mit dem Verlag wider Erwarten nur mehr bergab. Vor der \u00dcbernahme im Juli 1925 sprach Z\u00f6llner von Schulden in der H\u00f6he von ca. 200 Millionen Kronen. &#8222;In kurzer Zeit stellte sich aber heraus, da\u00df statt 200 Millionen Kronen Passiven in fast doppelter H\u00f6he vorhanden waren, wodurch der Betrieb an sich bedeutend erschwert wurde. Dazu kam noch, da\u00df die allgemeine Stagnation auch auf den Buchhandel ihre Wirkung aus\u00fcbte, ja denselben geradezu zerst\u00f6rend beeinflu\u00dfte, da das Buch f\u00fcr die breiten Massen zum Luxusartikel wurde. Vornehmlich in Wien \u00e4u\u00dferte sich die triste allgemeine Gesch\u00e4ftslage noch viel st\u00e4rker auf den Buchhandel und damit auf das Verlagsgesch\u00e4ft als in Deutschland, so da\u00df selbst gro\u00df angelegte Unternehmungen derselben Branche wie die \u201aWila&#8216; und der Rikola-Verlag, wie aus Zeitungsnachrichten allgemein bekannt, ihren Betrieb einstellen mu\u00dften.&#8220; <a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\"><span class=\"Reference\">[8]<\/span><\/a> Im Fr\u00fchjahr 1926 &#8211; es ist gerade das allerletzte Verlagserzeugnis erschienen &#8211; scheidet der Gesellschafter O.C. Recht aus der Firma aus, die nun (16. April 1926) zum letzten Mal den Firmawortlaut in &#8222;Burgverlag Adolf Schmieger&#8220; \u00e4ndert. Recht scheidet aus der Firma aus, ohne allerdings die Einlage einzubringen, zu der er sich Schmieger gegen\u00fcber verpflichtet hatte. Banken sperren alle Kredite, es hagelt Klagen und Exekutionsf\u00fchrungen, so da\u00df Schmieger nach einigen Wochen nur eines \u00fcbrigbleibt, n\u00e4mlich die Zahlungseinstellung zu erkl\u00e4ren und den Ausgleich anzumelden. Die Passiven liegen bei S 58.286, die Aktiven bei S 25.377. Hiernach wechselt der Verlag mehrmals die Adresse: im Juni 1926 gibt der Verlag im <em>Anzeiger <\/em>bekannt, da\u00df er seine Gesch\u00e4ftsr\u00e4ume nach Wien VIII., Lammgasse 2 verlegt habe. 1927 sind sie in Wien VIII., Josefst\u00e4dterstra\u00dfe 23 untergebracht.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/burgverlag3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1014\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/burgverlag3.jpg\" alt=\"Burgverlag Signet\" width=\"320\" height=\"165\" srcset=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/burgverlag3.jpg 2311w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/burgverlag3-300x155.jpg 300w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/burgverlag3-1024x530.jpg 1024w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/burgverlag3-250x129.jpg 250w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/burgverlag3-150x78.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Drei Monate nach Er\u00f6ffnung des Ausgleichsverfahrens beim Handelsgericht Wien zieht der Verlag seinen Ausgleichsantrag zur\u00fcck. Es sind nicht genug Mittel vorhanden. Im Juli beantragt ein Hauptgl\u00e4ubiger beim Handelsgericht die Er\u00f6ffnung des Konkursverfahrens \u00fcber die Firma &#8222;Burgverlag Adolf Schmieger&#8220;. <a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\"><span class=\"Reference\">[9]<\/span><\/a> Es geschieht mit dem Verlag nun l\u00e4ngere Zeit \u00fcberhaupt nichts. Am 12. August 1929 stirbt der Inhaber Adolf Schmieger im Alter von nur 46 Jahren. Beh\u00f6rdlicherseits r\u00fchrt sich etwas erst sechs Jahre sp\u00e4ter, als das Konkursverfahren am 18. Juni 1935 mangels Deckung der Kosten aufgehoben wird. Am 10. September 1935 &#8211; also gut neun Jahre nach dem Untergang des Burgverlags &#8211; wird die Firma aus dem Handelsregister gel\u00f6scht.<\/p>\n<p>Dieser eher trockenen Darstellung des kontinuierlichen Niedergangs eines jungen Wiener Verlags stehen zwei komplement\u00e4re &#8222;Verlagsgeschichten&#8220; zur Seite. Obwohl der Burgverlag, wie wir an sp\u00e4terer Stelle auch sehen werden, keine au\u00dferordentliche verlegerische Leistung erbrachte, kommt es im Verlagsleben der Ersten Republik sonst nicht vor, da\u00df zwei Autoren, die zudem mit Verlagsinterna vertraut waren, ihren Verlag als Vorlage zur literarischen Darstellung, zur Dichtung, gebrauchen. Es handelt sich hier um den bereits erw\u00e4hnten Bruno Brehm, der dem Burgverlag einen ganzen Roman widmet, und Josef Weinheber, der nach dem Mi\u00dferfolg seines ersten Lyrikbandes <em>Der einsame Mensch <\/em>im E.P. Tal Verlag (1920) \u00fcber eine Empfehlung Robert Hohlbaums<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\"><span class=\"Reference\">[10]<\/span><\/a> zum Burgverlag stie\u00df und hier seinen ersten Roman <em>Das Waisenhaus <\/em>(1925) und seinen zweiten Lyrikband <em>Von beiden Ufern <\/em>(1923) ver\u00f6ffentlichen konnte.<\/p>\n<p>1925 erschien im Burgverlag eine Verlagsgeschichte eigener Art &#8211; <em>Der Sturm auf den Verlag <\/em>&#8211; und wurde vom jungen Verlagsfinanzier Brehm unter dem Pseudonym Bruno Clemens herausgebracht. Dieses Werk stellt zugleich seine erste Buchver\u00f6ffentlichung und eine humoristische Abrechnung mit der eigenen tragikomischen Erfahrung als Pseudoverleger dar. Man vergleiche z.B. den vorhin zitierten R\u00fcckblick Brehms (&#8222;Ich trat in einen Verlag &#8230;&#8220;) mit dem Anfang des Romans <em>Der Sturm auf den Verlag: <\/em><\/p>\n<p class=\"zitat\">Warum ich aus Wien geflohen bin, wollen Sie wissen? Weil ich fliehen mu\u00dfte: Schulden waren mir \u00fcber den Kopf gewachsen. (&#8230;) Ich hatte im Herbst vergangenen Jahres eine Erbschaft von einer alten Tante in B\u00f6hmen gemacht und mit diesem Geld im J\u00e4nner den Sieben Gipfel-Verlag gegr\u00fcndet. Die ersten Werke, zu denen ich mich \u00fcberreden lie\u00df und die mein Geld zum gr\u00f6\u00dften Teil verschlungen hatten, lagen alle schwer wie Blei im Magazin und gingen nicht. (S. 5) <a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\"><span class=\"Reference\">[11]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Die Anspielung auf die Bildmarke bzw. die diversen Signets des Burgverlags mit den &#8222;Gipfeln&#8220; ist un\u00fcbersehbar. Und es gibt in der Roman- bzw. Persiflagehandlung so manchen Realit\u00e4tsbezug, der aus der eigentlichen Verlagsgeschichte bzw. Produktion ersichtlich wird. <a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\"><span class=\"Reference\">[12]<\/span><\/a> Die Handlung verl\u00e4uft kurz umrissen folgenderma\u00dfen: Der Jungverleger G.A. Hutter f\u00fchrt einen schlechtgehenden Verlag, ja er produziert sogenannte &#8222;Bumerang-B\u00fccher&#8220;: &#8222;Ich konnte sie versenden, wohin ich wollte, sie kehrten immer wieder.&#8220; (S. 17) Er entwirft den satanischen Plan, einen &#8222;Luftschlo\u00dfverlag&#8220; aufzubauen, gibt f\u00fcr eine Anzeigenkampagne gro\u00dfe Summen aus, in der Hoffnung, da\u00df diese sich rasch amortisierten, und gr\u00fcndet eine gro\u00dfe &#8222;Deutsche Bibliothek&#8220; und einen zweiten Verlag, &#8222;Pneuma-Verlag&#8220; genannt, um hier eine Kunstzeitschrift zu ver\u00f6ffentlichen. Es geht Hutter vor allem darum, den Autoren Geld zu entlocken. Einsender werden aufgefordert, mit der Hand geschriebene Manuskripte um 50 Schilling in die Maschine schreiben zu lassen und Vorauszahlungen zu leisten. Verleger Hutter wird mit Einsendungen \u00fcberschwemmt:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Aber der Zustrom der Manuskripte wollte nicht versiegen. Nach einer Woche hatten wir 528 B\u00e4nde lyrische Gedichte, 156 Romane, 279 humoristische Werke, 37 Kriegserinnerungen, 48 B\u00fccher gegen den Krieg, 10 Werke gegen den Sozialismus, 33 Verbesserungsvorschl\u00e4ge f\u00fcr den Sozialismus, 34 Alpenerinnerungen, Faltbootfahrten, Fu\u00dfballerlebnisse und 92 Lebensreformwerke. (13 B\u00fccher allein wollten die Unzucht und Schundliteratur mit anderer Schundliteratur bek\u00e4mpfen.) (S. 120)<\/p>\n<p>Und Hutter kassiert dementsprechend:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Bisher waren f\u00fcr ungef\u00e4hr tausend Manuskripte die Betr\u00e4ge eingegangen, was 50.000 Schillinge ausmacht. Der kleine Annonceagent hatte durch intensive Arbeit schon \u00fcber 25.000 Schilling eingenommen (&#8230;). (S. 121)<\/p>\n<p>Als er nach Abzug seiner Spesen alles zusammenrechnete, blieben ihm &#8222;122.000 Schillinge, mit denen ich zu fliehen beschlo\u00df&#8220; (S. 129). Doch kurz vor dem Flug nach Bukarest bestellt er alle Autoren in das Verlagsb\u00fcro f\u00fcr eine bestimmte Zeit. Da liefern sie sich eine wahre &#8222;Schlacht um den Verlag&#8220;. Was das eingelaufene Papier betrifft, so hat der Fl\u00fcchtling vorgesorgt: &#8222;Die Riesenst\u00f6\u00dfe mit Manuskripten waren bereits an Altpapierh\u00e4ndler verkauft&#8220; (S. 129).<\/p>\n<p>Wiewohl es schwer ist, Wahrheit von Fiktion zu trennen, wendet sich der Grundtenor der Persiflage gegen die Art von B\u00fcchern, die der Burgverlag anno 1924 zu produzieren pflegte, n\u00e4mlich Viennensia und Schriften von universit\u00e4tsnahen Institutionen. Bei Weinheber lernen wir den Verlag von der Autorseite kennen.<\/p>\n<p>Mit 1. J\u00e4nner 1928 \u00fcbernahm der Krystall-Verlag des Dr. Franz Juraschek (s.d.) die Herausgeberschaft der vom Volksbildungshaus Wiener Urania ins Leben gerufenen und bislang redigierten Monatsschrift <em>Der neue Pflug. <\/em>Und vom ersten Heft im J\u00e4nner 1928 an erschien in Fortsetzungen und gek\u00fcrzt die Erstver\u00f6ffentlichung eines Wiener Romans von Josef Weinheber, <em>Der Nachwuchs. <\/em>&#8222;Es ist uns nun gelungen&#8220;, liest man in der Vorbemerkung,<\/p>\n<p class=\"zitat\">sein zweites gro\u00dfes Prosawerk zu erwerben, einen Roman, der besonders durch das farbig und lebensecht geschilderte Milieu allgemeinem Interesse in unserem Leserkreise begegnen wird: Auf dem Boden Wiens, in dem Bereich der traditionsbewahrenden ,enteren Gr\u00fcnd&#8216; spielt der Roman. <a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\"><span class=\"Reference\">[13]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Dieser Roman trug sp\u00e4ter den definitiven Titel <em>Paradies der Philister. <a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\"><span class=\"Reference\">[14]<\/span><\/a><\/em> Der Verlag, um den sich ein Teil der Handlung dreht, hei\u00dft bei Weinheber &#8222;Hanim-Verlag&#8220;. Friedrich Jenaczek entschl\u00fcsselt diesen Firmanamen so: Hanim setzt sich aus HAwenit (= Z\u00f6llner) und Dr. NIMlieb (= Dr. Bruno Brehm) zusammen. <a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\"><span class=\"Reference\">[15]<\/span><\/a> In der Erstver\u00f6ffentlichung dieses Romans 1928 im <em>Neuen Pflug <\/em>wie auch in <em>Paradies der Philister <\/em>tr\u00e4gt das sechste Kapitel die \u00dcberschrift &#8222;Handelt sozusagen von Literatur&#8220;. <a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\"><span class=\"Reference\">[16]<\/span><\/a> Der junge Autor G\u00fcnther Rappolt sucht einen Verlag f\u00fcr sein neues Werk <em>Die Kugelperspektive <\/em>und spricht dar\u00fcber mit dem &#8222;Plebejer Johann Christian Wimmer&#8220;:<\/p>\n<p class=\"zitat\">\u201aIch w\u00fcnsche also einen Verleger f\u00fcr das Werk, m\u00f6chte aber, Sie verstehen, nicht hausierengehen damit. Es ist, denke ich mir, vielleicht auch ein bi\u00dfchen schwierig, weil es sich eben um eine ausgesprochen wissenschaftliche Sache handelt, die naturgem\u00e4\u00df nicht das allgemeine Interesse des Publikums in dem Ma\u00dfe beanspruchen kann wie ein Unterhaltungsroman. (&#8230;) Und w\u00fc\u00dften Sie mir da vielleicht einen Verlag in Wien?&#8220; ,Aber ja, gleich ums Eck. Sozusagen. In der Naglergassen. Hanim-Verlag.&#8220; (&#8230;) G\u00fcnther war m\u00fcrbe. Wie alle Erstlingsautoren war er, da er die Hoffnungslosigkeit, sein Buch auf normale Art an den Verleger zu bringen, eingesehen hatte, zum Letzten bereit, um nur die Geburt seines Werkes, die ihm mit jeder Ablehnung notwendiger zur Best\u00e4tigung seines Talents, seiner Weitf\u00e4higkeit, ja seines Lebens schlechtweg erschien, durchzusetzen. Vornehm verzichtete man auf jedes Honorar, ja, war bereit, die Kosten der Auflage selbst zu bezahlen, wenn nur nach au\u00dfenhin ein Verlag f\u00fcr die Herausgabe des Buches zeichnete. (&#8230;) Johann Christian Wimmer trank aus, G\u00fcnther zahlte, und dann ging&#8217;s in den Verlag. Sie brauchten nur \u00fcber den Platz Am Hof zu gehen, im Zickzack durch die Buden. In dem Eckhaus Heidenschu\u00df 1, im ersten Stock, war der Verlag. Da war schon die Blechtafel neben der Glast\u00fcr, durch die man unmittelbar zu einer Treppe gelangte, von der im Halbstock, von einer Art offenen kleinen Vorzimmers aus, (links eine T\u00fcr in den Hanimverlag f\u00fchrte. (&#8230;) &#8222;Servus Hawenit!&#8220; begr\u00fc\u00dfte Wimmer den Walro\u00dfbart. &#8222;Da bring&#8216; i dir den Ingenieur-Architekten Herrn G\u00fcnther Rappolt, sucht ein&#8216; Verleger f\u00fcr sein hochwissenschaftliches Werk ,Die Kugelperspektive&#8216;.&#8220;<br \/>\nDabei zwinkerte Wimmer dem Samtrock heimlich und beziehentlich zu.<br \/>\nJetzt stand der Mann vom Schreibtisch auf, wand sich zu G\u00fcnther durch und sagte in rasch erwachter H\u00f6flichkeit: &#8222;Meun Name \u00f6st Hawenit. F\u00f6rdinand Hawenit, es froit mich, da\u00df S\u00f6 in unseren Verlach gefunden haben.&#8220;<br \/>\nG\u00fcnther verbeugte sich gemessen. &#8222;Sie sind der Verleger?&#8220;<br \/>\n&#8222;Jawoll, meun Herr, ich bin der Verl\u00e4cher. Wollen S\u00f6 sich bitte weuter bem\u00fchen.&#8220;<\/p>\n<p>Der Verleger Hawenit ist mit einer Ver\u00f6ffentlichung sofort einverstanden:<\/p>\n<p class=\"zitat\">&#8222;Warum n\u00f6cht? Ich schmeuchle mir, eun Mann von M\u00e4nschenkenntnis zu sein. Ich s\u00e4he den Autor, und kenne das W\u00e4rk. Ich habe Sie ges\u00e4hen. Es gen\u00fccht mir. &#8211; Wann kann ich das Manoskr\u00f6pt haben, H\u00e4rr Architekt?&#8220;<\/p>\n<p>Und was die Auflage betrifft, so ist Hawenit sehr gewieft:<\/p>\n<p class=\"zitat\">&#8222;Drucken tu ich nat\u00fcrlich nur f\u00fcnfhundert, schad&#8217;s ums Papier, kalkulieren werden wir zweitausend. Zahl&#8217;n soll er tausend, die Klischees eingerechnet, machen wir ganz ein gutes Gesch\u00e4ft. Hausieren soll er sich dann selber gehn mit dem Schmarrn, wenn er einmal herau\u00dfen ist.&#8220;<\/p>\n<p>So weit Weinhebers Persiflage von Ferdinand Z\u00f6llner und seinem Burgverlag. Wie Brehm berichtet, <a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\"><span class=\"Reference\">[17]<\/span><\/a> gingen Weinhebers B\u00fccher im Burgverlag nicht, aber diese waren nicht die einzigen!<\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading1\"><\/a> Die Produktion<\/h3>\n<p>Die Produktion des Burgverlags in den Jahren 1921-26 umfa\u00dfte ca. 32 Titel, und wenn man \u00fcberhaupt von einem Schwerpunkt sprechen kann, so lag der Akzent auf &#8222;Wienerischem&#8220; und &#8222;Heimatb\u00fcchern&#8220;. Die Jahresproduktion entwickelte sich beim Burgverlag folgenderma\u00dfen: 1921: 4 Publikationen; 1922: 6; 1923: 6; 1924: 12; 1925: 3; 1926: 1. Was &#8222;Wienerisches&#8220; betrifft, so sind es zwei Autoren, die besonders hervorgetreten sind: Rudolf St\u00fcrzer und Alfred Gerstenbrand. Von St\u00fcrzer allein erschienen folgende sechs B\u00fccher:<\/p>\n<p><em>Die Lamplgasse. Heiteres Kunterbunt aus der Wiener Vorstadt. <\/em>Mit 34 Bildern von Alfred Gerstenbrand. Anhang: Erkl\u00e4rung der mundartlichen Ausdr\u00fccke (1921). (Aufl. <em>10.000) Auf stolzen Rossen und andere lustige Geschichten. <\/em>Umschlag von Oskar Laske (1922). <em>Der tote Hund und andere lustige Geschichten. <\/em>Umschlag von Oskar Laske (1923). <em>Engelszungen. <\/em>Umschlag von Erichsen (1924). <em>Szenen und Gespr\u00e4che. <\/em>(1924). <em>Schwankende Gestalten. <\/em>Einband nach einem Entwurf von Franz Probst (1926) und von Alfred Gerstenbrand folgende zwei:<\/p>\n<p><em>Die Leut vom 22er Haus (1922). Aus dem halbvergangenen Wien. <\/em>Originallithographien von Alfred Gerstenbrand. 20 Blatt in Folio (1921). Der Rest der Belletristik setzte sich aus Alpenl\u00e4ndischem und Lokalem zusammen und erinnert stark an die zitierte Passage aus dem Roman <em>Der Sturm auf den Verlag <\/em>(1925). So erschienen B\u00fccher wie <em>Die Weiber von Schorndorf <\/em>Schauspiel von Franz Sommer (1924), Hans Stifteggers <em>Die Rax. <\/em>Ein Wiener Volksst\u00fcck in vier Akten (1921), Fritz St\u00fcber-Gunthers <em>Das Wirtshaus an der Gams. <\/em>Eine heitere Geschichte (1922), Franz Turbas <em>Die Alpenweise <\/em>(1924) und <em>Der verzauberte Ziegenbock und andere heitere Dorfgeschichten aus \u00d6sterreich <\/em>(1924), <em>Frau Haberditzl. <\/em>Wiener Vorstadtgeschichten von Joseph Vincenz (d.i. Jerzabek) (1923) usw. Zu den bereits erw\u00e4hnten B\u00fcchern Weinhebers und Brehms kommt noch <em>Roland. Roman aus dem karolingischen Zeitalter<\/em> (1923) von Karl Wache.<\/p>\n<p>In den Anfangsjahren unter Richter und Z\u00f6llner bestand eine Verbindung zur weltber\u00fchmten Kunstgewerbeschule des \u00d6sterreichischen Museums in Wien. 1922 erschien eine h\u00fcbsche Ver\u00f6ffentlichung der Klasse f\u00fcr Jugendkunst: <em>Weihnacht. <\/em>Vierzehn farbige Original-Steinzeichnungen. Im selben Jahr erschien das Buch <em>Der Formwille der Zeit in der angewandten Kunst <\/em>von dem Kunsthistoriker L.W. Rochowanski. Die einzige weitere Publikation des Burgverlags auf diesem Gebiet kam 1925 heraus: Richard Rothe, <em>Das M\u00e4rlein vom Wunderscherlein. Ein Besch\u00e4ftigungsbuch f\u00fcr gro\u00dfe und kleine Kinder. <\/em>Aber es gab auch Verlagskuriosit\u00e4ten, die den bereits umrissenen Rahmen sprengten. So kam 1923 das Werk <em>Bei der Wiener Roten Garde <\/em>von Peter Waller im Burgverlag heraus. 1921 brachte man die \u00dcbersetzung <em>Der babylonische Talmud <\/em>von Nivard Schl\u00f6gl auf den Markt, ein Jahr danach \u00fcbersetzte Schl\u00f6gl die Bibel neu: <em>Die heiligen Schriften des Alten Bundes. <\/em>Aus dem kritisch wiederhergestellten hebr\u00e4ischen Urtexte \u00fcbersetzt und kurz erl\u00e4utert. Zwei B\u00e4nde. <a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\"><span class=\"Reference\">[18]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Der Burgverlag versuchte sein Gl\u00fcck auch mit drei verschiedenen Reihenwerken. 1923 startete man die Reihe <em>Urgeschichtliche Volksb\u00fccher. <\/em>Im Auftrage der Wiener pr\u00e4historischen Gesellschaft, herausgegeben von Univ.Prof. Dr. Oswald Menghin. Band 1, der es zu einer Auflage von 7.000 Exemplaren brachte, stammte von Gustav Kraitschek und hie\u00df <em>Rassenkunde mit besonderer Ber\u00fccksichtigung des deutschen Volkes, vor allem der Ostalpent\u00e4ler. <\/em>Band 2, <em>Urgeschichte Wiens <\/em>von Oswald Menghin und Viktor Wanschura, kam 1924 heraus.<\/p>\n<p>Die 1924 begonnene Reihe <em>Volkskundliche B\u00fccherei, <\/em>herausgegeben vom Verein f\u00fcr Volkskunde in Wien, brachte es nur auf einen Band, n\u00e4mlich <em>Einf\u00fchrung in die Volkskunde <\/em>von Michael Haberlandt.<\/p>\n<p>Die letzte Serie war die 1924 gestartete<em> Deutsch\u00f6sterreichische B\u00fccherei. <\/em>In dieser Reihe erschienen im selben Jahr vier B\u00e4nde mit sehr unterschiedlichen Themen. Sie reichen von <em>Wiener Hauszeichen und Ladenschilder, Drei Hundert Jahre Wiener Humor in Prosa <\/em>bis zu <em>Lieder der Einsersch\u00fctzen <\/em>und <em>Bankenwesen in \u00d6sterreich. <\/em>Alles in allem zeigt die Produktion des Burgverlags vielleicht durch den oftmaligen Besitzerwechsel eine sehr bunte Mischung, mit der er allerdings nicht lange im Gesch\u00e4ft bleiben konnte.<\/p>\n<p>Zwischen 1921 und 1925 wurden insgesamt vier Signets oder Bildmarken verwendet. Es ist nur in einem Falle mit Sicherheit bekannt, wer das Signet entwarf. Das 1922 gebrauchte Signet stammt von Alfred Gerstenbrand. Zu den K\u00fcnstlern, die Buchschmuck f\u00fcr den Burgverlag anfertigten, z\u00e4hlen neben Gerstenbrand Fritz Gareis (*1872), Karl A. Wilke (*1879), Franz Probst, Edwin Grienauer (*1893), Richard Rothe und Oskar Laske (*1874).<\/p>\n<h3 id=\"anm1\"><a class=\"none\" name=\"Heading2\"><\/a> Anmerkungen<\/h3>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref1\" target=\"text\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Quellenhinweise: Handelsgericht Wien, Registerakt A 69, 145 (WrStLa); Handelsgericht Wien, Ausgleich Sa 280\/26 (Akt; WrStLa); Konkurs S 159\/26 v. 12.10.1926 (WrStLa); siehe auch die folgenden Angaben.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref2\" target=\"text\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> DR. JOSEPH PAPESCH, Gute und andere B\u00fccher. In:<em> Alpenl\u00e4ndische Monatshefte, <\/em>(Graz)<em>, <\/em>1. Jg., 1924, 11. Heft, November 1924, S. 718-720; bes. S. 719. Vgl. dazu: Der Burgverlag in Wien, In: <em>\u00d6sterreichische Woche <\/em>(Wien), hg. Roderick M\u00fcller-Guttenbrunn, 1. Jg., Heft 37, 14.12.1924, S. 19.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref3\" target=\"text\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> <em>\u00d6sterreichischer Zentral-Marken-Anzeiger. <\/em>Hg. vom Staatsamt f\u00fcr Handel und Gewerbe, Industrie und Bauten, Wien, Nr. 3, 1920, ausgegeben am 5. Juli 1920, S. 89. Tag der Eintragung war der 29.3.1920.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref4\" target=\"text\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> <em>Anzeiger, <\/em>Jg. 1922-23, Nr. 12, 26.1.1923, S. 2.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref5\" target=\"text\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> HERMANN R. LEBER, Josef Weinheber als Sammler und Bibliophile. In: <em>Das Antiquariat <\/em>(Wien), VIII. Jg., Nr. 5\/6, 10.3.1952, S. 1.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref6\" target=\"text\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Handelsgericht Wien. Ausgleich Sa 280\/26 (WrStLa). Gl\u00e4ubigerforderung Dr. Bruno Brehm. Die Forderung wurde nicht anerkannt, da Brehm als Mitinhaber galt. Seine beim Konkurs auf S 15.000 reduzierte Forderung wurde ebenfalls nicht anerkannt.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref7\" target=\"text\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Zitiert nach HERBERT G\u00dcNTHER, <em>Leben und Werk des Dichters. In: Buch des Dankes. Bruno Brehm zum f\u00fcnfzigsten Geburtstag<\/em>. Karlsbad\/Leipzig: Adam Kraft Verlag, 1942, S. 348-362; hier S. 352. Bei G\u00fcnther fehlt eine genaue Quellenangabe. Die Kinder Brehms waren 1924, 1925 und 1930 geboren worden.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref8\" target=\"text\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Antrag des Verlagsinhabers Adolf Schmieger vom 19. April 1926 auf Er\u00f6ffnung des Ausgleichsverfahrens \u00fcber die Firma \u201aBurgverlag Adolf Schmieger&#8216;. (Siehe Anm. 6.) Zu den vielen Gl\u00e4ubigern z\u00e4hlt interessanterweise ein gewisser Rechtsanwalt namens Dr. Arthur Seyss-Inquart, Wien 1, Am Hof 5.)<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref9\" target=\"text\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Handelsgericht Wien. Konkursakt S. 159\/56 (WrStLa).<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref10\" target=\"text\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Siehe den Brief Weinhebers an Leo Perutz von Anfang 1923: &#8222;Der Burgverlag, an den mich seinerzeit R. Hohlbaum empfohlen hat, hat sich angeboten, einen Band Gedichte von mir herauszugeben!&#8220; JOSEF WEINHEBER, S\u00e4mtliche Werke. Hg. von JOSEF NADLER und HEDWIG WEINHEBER. V. Band: Briefe. Salzburg: Otto M\u00fcller Verlag, 1956, S. 39. Hohlbaum hat im Burgverlag nichts ver\u00f6ffentlicht. Auch Robert Musil wu\u00dfte vom Wert einer Empfehlung Hohlbaums: &#8222;Eine Empfehlung von Hohlbaum bedeutet gro\u00dfen Absatz.&#8220; (ROBERT MUSIL, <em>Tageb\u00fccher<\/em>. Hg. ADOLF FRIS\u00c9. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Verlag, 1976, Band 1, S. 624.)<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref11\" target=\"text\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> BRUNO CLEMENS, <em>Der Sturm auf den Verla<\/em>g. Mit Bildern und Umschlag von Oskar Laske. Wien: Burgverlag, 1925. (144 S.) Siehe dazu noch Brehm schriftlich an Dr. Friedrich Jenaczek, Herausgeber der S\u00e4mtlichen Werke Weinhebers, in: S\u00e4mtliche Werke. V. Band: Prosa II. Romane und Romanfragmente. Neu hg. von FRIEDRICH JENACZEK. Salzburg: Otto M\u00fcller Verlag, 1976, S. 754, Anm. zu S. 479.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref12\" target=\"text\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Clemens, recte Brehm, verewigte zwei Lokalhistoriker in diesem Roman: Emil Bl\u00fcmml als &#8222;Herr Pril&#8220; und Gustav Gugitz als &#8222;Herr Glas&#8220;.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref13\" target=\"text\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> <em>Der neue Pflug. <\/em>Monatsschrift der Wiener Urania, II. Jg., Heft 12, Dezember 1927.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref14\" target=\"text\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Zu den verschiedenen Textstufen, zur Entstehung sowie zu den Titel\u00e4nderungen siehe die Ausf\u00fchrungen Friedrich Jenaczeks (Anm. 11), S. 708 ff. Der vollst\u00e4ndige Text des Romans findet sich in diesem Band.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref15\" target=\"text\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Ebenda, S. 751.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref16\" target=\"text\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> <em>Der neue Pflug, <\/em>III. Jg., Juli 1928, S. 43 ff.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref17\" target=\"text\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> BRUNO BREHM, Wie ich ihn kennen lernte. In: HEINRICH ZILLICH (Hg.), <em>Bekenntnis zu Josef Weinheber. Erinnerungen seiner Freund<\/em>e. Salzburg: Akademischer Gemeinschaftsverlag, 1950, S. 21-28: &#8222;(&#8230;) War das damals eine sch\u00f6ne Zeit? Es war ganz und gar keine sch\u00f6ne Zeit. Bei Tag mu\u00dfte ich ein Manuskript nach dem anderen lesen, wie es der Kompagnon aus der mittleren Lade herausholte und mir hin\u00fcberreichte &#8211; ach, was f\u00fcr Manuskripte! &#8211; und nachts st\u00f6hnte ich so laut, da\u00df mich meine Frau aufweckte und fragte, ob mir schlecht sei. Ich st\u00f6hnte aber, weil wir einige von diesen eingereichten Manuskripten auch angenommen und verlegt hatten. Verlegt ist bald etwas. Aber verkauft! (&#8230;) Dichter kamen viele zu uns. Und in ihrer Reihe erschien auch ein gewisser Josef Weinheber und legte uns einen ersten Roman: ,Das Waisenhaus&#8216; vor (&#8230;) ,Das Waisenhaus&#8216; erschien, aber es ging nicht. Weinheber mochte sich nicht viel davon versprochen haben. Er brachte uns seine Gedichte.&#8220; (S. 23 f.)<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref18\" target=\"text\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> Dazu BRUNO BREHM, ebenda, S. 21 f. Verwiesen wird noch auf eine neuere Publikation zu Heimito von Doderer. In einem Beitrag von Viktor Matejka ist von Bruno Brehm und dem &#8222;Z\u00f6llner-Verlag&#8220; die Rede. Neben diesem &#8222;lapsus&#8220; hei\u00dft es dort, Z\u00f6llner h\u00e4tte &#8222;seinen Verlag auf einer ertragreichen Druckerei&#8220; aufgebaut. Davon ist dem Verfasser nichts bekannt. Unrichtig ist auch die Mitteilung bei Matejka, der Burgverlag h\u00e4tte mit einer Bibel\u00fcbersetzung begonnen, von der nur ein Band erschien. Genauso unzutreffend ist die Mitteilung, der Verlag h\u00e4tte sich auf Lyrik verlegt. (Siehe: Eine Dodereriade seit 1921. In: <em>Begegnung mit Heimito von Doderer<\/em>. Hg. von MICHAEL HOROWITZ. Wien-M\u00fcnchen: Amalthea-Verlag, 1983, S. 102-114; bes. S. 111 f.)<\/p>\n<h3 id=\"erg1\" class=\"Note\">Erg\u00e4nzungen zur Buchver\u00f6ffentlichung von 1985: Illustrationen<\/h3>\n<h6 class=\"Note\"><\/h6>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-2 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-2' class='gallery galleryid-228 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?attachment_id=2126'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Burgverlag-Anzeige-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?attachment_id=2127'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Burgverlag-Anzeige2-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?attachment_id=2128'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Burgverlag-St\u00fcrzer1-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?attachment_id=2129'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Burgverlag-St\u00fcrzer2-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?attachment_id=2130'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Burgverlag-St\u00fcrzer3-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl>\n\t\t\t<br style='clear: both' \/>\n\t\t<\/div>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Burgverlag (Wien) [1] Produktion Anmerkungen Erg\u00e4nzungen zur Buchver\u00f6ffentlichung von 1985: Illustrationen Im Burgverlag, einem der wenigen unter den vielen neuen Gr\u00fcndungen im Wiener Verlagsbuchhandel, dessen T\u00e4tigkeit Vertrauen einfl\u00f6\u00dfen und Zustimmung verlangen darf &#8230; 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