{"id":318,"date":"2015-09-05T18:21:46","date_gmt":"2015-09-05T16:21:46","guid":{"rendered":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=318"},"modified":"2015-11-20T14:27:24","modified_gmt":"2015-11-20T12:27:24","slug":"verlag-heros","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=318","title":{"rendered":"Verlag &#8222;Heros&#8220;"},"content":{"rendered":"<h3>Verlag &#8222;Heros&#8220; (Heros-Verlag)<\/h3>\n<h6><\/h6>\n<ul class=\"overview\">\n<li class=\"overview\"><a class=\"none\" href=\"#Heading1\" target=\"_self\">1. Verlag &#8222;Heros&#8220; Hugo Er\u00f6s<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a class=\"none\" href=\"#Heading2\" target=\"_self\">2. Heros-Verlag (ehemals Verlag &#8222;Die Umschau&#8220;)<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Unter dem Firmanamen &#8222;Heros&#8220;-Verlag hat es in der Zeit zwischen 1926 und etwa 1939 in Wien zwei verschiedene Unternehmen gegeben, das erste protokolliert, das zweite nicht.<\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading1\"><\/a>\u00a01. Verlag &#8222;Heros&#8220; Hugo Er\u00f6s<\/h3>\n<p>Der Verlag &#8222;Heros&#8220; (H[ugo] Eros) Hugo Er\u00f6s wurde am 3. Juli 1926 von einem gewissen Hugo Er\u00f6s (de Bethlensalva), seines Zeichens Honorarkonsul von Lettland, gegr\u00fcndet und am 31. August ds. Jahres unter Reg. A, Band 64, pagina 4a ins Wiener Handelsregister eingetragen. Sitz der Firma war Wien I., K\u00e4rntnerring 3. Bevor die Protokollierung erfolgen konnte, mu\u00dfte wegen des Firmawortlauts von der Kammer f\u00fcr Handel, Gewerbe und Industrie in Wien ein Gutachten eingeholt werden. Die Kammer erhob gegen den Namen Verlag &#8222;Heros&#8220; Hugo Er\u00f6s Einspruch, weil eine Firma mit dem Namen &#8222;Verlagsanstalt Herold&#8220; (!) seit 1919 im Firmenregister angemeldet war. Doch konnte letztlich der frischgebackene Verleger und Buchh\u00e4ndler das Handelsgericht von der Idee einer Um\u00e4nderung abbringen.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><span class=\"Reference\">[1]<\/span><\/a> Aus dem Schreiben Er\u00f6s&#8216; an das Handelsgericht vom 27. August 1926 geht hervor, da\u00df der Verlag bereits ein Werk verlegt und im In- und Ausland verbreitet hatte, n\u00e4mlich:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Josef Ge\u00dfl (Hg.), <em>Ignaz Seipel. Reden in \u00d6sterreich und anderw\u00e4rts. Eine Auswahl zu seinem 60. Geburtstag. <\/em>Wien: Verlag &#8222;Heros&#8220;, 1926. (328 S. m. 37 ganzs. Abb.)<\/p>\n<p>Im weiteren hei\u00dft es, der Verlag &#8222;beabsichtigt aber vorderhand nicht dem Verlage eine weitere Ausdehnung zu geben&#8220; (loc. cit.). Und bei dieser einzigen Publikation scheint es auch geblieben zu sein, obwohl die Firma weiterhin aufrecht blieb und bis einschlie\u00dflich 1932 im Buchhandelsadre\u00dfbuch verzeichnet war. Als im Jahre 1938 das Handelsgericht die Kammer \u00fcberpr\u00fcfen lie\u00df, ob der &#8222;Betrieb des Unternehmens&#8220; dauernd eingestellt sei oder nicht, wurde der Inhaber im Februar 1939 aufgefordert, die L\u00f6schung seiner Firma anzumelden. Doch nachdem Er\u00f6s sich Mitte M\u00e4rz 1939 &#8222;unbekannt wohin&#8220; abgemeldet hatte, verf\u00fcgte das Handelsgericht die amtswegige L\u00f6schung am 19. Oktober 1939.<\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading2\"><\/a> 2. Heros-Verlag (ehemals Verlag &#8222;Die Umschau&#8220;)<\/h3>\n<p>Der zweite Verlag, der sich statt Verlag &#8222;Heros&#8220;, Heros-Verlag nannte, wurde am 7. Juli 1931 gegr\u00fcndet und war nicht protokolliert. Der Gr\u00fcnder und Verlagsinhaber war der Dramaturg bzw. Buch- und Musikalienverleger Rudolf Geyer Ritter von Geyersberg (Ps. Rudolf Angely-Geyer, * 11.1.1879). Sitz des Verlags war die Wohnadresse Geyers, n\u00e4mlich Wien VII., Burggasse 20. Der &#8222;neue&#8220; Heros-Verlag d\u00fcrfte aus einem anderen Verlag hervorgegangen sein, der &#8211; ebenfalls nicht protokolliert &#8211; seit sp\u00e4testens 1928 unter derselben Adresse existierte. Er hie\u00df Verlag &#8222;Die Umschau&#8220;.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><span class=\"Reference\">[2]<\/span><\/a> Wie dem auch sei, der Heros-Verlag unter Rudolf Geyer existierte mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit bis 1939.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><span class=\"Reference\">[3]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Bei der Gr\u00fcndung im Jahre 1931 \u00fcbernahm Geyer ca. ein halbes Dutzend Werke aus dem Verlag &#8222;Die Umschau&#8220; und in den Jahren bis 1939 verlegte der Heros-Verlag etwas \u00fcber zwei Dutzend verschiedene Autoren sowie eine umfassende Reihe. Bis auf zwei Dramen, eine Erz\u00e4hlung und zwei B\u00fccher \u00fcber Wirtschaftsfragen bestand die gesamte Produktion dieses Verlags aus Lyrikb\u00e4nden. Die Tatsache, da\u00df blo\u00df ein paar Verlagsautoren im <em>Bio-Bibliographischen Literaturlexikon \u00d6sterreichs <\/em>Aufnahme gefunden haben,<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><span class=\"Reference\">[4]<\/span><\/a> verleitet zur Annahme, da\u00df der Verlag ein Asyl f\u00fcr nebenberufliche &#8222;Dichter&#8220; war, die wohl den Druck und die Ver\u00f6ffentlichung aus eigener Tasche zahlten. Allein neun Gedichtb\u00e4nde sind von Frauen. Nach einer relativ gro\u00dfen Anzahl (ca. 8) von Titeln 1931 brachte man zwischen 1934 und 1939 im Durchschnitt blo\u00df 1-3 Titel j\u00e4hrlich heraus. Wie aus der Korrespondenz zwischen Geyer und der Korporation hervorgeht,<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><span class=\"Reference\">[5]<\/span><\/a> d\u00fcrfte der Verleger nicht allzuviel verdient haben. Bemerkenswert ist wohl noch eine Sammlung, die 1932 zu erscheinen begann und gelegentlich ein paarmal j\u00e4hrlich bis 1937 unter dem Titel <em>\u00d6sterreichisch-deutsche Lyrik <\/em>herausgegeben wurde. Auffallendstes Merkmal dieser elf B\u00e4nde, deren Umfang zwischen 98 und 191 Seiten schwankt, ist die Unbekanntheit der vertretenen Autoren.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><span class=\"Reference\">[6]<\/span><\/a> Diese von Geyer betreute Sammlung erschien nach dem &#8222;Anschlu\u00df&#8220; unter dem Titel <em>Deutsche Ostmark-Lyrik<\/em>.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\"><span class=\"Reference\">[7]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Alles in allem scheint der Heros-Verlag ausschlie\u00dflich Gelegenheitsschriftstellern die M\u00f6glichkeit geboten zu haben, ihre Gedichte im Druck zu sehen.<\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading3\"><\/a> Anmerkungen<\/h3>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref1\" target=\"text\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Siehe Handelsgericht Wien. Registerakt A, Band 64, pag. 4a. Schreiben Hugo Er\u00f6s vom 27. August 1926.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref2\" target=\"text\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Autopsierte Verlagstitel zeigen, da\u00df das Impressum: &#8222;Im Verlag ,Die Umschau'&#8220; mit einem gew\u00f6hnlichen Gummistempel \u00fcberzeichnet worden ist.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref3\" target=\"text\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> In diesem Jahr erschien die letzte nachweisbare Publikation. Angaben \u00fcber Produktion und Titel st\u00fctzen sich auf eine Zusammenstellung aus dem Verleger- und Institutionenkatalog der Deutschen B\u00fccherei in Leipzig sowie auf div. Verlagsanzeigen.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref4\" target=\"text\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Hier einige Autorennamen: Hans B\u00e4renfels, Mena Burda, Helene Erdmann-K\u00fcttel, Roland G\u00f6ssler, Erich Illern, Helly Klimsch, Hildegard Peschl.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref5\" target=\"text\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Siehe Akt Gremium\/Geyer.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref6\" target=\"text\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Dazu ein zeitgen\u00f6ssisches Urteil: &#8222;Was soll man aber zu der \u201a\u00d6sterreichisch-deutschen Lyrik&#8216; sagen, die sich da j\u00fcngst im d\u00fcrftigsten Gewand hervorgewagt hat! Von wenigen Beitr\u00e4gen abgesehen, sind die Gedichte von einem Dilettantismus, der unerlaubt ist. Diese Sammlung wird der Lyrik keine Freunde bringen.&#8220; Lyrik-Anthologien. Grunds\u00e4tzliches zu ihrer Anlage und Gestaltung. In: <em>\u00d6sterreichische Rundschau Land-Volk-Kultur. <\/em>(Wien), 1. Jg., 1934\/35 (XIV. Jg. der <em>Volksbildung), <\/em>S. 282-284; hier S. 283.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref7\" target=\"text\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Die Angabe im GV konnte nicht verifiziert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verlag &#8222;Heros&#8220; (Heros-Verlag) 1. Verlag &#8222;Heros&#8220; Hugo Er\u00f6s 2. Heros-Verlag (ehemals Verlag &#8222;Die Umschau&#8220;) Unter dem Firmanamen &#8222;Heros&#8220;-Verlag hat es in der Zeit zwischen 1926 und etwa 1939 in Wien zwei verschiedene Unternehmen gegeben, das erste protokolliert, das zweite nicht. \u00a01. Verlag &#8222;Heros&#8220; Hugo Er\u00f6s Der Verlag &#8222;Heros&#8220; (H[ugo] Eros)\u2026<\/p>\n<p> <a class=\"continue-reading-link\" href=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=318\"><span>Continue reading<\/span><i class=\"crycon-right-dir\"><\/i><\/a> <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":149,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-318","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/318","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=318"}],"version-history":[{"count":6,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/318\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1384,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/318\/revisions\/1384"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/149"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=318"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}