{"id":426,"date":"2015-09-08T12:58:32","date_gmt":"2015-09-08T10:58:32","guid":{"rendered":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=426"},"modified":"2016-01-09T15:54:39","modified_gmt":"2016-01-09T13:54:39","slug":"herbert-reichner-verlag","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=426","title":{"rendered":"Herbert Reichner Verlag"},"content":{"rendered":"<h3>Herbert Reichner Verlag (Wien-Leipzig-Z\u00fcrich)<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><span style=\"font-size: 0.7em; vertical-align: top;\">[1]<\/span><\/a><\/h3>\n<h6><\/h6>\n<ul class=\"overview\">\n<li class=\"overview\"><a class=\"none\" href=\"#Heading1\" target=\"_self\">Die Produktion<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a href=\"#anm1\">Anmerkungen\u00a0<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a href=\"#erg1\">Erg\u00e4nzungen zur Buchver\u00f6ffentlichung von 1985<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Herbert-Reichner-Verlag.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1433\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Herbert-Reichner-Verlag.jpg\" alt=\"Herbert Reichner Verlag\" width=\"150\" height=\"161\" srcset=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Herbert-Reichner-Verlag.jpg 372w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Herbert-Reichner-Verlag-279x300.jpg 279w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Herbert-Reichner-Verlag-140x150.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Was das Gr\u00fcndungsjahr dieses Individualverlages betrifft, gibt es einander widersprechende Angaben, die dennoch alle als richtig angesehen werden k\u00f6nnen. Der am 4. M\u00e4rz 1899 in Wien geborene Herbert Reichner stie\u00df in relativ jungen Jahren zum Verlagsgesch\u00e4ft. Sein Lebensinteresse galt eigentlich nicht der Belletristik an sich, sondern der Bibliophilie. Die Gr\u00fcndungszeit der Firma &#8222;Herbert Reichner Verlag&#8220; f\u00e4llt nach eigener Angabe schon in das Jahr 1925. Reichner geno\u00df zwar keine buchh\u00e4ndlerische Ausbildung, aber er besa\u00df, wie er etwa 1930 auf dem &#8222;Auskunftsbogen f\u00fcr Verleger&#8220; zwecks sp\u00e4terer Aufnahme in das allwichtige <em>Adre\u00dfbuch des Deutschen Buchhandels <\/em>anf\u00fchrte, als Herausgeber der bedeutendsten internationalen Monatsschrift <em>Philobiblon <\/em>nachweisbare buchh\u00e4ndlerische Kenntnisse.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><span class=\"Reference\">[2]<\/span><\/a> Diese &#8222;Monatsschrift f\u00fcr B\u00fccherliebhaber&#8220; begann 1928 zu erscheinen und blieb im Herbert Reichner Verlag wegen der politischen und kulturellen Entwicklungen in Deutschland und \u00d6sterreich<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><span class=\"Reference\">[3]<\/span><\/a> nur bis 1936, als sie vom v\u00f6lkisch verankerten Rudolf M. Rohrer Verlag \u00fcbernommen wurde.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><span class=\"Reference\">[4]<\/span><\/a> <em>Philobiblon <\/em>galt als eine der bedeutendsten und beliebtesten Monatsschriften f\u00fcr B\u00fccherliebhaber. Jedes Heft enthielt Beitr\u00e4ge \u00fcber Handschriften und Autographen, alte und moderne Pressen, illustrierte B\u00fccher aller Zeiten, Bucheinb\u00e4nde, Erstausgaben, alte Naturwissenschaften und Medizin, Musik-Bibliographie sowie Berichte aus der Welt der B\u00fccher. Hervorragend gedruckte Beilagen schm\u00fcckten so gut wie jedes Heft.<\/p>\n<p>Seine eigentliche &#8222;Verlagsproduktion&#8220; begann Reichner allerdings schon im Jahre 1927 mit der bibliophilen Reihe <em>Bibliotheca typographica. <\/em>Hier erschienen insgesamt sechs Publikationen, die in Auflagen von jeweils 200 bis 350 St\u00fcck in den ersten Offizinen Deutschlands, \u00d6sterreichs, Hollands und Amerikas hergestellt wurden. Von Reichner pers\u00f6nlich stammt auch die erste Folge:<\/p>\n<p><em>Die Druckerkunst in den Vereinigten Staaten von Amerika <\/em>(Aufl. dt. 200 St\u00fcck; Umfang 10 S. mit 16 Tafeln). Im selben Jahr folgte <em>Die Gutenberg-Bibel der Sammlung Vollbehr. Schicksale des kostbaren Buches, <\/em>auch von Reichner herausgegeben. Weiters erschienen: Johann Thomas Trattner, <em>R\u00f6slein und Zierrathen <\/em>(Kurztitel) 1928 Maurits Sabbe u. Marius Audin, <em>Civilit\u00e9-Schriften <\/em>(Kurztitel) George Parker Winship, <em>The Merrymount Press of Boston <\/em>(1929) Flodoard Frh. v. Biedermann, <em>Die deutsche Typographie im Zeitalter Goethes <\/em>(1934)<\/p>\n<p>Erst nach 1933 begann Reichner Werke aus dem Bereich Musik, Literatur und Geschichte zu verlegen. Von den Verlagsmitarbeitern ist bekannt, da\u00df Rudolf Fuchs bis 1938 bei Reichner besch\u00e4ftigt war, da\u00df er Korrektur las und als Verbindungsmann zu den verschiedenen Autoren, u.a. zu Stefan Zweig, t\u00e4tig war. Der Herbert Reichner Verlag galt in Nazi-Deutschland als &#8222;Judenverlag&#8220;, vor allem, als er neuer Verleger Stefan Zweigs wurde. Reichner konnte aber trotzdem &#8211; obwohl &#8222;j\u00fcdischer&#8220;, so doch ausl\u00e4ndischer Verlag &#8211; den Gro\u00dfteil seiner Produktion nach Deutschland verkaufen, und abgesehen von diversen Schikanen der Schriftleitung des <em>B\u00f6rsenblatts<\/em>, dort auch regelm\u00e4\u00dfig annoncieren. 1936 kam es zu einer Blitzbeschlagnahme seines Lagers in Leipzig, und nur durch diplomatische Interventionen von h\u00f6chster Stelle gelang es ihm, die konfiszierten Werke wieder freizubekommen.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><span class=\"Reference\">[5]<\/span><\/a> Wohl aus Vorahnung dessen, was kommen w\u00fcrde, verlie\u00dfen Herbert Reichner und seine Frau Wien am Abend des &#8222;Anschlusses&#8220; und reisten nach Z\u00fcrich. In den 30er Jahren hatte der Herbert Reichner-Verlag mit &#8222;Wien-Leipzig-Z\u00fcrich&#8220; firmiert. Standort des Verlags in Wien war 6., Strohmayergasse 6, w\u00e4hrend Leipzig blo\u00df der Hinweis auf seinen dortigen Kommission\u00e4r F. Volckmar war. Die Z\u00fcrcher Adresse war die des B\u00fcros des dortigen Reichner-Rechtsanwalts. 1939 reiste die Familie nach New York. Nach etwa einem halben Jahr Sammelt\u00e4tigkeit er\u00f6ffnete Herbert Reichner im Oktober 1940 ein Gesch\u00e4ft f\u00fcr &#8222;Old, Rare and Scholarly Books&#8220; (Spezialgebiet: Literatur des 16. Jahrhunderts), das er bis zu seinem Tod 1971 in Stockbridge, Massachusetts leitete. Seine Frau f\u00fchrt heute das Gesch\u00e4ft im Bundesstaat New Hampshire weiter.<\/p>\n<p>Nach dem &#8222;Anschlu\u00df&#8220; z\u00e4hlte der &#8222;herrenlose&#8220; Herbert Reichner Verlag zu den vielen zu liquidierenden Unternehmen, aber wie diese Liquidation im einzelnen vor sich ging, kann blo\u00df angedeutet werden. Fest steht, da\u00df der Verlag unter kommissarischer Leitung eines gewissen Emil Kleibl stand und da\u00df trotz der Frist f\u00fcr die Abbestellung solcher kommissarischen Verwalter auf Grund von Prozessen um Verlagsrechte im Ausland Kleibl seines Amts nicht enthoben werden konnte. So kann man schlie\u00dfen, da\u00df der Verlag mit dem &#8222;Anschlu\u00df&#8220; zu existieren aufh\u00f6rte, da\u00df aber die Abwicklung noch geraume Zeit in Anspruch nahm.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><span class=\"Reference\">[6]<\/span><\/a><\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading1\"><\/a> Die Produktion<\/h3>\n<p>Die Verlagslinie ist bereits angedeutet worden. Programmatisch zu verstehen ist der Hinweis auf der Umschlagseite eines Verlagsprospekts aus dem Jahre 1936:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Der Herbert Reichner Verlag ver\u00f6ffentlicht allj\u00e4hrlich nur wenige B\u00fccher, aber ausschlie\u00dflich literarisch hochwertige und in vollendeter Ausstattung.<\/p>\n<p>Dabei ist der Umfang der Produktion 1934-37 angesichts der schlechten wirtschaftlichen Lage und der Schwierigkeiten mit dem Export nach Deutschland gar nicht so klein. Und das bibliophile Buch blieb nach wie vor im Verlagsangebot. Zun\u00e4chst zum Bereich &#8222;Literatur&#8220;. 1934 sah den eigentlichen Beginn der Belletristikproduktion, wobei man gleichzeitig vom &#8222;bibliophilen&#8220; Buch sprechen mu\u00df. So erschienen beispielsweise ein Werk Gustave Flauberts <em>(Der B\u00fcchernarr) <\/em>mit drei Zeichnungen von Alfred Kubin und Alexander Lernet-Holenias <em>Olympische Hymne<\/em> (6 Bl\u00e4tter). Reichner wurde so &#8211; neben S. Fischer &#8211; Zum Verleger Lernet-Holenias. Ende 1935, Anfang 1936 begann Reichner die Reihe <em>Zeitgen\u00f6ssische Dichtung <\/em>und gab vier B\u00e4nde heraus. Band 1 war Stefan Zweigs biblische Dichtung <em>Jeremias<\/em>, Band 2 Werner Riemerschmids <em>Das veraltete Jahr, <\/em>Band 3 Felix Brauns <em>Ausgew\u00e4hlte Gedichte <\/em>und schlie\u00dflich Band 4 <em>Der Herr von Paris. Eine Erz\u00e4hlung aus der Zeit der gro\u00dfen Revolution in Frankreich <\/em>von Lernet-Holenia. 1936 erschien Lernets Roman <em>Die Auferstehung des Maltravers <\/em>mit Ausstattung von E.R. Wei\u00df, gefolgt von Gedichten und Szenen unter dem Titel <em>Die goldene Horde <\/em>in einer beschr\u00e4nkten Auflage von 600 num. Exemplaren.<\/p>\n<p>In den Jahren 1935\/36 begann Reichner auch fremdsprachige Literatur in deutscher \u00dcbersetzung in sein Programm aufzunehmen, wobei die \u00dcbersetzungen am h\u00e4ufigsten von Herberth E. Herlitschka vorgenommen wurden. 1935 erschien z.B. Luigi Pirandellos <em>Man wei\u00df nicht wie <\/em>(Dt. von Stefan Zweig). Reichner wurde Verleger zweier erfolgreicher Autoren aus dem angels\u00e4chsischen Bereich, n\u00e4mlich Katherine Mansfield und James Hilton. Von Mansfield erschienen <em>Das Gartenfest und andere Geschichten <\/em>(1937, Impressum: 1938), <em>F\u00fcr sechs Pence Erziehung <\/em>(1937). F\u00fcr das Fr\u00fchjahr 1938 angek\u00fcndigt, aber <em>nicht <\/em>erschienen sind die Briefe und Tageb\u00fccher der Katherine Mansfield in zwei B\u00e4nden. Ebenso erfolgreich waren James Hiltons <em>Wir sind nicht allein <\/em>(1937) und <em>Leb wohl, alter Chips! <\/em>(1936) und <em>Irgendwo in Tibet <\/em>(1937). Auf dem Gebiet der \u00dcbersetzungen w\u00e4ren noch zu nennen der Roman aus dem Italienischen von Alberto Albertini (Zwei <em>Jahre, <\/em>1936), der Roman aus dem Russischen <em>Der Mensch und die Steppe <\/em>von Alexander Jakowlew, sowie Franz Moln\u00e1rs Roman <em>Der gr\u00fcne Husar. <\/em><\/p>\n<p>Zu den weiteren Autoren des Herbert Reichner Verlags z\u00e4hlten Ren\u00e9 F\u00fcl\u00f6p-Miller <em>(Katzenmusik, <\/em>Roman, 1936), Lotte Lehmann <em>(Orplid, mein Land, <\/em>Roman, 1937; <em>Anfang und Aufstieg. Lebenserinnerungen, <\/em>1937), Elias Canetti <em>(Die Blendung. <\/em>Roman, 1936 [1935], mit einer farbigen Einbandzeichnung von Alfred Kubin), Emil Lucka <em>(Der Impresario. <\/em>Roman, 1937; <em>Die gro\u00dfe Zeit der Niederlande, <\/em>1937), Siegfried Trebitsch <em>(Heimkehr zum Ich, <\/em>Roman, 1936); Friedrich Eckstein <em>(&#8222;Alte unnennbare Tage!&#8220; Erinnerungen aus siebzig Lehr- und Wanderjahren) <\/em>sowie Hans von Hammerstein, der 1936 &#8222;Alte und neue Gedichte&#8220; &#8211;<em> Der Wanderer im Abend <\/em>&#8211; bei Reichner verlegte und im folgenden Jahr das Geleitwort zu einem bibliophilen Band <em>Trachten der Alpenl\u00e4nder <\/em>verfa\u00dfte. Auch Hermann Broch ist 1936 mit einer 32seitigen &#8222;Rede zu Joyce&#8220;s 50. Geburtstag&#8220; &#8211;<em> James Joyce und die Gegenwart <\/em>&#8211; vertreten. Rilke ist 1936 mit zwei Verlagswerken geehrt worden. 1937 erschien <em>Rilke in Frankreich <\/em>von Maurice Betz. Von Richard Flatter stammen der Band <em>Shakespeare neu \u00fcbersetzt <\/em>und <em>Die Fahne. Englische Lyrik aus f\u00fcnf Jahrhunderten <\/em>(1936).<\/p>\n<p>Der mit Abstand wichtigste und erfolgreichste Autor des Herbert Reichner Verlages war nat\u00fcrlich Stefan Zweig. Wie Edith Reichner mitteilt, d\u00fcrften sich Reichner und Zweig, von den vielen gemeinsamen Bekannten abgesehen, sp\u00e4testens seit 1929 pers\u00f6nlich gekannt haben. Der Kontakt war vermutlich durch Anton Kippenberg, Leiter des Insel-Verlags und au\u00dferdem Abonnent der Zeitschrift <em>Philobiblon, <\/em>hergestellt worden. Dieser vertiefte sich in der zweiten Jahresh\u00e4lfte 1933 insofern, als Zweigs <em>Die unsichtbare Sammlung. Eine Episode aus der deutschen Inflation <\/em>mit einem Umfang von 48 Seiten als Beilage 8 und &#8222;Liebhaberdruck&#8220; in Heft 9 von Reichners Monatsschrift <em>(Druck der Halcyon-Presse <\/em>5) erschien. Das n\u00e4chste gemeinsame Projekt wurde im folgenden Jahr mit der Ver\u00f6ffentlichung des Werkes <em>Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam <\/em>ausgef\u00fchrt. Und damit begann Reichner Belletristik zu verlegen. Zweig d\u00fcrfte von Reichner eine hohe Meinung gehabt haben, denn in einem Brief an Ren\u00e9 Schickele 1934 konnte er den Verlag w\u00e4rmstens empfehlen:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Haben Sie einmal ein kleines Buch, bei dem Sie an eine bibliophile Ausgabe denken, irgend etwas, was Ihnen dichterisch besonders lieb ist, so glaube ich, da\u00df Sie bei diesem Verlage Reichner, der meinen Erasmus gemacht hat und der jetzt kultivierteste deutsche Literatur jenseits aller Politik in bibliophilen vollendeten Ausgaben bringen will, sehr zufrieden w\u00e4ren. Vielleicht haben Sie da etwas in der Lade oder im Herzen.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\"><span class=\"Reference\">[7]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Bei Reichner erschienen bis 1938 von Zweig alle Werke in deutscher Sprache, d.h. sowohl einige vom Insel-Verlag \u00fcbernommene Werke als auch seine neuen B\u00fccher, darunter einige &#8222;Liebhaberb\u00fccher&#8220;. Der allerletzte Vertrag zwischen Reichner und Zweig aus dem Jahre 1937 betraf ein Werk, an dem Zweig im Oktober 1937 noch arbeitete und f\u00fcr das bei Vertragsabschlu\u00df der Titel noch nicht feststand, n\u00e4mlich den Roman <em>Ungeduld des Herzens. <\/em>Er erschien 1939 bei Bermann-Fischer in Stockholm.<\/p>\n<p>Von dem im Februar 1938 angek\u00fcndigten Fr\u00fchjahrsprogramm des Herbert Reichner Verlags konnte nichts mehr erscheinen.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\"><span class=\"Reference\">[8]<\/span><\/a> Eines der letzten nachgewiesenen Werke mit Impressum 1938 stammt von Moriz Scheyer, <em>Erdentag des Genies. Ausgew\u00e4hlte Essais. <\/em><\/p>\n<p>Es w\u00fcrde aber ein unvollst\u00e4ndiges Bild vom Herbert Reichner Verlag vermittelt werden, wollte man nicht auf die vielen Publikationen zum Thema &#8222;Musik&#8220; hinweisen. Das vielf\u00e4ltige meist bibliophile Angebot reichte von Willi Reichs 1936 erschienener Alban Berg-Biographie, der Reproduktion der Original-Handschrift von Franz Grubers &#8222;Stille Nacht, Heilige Nacht&#8220;, Hugo von Hofmannsthals <em>Beethoven-Rede<\/em>, zu den Werken Paul Stefans <em>Die Zauberfl\u00f6te, Don Giovanni, Die verkaufte Braut, <\/em>Monographien \u00fcber Arturo Toscanini und Bruno Walter und Mozarts <em>Das Veilchen <\/em>in Faksimile. Die Schwierigkeiten Zweigs bzw. Reichners im reichsdeutschen Buchhandel wurden bereits an anderer Stelle erl\u00e4utert. \u00c4hnliche Probleme hatte Reichner im Reich auch mit seinen Musikb\u00fcchern, und zwar mit Paul Stefans Bruno Walter-Biographie und Bruno Walters eigenem Buch \u00fcber Gustav Mahler im Sommer 1936. Unmittelbar nach Abschlu\u00df des &#8222;Juli-Abkommens&#8220; war, wie Reichner Bundeskanzler Schuschnigg und Staatssekret\u00e4r Guido Zernatto am 28. August mitteilte, ihm &#8222;auch schon der Verkauf von Paul Stefans Bruno-Walter-Biographie (&#8230;) im Reich untersagt worden&#8220;. Daher stehe fest, &#8222;da\u00df also ein so harmloses Buch wie dasjenige \u00fcber Bruno Walter als ,unerw\u00fcnscht&#8220;&#8220; gelte.<\/p>\n<p class=\"zitat\">Nun ist soeben Bruno Walters eigenes Buch \u00fcber Gustav Mahler erschienen, von dem ich Ihnen und dem Herrn Bundeskanzler je ein Widmungsexemplar \u00fcberreichen durfte. Auch dieses Buch darf ich nicht ins Reich liefern, was daraus hervorgeht, da\u00df ich auf die blo\u00dfe Ank\u00fcndigung seines Erscheinens hin aufgefordert wurde, sofort ein Pr\u00fcfungsexemplar nach Leipzig zu schicken. Solange das Ergebnis dieser Pr\u00fcfung nicht feststeht, darf ich kein einziges Exemplar &#8211; trotz vielen vorliegenden Bestellungen &#8211; ins Reich liefern. Sie werden zugeben, da\u00df dies eine Ma\u00dfnahme ist, die letzten Endes darauf hinausgeht, in der f\u00fcr den B\u00fccherabsatz wichtigsten Zeit vor Weihnachten den \u00f6sterreichischen B\u00fccherabsatz nahezu zu unterbinden. Denn es ist blo\u00df n\u00f6tig, die Vorpr\u00fcfung gen\u00fcgend lange hinauszuziehen, um dann selbst im Falle der Zul\u00e4ssigkeit einen Bucherfolg zu einem Mi\u00dferfolg zu gestalten.<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\"><span class=\"Reference\">[9]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Reichner richtete an Zernatto und Schuschnigg die Bitte, ihm zu helfen, doch konnte man \u00f6sterreichischerseits nicht viel unternehmen. In einem &#8222;pro domo-Vermerk&#8220; des Bundeskanzleramtes hei\u00dft es:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Hiezu w\u00e4re zu bemerken, da\u00df die zwei in Rede stehenden B\u00fccher (1. Lebensbeschreibung Bruno Walters und 2. Bruno Walter als Autor des Gustav Mahler-Buches) naheliegenderweise auf Widerst\u00e4nde in Deutschland sto\u00dfen, da das 3. Reich Bruno Walter bekanntlich seine Haltung besonders \u00fcbel nimmt (vgl. die szt. Bemerkung Herrn von Papens gegen\u00fcber dem H. Staatssekret\u00e4r, wonach seitens Berlin dringend gew\u00fcnscht w\u00fcrde, da\u00df Opernabende in Wien mit reichsdeutschen G\u00e4sten tunlichst nicht von Bruno Walter geleitet werden (!)<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\"><span class=\"Reference\">[10]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Reichner erhielt vom BKA folgende Antwort:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Bezugnehmend auf das gesch. an den Herrn Bundeskanzler gerichtete Schreiben vom 28. v. M. in Angelegenheit der Zulassung der &#8222;Bruno Walter-Biographie und der Gustav Mahler-Biographie von Bruno Walter&#8220; im Deutschen Reiche beehre ich mich im Auftrage des Herrn BK Ihnen vertraulich mitzuteilen, da\u00df ich mir zwar vorbehalte, bei erster g\u00fcnstiger Gelegenheit dem Herrn deutschen Gesandten gegen\u00fcber diese Angelegenheit zur Sprache zu bringen und die Frage dieser beiden B\u00fccher zum Verkaufe im Reiche zu bef\u00fcrworten, jedoch glaube ich schon jetzt der Bef\u00fcrchtung Ausdruck geben zu m\u00fcssen, da\u00df diese meine Versuche wenig Aussicht auf Erfolg er\u00f6ffnen, da ja bekanntlich die ma\u00dfgebenden Faktoren des 3. Reiches jeden Kontakt mit Prof. Bruno Walter seit langem g\u00e4nzlich abgebrochen haben und es auch vermeiden, von seinem k\u00fcnstlerischen Schaffen Notiz zu nehmen. Es ist daher kaum zu verwundern, da\u00df angesichts dieser Einstellung des Dritten Reichs zu dem auch von mir sehr verehrten K\u00fcnstler Bruno Walter ein Verbreitungsverbot gegen seine Biographie und gegen das von ihm verfa\u00dfte Gustav Mahler-Buch ausgesprochen wurden.<br \/>\nIch glaube daher Ihnen den Rat erteilen zu sollen, bis auf Weiteres den Absatz dieser beiden B\u00fccher bezw. deren Zulassung im Deutschen Reiche nicht zu forcieren und behalte mir vor, Sie gelegentlich von der Aufnahme meiner Gespr\u00e4che beim Herrn deutschen Gesandten zu informieren. (ebda.)<\/p>\n<p>Der Fall zeigt, von welch oft irrationalen Faktoren Buchpolitik beeinflu\u00dft wurde. Da\u00df aber die linke Hand nicht immer wu\u00dfte, was die rechte Hand tat, und umgekehrt, und da\u00df die Erfassung von &#8222;j\u00fcdischer&#8220; Literatur gar nicht so perfekt war, wie man vielleicht annehmen k\u00f6nnte, zeigt wiederum eine Episode aus dem Leben des Herbert-Reichner Verlags. Wie an anderer Stelle schon festgestellt, konnte das <em>B\u00f6rsenblatt <\/em>ausl\u00e4ndischen, in &#8222;j\u00fcdischen&#8220; H\u00e4nden befindlichen Verlagen nicht verweigern, dort zu annoncieren. Wohl aber war das <em>B\u00f6rsenblatt <\/em>bem\u00fcht, Anzeigen f\u00fcr B\u00fccher j\u00fcdischer Verfasser zu unterbinden. Dazu abschlie\u00dfend zwei aufschlu\u00dfreiche Beispiele aus einem Bericht der Schriftleitung des <em>B\u00f6rsenblatts, <\/em>betreffend &#8222;J\u00fcdisches Schrifttum aus dem Ausland&#8220; vom 7. Oktober 1937:<\/p>\n<p class=\"zitat\">(&#8230;) 2.) Dem Verlag Herbert Reichner, Wien, Nichtmitglied, haben wir am 8. September eine Anzeige des Buches: Paul Stefan &#8222;Die Zauberfl\u00f6te&#8220; abgelehnt. Der Verlag antwortet mit dem Hinweis, da\u00df das Buch in der Parteizeitung &#8222;Bayerische Ostmark&#8220; in Bayreuth am 8. August 1937 eine gl\u00e4nzende Besprechung erfahren habe. Auf unsere Erkundigung bei der Schriftleitung der &#8222;Bayerischen Ostmark&#8220; wird uns mitgeteilt, da\u00df dem Besprecher nicht bekannt war, da\u00df Paul Stefan Jude ist.<br \/>\nDem Verlag Reichner gegen\u00fcber haben wir auf der Ablehnung bestanden, und er hat sich damit zufrieden gegeben.<br \/>\n3.) Dem Verlag Herbert Reichner, Wien mu\u00dften wir eine neue Anzeige \u00fcber das Buch: Molnar &#8222;Der gr\u00fcne Husar&#8220; ablehnen, da der Verfasser Jude ist. Der Verlag schreibt uns darauf, da\u00df Molnar genau so ein reiner Ungar sei wie z.B. K\u00f6rmendi, dessen B\u00fccher von den Verlagen Ullstein, Universitas und Bermann-Fischer ruhig angezeigt und verkauft werden d\u00fcrften. Molnar unterscheide sich in nichts von K\u00f6rmendi.<\/p>\n<p class=\"zitat\">Es war uns bisher nicht bekannt, da\u00df K\u00f6rmendi Jude ist, und wir haben daher dem Verlag Reichner geschrieben, da\u00df wir in Zukunft auch Anzeigen \u00fcber B\u00fccher von K\u00f6rmendi ablehnen werden.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\"><span class=\"Reference\">[11]<\/span><\/a><\/p>\n<h3 id=\"anm1\"><a class=\"none\" name=\"Heading2\"><\/a> Anmerkungen<\/h3>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Quellenhinweise: MURRAY G. HALL, Literatur- und Verlagspolitik der drei\u00dfiger Jahre in \u00d6sterreich. Am Beispiel Stefan Zweigs und seines Wiener Verlegers Herbert Reichner. In: <em>Stefan Zweig 1881\/1981. Aufs\u00e4tze und Dokumente<\/em>. Hg. v.d. Dokumentationsstelle f\u00fcr neuere \u00f6sterreichische Literatur in Zusammenarbeit mit dem Salzburger Literaturarchiv. ZIRKULAR. Sondernummer 2, Oktober 1981, S. 113-136; Archiv, Buchgewerbehaus Wien, u.a. Personalarchiv Herbert Reichner; \u00d6Sta, HHSta, N.P.A., Karton 119, Zl. 43.578-13\/1936; schriftliche Befragung der Witwe Herbert Reichners, Edith Reichner, Enfield, New Hampshire, USA; <em>Lexikon der deutschen Verlage<\/em>, Leipzig 1930, S. 320f.; der bis vor wenigen Jahren vorhandene Akt &#8222;Herbert Reichner&#8220; im Gremium ist leider verschollen; der Verlag war auch nicht handelsgerichtlich protokolliert.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Archiv, Buchgewerbehaus Wien: Personalakt Herbert Reichner.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Nach einem Brief Edith Reichners an den Verf. vom 16. Juni 1981. Nach einer Auskunft von Rudolf M. Rohrer, Druckerei und Verlag in Baden bei Wien Anfang 1982 liegt dort keine Korrespondenz.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Obwohl es sich nicht um einen belletristischen Verlag handelt, soll hier nun auf die Geschichte dieses Verlags kurz eingegangen werden: Der Ursprung der Firma Rudolf M. (= Maria) Rohrer reicht in das 18. Jahrhundert zur\u00fcck. Am 2. Mai 1786 wurde in Br\u00fcnn von Josef Georg Tra\u00dfler eine Buchdruckerei gegr\u00fcndet, die sp\u00e4ter die Firma Rudolf M. Rohrer f\u00fchrte. Nach seinem Tod am 24.6.1816 wurde der Sohn Johann Baptist Tra\u00dfler (1787-25.4.1844) Nachfolger. Dessen Neffe Rudolf Rohrer trat am 1.7.1828 im Alter von 23 Jahren als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer ein. Im Oktober 1831 ging die Buchdruckerei in den alleinigen Besitz von Rudolf Rohrer \u00fcber. Als dieser am 14.1.1839 starb, war sein einziger Sohn, der sowie er den Namen Rudolf f\u00fchrte, erst ein Jahr alt. Nach der F\u00fchrung als Witwenfortbetrieb \u00fcbernahm Rudolf Maria Rohrer 1860 die technische, 1861 die selbst\u00e4ndige Leitung des v\u00e4terlichen Unternehmens. Am 27.5.1862 erhielt er die Konzession zum Betrieb der Buch- und Steindruckerei in Br\u00fcnn, welche fortan unter der Firma Rudolf M. Rohrer gef\u00fchrt wurde. Anfang 1887 trat Rohrers \u00e4ltester Sohn Rudolf Rohrer jun. in die Druckerei ein. Er war in erster Linie Buchdrucker, aber auch ein t\u00fcchtiger Verleger; er starb allerdings bereits am 3.1.1913 im 49. Lebensjahr in Br\u00fcnn. Die Firma wurde weitergef\u00fchrt, und in den 20er und 30er Jahren entwickelte der Verlag Rudolf M. Rohrer, der zun\u00e4chst in Br\u00fcnn firmierte, dann in Leipzig-Br\u00fcnn und schlie\u00dflich auch in Baden bei Wien beheimatet war, eine rege T\u00e4tigkeit, die folgende Gebiete umfa\u00dfte: Arch\u00e4ologie, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, Recht, Staat, Wirtschaft, Geisteswissenschaften, Naturwissenschaft, Technik. In vielen Sparten verlegte Rudolf M. Rohrer eine Reihe von wissenschaftlichen, kunstgeschichtlichen und juristischen Publikationsreihen. So gesehen war der Verlag zur \u00dcbernahme von <em>Philobiblon<\/em> durchaus geeignet. Als Kunsthistoriker arbeitete dort Dr. Gustav Adolf K\u00fcnstler. (Quellenhinweise: <em>Festnummer der \u00f6sterr.-ungar. Buchh\u00e4ndler-Correspondenz<\/em>, Wien 1910, II. Teil, S. 52-53; <em>BC<\/em>, Nr. 20, 16.5.1906, S. 272f. und ebenda, Nr. 2, 8.1.1913, S. 13-14; <em>Anderthalb Jahrhunderte Rudolf M. Rohrer (1786-1936). Die Geschichte einer Deutschen Drucker- und Verlegerfamilie<\/em>. Br\u00fcnn\/Baden bei Wien: Rohrer, 1937.)<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Ausf\u00fchrlicher zu diesem Fall sowie zur Beziehung Reichner-Zweig siehe den Aufsatz des Verf. (Anm. 1). Eine neuerschienene Ausgabe des Briefwechsels Stefan Zweigs mit Raoul Auernheimer sowie mit Richard Beer-Hofmann konnte hier nicht mehr eingearbeitet werden. Herbert Reichner wird mehrfach erw\u00e4hnt, und die Briefe Zweigs enthalten mehrere Anhaltspunkte daf\u00fcr, da\u00df seine Beziehung zu Reichner doch nicht immer die beste war. Dazu: The Correspondence of Stefan Zweig with Raoul Auernheimer edited with an introduction and notes by Donald G. Daviau and Jorun B. Johns and with Richard Beer-Hofmann edited with commentary and notes by Jeffrey B. Berlin. Columbia, South Carolina: Camden House, 1983.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Der im Buchhandel sonst nicht identifizierte Kleibl scheint in der &#8222;Namentlichen Liste der am 30. Oktober 1939 noch kommissarisch verwalteten Betriebe&#8220; auf. Da hei\u00dft es w\u00f6rtlich: &#8222;Begr\u00fcndung: Mu\u00df als kommissarischer Verwalter bleiben, da er in Auslandsprozessen als kommissarischer Verwalter genannt wurde und eine Umwandlung zum Treuh\u00e4nder f\u00fcr die Prozesse von Schaden w\u00e4re.&#8220; Quelle: AVA, Reichskommissar, Karton 145.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> STEFAN ZWEIG, Briefe an Freunde. Hg. von Richard Friedenthal. Frankfurt\/Main: S. Fischer, 1978, S. 249.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> <em>Anzeiger, <\/em>Nr. 4, 19.2.1938, S. 24.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> \u00d6Sta, HHSta, N.P.A. Karton 119, BKA 43.578-13\/36.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Ebenda, BKA Zl. 42.061\/36, Gesch\u00e4ftszeichen I\/12. Wie Bruno Walter im Dritten Reich &#8222;behandelt&#8220; wurde, beschreibt FRED P. PRIEBERG in: Musik im NS-Staat. Frankfurt\/Main: Fischer Taschenbuch Verlag, 1982.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Berlin Document Center, Leitzordner &#8222;J\u00fcdische Buchh\u00e4ndler, Verleger und Schriftsteller&#8220;; der Bericht von Dr. Albert Hell ist mit 7. Oktober 1937 datiert. Im selben Bericht ist von \u00e4hnlichen F\u00e4llen in Zusammenhang mit dem Saturn-Verlag, dem Bermann-Fischer Verlag und dem Bastei-Verlag die Rede.<\/p>\n<h3 id=\"erg1\" class=\"Note\">Erg\u00e4nzungen zur Buchver\u00f6ffentlichung von 1985<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: circle;\">\n<li>Stefan Zweig und der Herbert Reichner Verlag. In: <em>Znanstvena Revija<\/em> (Maribor), 5 (1993), Nr. 1, S. 107\u2013116 sowie in: Friedrich Gaede u.a. (Hrsg.): <em>Hinter dem schwarzen Vorhang. Die Katastrophe und die epische Tradition. Festschrift f\u00fcr Anthony W. Riley<\/em>. T\u00fcbingen: Francke Verlag 1994, S. 157\u2013166.<\/li>\n<li>Murray G. Hall\/Christina K\u00f6stner: <i>\u201e\u2026 allerlei f\u00fcr die Nationalbibliothek zu ergattern \u2026\u201c. Eine \u00f6sterreichische Institution in der NS-Zeit<\/i>. B\u00f6hlau: Wien\u2013K\u00f6ln\u2013Weimar 2006, S. 112\u2013115.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herbert Reichner Verlag (Wien-Leipzig-Z\u00fcrich)[1] Die Produktion Anmerkungen\u00a0 Erg\u00e4nzungen zur Buchver\u00f6ffentlichung von 1985 Was das Gr\u00fcndungsjahr dieses Individualverlages betrifft, gibt es einander widersprechende Angaben, die dennoch alle als richtig angesehen werden k\u00f6nnen. Der am 4. M\u00e4rz 1899 in Wien geborene Herbert Reichner stie\u00df in relativ jungen Jahren zum Verlagsgesch\u00e4ft. Sein Lebensinteresse\u2026<\/p>\n<p> <a class=\"continue-reading-link\" href=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=426\"><span>Continue reading<\/span><i class=\"crycon-right-dir\"><\/i><\/a> <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":149,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-426","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/426","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=426"}],"version-history":[{"count":7,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/426\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2042,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/426\/revisions\/2042"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/149"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=426"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}