{"id":330,"date":"2015-09-05T18:37:31","date_gmt":"2015-09-05T16:37:31","guid":{"rendered":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=330"},"modified":"2015-11-20T15:29:43","modified_gmt":"2015-11-20T13:29:43","slug":"verlag-der-johannes-presse","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=330","title":{"rendered":"Verlag der Johannes-Presse"},"content":{"rendered":"<h3>Verlag der Johannes-Presse (Wien)<span style=\"font-size: 0.7em; vertical-align: top;\"><a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/span><\/h3>\n<h6><\/h6>\n<p>Der &#8222;Verlag der Johannes-Presse&#8220; in Wien bestand im Rahmen der &#8222;Kunsthandlung neue Galerie Ges.m.b.H.&#8220; Wien I., Gr\u00fcnangergasse 1.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><span class=\"Reference\">[2]<\/span><\/a> Und hierin hatte der Verlag &#8211; was Umsatz betrifft &#8211; nur wenig Bedeutung.<\/p>\n<p>Die &#8222;Kunsthandlung Neue Galerie Ges.m.b.H.&#8220; wurde Ende 1923 (Gesellschaftsvertrag 31. Dezember 1923) gegr\u00fcndet und einige Monate sp\u00e4ter am 4. April 1924 unter Register C, Band 18, pagina 132 handelsgerichtlich protokolliert. Er\u00f6ffnet wurde das Gesch\u00e4ft selber im Fr\u00fchjahr 1924 mit einer Egon Schiele-Ged\u00e4chtnisausstellung. Um aber den Buch- und Kunsthandel betreiben zu d\u00fcrfen, brauchte der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Otto Nirenstein<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><span class=\"Reference\">[3]<\/span><\/a> eine entsprechende Konzession. Der Verleihung stand nichts im Wege, zumal der Besitzer einer Konzession zum Betrieb des Buch-, Kunst- und Musikalienhandels am selben Ort (1., Gr\u00fcnangergasse 1) seine Konzession gleichzeitig zur\u00fccklegte. Die Erteilung erfolgte endlich am 6. August 1924. So konnte es zur Errichtung des &#8222;Verlags der Johannes-Presse&#8220; kommen. Der Firmawortlaut ist etwas irref\u00fchrend, wiewohl er nach einem neugeborenen Sohn Nirensteins gew\u00e4hlt wurde,<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><span class=\"Reference\">[4]<\/span><\/a> denn von einer &#8222;Presse&#8220; im branchen\u00fcblichen Sinn des Wortes konnte keine Rede sein. Vielmehr hat Kallir-Nirenstein einer Reihe von Wiener Druckereien Auftr\u00e4ge gegeben.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><span class=\"Reference\">[5]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Bis zum Ausscheiden Otto Kallir-Nirensteins aus dem Unternehmen nach M\u00e4rz 1938 (s.u.) hat es in den 15 Jahren des Betriebs neben Nirenstein andere Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer (Geldgeber) gegeben, wie z.B. den Bruder von dessen Gattin Fanny, Hans Graf L\u00f6wenstein, der zwischen Juli 1928 und Dezember 1931 im Handelsregister eingetragen war.<\/p>\n<p>Nach dem &#8222;Anschlu\u00df&#8220; waren die Tage Otto Kallirs &#8211; da er &#8222;Jude&#8220; war &#8211; gez\u00e4hlt, aber seit dem Gr\u00fcndungsjahr 1924 hatte eine Dame in Verlag und Gesch\u00e4ft mitgearbeitet: Dr. Viktoria (Vita) Maria K\u00fcnstler (* 15.9.1900, Wien).<\/p>\n<p>Nach eigener Darstellung von Dr. Vita Maria K\u00fcnstler wurde die Neue Galerie und mit ihr zwangsl\u00e4ufig der Verlag der Johannes-Presse &#8222;arisiert&#8220;, &#8222;aber mit vollstem Einverst\u00e4ndnis von Dr. Otto Kallir.&#8220;<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><span class=\"Reference\">[6]<\/span><\/a> Wie diese Arisierung vor sich ging, soll hier aber kurz skizziert werden.<\/p>\n<p>Unmittelbar nach Kriegsende (Juni 1945) ging die Standesvertretung der \u00f6sterreichischen Buch-, Kunst- und Musikalienh\u00e4ndler, die bis zuletzt &#8211; bis zum &#8222;Anschlu\u00df&#8220; -&#8222;Zwangsgilde&#8220; gehei\u00dfen hatte und, wie an anderer Stelle dieser Arbeit dargestellt, in die Reichsschrifttumskammer Landesleitung \u00d6sterreich aufging, um dann wieder als &#8222;Zwangsgilde der Buch-, Kunst- und Musikalienh\u00e4ndler&#8220; aufzuerstehen, daran, noch aktive H\u00e4ndler zu befragen. Das &#8222;Merkblatt&#8220;, das hief\u00fcr verwendet wurde, ist fast ein Parallelst\u00fcck zu jenem omin\u00f6sen rosaroten &#8222;Fragebogen zur Bearbeitung des Aufnahmeantrages f\u00fcr die Reichsschrifttumskammer &#8211; Gruppe Buchhandel&#8220; mit umgekehrtem Vorzeichen nat\u00fcrlich. Hier waren die Fragen zwar gleich (&#8222;Sind Sie Mitglied der NSDAP?&#8220; bzw. &#8222;Waren Sie Mitglied der NSDAP (&#8230;)?&#8220; &#8211; &#8222;Welcher Gliederung der NSDAP geh\u00f6ren Sie an?&#8220; bzw. &#8222;Welcher Gliederung haben Sie angeh\u00f6rt und in welcher Zeit?&#8220;, usw.) aber die Schl\u00fcsse mu\u00dften freilich andere sein. In vielen F\u00e4llen fallen bei einem Vergleich der Befragung ein- und derselben Person gravierende Diskrepanzen auf, um es einmal vorsichtig zu formulieren, aber das mu\u00df hier nicht weiter besch\u00e4ftigen. Im Juni 1954 wurde im Fall &#8222;Kunsthandlung Neue Galerie&#8220; zu Protokoll gegeben, da\u00df Frau K\u00fcnstler in den letzten Jahren vor 1938 zur immer engeren gesch\u00e4ftlichen Mitarbeiterin von Dr. Kallir geworden war. Daher wollte Dr. Kallir-Nirenstein bei seiner Auswanderung das Gesch\u00e4ft in den H\u00e4nden Frau K\u00fcnstlers wissen. Die \u00dcbernahme erfolgte gewisserma\u00dfen treuh\u00e4ndig, doch wurde dies begreiflicherweise nicht schriftlich niedergelegt (vgl. Paul Zsolnay Verlag). Schriftlich niedergelegt wurde jedoch der &#8222;Kauf&#8220; bzw. &#8222;Verkauf&#8220;. Der Kaufvertrag f\u00fcr die \u00dcbernahme ist mit 14. Juni 1938 datiert.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\"><span class=\"Reference\">[7]<\/span><\/a> Der vereinbarte Kaufpreis &#8211; in Wirklichkeit hie\u00df es, wie wir mehrmals festgestellt haben, &#8222;Entjudungserl\u00f6s&#8220; &#8211; betrug RM Null, denn das Unternehmen war im Juni 1938 in der H\u00f6he von RM 9.531,42 \u00fcberschuldet (s. VVSt, Ha 4279). Doch zun\u00e4chst wurde am 15. Juli 1938 Dr. Otto Kallir aus dem Handelsregister gel\u00f6scht und Dr. Viktoria K\u00fcnstler als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer eingetragen.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\"><span class=\"Reference\">[8]<\/span><\/a> Seit 1923 und bis 1941 hatte die &#8222;Kunsthandlung Neue Galerie&#8220; eine Konzession f\u00fcr den Buch-, Kunst- und Musikalienhandel einschlie\u00dflich des Verlags. Weil aber eine Ges.m.b.H. nicht Mitglied der RSK sein konnte, wurde es der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin verboten, die bestehende Konzession weiterzuf\u00fchren. Im Jahre 1941 wurde ihr also eine Kunsthandelskonzession erteilt. Obwohl f\u00fcr die &#8222;Kunsthandlung Neue Galerie&#8220; (und Verlag) kein Entjudungserl\u00f6s zu zahlen war, mu\u00dfte dennoch laut Verf\u00fcgung der Verm\u00f6gensverkehrsstelle\/Abteilung Auflagenberechnung in Wien vom 21. November 1942 eine &#8222;Entjudungsauflage&#8220; bezahlt werden. Im gegenst\u00e4ndlichen Fall betrug diese Auflage RM 2319,26, das waren 15% von den Aktiven, die RM 15.461,74 betrugen.<\/p>\n<p>Das Ende der Verlagsproduktion,<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\"><span class=\"Reference\">[9]<\/span><\/a> die im Jahre 1924 begann, kam im Fr\u00fchjahr 1938,<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\"><span class=\"Reference\">[10]<\/span><\/a> ab welchem Zeitpunkt der Verlag ruhte. Hergestellt wurden insgesamt ca. 27 Titel,<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\"><span class=\"Reference\">[11]<\/span><\/a> von denen 14 als &#8222;Druck der Johannes-Presse&#8220; 1924-37 erschienen. Vertreten in dieser Serie waren Max Mell, Max Beckmann, Hugo von Hofmannsthal, Alfred Kubin, Bohuslav Kokoschka, Andreas Gryphius (ill. J. Zimpel), Otto Rudolf Schatz, Max Roden, Gerhard Frankl und August Strindberg. Die Drucke der Johannes-Presse erschienen gew\u00f6hnlich in zwei Ausgaben (Luxusausgabe auf besonderem Papier, mit besonderer Bindung, und die Normalausgabe) in relativ kleinen Gesamtauflagen, die zwischen 43 und 500 Exemplaren schwankten. Von den genannten Verlagswerken (27) stammten nicht weniger als neun von Max Roden und drei von Hugo von Hofmannsthal. Obwohl das Programm des Verlags der Johannes-Presse auf Lyrik eingeschworen war, gab es auch &#8211; au\u00dferhalb der &#8222;Drucke der Johannes-Presse&#8220; &#8211; Ausnahmen von der Regel, so z.B. Fritz Scheys Roman <em>Du allem ausgesetztes Herz <\/em>(1936), Richard Beer-Hofmanns <em>Vorspiel auf dem Theater zu K\u00f6nig David <\/em>(1936), Friedrich Gundolfs Vortrag <em>Rainer Maria Rilke <\/em>(1937), Hugo von Hofmannsthals <em>Dramatische Entw\u00fcrfe aus dem Nachla\u00df <\/em>(1936) und die Anthologie <em>Patmos. Zw\u00f6lf Lyriker <\/em>(1935), herausgegeben von Ernst Sch\u00f6nwiese<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\"><span class=\"Reference\">[12]<\/span><\/a> mit Beitr\u00e4gen von Friedrich Bergammer, Felix Braun, Hermann Broch, Benno Geiger, Lenz Grabner, Theodor Kramer, Erika Mitterer, Robert Musil, Heinz Politzer, Ernst Sch\u00f6nwiese, Herta Staub, Ernst Waldinger.<\/p>\n<p>Es ist eingangs davon die Rede gewesen, da\u00df der Verlag als solcher umsatzm\u00e4\u00dfig eine untergeordnete Rolle spielte. Wie sah der Gesamtumsatz von Kunsthandlung und Verlag im Jahre 1937, also dem letzten vollen Gesch\u00e4ftsjahr vor dem &#8222;Anschlu\u00df&#8220;, aus? Dieser betrug umgerechnet RM 54.614,81 (= S 81.922,26), und von diesem Umsatz entfielen blo\u00df RM 2.033 (= S 3049,50) oder 3.7% auf den Buchverlag.<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\"><span class=\"Reference\">[13]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Aber auch die auf Grund der &#8222;Umstellungsverordnung&#8220; (Zahlen mu\u00dften nun statt in Schillingbetr\u00e4gen in RM angegeben werden) durchgef\u00fchrte Inventur per Ende 1938 gibt \u00fcber die Verkaufsentwicklung und den finanziellen Erfolg oder Mi\u00dferfolg des Verlags der Johannes-Presse Aufschlu\u00df.<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\"><span class=\"Reference\">[14]<\/span><\/a> Besonders die teuren Luxusausgaben haben sich nicht verkauft: von der 1935 erschienenen Anthologie <em>Patmos<\/em> wurden z.B. 50 Exemplare als Luxusdruck (Halbleder, numeriert, von allen Autoren signiert) hergestellt. Ende 1938 hatte man noch 41 auf Lager! Von der Normalausgabe wurden sch\u00e4tzungsweise zwischen 300 und 500 Exemplare hergestellt, von denen 141 auf Lager blieben. Da mehrere Beitr\u00e4ge (bereits) indiziert waren, war kaum an einen Verkauf zu denken. Von den 25 Luxusausgaben von Beer-Hofmanns <em>Vorspiel auf dem Theater zu K\u00f6nig David <\/em>und den 30 Luxusausgaben von Richard G\u00f6tz, <em>Licht und Landschaft <\/em>blieben 20 bzw. 26 auf Lager liegen. Diese Verkaufsentwicklung l\u00e4\u00dft auf einen immer enger werdenden Markt f\u00fcr Werke hoher drucktechnischer Qualit\u00e4t schlie\u00dfen.<\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading1\"><\/a> Anmerkungen<\/h3>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref1\" target=\"text\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Quellenhinweise: Handelsgericht Wien. Registerakt C 18, 132; Gremium\/Neue Galerie, sowie die weiter unten angef\u00fchrte Literatur.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref2\" target=\"text\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Zur Vorgeschichte der heutigen &#8222;Galerie n\u00e4chst Sankt Stephan&#8220; gibt es bereits einiges an Literatur, so da\u00df im folgenden und f\u00fcr unsere Zwecke auf die Kunsthandlung, Ausstellungst\u00e4tigkeit usw. nicht n\u00e4her eingegangen wird. Dazu: ROBERT FLECK, Avantgarde in Wien. Die Galerie n\u00e4chst Sankt Stephan 1954-1981. Band 1: Die Chronik. Wien: L\u00f6cker, 1982; JANE KALLIR, Austria&#8220;s Expressionism. New York: Galerie St. Etienne\/Rizzoli International Publications, 1981; PAUL STEFAN, Jubil\u00e4um der neuen Galerie. In: <em>Die Stunde <\/em>(Wien), 23.3.1934, S. 3. Verwiesen wird auf folgende neuere Arbeit \u00fcber Kallir-Nirenstein von BEATE SCHWEIKHARDT, Otto Kallir und die Neue Galerie in Wien (1923-1938). In: Von \u00f6sterreichischer Kunst. Festschrift f\u00fcr Franz Fuhrmann, hg. vom Kunsthistorischen Institut der Universit\u00e4t Salzburg. Klagenfurt: Ritter-Verlag, 1983, S. 191-197.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref3\" target=\"text\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Zur Biographie Kallir-Nirensteins ganz allgemein, siehe <em>Die geistige Elite \u00d6sterreichs<\/em>, Wien 1936, S. 433 f., sowie die Ausf\u00fchrungen an anderer Stelle \u00fcber den Verlag Neuer Graphik.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref4\" target=\"text\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> JANE KALLIR, (zit. Anm. 2), S. 9.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref5\" target=\"text\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> So z.B. Koch und Werner, Jahoda &amp; Siegel, Offizin H. Engel u. Sohn (wo Kallir in die Lehre trat), Josef Schwarz.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref6\" target=\"text\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Leserzuschrift von Dr. Vita Maria K\u00fcnstler an <em>Die Presse<\/em> (Wien), 6.\/7.11.1982, S. II. &#8222;Bei seiner ersten Anwesenheit 1949 in Wien erhielt er die Galerie zur\u00fcck, die ich als seine Partnerin bis 1952 weiterf\u00fchrte, woraus unser freundschaftliches Einvernehmen wohl ersichtlich ist.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref7\" target=\"text\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> AVA, VVSt, Ha 4279. Kallir-Nirenstein\/Dr. Viktoria K\u00fcnstler. Vgl dazu JANE KALLIR (zit. Anm. 2), S. 11: &#8222;In May 1938, Kallir officially turned the Neue Galerie over to his long time assistant, Dr. Vita Maria K\u00fcnstler, and left with his family for Switzerland.&#8220; Auffallend ist die Tatsache, da\u00df im Bestand der VVSt von Kallir keine Verm\u00f6gens-Anmeldung vorhanden ist. Abgabetermin (nach einer Verl\u00e4ngerung) war der 15. Juli 1938.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref8\" target=\"text\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Am 17. Mai 1939 erfolgte die Umschreibung von Reg. C 18, 132 nach HRB 3681.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref9\" target=\"text\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Hier ist ausschlie\u00dflich von Werken die Rede, auf deren Titelblatt Verlag der Johannes-Presse steht. D.h. Werke, welche im Verlag der Neuen Galerie parallel erschienen &#8211; es sind meist Kunstb\u00fccher &#8211; werden nicht ber\u00fccksichtigt. Als Quelle f\u00fcr die Zusammenstellung der Publikationen diente die von Hildegard Bachert angefertigte Liste aller Werke, mit denen Dr. Otto Kallir zu tun hatte (s. Jane Kallir, zit. Anm. 2), S. 92-94; bes. S. 93 f.), das <em>Deutsche B\u00fccherverzeichnis <\/em>und Verlagsanzeigen.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref10\" target=\"text\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Es handelt sich hier um <em>Macht man denn aus Kalk die Terzen &#8230;?<\/em> von FRANZ MITTLER, erschienen Dezember 1937 im &#8222;Verlag der Neuen Galerie&#8220;.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref11\" target=\"text\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> In Jane Kallir (zit. Anm. 2) sind 26 Titel verzeichnet, doch fehlt dort folgendes Werk von MAX RODEN, <em>Siebenheit. Lyrische Dichtung<\/em> (1935). Auffallend bei den Werken des Verlags der Johannes-Presse ist das Fehlen eines Signets.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref12\" target=\"text\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Dazu u.a. ERNST SCH\u00d6NWIESE, <em>Literatur in Wien zwischen 1930 und 1980<\/em>. Wien\/M\u00fcnchen: Amalthea Verlag, 1980, S. 75-76, sowie <em>Wiener Zeitung, <\/em>Nr. 347, 16.12.1935, S. 6; <em>Wiener Stadtstimmen, <\/em>Folge 19, 27.3.1936, S. 4.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref13\" target=\"text\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Laut &#8222;Erg\u00e4nzungsbogen 1 zur Bearbeitung des Aufnahmeantrages f\u00fcr die Reichsschrifttumskammer. Verlag, Handel, Zwischenhandel, Leihb\u00fccherei&#8220;, Kunsthandlung Neue Galerie Gesellschaft m.b.H., datiert Wien, 2.I.1939. Auf diesem Fragebogen mu\u00dften die Ums\u00e4tze der letzten drei Jahre, also 1935, 1936, 1937, angegeben und nur der Umsatz 1937 aufgeschl\u00fcsselt werden. Um diesen Umsatz in einer konkreten Relation zu den einzelnen Buchpreisen des Verlags sehen zu k\u00f6nnen, hier einige Beispiele: FRIEDRICH GUNDOLFS <em>Rainer Maria Rilke<\/em> (1937) kostete ca. S 26,25 (Luxusausgabe) bzw. S 5,25; die Anthologie <em>Patmos<\/em>, CLAIRE LOOS, <em>Adolf Loos privat<\/em> (1936), RICHARD GOTZ, <em>Licht und Landschaft. Gedichte<\/em> (1935) je S 5,85; MAX RODEN, <em>Immer und immer<\/em> (1937) S 100 (Luxus) bzw. S 40 (Pappband).<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref14\" target=\"text\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Siehe Handelsgericht Wien. Registerakt HRB 3681. Verzeichnis des Warenlagers (Bilder, Verlag, usw.) Im folgenden wird nur auf die Best\u00e4nde, nicht aber auf deren Bewertung Bezug genommen. Hier werden die <em>Drucke der Johannes-Presse <\/em>im Abschnitt &#8222;Warenlager Bilder etc.&#8220; nur bewertet. Unter &#8222;Warenlager Verlag 31. Dezember 1938&#8220; werden acht Titel samt den diversen Ausgaben aufgelistet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verlag der Johannes-Presse (Wien)[1] Der &#8222;Verlag der Johannes-Presse&#8220; in Wien bestand im Rahmen der &#8222;Kunsthandlung neue Galerie Ges.m.b.H.&#8220; Wien I., Gr\u00fcnangergasse 1.[2] Und hierin hatte der Verlag &#8211; was Umsatz betrifft &#8211; nur wenig Bedeutung. Die &#8222;Kunsthandlung Neue Galerie Ges.m.b.H.&#8220; wurde Ende 1923 (Gesellschaftsvertrag 31. Dezember 1923) gegr\u00fcndet und einige\u2026<\/p>\n<p> <a class=\"continue-reading-link\" href=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=330\"><span>Continue reading<\/span><i class=\"crycon-right-dir\"><\/i><\/a> <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":149,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-330","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/330","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=330"}],"version-history":[{"count":4,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/330\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1390,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/330\/revisions\/1390"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/149"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=330"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}