{"id":233,"date":"2015-09-03T20:24:43","date_gmt":"2015-09-03T18:24:43","guid":{"rendered":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=233"},"modified":"2018-01-03T12:39:18","modified_gmt":"2018-01-03T10:39:18","slug":"verlag-rudolf-cerny","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=233","title":{"rendered":"Verlag Rudolf Cerny"},"content":{"rendered":"<h3>Verlag Rudolf Cerny (Verlag f\u00fcr Volksaufkl\u00e4rung Rudolf Cerny) (Wien-Leipzig)<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><span style=\"font-size: 0.7em; vertical-align: top;\"> [1]<\/span><\/a><\/h3>\n<h6><\/h6>\n<ul class=\"overview\">\n<li class=\"overview\"><a class=\"none\" href=\"#Heading1\" target=\"_self\">Produktion<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a href=\"#anm\">Anmerkungen<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a href=\"#erg1\">Erg\u00e4nzungen zur Buchver\u00f6ffentlichung von 1985<\/a>\n<ul>\n<li class=\"overview\"><a href=\"#erg2\">Bildergalerie<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Verlag Rudolf Cerny bzw. der &#8222;Verlag f\u00fcr Volksaufkl\u00e4rung Rudolf Cerny&#8220; wurde im Juli 1920 von dem am 7.3.1898 in Wien geborenen Rudolf Cerny gegr\u00fcndet. <a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><span class=\"Reference\">[2]<\/span><\/a> Cerny war in der Verlagsgenossenschaft &#8222;Neue Erde&#8220; besch\u00e4ftigt, was dann die Linie seines sp\u00e4teren Verlags verst\u00e4ndlich macht. Seine erste Konzession &#8211; zum Betrieb des Verlagsbuchhandels beschr\u00e4nkt auf den Handel mit den im eigenen Verlag erscheinenden Werken fremder Autoren im Standort Wien 16., Liebhartsgasse 46 &#8211; erhielt Cerny erst am 10.2. 1921. Etwa ein Jahr sp\u00e4ter wurde ihm eine weitere Konzession (Vollkonzession) zum Betrieb des Buchhandels im selben Standort verliehen. Trotz zweier Konzessionen blieb Cerny ein &#8222;kleines Unternehmen&#8220;. Im August 1931 legte er seine Gewerbeberechtigung zur\u00fcck. Nach dem Zweiten Weltkrieg (1954) nahm Cerny seine T\u00e4tigkeit als Verleger wieder auf.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/cernyverlag.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1021\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/cernyverlag.jpg\" alt=\"Cerny Signet\" width=\"350\" height=\"194\" srcset=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/cernyverlag.jpg 2250w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/cernyverlag-300x167.jpg 300w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/cernyverlag-1024x569.jpg 1024w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/cernyverlag-250x139.jpg 250w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/cernyverlag-150x83.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a><\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading1\"><\/a> Die Produktion<\/h3>\n<p>Von den ca. 50 Publikationen dieses Verlags in den Jahren 1920 bis einschlie\u00dflich 1928 erschienen weitaus mehr als die H\u00e4lfte in den letzten drei Produktionsjahren. Belletristik spielte dabei eine sehr untergeordnete Rolle. Vielmehr standen die meisten Verlagswerke im Zeichen der Freidenker-Bewegung, und auch sonst \u00e4hnelt die Palette der Publikationen der des Anzengruber-Verlags. Der Verlag Rudolf Cerny bzw. der Verlag f\u00fcr Volksaufkl\u00e4rung Rudolf Cerny stand der revolution\u00e4ren Bewegung nach dem Krieg bzw. den Sozialdemokraten in vielen Belangen nahe. Genauso sind Affinit\u00e4ten zwischen Cerny und der Verlagsgenossenschaft &#8222;Neue Erde&#8220; offenbar, wenn man auf pazifistische Schriften wie <em>Gewalt oder Gewaltlosigkeit? <\/em>(1920) von Fritz Oerter oder Schriften zum Thema Siedlerbewegung (Paul Robien, <em>Die Siedlungsaktion, <\/em>1921, in der Reihe <em>Neubau f\u00fcr eine freie Erde) <\/em>verweist. Aber bei weitem die meisten Schriften waren dem Freidenkertum gewidmet. So verlegte Cerny zeitweise die &#8222;Freidenker-B\u00fccherei&#8220; (Als \u00dcbernahme von Wiener &#8222;Freidenker-Verlag&#8220;), die &#8222;Freidenker-Lichtstrahlen&#8220; mit Werken von Angelo Carraro und Johann Ferch und den <em>B\u00fccherfreund. <\/em>Literarische Rundschau f\u00fcr Naturwissenschaft, Atheismus und Sozialismus (1923). Besonders auffallend ist die 1926-27 bei Cerny erschienene Reihe der <em>Gottlosen B\u00fccher. <\/em>Unter den sechs B\u00e4nden finden sich Werke wie Theodor Hartwig <em>Jesus oder Karl Marx?, <\/em>Ludwig Eldersch, <em>Der Irrgang des Glaubens, <\/em>Michael Bakunin, <em>Freidenkertum <\/em>und Otto Wolfgang, <em>Biblischer Stumpfsinn. <\/em>Weitere Werke dieser Art: Johann Ferch, <em>Der Kulturkampf (1922), <\/em>Johann Most, <em>Die Gottespest <\/em>(1922) und Pierre Ramus, <em>Bauer, Pfarrer und Christus <\/em>(1921). Erw\u00e4hnenswert ist auch eine weitere, 1925 begonnene Reihe, die von Karl F. Kocmata herausgegeben wurde und die im &#8222;Verlag f\u00fcr Volksaufkl\u00e4rung Rudolf Cerny&#8220; erschien: <em>Gro\u00dfstadt- u. Menschheitsdokumente. <\/em>Von der Konzeption her kann diese Reihe als Fortsetzung der 1920-1921 ebenfalls von Kocmata herausgegebenen Reihe <em>Stimmen aus der Zeit. Flugschriften des ,Ver!&#8220; <\/em>angesehen werden:<\/p>\n<p class=\"zitat\">In dieser Sammlung finden Gro\u00dfstadtexistenzen und Gro\u00dfstadtereignisse, Gro\u00dfstadt- und Menschheitsdokumente ihre wahrheitsgetreue Schilderung und Beschreibung. Als erster Band in der Reihe der Dokumente ist der vorliegende erschienen. In Vorbereitung befinden sich in dieser Sammlung folgende Abhandlungen und Studien, Schilderungen aus dem sozialen Leben und seinen Niederungen:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Nikolaus Strehm, Das verblutende Wien<br \/>\nKarl F. Kocmata, Der Lustm\u00f6rder Christian Voigt. Dirnenlieder aus alter und neuer Zeit.<br \/>\nEgon Erwin Kisch, Emile Zola und der Sozialismus.<br \/>\nFerner Arbeiten von Rudolf Geist, Erich M\u00fchsam, Hugo Sonnenschein u.a. <a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><span class=\"Reference\">[3]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Es blieb aber bei Band 1, 1925 von Karl F. Kocmata, <em>Die Prostitution in Wien. Streifbilder vom Jahrmarkt des Liebeslebens. <\/em><\/p>\n<p>Was die Belletristikproduktion betrifft, so handelt es sich um weniger als 10 Werke, die man so charakterisieren k\u00f6nnte. Vielversprechend hat es jedoch schon 1920 begonnen mit der ersten (und letzten) Folge einer Reihe &#8222;Moderner Dichterbilder in zwangloser Folge&#8220; <em>Die Sonnenblume. <\/em>Nr. 1 war Josef Kitir gewidmet mit einer Einleitung von Dr. Kurt Sonnenfeld. Die Reihe wurde allerdings nicht fortgesetzt. Im folgenden Jahr erschien das von Max Hayek herausgegebene Werk <em>Die verwandelte Erde. Ein Buch der Verhei\u00dfung <\/em>mit Umschlagzeichnung von Richard Teschner in einer Auflage von 4.000 Exemplaren. Auch die weiteren &#8222;belletristischen&#8220; Werke kann man kaum als g\u00e4ngige Marktartikel bezeichnen. Hier finden sich Werke wie:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Josef Mayerh\u00f6fer, <em>Spartakus. <\/em>Hist. Drama in 5 Akten (1925). Anton Putz zu Adlersthurn, <em>Moloch Christentum. <\/em>(1927).<br \/>\nAnton Putz zu Adlersthurn, <em>Die Insel der Nackten. <\/em>(1927).<br \/>\nCharles <em>Wood, Der Dichterin der W\u00fcste. <\/em>(Poet in the desert). \u00dcbertr. u. eingel. von Max Hayek (1927).<\/p>\n<p class=\"zitat\">Auch in den 50er Jahren gab es bei Cerny eine sehr gemischte Buchpalette, die z.T. der aus den 20er Jahren \u00e4hnelte.<\/p>\n<p>Dem Ratgeber- und Aufkl\u00e4rercharakter des Verlags wurde in der Wahl des Signets &#8211; einer Fackel &#8211; und im Spruch &#8222;Fiat lux&#8220; Rechnung getragen.<\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading2\"><\/a> Anmerkungen<\/h3>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref1\" target=\"text\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Quellenhinweise: Akt Gremium\/Rudolf Cerny; Publikationsliste Verlag Rudolf Cerny bzw. Verlag f\u00fcr Volksaufkl\u00e4rung Rudolf Cerny der Deutschen B\u00fccherei Leipzig sowie Verlagsanzeigen.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref2\" target=\"text\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Das Protokoll Cernys bei der Korporation der Wiener Buch-, Kunst- und Musikalienh\u00e4ndler ist mit 9. Juli 1920 datiert.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref3\" target=\"text\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Anzeige in Band 1, 1925 (Kocmata).<\/p>\n<h6 class=\"Note\"><\/h6>\n<h3 class=\"Note\"><a id=\"erg1\"><\/a>Erg\u00e4nzungen zur Buchver\u00f6ffentlichung von 1985<\/h3>\n<h3 class=\"Note\"><a id=\"erg2\"><\/a>Bildergalerie<\/h3>\n<p>[foogallery id=&#8220;2701&#8243;]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verlag Rudolf Cerny (Verlag f\u00fcr Volksaufkl\u00e4rung Rudolf Cerny) (Wien-Leipzig) [1] Produktion Anmerkungen Erg\u00e4nzungen zur Buchver\u00f6ffentlichung von 1985 Bildergalerie Der Verlag Rudolf Cerny bzw. der &#8222;Verlag f\u00fcr Volksaufkl\u00e4rung Rudolf Cerny&#8220; wurde im Juli 1920 von dem am 7.3.1898 in Wien geborenen Rudolf Cerny gegr\u00fcndet. [2] Cerny war in der Verlagsgenossenschaft &#8222;Neue\u2026<\/p>\n<p> <a class=\"continue-reading-link\" href=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=233\"><span>Continue reading<\/span><i class=\"crycon-right-dir\"><\/i><\/a> <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":149,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-233","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/233","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=233"}],"version-history":[{"count":9,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/233\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1022,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/233\/revisions\/1022"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/149"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=233"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}