{"id":243,"date":"2015-09-04T17:05:23","date_gmt":"2015-09-04T15:05:23","guid":{"rendered":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=243"},"modified":"2015-11-19T14:56:27","modified_gmt":"2015-11-19T12:56:27","slug":"deutsch-akademischer-verlag","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=243","title":{"rendered":"Deutsch-Akademischer Verlag"},"content":{"rendered":"<h3>Deutsch-Akademischer Verlag (Wien) <a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><span style=\"font-size: 0.7em; vertical-align: top;\">[1]<\/span><\/a><\/h3>\n<h6><\/h6>\n<ul class=\"overview\">\n<li class=\"overview\"><a class=\"none\" href=\"#Heading1\" target=\"_self\">Produktion<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die national gef\u00e4rbte Deutschakademischer Verlag Ges.m.b.H. ging aus einem bereits existierenden akademischen Wochenblatt hervor und wurde im Jahre 1914 von dem 1884 geborenen Schriftleiter Franz Stupp\u00f6ck gegr\u00fcndet. Anl\u00e4\u00dflich der Errichtung des Gesellschaftsvertrags am 11. Juli 1914 wurde das von Stupp\u00f6ck herausgegebene Wochenblatt <em>Deutsche Hochschulstimmen aus der Ostmark <\/em>samt allen Aktiven und Passiven in die Gesellschaft eingebracht. Das entsprach einer Sacheinlage im Wert von K 20.000, w\u00e4hrend der Verlag von insgesamt 10 Personen, darunter einem evangelischen Pfarrer, einem Schlachthausverwalter, einem Gemeindearzt, einem k.k. Forstmeister und einem k.k. Agrargeometer finanziert wurde. Als die Firma am l. Oktober 1915 unter Register C, Band 19, pagina 117 ins Wiener Handelsregister eingetragen wurde, dachte man nur an die Verlegung der vorhin erw\u00e4hnten, nach 1917 in <em>Deutsche Hochschulzeitung <\/em>umbenannten Zeitschrift und von Schriften zur Behandlung aller Fragen des Hochschulwesens.<\/p>\n<p>In den etwa zehn Jahren seines Bestehens machte der Verlag wenige B\u00fccher, daf\u00fcr aber Schulden, die in die hunderte Millionen Kronen gingen. Es bestand ein ideologisches und Gesch\u00e4ftsverh\u00e4ltnis zu einem Unternehmen Adolf Lusers, n\u00e4mlich der Druckerei Werthner, Schuster &amp; Co. A.G., und diese Firma war es letztlich, die als Hauptgl\u00e4ubiger dem Schuldenmachen ein Ende bereitete. Schon 1925 war der Deutschakademische Verlag zahlungsunf\u00e4hig, und seit J\u00e4nner 1926 wurden nicht weniger als 114 Exekutionen durchgef\u00fchrt. Der Erl\u00f6s im Mai d.J. aus der \u00f6ffentlichen Versteigerung von Pfandfahrnissen betrug S 500, &#8222;w\u00e4hrend die Schulden in die Hunderte von Millionen Kronen gehen&#8220; (Antrag auf Er\u00f6ffnung des Konkurses im Jahre 1928). Am 9. Juni 1928 wurde der Antrag auf Konkurser\u00f6ffnung von der Firma Werthner, Schuster &amp; Co. A.G. gestellt. Das Handelsgericht l\u00f6ste die Gesellschaft \u201aDeutschakademischer Verlag&#8216; am 13. September 1928 auf (Eintragung: 20. November 1928). Die L\u00f6schung aus dem Handelsregister erfolgte am 15. Oktober 1929.<\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading1\"><\/a> Die Produktion<\/h3>\n<p>Die Produktion des Deutschakademischen Verlags d\u00fcrfte nicht sehr umfangreich gewesen sein. Publikationen wurden lediglich f\u00fcr die Jahre 1924\/25 nachgewiesen. Neben einem &#8222;Hochschulf\u00fchrer&#8220;, dem <em>A.D.W.<\/em> (Allgemeiner deutscher Waffenring] <em>Taschenbuch <\/em>(1925), <em>Das Wesen und Ideal der Burschenschaft <\/em>sowie <em>Das neue Italien. 10 Jahre Faschismus <\/em>von Adolf Dresler erschienen auch zwei belletristische Werke:<\/p>\n<p>Erich Wieprecht, <em>M\u00e4rzsturm. <\/em>Roman (1924); Norbert Boeder, <em>Stahl und Rosen. Lieder und Balladen <\/em>(1924)<\/p>\n<p>Zu den Angestellten des Deutschakademischen Verlags z\u00e4hlte u.a. Dr. Karl Wache. <a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><span class=\"Reference\">[2]<\/span><\/a>2<\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading2\"><\/a> Anmerkungen<\/h3>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref1\" target=\"text\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Quellenmaterial: Handelsgericht Wien. Registerakt C 19, 177 (WrStLa); Handelsgericht Wien. Akt Ausgleich S 91\/28 (WrStLa); Anzeigen im <em>Anzeiger.<\/em><\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref2\" target=\"text\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Er scheint in der Liste der Gl\u00e4ubiger unter &#8222;Gehaltsr\u00fcckstand&#8220; auf (Ausgleich 1928).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutsch-Akademischer Verlag (Wien) [1] Produktion Die national gef\u00e4rbte Deutschakademischer Verlag Ges.m.b.H. ging aus einem bereits existierenden akademischen Wochenblatt hervor und wurde im Jahre 1914 von dem 1884 geborenen Schriftleiter Franz Stupp\u00f6ck gegr\u00fcndet. Anl\u00e4\u00dflich der Errichtung des Gesellschaftsvertrags am 11. Juli 1914 wurde das von Stupp\u00f6ck herausgegebene Wochenblatt Deutsche Hochschulstimmen aus\u2026<\/p>\n<p> <a class=\"continue-reading-link\" href=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=243\"><span>Continue reading<\/span><i class=\"crycon-right-dir\"><\/i><\/a> <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":149,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-243","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/243","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=243"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/243\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1352,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/243\/revisions\/1352"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/149"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=243"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}