{"id":257,"date":"2015-09-04T17:16:58","date_gmt":"2015-09-04T15:16:58","guid":{"rendered":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=257"},"modified":"2015-10-20T20:07:37","modified_gmt":"2015-10-20T18:07:37","slug":"eos-verlag-verlag-dr-rudolf-engel","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=257","title":{"rendered":"Eos-Verlag (Verlag Dr. Rudolf Engel)"},"content":{"rendered":"<h3>Eos-Verlag (Verlag Dr. Rudolf Engel) (Wien) <span style=\"font-size: 0.7em; vertical-align: top;\"><a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/span><\/h3>\n<h6><\/h6>\n<p>Der Eos-Verlag (Dr. Rudolf Engel) bzw. Verlag Dr. Rudolf Engel mit Sitz in Wien 18, Sternwartestra\u00dfe 48 war eine der vielen Kuriosit\u00e4ten am Rande der \u00f6sterreichischen Verlagsszene. Der Verlag wurde im Jahre 1923 von dem am 27. Februar 1882 in Hotzenplotz, Schlesien\/CSSR geborenen promovierten Philosophen Dr. phil. Rudolf Engel gegr\u00fcndet. <a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><span class=\"Reference\">[2]<\/span><\/a> Er lie\u00df seine Firma Mitte J\u00e4nner 1923 bei der Standesvertretung inkorporieren und suchte um eine Konzession zum Betrieb des Verlagsbuchhandels ohne offenes Ladengesch\u00e4ft in Wien 18 an. Die Konzessionsanmeldung wurde kurz darauf in: Verlags- und Versandbuchhandlung ohne offenes Ladengesch\u00e4ft mit Beschr\u00e4nkung auf die Herausgabe von Werken lateinischen und franz\u00f6sischen Ursprungs sowie \u00dcbersetzungen in Originalsprache umge\u00e4ndert. Nachdem ihm die Konzession erteilt wurde, ging Engel im Fr\u00fchjahr 1924 daran, die Firma handelsgerichtlich protokollieren zu lassen. Dazu mu\u00dfte der gew\u00e4hlte Firmawortlaut von der Kammer f\u00fcr Handel, Gewerbe und Industrie in Wien begutachtet werden. Im Juni 1924 \u00e4u\u00dfert die Kammer keine Bedenken und stellt in Unkenntnis der Tatsache, da\u00df &#8222;Eos&#8220; die G\u00f6ttin der Morgenr\u00f6te ist, folgendes fest:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Der Zusatz ,Eos&#8220; ist zur Protokollierung geeignet, da es bei Verlagsgesch\u00e4ften allgemein gebr\u00e4uchlich ist, in die Firma Phantasieworte aufzunehmen, durch welche der Verlag in kurzer und pr\u00e4gnanter Form gekennzeichnet werden soll. <a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><span class=\"Reference\">[3]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Obwohl Engel von dieser g\u00f6ttlichen Bezeichnung abkam, wurde seine Firma ungef\u00e4hr Mitte 1924 unter Register A, Band 29, pagina 72a ins Wiener Handelsregister eingetragen.<\/p>\n<p>Engel, der zuweilen als Mittelschulprofessor t\u00e4tig war, scheint mehr als Versandbuchh\u00e4ndler denn als Verleger gewirkt zu haben. Jedenfalls betrieb er (als Inhaber) nebenbei ab 25.11.1933 die Wallishauser&#8220;sche Buchhandlung im 1. Bezirk und die Cottage Buchhandlung Dr. R. Engel im 18. Bezirk.<\/p>\n<p>Mit 29.6.1936 legte Engel das Gewerbe f\u00fcr die Firma Dr. Rudolf Engel zur\u00fcck. Im September 1938 zog er nach Kirchberg am Wechsel, stellte zwei Jahre sp\u00e4ter den Antrag auf L\u00f6schung seiner Firma. Am 8.2.1941 wurde die Firma aus dem Handelsregister gel\u00f6scht.<\/p>\n<p>Auf Grund dessen, was nachgewiesen bzw. ermittelt werden konnte, entwickelte Engel keine rege Verlagst\u00e4tigkeit. Der Versandbuchhandel war auf Erotika spezialisiert. 1923 gab <em>Engel Amor und Psyche. Mit 32 Stichen von Raffael <\/em>in eigener deutscher \u00dcbersetzung heraus. 1931 kamen gleich drei Romane des Vielschreibers Johann Ferch heraus. Vom Mutterschutz kommend, hatte sich Ferch offenbar dem Tierschutz zugewendet. Die Romane tragen folgende Titel:<br \/>\n<em>Purzl. Heiterer Roman eines Gro\u00dfstadthundes. Der stumme Kamerad. Pferderoman.<br \/>\n<\/em><em>Hansi. Heiterer Roman eines Kanarienvogels.<\/em><br \/>\n(alle Impressum: Verlag Dr. Rudolf Engel)<\/p>\n<p>Im folgenden Jahr (1932) erschien bei Engel eine weitere Schrift von Ferch:<br \/>\n<em>Tierschutz durch soziales F\u00fchlen. Eine werbende Betrachtung. <\/em><\/p>\n<p>In Anbetracht der wenigen Titel, die der Eos-Verlag herausgab, kann Engel nur als Gelegenheitsverleger betrachtet werden.<\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading1\"><\/a> Anmerkungen<\/h3>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref1\" target=\"text\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Quellenhinweise: Handelsgericht Wien. Registerakt A 29, 72a (WrStLa); Akt Gremium, Dr. Rudolf Engel.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref2\" target=\"text\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Engel promovierte 1906 an der Universit\u00e4t Wien mit der Dissertation &#8222;\u00dcber die Erkenntnistheorie des Protagoras&#8220;.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref3\" target=\"text\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Schreiben an das Handelsgericht im Registerakt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eos-Verlag (Verlag Dr. Rudolf Engel) (Wien) [1] Der Eos-Verlag (Dr. Rudolf Engel) bzw. Verlag Dr. Rudolf Engel mit Sitz in Wien 18, Sternwartestra\u00dfe 48 war eine der vielen Kuriosit\u00e4ten am Rande der \u00f6sterreichischen Verlagsszene. Der Verlag wurde im Jahre 1923 von dem am 27. Februar 1882 in Hotzenplotz, Schlesien\/CSSR geborenen\u2026<\/p>\n<p> <a class=\"continue-reading-link\" href=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=257\"><span>Continue reading<\/span><i class=\"crycon-right-dir\"><\/i><\/a> <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":149,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-257","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/257","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=257"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/257\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1178,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/257\/revisions\/1178"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/149"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=257"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}