{"id":594,"date":"2015-09-11T20:59:42","date_gmt":"2015-09-11T18:59:42","guid":{"rendered":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=594"},"modified":"2015-11-22T10:43:44","modified_gmt":"2015-11-22T08:43:44","slug":"verlag-paul-stern","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=594","title":{"rendered":"Verlag Paul Stern"},"content":{"rendered":"<h2>Verlag Paul Stern (Wien) <a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><span style=\"font-size: 0.7em; vertical-align: top;\">[1]<\/span><\/a><\/h2>\n<h6><\/h6>\n<ul class=\"overview\">\n<li class=\"overview\"><a class=\"none\" href=\"#Heading1\" target=\"_self\">Produktion<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Paul-Stern.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-596\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Paul-Stern-243x300.jpg\" alt=\"Paul Stern\" width=\"130\" height=\"161\" srcset=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Paul-Stern-243x300.jpg 243w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Paul-Stern-121x150.jpg 121w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Paul-Stern.jpg 484w\" sizes=\"auto, (max-width: 130px) 100vw, 130px\" \/><\/a>Der &#8222;Verlag Paul Stern&#8220; ging aus der 1919 in Wien gegr\u00fcndeten Buchhandlung (und Antiquariat) gleichen Namens hervor. Gr\u00fcnder der Firma &#8222;Paul Stern &amp; Co.&#8220; waren die \u00f6ffentlichen Gesellschafter Paul Stern (* 24.8. 1889, Wien) und Heinrich L\u00f6wenberg (* 5.7.1876, Polen), der seine bestehende Konzession auf seinen Kompagnon \u00fcbertrug.<\/p>\n<p>Am 21. Februar 1921 wurde die Errichtung der Firma &#8222;Paul Stern &amp; Co.&#8220;, einer OHG, &#8222;welche den Buchhandel, das Antiquariat, das Verlagsgesch\u00e4ft, wie \u00fcberhaupt alle einschl\u00e4gigen Gesch\u00e4fte zum Gegenstand hat,&#8220; dem Handelsgericht gemeldet. Am 19. April 1921 wurde die neue Firma, die ihren Sitz in Wien 1., Goldschmiedgasse 7a hatte, unter Register A, Band 57, pagina 24, ins Wiener Handelsregister eingetragen. Paul Stern erhielt die entsprechende Konzession zum Betrieb seines Gesch\u00e4fts am 5. Oktober d.J.<\/p>\n<p>Da diese Firma praktisch nur in den Jahren 1920 und 1921 als Verlag t\u00e4tig war, werden die weiteren gesch\u00e4ftlichen Entwicklungen hier nur kurz skizziert. Im Juli 1926 schied Paul Stern aus der Firma aus, willigte aber ausdr\u00fccklich in die Beibehaltung des Firmawortlauts, welcher seinen Namen enthielt, ein. Die nunmehrige Buchhandlung Paul Stern bekam 1930, 1931 und 1936 eine Reihe von neuen Gesellschaftern bzw. Inhabern und \u00fcbersiedelte mehrmals. Zumal die Firma &#8222;nichtarisch&#8220; war, kam sie nach M\u00e4rz 1938, sofern der Betrieb noch aufrechterhalten wurde, unter kommissarische Verwaltung. Im Fr\u00fchjahr 1939 wurde der mehrfache Verlagsinhaber Dr. Gottfried Linsmayer zum Abwickler dieser Firma bestellt. Insgesamt war Linsmayer f\u00fcr nicht weniger als 32 Buchhandlungen und Verlage als Abwickler verantwortlich. Wohl durch die Tatsache erschwert, da\u00df von den vielen ehemaligen Gesellschaftern der Firma &#8222;Paul Stern &amp; Co.&#8220; keiner mehr auffindbar war, wurde sie erst am 6. September 1943 aus dem Handelsregister gel\u00f6scht.<\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading1\"><\/a> Die Produktion<\/h3>\n<p>Der Verlag Paul Stern begann seine &#8211; wie sich herausstellt &#8211; schmale Produktion im Jahre 1920 (Mitte M\u00e4rz), also vor der handelsgerichtlichen Protokollierung. Den Schwerpunkt bildeten illustrierte Ausgaben klassischer Werke in zierlichem Format und beschr\u00e4nkter Auflage (1.200 numerierte Exemplare). Die Publikation der gro\u00dfteils in der Offizin der Gesellschaft f\u00fcr graphische Industrie hergestellten Verlagswerke wurde bereits im M\u00e4rz 1920 begonnen. Die ersten zwei Werke waren: Heinrich Heine: <em>Florentinische N\u00e4chte <\/em>und Franz Grillparzer: <em>Das Kloster bei Sendomir <\/em>(beide mit 6 Originalzeichnungen von Fritz L\u00f6wen). Von diesen und weiteren B\u00e4nden wurden zwei Ausgaben hergestellt: Ausgabe A 1-200 in Ganzleder oder Seide gebunden, auf Papier nach Japanart, handschriftlich numeriert und vom K\u00fcnstler signiert; Ausgabe B: 201-1.200 in Ganzleinen gebunden, mit Goldpressung auf holzfreiem Papier, in der Maschine numeriert. Es folgten 1920 zwei weitere Publikationen dieser Art, n\u00e4mlich:<\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>Peter Schlemihls wundersame Geschichte<\/em>. Mitgeteilt von Adelbert Chamisso. Anordnung und Buchschmuck von Eduard G\u00e4rtner.<br \/>\nE.T.A. Hoffmann: <em>Das Fr\u00e4ulein von Scuderi. Erz\u00e4hlung aus dem Zeitalter Ludwigs XIV<\/em>. Mit acht Originalsteinzeichnungen von Karl Schwetz.<\/p>\n<p>Der Verlag Paul Stern machte auch einen kurzen Versuch, zeitgen\u00f6ssische Autoren zu drucken, so z.B. einen Novellenband &#8211; Paul Franks <em>Mitternachtsbuch, <\/em>mit sechs ganzseitigen Lithographien von Fritz L\u00f6wen (Auflage: 1.000) &#8211; und Alfred Gr\u00fcnewalds Werk <em>Renatos Gesang. Ein Buch der Einsamkeit <\/em>(1921), mit Steinzeichnungen von Fritz Czuczka. Mehr Werke konnten nicht nachgewiesen werden, soda\u00df es den Anschein hat, da\u00df der Verlag Paul Stern nur noch 1921 im Verlagsgesch\u00e4ft t\u00e4tig war.<\/p>\n<p>Das bei den meisten Werken verwendete Signet zeigt die Silhouette einer Frau mit einem Buch in der Hand unter einem Baum, mit Mond und Sternen. Mit einiger Wahrscheinlichkeit stammt der Entwurf von Fritz L\u00f6wen.<\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading2\"><\/a> Anmerkungen<\/h3>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref1\" target=\"text\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Quellenmaterial: Handelsgericht Wien. Registerakt A 57, 24; Gremium\/Verlag Paul Stern; Verlagsanzeigen im <em>Anzeiger.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verlag Paul Stern (Wien) [1] Produktion Der &#8222;Verlag Paul Stern&#8220; ging aus der 1919 in Wien gegr\u00fcndeten Buchhandlung (und Antiquariat) gleichen Namens hervor. Gr\u00fcnder der Firma &#8222;Paul Stern &amp; Co.&#8220; waren die \u00f6ffentlichen Gesellschafter Paul Stern (* 24.8. 1889, Wien) und Heinrich L\u00f6wenberg (* 5.7.1876, Polen), der seine bestehende Konzession\u2026<\/p>\n<p> <a class=\"continue-reading-link\" href=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=594\"><span>Continue reading<\/span><i class=\"crycon-right-dir\"><\/i><\/a> <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":149,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-594","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/594","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=594"}],"version-history":[{"count":4,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/594\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1507,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/594\/revisions\/1507"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/149"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=594"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}