{"id":599,"date":"2015-09-11T21:06:08","date_gmt":"2015-09-11T19:06:08","guid":{"rendered":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=599"},"modified":"2017-11-02T15:08:39","modified_gmt":"2017-11-02T13:08:39","slug":"ed-strache-verlag","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=599","title":{"rendered":"Ed. Strache Verlag"},"content":{"rendered":"<h3>Ed. Strache Verlag (Wien-Leipzig-Prag-Warnsdorf i. B\u00f6hmen)<\/h3>\n<h6><\/h6>\n<ul class=\"overview\">\n<li class=\"overview\"><a class=\"none\" href=\"#Heading1\" target=\"_self\">Die Produktion<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a class=\"none\" href=\"#Heading2\" target=\"_self\">Die Werke<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a class=\"none\" href=\"#Heading3\" target=\"_self\">Bl\u00e4tter des Burgtheaters<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a class=\"none\" href=\"#Heading4\" target=\"_self\">Die Botschaft<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a class=\"none\" href=\"#Heading5\" target=\"_self\">Das neue Wort<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a class=\"none\" href=\"#Heading6\" target=\"_self\">Die Erz\u00e4hlung<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a class=\"none\" href=\"#Heading7\" target=\"_self\">Museion<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a class=\"none\" href=\"#Heading8\" target=\"_self\">Die Initiale<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a class=\"none\" href=\"#Heading9\" target=\"_self\">Das Preisausschreiben<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a class=\"none\" href=\"#Heading10\" target=\"_self\">Illustration<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Auf die Anf\u00e4nge dieses Verlags ist bereits hingewiesen worden. Daher wird uns nur die Zeit, in der der Wiener Betrieb existierte, also &#8222;theoretisch&#8220; 1917-1933, zu besch\u00e4ftigen haben. Um den Ed. Strache Verlag ist eine Aura entstanden: er w\u00e4re die Wiege des kurzlebigen \u00f6sterreichischen Expressionismus, ja der einzige &#8222;expressionistische&#8220; Verlag von Belang. Gerade in diesem Fall w\u00e4re es reizvoll, auf ein umfangreiches Verlagsarchiv, auf die aussagekr\u00e4ftige Korrespondenz zwischen Autoren und Verleger, oder gar auf einen aufschlu\u00dfreichen Registerakt dieser protokollierten Firma zur\u00fcckgreifen zu k\u00f6nnen. Von all dem gibt es aber leider nichts. So sind wir angewiesen auf Sekund\u00e4r- und Terti\u00e4rquellen, die auch nicht so zahlreich vorhanden sind.<\/p>\n<p>Die Vorarbeiten des Jahres 1917 zur Errichtung einer Zweigniederlassung des in Warnsdorf i. B\u00f6hmen bestehenden Hauptunternehmens, das seit dem Tode des namenspendenden Gr\u00fcnders Eduard Strache im Jahre 1912 von dessen Sohn Robert gef\u00fchrt wurde, sind mit den Ans\u00e4tzen zu einer Verlagsneugr\u00fcndung gleichzusetzen.<\/p>\n<p>Da Oberleutnant Robert Strache im Wiener Kriegsministerium Dienst versieht, wird die Aufgabe, den &#8222;Ed. Strache Verlag&#8220; bei der Korporation der Wiener Buch-, Kunst- und Musikalienh\u00e4ndler am 2. Mai 1917 protokollieren zu lassen, <a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><span class=\"Reference\">[1]<\/span><\/a> seinem Verlagsleiter (1917-1923), dem aus B\u00f6hmen stammenden Dr. Johann Pilz, \u00fcberlassen. Der Betrieb soll in Wien IX., Widerhofergasse 4 stattfinden. Auf die Inkorporierung erfolgt gegen Ende des Jahres die Konzessionsverleihung:<\/p>\n<p class=\"zitat\">(&#8230;)<br \/>\nDie k.k. n.-\u00f6. Statthalterei hat mit dem Erlasse vom 11.XII.1917, Z. I a &#8211; 1825 dem Robert Strache die Konzession zum Betriebe des Buch-, Kunst- und Musikalienverlages, einschlie\u00dflich dramatischer und musikalischer B\u00fchnenwerke, mit Ausschlu\u00df des offenen Ladengesch\u00e4ftes im Standorte Wien I., Elisabethstra\u00dfe No 3 verliehen. <a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><span class=\"Reference\">[2]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Die handelsgerichtliche Protokollierung der Einzelfirma Ed. Strache erfolgt im n\u00e4chsten Jahr: Am 3. September 1918 wird die Firma unter Reg. A, Band 37, pag. 230 ins Wiener Handelsregister eingetragen. Die n\u00e4chsten 13 Jahre bringen keine der Beh\u00f6rde anzumeldenden Ver\u00e4nderungen, obwohl der Verlagsbetrieb inzwischen eingestellt worden ist.<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr 1931 erfolgt die Gewerbeverlegung von Wien I., Elisabethstra\u00dfe 3 nach Wien I., Schottenring 17. Am 21. November 1933 zeigt der Alleininhaber der Firma &#8222;Ed. Strache&#8220;, Robert Strache, an, da\u00df er sein Gewerbe zur\u00fcckgelegt habe. Eine Woche sp\u00e4ter erfolgt die L\u00f6schung der Zweigniederlassung der in Warnsdorf bestehenden gleichnamigen Hauptniederlassung aus dem Handelsregister.<\/p>\n<p>Mehr Details \u00fcber den Ed. Strache Verlag geben die Unterlagen der diversen Beh\u00f6rden nicht her.<\/p>\n<p>Aus anderen Quellen wissen wir, da\u00df Andreas Thom (Pseudonym des Wiener Volksschullehrers Rudolf Csmarich), Georg Kulka und Arthur Ernst Rutra zumindest zeitweilig Lektoren des Verlags waren, da\u00df der Kunsthistoriker Rudolf Brettschneider die kaufm\u00e4nnische Leitung innehatte und da\u00df, wie erw\u00e4hnt, Dr. Johann Pilz bis zu seinem Wechsel zum Amalthea Verlag 1923 Verlagsleiter war. Man liest dazu im folgenden Brief des Strache-Autors Oskar Wiener an Hugo Salus:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Am 30.Aug.17.<br \/>\nSehr geehrter Herr Doktor,<br \/>\nmein Freund Dr. Pilz ist jetzt Leiter von Ed. Straches Verlag in Wien, Gelegentlich seines Besuches bei mir habe ich ihn auch auf Ihr neues Gedichtmanuscript aufmerksam gemacht und angeregt, da\u00df Ihnen der Verlag eine Offerte unterbreitet. Ich hoffe, da\u00df Sie bereits im Besitze des Verlagsangebotes sind und die Verhandlungen zu einem guten Erfolge f\u00fchren. Wir haben endlich einen leistungsf\u00e4higen und arbeitsfrohen Verlag in der Heimat, was unserem deutschen Schrifttum in B\u00f6hmen zum Segen gereichen wird.<br \/>\nMit den sch\u00f6nsten Gr\u00fc\u00dfen Ihr erg.,<br \/>\nOskar Wiener. <a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><span class=\"Reference\">[3]<\/span><\/a><\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading1\"><\/a> Die Produktion<\/h3>\n<p>Den Ausf\u00fchrungen \u00fcber die Produktion des Ed. Strache Verlags in Wien mu\u00df man ein paar Bemerkungen voranstellen: Seit Beginn des Ersten Weltkriegs hatte der Strache Verlag in Warnsdorf begonnen, in bescheidenem Ausma\u00df auch belletristische Werke zu verlegen (etwa Alfons Petzold, Oskar Wiener, Max Roden). Seit dem zweiten Kriegsjahr gab Robert Strache die <em>Flugschriften f\u00fcr \u00d6sterreich-Ungarns Erwachen <\/em>in Warnsdorf heraus (Auflage jeweils 10.000 Ex.), zumal er, wie sein verstorbener Vater, zumindest in der engeren Heimat politisch engagiert war. Zwischen 1918 und 1920 wird diese Reihe in Wien hergestellt und mit Kriegsende mit Heft 37 als <em>Flugschriften zum Neuaufbau Deutsch\u00f6sterreichs <\/em>fortgesetzt.<\/p>\n<p>Es wurde in B\u00f6hmen w\u00e4hrend des ganzen &#8222;Lebens&#8220; der Niederlassung in Wien und bis in die 40er Jahre hinein weiterhin verlegerisch gearbeitet. So wurden ja auch viele in Wien &#8222;erschienenen&#8220; Strache-B\u00fccher in Warnsdorf gedruckt. Die Publikationen des Stammhauses dienten, ob Belletristik im engeren Sinne, ob andere Schriftenreihen (z.B. <em>Sudetendeutsche Gr\u00f6\u00dfen, <\/em>1925f.) oder im speziellen b\u00f6hmische Lokalhistorie, den kulturellen und historischen Interessen der deutschen Kulturminderheit in der Tschechoslowakei. Dieses Interesse f\u00fcr Prager bzw. tschechische Schriftsteller ist auch aus der Produktion des Wiener Hauses erkennbar. Aus wirtschaftlichen Erw\u00e4gungen und angesichts der Krise entschlo\u00df sich Robert Strache, den &#8222;Wiener&#8220; Verlag aufzul\u00f6sen und die Verlagszentrale nach Warnsdorf zu verlegen.<\/p>\n<p>Der kometenhafte Aufstieg und ebenso rasante Verfall des Ed. Strache Verlags in Wien ist ein Musterbeispiel f\u00fcr das &#8222;Leben&#8220; einer ganzen Reihe von Nachkriegsneugr\u00fcndungen. So gut wie alle, so scheint es, wurden von der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, von steigenden Personal-, Rohstoff- und Herstellungskosten, von den Buchpreissteigerungen, von der gespannten wirtschaftlichen Situation im Hauptexportland Deutschland und den Schwierigkeiten im B\u00fccherverkehr zwischen beiden L\u00e4ndern hart betroffen. Man darf auch nicht \u00fcbersehen, da\u00df der &#8222;Expressionismus&#8220;, dem man sich zumindest zum Teil verschrieben hatte, &#8222;vorbei&#8220; war und da\u00df es diesem &#8222;Zentrum&#8220; nicht gelang, den Anschlu\u00df an andere Programme zu finden. Mangels konkreter Unterlagen kann man nur Mutma\u00dfungen anstellen. Damit will folgendes gesagt sein: Man darf den Verlag zwar nicht blo\u00df als Wirtschaftsunternehmen betrachten, aber zugleich auch nicht blo\u00df als freischwebenden Vermittler geistiger Waren. Obwohl die Verlagssterblichkeitsrate 1919-1922\/23 auch aus den eben genannten Gr\u00fcnden sehr hoch war, gab es sehr wohl Verlage, die die Krise \u00fcberlebten. Sehen wir uns nun die Produktionsentwicklung bei Strache n\u00e4her an:<\/p>\n<p>Nach einem z\u00f6gernden Anfang im letzten Kriegsjahr &#8211; zwei Publikationen aus dem Wiener Betrieb konnten nachgewiesen werden &#8211; produzierte der &#8222;neugegr\u00fcndete&#8220; Verlag in Wien etwa 21 Werke von 17 Autoren im Jahre 1919. <a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><span class=\"Reference\">[4]<\/span><\/a> Hierunter befinden sich ohne erkennbaren Schwerpunkt Romane, Lyrikb\u00e4nde, Dramen, Novellen, Anthologien. Zu den Autoren z\u00e4hlen u.a. Paul Leppin, Robert Bracco, Georg Fr\u00f6schel, Elisabeth Janstein, Rudolf Jeremias Kreutz, Max Roden, Otto Soyka, Jakob Wassermann, Oskar Wiener, Martina Wied, Robert Scheu, Paul Stefan, Egmont Colerus. <a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><span class=\"Reference\">[5]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Sp\u00e4testens schon im August 1918 stand die k\u00fcnftige Verlagsrichtung fest. In der <em>Buchh\u00e4ndler-Correspondenz <\/em>vom 21. August erscheint eine &#8222;Voranzeige!&#8220;, in der folgendes bekanntgegeben wird:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Der Verlag Ed. Strache, Wien (I., Elisabethstra\u00dfe 3), Warnsdorf-Leipzig, bereitet eine Reihe von Neuerscheinungen vor, die DAS JUNGE \u00d6STERREICH in seinem Schrifttum vertreten wird.<\/p>\n<p class=\"zitat\">Unter dem Titel<br \/>\nDAS JUNGE \u00d6STERREICH<br \/>\nplant der Verlag gleichzeitig einen Zusammenschlu\u00df \u00f6sterreichischer K\u00fcnstler, die im Herbste unter seiner F\u00fchrung auf den Plan treten sollen.<\/p>\n<p>Aus Gr\u00fcnden, die nicht bekannt sind, verzichtete der Verlag auf den Gebrauch dieses Titels.<\/p>\n<p>1920 findet die &#8222;junge Generation&#8220; \u00f6sterreichischer Schriftsteller im Ed. Strache Verlag zumindest vor\u00fcbergehend eine Heimat, und die umfangreiche Produktion, die den eigentlichen H\u00f6hepunkt in der Entwicklung darstellt, spiegelt dies wider. Mit etwa 65 Neuerscheinungen in diesem Jahr allein wurde der Programmumfang mehr als verdreifacht. Etwa 80% der Neuerscheinungen dieses Jahres entfallen auf &#8222;sch\u00f6ne Literatur&#8220;, vorwiegend zeitgen\u00f6ssischer Autoren. Je 20% der Produktion machen Lyrikb\u00e4nde und Kurzprosa aus, etwas st\u00e4rker vertreten sind Romane. Mit Dramen &#8211; es erschienen blo\u00df vier in diesem Jahr &#8211; war offensichtlich kein Gesch\u00e4ft zu machen.<\/p>\n<p>1921 erfa\u00dft die Krise auch den Ed. Strache Verlag. Nachgewiesen konnte nur mehr ein knappes Dutzend Neuerscheinungen werden, von denen fast alle der Sparte &#8222;sch\u00f6ne Literatur&#8220; zuzuz\u00e4hlen sind. Dasselbe trifft f\u00fcr das Jahr 1922 zu: 6 von 7 Neuerscheinungen k\u00f6nnen als Belletristik angesehen werden. Der Verlag beginnt nun zunehmend, seine Verlagswerke in der hauseigenen Druckerei in Warnsdorf herstellen zu lassen. 1923 kommt es zu einem kurzen Zwischenhoch: Strache gibt etwas weniger als ein Dutzend Neuerscheinungen heraus, von dem blo\u00df die H\u00e4lfte ,sch\u00f6ne Literatur&#8220; ausmacht. F\u00fcr 1924 l\u00e4\u00dft sich blo\u00df eine einzige &#8211; nicht belletristische &#8211; Publikation nachweisen. Nur 2 B\u00fccher &#8211; Romane von Felix D\u00f6rmann und Erwin Weill &#8211; kommen 1925 heraus, und unter den 5 nachgewiesenen Publikationen des Jahres 1926 finden sich wieder nur zwei Romane (Hans Adler, Erwin Weill). Es erscheinen 1927 und 1928 je vier B\u00fccher &#8211; 1928 ein Roman von Rudolf v. Eichthal &#8211; und 1929 und 1930 je ein Werk.<\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-2 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 100%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-2' class='gallery galleryid-599 gallery-columns-1 gallery-size-medium'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?attachment_id=2625'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"167\" height=\"250\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Strache-Kreuzberg-167x250.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-2625\" srcset=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Strache-Kreuzberg-167x250.jpg 167w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Strache-Kreuzberg-201x300.jpg 201w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Strache-Kreuzberg-100x150.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 167px) 100vw, 167px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-2625'>\n\t\t\t\tEinband\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Zusammenfassend kann man feststellen, da\u00df rund die H\u00e4lfte der Verlagsproduktion auf das Jahr 1920 entfiel. Danach ging die Gesamtproduktion &#8211; wie auch die von Belletristik &#8211; rapid zur\u00fcck.<\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading2\"><\/a> Die Werke<\/h3>\n<p>Das &#8222;Image&#8220; des Ed. Strache Verlags als F\u00f6rderer junger Autoren war in erster Linie auf die vielen Anthologien und Schriftenreihen gegr\u00fcndet. So erschienen im Jahre 1919 gleich drei Anthologien, n\u00e4mlich<\/p>\n<p class=\"zitat\">Julius Bab, <em>Die deutsche Revolutionslyrik.<\/em> Eine geschichtliche Auswahl mit Einf\u00fchrung und Anmerkungen. 337 S. Auflage: 5.000<br \/>\nHermann Rollett, <em>Republikanisches Liederbuch<\/em>.<br \/>\nOskar Wiener: <em>Deutsche Dichter aus Prag<\/em>. Ein Sammelbuch, hrsg. und eingeleitet. (Zeichnungen von Friedrich Feigl). 403 S.<\/p>\n<p>Dieses letztgenannte Sammelbuch mit Beitr\u00e4gen von mehr als 30 Dichtern erschien Ende 1918 in einer gew\u00f6hnlichen und einer Vorzugsausgabe (Aufl. 200). Zur Zusammensetzung hei\u00dft es: &#8222;Nicht nur jene, die in Prag geboren sind oder ihre Jugend hier verbrachten, auch die andern, die nur der Zufall f\u00fcr ein paar Jahre hierher verschlug, die aber ihr ferneres Leben von den Einfl\u00fcssen und Eingebungen der seltsamen Moldaustadt nicht wieder loskommen konnten, auch sie geh\u00f6ren zu uns.&#8220;<\/p>\n<p>1920 erschien ein &#8222;vollst\u00e4ndiger Verlagskatalog&#8220;:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Die Publikationen des Verlages Ed. Strache 1918-1920 mit dem Inhalt<br \/>\nRomane\/ Novellen und Skizzen\/ Die Erz\u00e4hlung\/ Das neue Wort\/ Verse und Aphorismen\/ Dramatik\/ Vorzugsausgaben\/ Philosophie und Soziologie\/Kultur und Politik Austriaca\/ Nordb\u00f6hmen\/ Sagen und M\u00e4rchen\/ Mappen\/ Bl\u00e4tter des Burgtheaters\/ Museion<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><span class=\"Reference\">[6]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Sehen wir zun\u00e4chst einmal die in diesem Jahr erscheinenden Schriftreihen an:<\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading3\"><\/a> Bl\u00e4tter des Burgtheaters<\/h3>\n<p>Heft 1 dieser Zeitschrift erschien am 1. Juni 1919 vorerst im Selbstverlag mit einem Zuschu\u00df von seiten der Verwaltung des Hof\u00e4rars. Es wurde vom Burgtheaterdirektor Albert Heine herausgegeben. Das Burgtheater stellte sich somit &#8222;beherzt an die Spitze der stilbildenden Tendenzen des gegenw\u00e4rtigen Augenblicks. Vom Forum der eigenen B\u00fchne aus will es durch die dramatische Produktion unserer J\u00fcngsten f\u00fchren und eine umfassende \u00dcbersicht \u00fcber die dort aufgeworfenen Probleme geben. In unver\u00f6ffentlichten selbst\u00e4ndigen Szenen werden jeweilig auch interessante Proben von richtunggebendem Ausdruck ver\u00f6ffentlicht&#8220;. <a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\"><span class=\"Reference\">[7]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Die Umschlagzeichnung stammte von &#8222;G\u00fctersloh&#8220;, und w\u00e4hrend der Theaterspielzeit sollte monatlich ein Heft herauskommen. In Heft list eindeutig vorwiegend die junge Generation vertreten: Neben Hermann Bahr und Hugo von Hofmannsthal findet man Erhard Buschbeck ,<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\"><span class=\"Reference\">[8]<\/span><\/a> W. Eidlitz, A. Thom, F. Werfel, Richard Smekal, Franz Blei, Erwin Rieger, Franz Spunda. Heft 2 vom Oktober 1919 enth\u00e4lt Beitr\u00e4ge von Josef Nadler, Werfel, Georg Kulka, Andreas Eckbrecht (= Gina Kaus), Th. D\u00e4ubler und G\u00fctersloh (B\u00fchnenbild). Mit Heft 2 \u00fcbernahm Ed. Strache die Zeitschrift und die gesamten Kosten, soda\u00df sie im Gegensatz zur irrigen Auffassung von Karl Kraus nicht mehr die &#8222;staatlich subventionierten Bl\u00e4tter des Burgtheaters&#8220; waren. <a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\"><span class=\"Reference\">[9]<\/span><\/a> Im 3. Heft (November 1919) sind neben einigen bereits Genannten auch Stefan Hock, Josef Gregor und Alfred Roller (B\u00fchnenbild) vertreten.<\/p>\n<p>Es ist wahrscheinlich auf Erhard Buschbeck zur\u00fcckzuf\u00fchren, der seit September 1918 am Burgtheater (Direktion) engagiert war, da\u00df im Doppelheft 5\/6, J\u00e4nner\/Februar 1920, die allererste Ver\u00f6ffentlichung aus Robert Musils Drama <em>Die Schw\u00e4rmer <\/em>(&#8222;Szenen&#8220;) in den Bl\u00e4ttern des Burgtheaters zustandekam. In den weiteren Heften erschienen Beitr\u00e4ge von Thadd\u00e4us Rittner, B\u00e9la Bal\u00e1zs, A. Schnitzler, Paul Baudisch, Rudolf Frank, Robert M\u00fcller und Ernst Angel. Die Bl\u00e4tter des Burgtheaters stellten ihr Erscheinen mit dem 10. Heft vom Juni 1920 ein. Eine Vielzahl der genannten Mitarbeiter findet man wieder in einer zweiten Strache-Ver\u00f6ffentlichung:<\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading4\"><\/a> Die Botschaft<\/h3>\n<p>Die Anthologie <em>Die Botschaft. Neue Gedichte aus \u00d6sterreich. <\/em>Gesammelt und eingeleitet von E.A. Rheinhardt gilt heute als \u00f6sterreichischer Beitrag zum Sp\u00e4texpressionismus und als eine der wichtigsten Publikationen des Ed. Strache Verlags. In den einleitenden Bemerkungen schreibt E.A. Rheinhardt u.a.:<\/p>\n<p class=\"zitat\">(&#8230;) Aus einer endenden Welt, aus abgewelkten Geltungen, aus Kampf ,Mensch gegen Mensch&#8220; (&#8230;) erheben die neuen Dichter ihre fordernden und klagenden Stimmen, die besten und reinsten unter ihnen aufrufend gegen die Schuld, aus der das Furchtbare dieser Gesellschaft und ihres Krieges werden konnte. Das Erkennen und die Qual ihrer Mitverantwortlichkeit lehrt sie ihre Ges\u00e4nge. Ethisches Postulat in ihnen ist tiefe Not am Leben, am getanen und erlittenen B\u00f6sen, die schaudernde Erfahrung, wie sehr wir alle Schuld tragen an den Millionen Todesqualen, weil wir b\u00f6se sind im Grunde, weil unser unverpflichtetes Denken des Du und seiner Not- und Todverwandtschaft vergessen hat. Anklage und Forderung ,Mit Dir, o Mensch, verwandt zu sein&#8220; ist das innerste Gesetz dieser Dichtung geworden, die aus der gequ\u00e4ltesten, einsamsten, verw\u00fcstetsten Menschlichkeit w\u00e4chst. &#8211; Selbstverst\u00e4ndliche Konsequenz ist es f\u00fcr den, der dieses Buch ausw\u00e4hlte, gewesen, dem Dichter, der am leidenschaftlichsten bekennt, zutiefst die Wurzeln unserer S\u00fcndigkeit sieht und am reinsten G\u00fcte und Sein wider Denken und Einsamkeit aufruft, Franz Werfel, den breitesten Raum in einem Buche einzur\u00e4umen, das vor allem Bekenntnis und Botschaft sein will. Er schein mir der Dichter dieser Zeit, ihr pers\u00f6nlichster und ihr mythischester, zu sein, weil an ihm am exemplaristischsten sich Not, Verzweiflung und Erl\u00f6sungssehnsucht erweist, weil sein in seiner Dichtung dargestelltes Leben in Gegenst\u00e4ndlichkeit und Erkenntnis unser Menschentum selber ist. Das meiste, was an den Dichtern dieser Zeit Wert und Sinn ist, scheint mir in ihm vereinigt, im Kunsthaften nicht minder wie in der Weite und Tiefe seiner sittlichen Welt und seiner hinrei\u00dfenden Wirklichkeit.<\/p>\n<p>Ein Gutteil der hier beitragenden Autoren ist im Verlag auch mit anderen selbst\u00e4ndigen Publikationen vertreten:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Ernst Angel, Paul Baudisch, Franz Blei, Felix Braun, Max Brod, Fritz Br\u00fcgel, Erhard Buschbeck, Theodor D\u00e4ubler, Walther Eidlitz, Heinrich Fischer, Hans Flesch, Oskar Maurus Fontana, Rudolf Fuchs, Felix Grafe, Josef Gregor, Alfred Gr\u00fcnewald, Paris von G\u00fctersloh, Paul Heller, Rolf Henkl, Elisabeth Janstein, Paul Kornfeld, Georg Kulka, Max Mell, E.A. Rheinhardt, L.W. Rochowanski, Theodor Tagger, Andreas Thom, Georg Trakl, Johannes Urzidil, Ernst Weiss, Franz Werfel, Martina Wied, Stefan Zweig.<\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading5\"><\/a> Das Neue Wort<\/h3>\n<p>Zu Weihnachten 1919 (Impressum: 1920) begann die Sammlung <em>Das neue Wort <\/em>bei Strache zu erscheinen. Sie &#8222;sammelte&#8220; &#8211; nach einer Verlagsanzeige &#8211; &#8222;das Eben-Heutige und das Schon-Morgige sch\u00f6pferischen Geistes&#8220;. Eine Verlagsanzeige im M\u00e4rz 1920 unter der \u00dcberschrift <em>Das neue Wort <\/em>f\u00fchrt insgesamt 14 Titel an, einschlie\u00dflich der <em>Botschaft <\/em>und einschlie\u00dflich vierer Werke &#8222;in Vorbereitung&#8220;. <em>Das neue Wort <\/em>&#8211; laut Verlag keine Schriftenreihe, sondern eine &#8222;Sammlung&#8220; &#8211; sollte &#8222;Ausdruck der jungen Generation&#8220; sein.<\/p>\n<p>Folgende Titel wurden ihr zugez\u00e4hlt:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Ernst Angel, <em>Sturz nach oben<\/em>. Gedichte. Umschlag von Julius Zimpel.<br \/>\n<em>Die Botschaft. Neue Gedichte aus \u00d6sterreich<\/em>. Gesammelt und eingeleitet von E.A. Rheinhardt. Umschlag von Dr. Axel von Leskoschek.<br \/>\nKarl Brand, <em>Verm\u00e4chtnis eines J\u00fcnglings<\/em>. Herausgegeben von seinen Freunden. Einleitung von Franz Werfel. Nachrede von Johannes Urzidil.<br \/>\nErhard Buschbeck, <em>Die Sendung Theodor D\u00e4ubler<\/em>. Eine Streitschrift.<br \/>\nJoseph Gregor, <em>Gedichte<\/em>.<br \/>\nAlfred Gr\u00fcnewald, <em>Sonette an einen Knaben<\/em>. Mit 3 Zeichnungen von Georg Ehrlich.<br \/>\nPaul Heller, <em>Gedichte<\/em>. Aus dem Nachla\u00df herausgegeben von Walther Heller und Georg Kulka. Umschlag von Julius Zimpel.<br \/>\nElisabeth Janstein, <em>Gebete und Wirklichkeit<\/em>. Umschlag von Julius Zimpel.<br \/>\nElisabeth Janstein, <em>Die Kurve<\/em>. <em>Aufzeichnungen<\/em>. Umschlag von Julius Zimpel.<br \/>\nGeorg Kulka, <em>Der Stiefbruder<\/em>. <em>Aufzeichnung und Lyrik<\/em>. Zweifarbendruck. Umschlag von Julius Zimpel.<br \/>\nE.A. Rheinhardt, <em>Die unendliche Reihe. Gedichte und Aufrufe<\/em>. Umschlag von Julius Zimpel.<br \/>\nFranz Spunda, Astralis. <em>Dithyramben und Ges\u00e4nge<\/em>. Umschlag von Julius Zimpel.<br \/>\nEmil Szittya, <em>Spaziergang mit manchem Unn\u00fctzigem.<br \/>\n<\/em>Martina Wied, <em>Bewegung, Gedichte<\/em>. Umschlag von Julius Zimpel.<\/p>\n<p>Im Dezember 1919 wurden 7 Titel als der Sammlung zugeh\u00f6rig in einer Anzeige angepriesen. Zwei davon sind in der obigen Liste nicht enthalten:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Alfons Petzold, <em>Franciscus von Assisi. Eine Gedichtreihe<\/em>. Mit 8 Bildern in Lichtdruck von Gustinus Ambrosi.<br \/>\nHugo Sonnenschein, <em>Erde auf Erden, Gedichte<\/em>. Mit einer Portr\u00e4tzeichnung von Egon Schiele.<\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading6\"><\/a> Die Erz\u00e4hlung<\/h3>\n<p>Zur besonderen Pflege der epischen Kleinform, der Novelle, initiierte der Ed. Strache Verlag im Jahre 1920 eine Schriftenreihe <em>Die Erz\u00e4hlung, <\/em>die in der \u00e4u\u00dferen Aufmachung (Hefte im schmalen Hochformat mit schokoladebraunen, festen Umschl\u00e4gen und hellen Titeletiketten) an die Schriftenreihe <em>Der j\u00fcngste Tag <\/em>im Kurt Wolff Verlag erinnert. &#8222;Reihen&#8220; waren bei vielen Verlagen (u.a. Wila, E.P. Tal, Rikola usw.) offenbar sehr beliebt. Was der Verlag mit dieser unnumerierten Reihe bezweckte, geht aus der Ank\u00fcndigung hervor:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Vom &#8222;Gef\u00e4\u00df&#8220; f\u00fcr alle Tendenzen und Stimmungen hat die Epik zur strengsten Konzentration sich entwickelt. Aus dem Schwank, der Anekdote, der Geschichte ist einst der Roman erwachsen &#8211; nun scheint der ungeheure Kreislauf seiner Entwicklung vollendet zu sein: in der &#8222;short story&#8220;, deren Ahnherren ein Amerikaner und ein Lothringer aus der Normandie sind, Bret Harte und Guy de Maupassant. Die B\u00e4nde der ,Erz\u00e4hlung&#8220; erscheinen im Umfang von drei bis sechs Bogen. (Raabe, a.a.O., S. 195)<\/p>\n<p>Im Jahre 1920 erschienen 11 (und nicht, wie Raabe indirekt feststellt: 10) Hefte. Das waren in alphabetischer Reihenfolge folgende:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Hans Flesch, <em>B\u00fcrger Narr<\/em> (44 S.).<br \/>\nJoseph Gregor, <em>Tanz. Erz\u00e4hlung aus dem modernen holl\u00e4ndischen Gesch\u00e4ftsleben<\/em>. (65 S.).<br \/>\n* Joseph Gregor, <em>Nacht<\/em> (47 S.).<br \/>\nMax Hermann-Neisse, <em>Hilflose Augen. Prosadichtungen<\/em> (43 S.)<br \/>\nHugo von Hofmannsthal, <em>Reitergeschichte, Erlebnis des Marschalls von Bassompierre<\/em> (45 S.).<br \/>\nAlma Johanna Koenig, <em>Schibes<\/em> (55 S.).<br \/>\nMax Mell, <em>Hans Hoch gedacht und sein Weib<\/em> (49 S.).<br \/>\nHeinrich Nowak, <em>Die Sonnenseuche<\/em> (40 S.).<br \/>\nErnst Sommer, <em>Der Aufruhr<\/em> (54 S.).<br \/>\nTheodor Tagger, <em>Auf der Stra\u00dfe<\/em> (43 S.).<br \/>\nAndreas Thom, <em>Freundschaft. Eine Knabengeschichte<\/em> (51 S.).<\/p>\n<p class=\"zitat\">(* nicht bei Raabe, jedoch in der gleichen Ausstattung mit demselben Sammlungstitel)<\/p>\n<p>Die schlichten Titeletiketten entwarf Hans Strohofer. Mit diesen Titeln wurde die &#8222;Reihe&#8220; vorerst abgeschlossen.<\/p>\n<p>1922 folgten zwei weitere Titel, die der Reihe zwar zugeh\u00f6rig waren, aber in anderer Ausstattung und kleinerem Format erschienen und in der Originalkassette des Verlags nicht enthalten waren.<\/p>\n<p>Hans Adler, <em>Villa Paradiso <\/em>(62 S.).<br \/>\nAlfred Golfar, <em>Der Niemand <\/em>(145 S.).<\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading7\"><\/a> Museion<\/h3>\n<p>Wie viele anderen Verlage auch (Wila, Rikola, Amalthea usw.) gab der Ed. Strache Verlag f\u00fcr Institutionen Schriftenreihen (zuweilen in Kommission) heraus. <em>Museion. Ver\u00f6ffentlichungen aus der Nationalbibliothek in Wien<\/em> erschien ab 1921 und bis 1929 unregelm\u00e4\u00dfig in 3 Abteilungen als Abhandlungen, Mitteilungen und &#8222;Erstausgaben und Neudrucke&#8220;.<\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading8\"><\/a> Die Initiale<\/h3>\n<p>Mit Direktor Rudolf Brettschneider als verantwortlichem Redakteur begann der Ed. Strache Verlag im Februar 1921 ein eigenes Organ herauszugeben. Es hie\u00df: <em>Die Initiale. Eine Zeitschrift f\u00fcr B\u00fccherfreunde. <\/em>Der Inhalt bestand in erster Linie aus Verlagsanzeigen (auch fremder Verlage), Verlagsvorabdrucken, Besprechungen von Neuerscheinungen diverser Verlage und gelegentlich Aufs\u00e4tzen von Brettschneider und anderen \u00fcber Verlagsneugr\u00fcndungen oder &#8222;Moderne Illustrationen&#8220;. Es finden sich Beitr\u00e4ge u.a. von A. Ehrenstein, H. v. Hofmannsthal, Egon Friedell, Joseph Gregor, Paul Baudisch, Franz Werfel, Henrik Ibsen, Max Pirker, Thomas Mann, Oskar Loerke, Hans Adler, Franz Spunda, A. Gr\u00fcnewald, Paul Hatvani, Ernst Decsey, Erwin Weill.<\/p>\n<p>Mit Heft 3 des 3. Jahrgangs stellte <em>Die Initiale <\/em>ihr Erscheinen im Dezember 1922 ein.<\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading9\"><\/a> Das Preisausschreiben<\/h3>\n<p>Es kommt in der Verlagsgeschichte der Ersten Republik \u00e4u\u00dferst selten vor, da\u00df ein \u00f6sterreichischer Verlag ein Preisausschreiben veranstaltet. <a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\"><span class=\"Reference\">[10]<\/span><\/a> Wobei dies auch heute nicht h\u00e4ufig vorkommt und solche Wettbewerbe eher von subventionsgebenden Stellen als von einzelnen Verlagen organisiert werden. Im September 1921 hat <em>Die Initiale <\/em>Details \u00fcber ihre &#8222;1000 Mark Preisausschreiben&#8220; bekanntgemacht. Gesucht wurden Novellen mit einem Umfang von 40-60 Seiten von \u00f6sterreichischen oder reichsdeutschen Schriftstellern. Die Novellen durften nach den Bedingungen bisher noch nicht ver\u00f6ffentlicht worden und durch keinerlei Vertr\u00e4ge gebunden sein. Einsendeschlu\u00df war der 15. November 1921. Hier einige weitere Bedingungen:<\/p>\n<p class=\"zitat\">11. Die preisgekr\u00f6nte Novelle geht mit allen Rechten in das Eigentum des Verlages Ed. Strache \u00fcber, der sie zu den \u00fcblichen Bedingungen honorieren wird und die Verpflichtung \u00fcbernimmt, sie im Laufe des Jahres 1922 in seiner Sammlung die &#8222;Erz\u00e4hlung&#8220; erscheinen zu lassen.<br \/>\n(&#8230;)<br \/>\n15. Die Jury haben \u00fcbernommen die Herren: Stefan Zweig, Dr. Max Mell und Rudolf Brettschneider (Direktor des Verlages Ed. Strache).<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\"><span class=\"Reference\">[11]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Das Ergebnis wurde im J\u00e4nner 1922-Heft der <em>Initiale <\/em>bekanntgegeben. Der 1000-Mark-Preis &#8211; die st\u00e4ndige Geldentwertung in \u00d6sterreich d\u00fcrfte der Grund daf\u00fcr gewesen sein, da\u00df der Preis nicht in &#8222;Kronen&#8220; ausgeschrieben wurde &#8211; wurde der Novelle <em>Villa Paradiso <\/em>von Hans Adler &#8222;einstimmig zuerkannt&#8220;.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\"><span class=\"Reference\">[12]<\/span><\/a> Die preisgekr\u00f6nte Novelle erschien im Fr\u00fchjahr 1922 noch &#8222;als 12. B\u00e4ndchen&#8220; der Sammlung <em>Die Erz\u00e4hlung. <\/em><\/p>\n<p>Au\u00dferdem empfahlen die Juroren dem Verlag die Annahme von drei weiteren eingereichten Werken:<\/p>\n<p>Martina Wied, <em>Das Kreuz ohne Heiland.<br \/>\n<\/em>Alfred Wiener, <em>Der Tod im Atom.<br \/>\n<\/em>Joseph Gregor, <em>Anonymus.<\/em><\/p>\n<p>Eine Ver\u00f6ffentlichung dieser Werke im Ed. Strache Verlag konnte nicht nachgewiesen werden. <a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\"><span class=\"Reference\">[13]<\/span><\/a><\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading10\"><\/a> Illustration<\/h3>\n<p>In der relativ kurzen Zeit der Hochkonjunktur des Ed. Strache Verlags wurde eine ganze Reihe von freien K\u00fcnstlern herangezogen, um Einbandentw\u00fcrfe, Buchschmuck, Umschl\u00e4ge, Vignetten, Original-Lithographien, Holzschnitte, Zeichnungen usw. f\u00fcr diverse Verlagswerke auszuf\u00fchren. Zu den Illustratoren z\u00e4hlten in alphabetischer Reihenfolge: Gustinus Ambrosi ,<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\"><span class=\"Reference\">[14]<\/span><\/a> Franz Botgarschek ,<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\"><span class=\"Reference\">[15]<\/span><\/a> Georg Ehrlich ,<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\"><span class=\"Reference\">[16]<\/span><\/a> Fritz Feigl ,<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\"><span class=\"Reference\">[17]<\/span><\/a> Fritz Gareis,<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\"><span class=\"Reference\">[18]<\/span><\/a> Bohuslav Kokoschka ,<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\"><span class=\"Reference\">[19]<\/span><\/a> Alfred Kubin ,<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\"><span class=\"Reference\">[20]<\/span><\/a> Oskar Laske ,<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\"><span class=\"Reference\">[21]<\/span><\/a> Axl v. Leskoschek ,<a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\"><span class=\"Reference\">[22]<\/span><\/a> Fritzi L\u00f6w ,<a href=\"#_ftn23\" name=\"_ftnref23\"><span class=\"Reference\">[23]<\/span><\/a> Mitzi Otten-Friedmann ,<a href=\"#_ftn24\" name=\"_ftnref24\"><span class=\"Reference\">[24]<\/span><\/a> Paul Stix ,<a href=\"#_ftn25\" name=\"_ftnref25\"><span class=\"Reference\">[25]<\/span><\/a> Hans Strohofer ,<a href=\"#_ftn26\" name=\"_ftnref26\"><span class=\"Reference\">[26]<\/span><\/a> Karl Vavrina <a href=\"#_ftn27\" name=\"_ftnref27\"><span class=\"Reference\">[27]<\/span><\/a> und Rudolf Wei\u00df .<a href=\"#_ftn28\" name=\"_ftnref28\"><span class=\"Reference\">[28]<\/span><\/a> Da Direktor Rudolf Brettschneider auf &#8222;moderne Buchillustration&#8220; gro\u00dfen Wert legte, ist es nicht \u00fcberraschend, da\u00df er den am 30. August 1896 in Wien geborenen Julius Zimpel, den er f\u00fcr &#8222;einen der begabtesten der Jung-Wiener Graphiker&#8220; hielt ,<a href=\"#_ftn29\" name=\"_ftnref29\"><span class=\"Reference\">[29]<\/span><\/a> am h\u00e4ufigsten engagierte. Zimpel gestaltete u.a. die Einb\u00e4nde f\u00fcr eine Anzahl der Werke in der Sammlung <em>Das neue Wort <\/em>(Angel, P. Heller, Janstein, Kulka, Rheinhardt, Spunda, Wied), lieferte die Holzschnitte f\u00fcr die Balzac-Luxusausgabe von Succubus, entwarf den Einband f\u00fcr Hugo Bettauers erste Romanver\u00f6ffentlichung <em>Faustrecht <\/em>(1919), Original-Lithographien f\u00fcr das Werk <em>Die Schachtel der Friedenspuppe <\/em>von Clemens Brentano, Illustrationen zu <em>Mo Morova. Ein Legendenbuch aus dem Jahre 2020 <\/em>von Curt Corrinth, E.A. Rheinhardts Die <em>unendliche Reihe, <\/em>Franz Spundas <em>Astralis,<\/em> Dora Wentschers <em>Barbara Velten <\/em>u.v.a.m.<\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-4 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-4 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 100%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-4 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-4 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-4' class='gallery galleryid-599 gallery-columns-1 gallery-size-medium'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?attachment_id=943'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"163\" height=\"250\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/edstrache1-195x300.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"\" srcset=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/edstrache1-195x300.jpg 195w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/edstrache1-667x1024.jpg 667w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/edstrache1-98x150.jpg 98w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/edstrache1.jpg 1442w\" sizes=\"auto, (max-width: 163px) 100vw, 163px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Anl\u00e4\u00dflich der ersten Wiener Messe nach dem Krieg im Jahre 1921 war der Ed. Strache Verlag auch stolz, eine Reihe von gro\u00dfen, vornehm ausgestatteten Mappenwerken zu pr\u00e4sentieren, so z.B. die &#8222;Schiele-Mappe&#8220;, die &#8222;Kokoschka-Mappe: Variationen \u00fcber ein Thema&#8220; (in Gemeinschaft mit dem Verlag L\u00e1nyi) und die Mappe von Johannes Fischer &#8222;S\u00fcdliche Landschaften&#8220;.<\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading11\"><\/a> Anmerkungen<\/h3>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Quelle: Protokoll im Akt Gremium\/Strache. Hinweise zum Gr\u00fcnder Ed. Strache sowie zum Warnsdorfer Betrieb: Im Geiste von M\u00e4nnern wie Eduard Strache. In: Unser Niederl\u00e4nd. Bl\u00e4tter f\u00fcr die heimatvertriebenen Landsleute aus den Bezirken Warnsdorf, Rumburg und Schluckenau. 9 (1957), Folge 113, S. 2 sowie J.H. MARTON, Der Aufstieg eines Verlages. In: Sudetenland. Vierteljahresschrift f\u00fcr Kunst, Literatur, Wissenschaft und Volkstum, 25. Jg. Heft 1, 1983, S. 23-24. Ich bin Herrn Ing. Walter Strache (Wien), Enkel des Gr\u00fcnders Ed. Strache und einzigem Sohn Robert Straches (7.3.1875, Warnsdorf-15.1.1943, ebda.), f\u00fcr einige wichtige Hinweise sehr zu Dank verpflichtet. In Sachen &#8222;Verlagsarchiv&#8220; teilte er dem Verf. am 1.1.1984 folgendes mit: &#8222;Leider sind durch die Ereignisse der letzten Kriegstage und die darauffolgende brutale Ausweisung aus der Heimat aber auch s\u00e4mtliches Archivmaterial und Aufzeichnungen \u00fcber Entwicklung der Firma und des Verlags restlos vernichtet worden, so da\u00df ich Ihnen mit Detailangaben nicht weiter dienen kann. Die noch vorhandenen Restbest\u00e4nde des Verlagsarchivs gingen bei der total Bombardierung des ,Heinrichshofs&#8220; (gegen\u00fcber der Oper) in den letzten Kriegstagen noch verlustig, da sie dort vorsichtshalber eingelagert wurden!&#8220;<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Schreiben MBA 1 38942\/17 an die Korporation der Buch-, Kunst- und Musikalienh\u00e4ndler in Wien vom 28. Dezember 1917. (Gremium\/Strache).<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Original in: Autographensammlung Werner J. Schweiger, Wien.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Meine Angaben zur Produktion st\u00fctzen sich prim\u00e4r auf einer Liste der Publikationen des Ed. Strache Verlags (Warnsdorf und Wien) aus dem Verleger- und Institutionenkatalog der Deutschen B\u00fccherei in Leipzig. Diese Liste, die nicht vollst\u00e4ndig sein mu\u00df, wurde entsprechend den Verlagsanzeigen erg\u00e4nzt und erlaubt es, ohne jedes Werk obduzieren zu k\u00f6nnen, sich ein Bild von der Produktionsentwicklung zu machen.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Wie Egmont Colerus zu Strache kam, erz\u00e4hlte der Autor 1926 in einer Rundfrage \u00fcber den &#8222;literarischen Aufstieg&#8220; einzelner Autoren. &#8222;Meinen ersten Roman ,Antarktis&#8216; vollendete ich im Jahre 1915. (&#8230;) Erst die Ermunterung durch literaturverst\u00e4ndige Freunde und deren g\u00fctige Verwendung lie\u00dfen die ,Antarktis&#8216; zu einigen Verlagsh\u00e4usern wandern. Man las das Buch, sagte mir schmeichelhafte Dinge und vertr\u00f6stete mich auf das Kriegsende. Ich verlor dadurch eigentlich jede Lust zu \u00f6ffentlichem Auftreten, nicht jedoch zu neuen Werken und begann an ,Sodom&#8216; zu arbeiten. Zu meinem h\u00f6chsten Erstaunen erhielt ich am 19. September 1919, im 32. Jahre meines Lebens, einen Brief des Verlages Ed. Strache, in dem ich aufgefordert wurde, zu Verlagsverhandlungen zu erscheinen. Ich wu\u00dfte damals noch nicht, da\u00df der Dichter E.P. Danszky in freundschaftlicher Hilfsbereitschaft f\u00fcr mich die ,Antarktis&#8216; eingereicht hatte. Sonderbarer Weise war das Endergebnis dieser Verhandlungen, da\u00df zwar das ,Sodom&#8216; nach Pr\u00fcfung zweier Kapitel angenommen, die ,Antarktis&#8216; jedoch f\u00fcr sp\u00e4tere Ver\u00f6ffentlichung zur\u00fcckgestellt wurde. Inzwischen, wenige Tage nach Annahme des ,Sodom&#8216;, traf ich bei Strache einen Bekannten, der mich zum Ilf-Verlag wies. Ich ging mit einer kleinen Novelle dorthin, man verlangte aber nach einem Roman: Nach einer Woche hatte der Ilf-Verlag die ,Antarktis&#8216; erworben. Felix Costa (heute Mitleiter des Paul Zsolnay-Verlages) und Dr. Ernst Roenau, die damals Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Ilf-Verlages waren, ermunterten mich derart, da\u00df ich im Jahre 1920 den Roman ,Der dritte Weg&#8216; schrieb. So lagen schon im Februar 1921 drei meiner Romane im Buchhandel vor und eine, \u00fcber Geb\u00fchr freundliche Begr\u00fc\u00dfung leitete meine \u00e4u\u00dfere literarische Laufbahn ein. In: <em>Die Kultur <\/em>(Wien), 4. Jg., Heft 8, April 1926, S. 47-48.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Abschrift einer diesbez\u00fcglichen Anzeige, d.h. Umschlag des Verzeichnisses. Das Verlagsverzeichnis selber konnte ich nicht finden.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> <em>BC<\/em>, Nr. 23, 4.6.1919, S. 335.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Zu Buschbeck und dem Burgtheater siehe: Erhard Buschbeck. Der heimliche Burgherr. Ausstellung im Burgtheater zu seinem 90. Geburtstag. Wien: \u00d6sterr. Theatermuseum, 1979.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Kraus deckte diesen Skandal, der keiner war, etwas sp\u00e4t auf. Seine \u00c4u\u00dferungen zu den <em>Bl\u00e4ttern des Burgtheaters <\/em>stehen in engem Zusammenhang mit der Plagiatsauseinandersetzung mit Jean Paul\/Georg Kulka, in der Kraus Opfer eines Grubenhunds wurde. Siehe ,Ein neuer Mann&#8216;, in: <em>Die Fackel, <\/em>XXII. Jahr, Nr. 546-550, Juli 1920, S. 45-67; bes. S. 65 und 67. Die Direktion des Burgtheaters bat Kraus, eine Berichtigung zu ver\u00f6ffentlichen. Dies geschah im Abdruck eines Schreibens des Burgtheaters vom 9. August 1920, in: <em>Die Fackel, <\/em>XXII. Jahr, Nr. 552\/553, Oktober 1920, S. 16.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Das einzige weitere mir bekannte Beispiel ist der Ralph A. H\u00f6ger Verlag in Wien, der Mitte der 30er Jahre f\u00fcr &#8222;historische Romane&#8220; einen Preis aussetzte.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Zitiert nach: <em>Die Initiale. Eine Zeitschrift f\u00fcr B\u00fccherfreunde <\/em>(Wien), Erstes Jahr, Viertes Heft, September 1921, S. 23.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Ebenda, Zweites Jahr, Erstes Heft, Januar 1922, S. 24.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Ebenda, im selben Heft findet sich (S. 15 f.) eine nicht uninteressante Analyse der Einsendungen durch den Juror und Verlagsdirektor Rudolf Brettschneider. Der Gro\u00dfteil der Einsendungen stammte von unbekannten Autoren.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Ambrosi-Mappe; ALFONS PETZOLD, Franciscus v. Assisi.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> MAX RODEN, Anrufung.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> ALFRED GR\u00dcNEWALD, Sonette.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> OSKAR WIENER, Deutsche Dichter aus Prag.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> RUD. KUBITSCHER, B\u00f6hmerw\u00e4ldler Bauernschw\u00e4nke.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> E.A. RHEINHARDT, Der sch\u00f6ne Garten. Ein M\u00e4rchen.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> PAUL LEPPIN, Daniel Jesus. Roman.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> JOSEPH GREGOR, Isabella v. Orta.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> Die Botschaft. FR. SPUNDA, Devachan.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> E. K. BL\u00dcMML UND G. GUGITZ, Altwienerisches.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref24\" name=\"_ftn24\">[24]<\/a> KARL OTTEN, Lona. Roman.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref25\" name=\"_ftn25\">[25]<\/a> GEORG FR\u00d6SCHL Der Schl\u00fcssel zur Macht; G. KELLER, Gedichte; E. WEILL, Die Taxushecke; FR. SR\u00c1MEK, Der silberne Wind; WOLFG. MADJERA, Der Satyr u. d. Elfenkind; MORITZ SCHEYER, Europ\u00e4er und Exoten; DORA WENTSCHER, Barbara Velten.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref26\" name=\"_ftn26\">[26]<\/a> COLERUS, Sodom; A. TREBITSCH, Die b\u00f6se Liebe.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref27\" name=\"_ftn27\">[27]<\/a> MAX GLASER, Leut vom Land.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref28\" name=\"_ftn28\">[28]<\/a> ERICH WALTER CZECH, Die Skigef\u00e4hrtin.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref29\" name=\"_ftn29\">[29]<\/a> <em>Die Initiale <\/em>(Wien), Erstes Jahr, Zweites Heft, April 1921, S. 20.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ed. Strache Verlag (Wien-Leipzig-Prag-Warnsdorf i. B\u00f6hmen) Die Produktion Die Werke Bl\u00e4tter des Burgtheaters Die Botschaft Das neue Wort Die Erz\u00e4hlung Museion Die Initiale Das Preisausschreiben Illustration Auf die Anf\u00e4nge dieses Verlags ist bereits hingewiesen worden. Daher wird uns nur die Zeit, in der der Wiener Betrieb existierte, also &#8222;theoretisch&#8220; 1917-1933,\u2026<\/p>\n<p> <a class=\"continue-reading-link\" href=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=599\"><span>Continue reading<\/span><i class=\"crycon-right-dir\"><\/i><\/a> <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":149,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-599","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/599","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=599"}],"version-history":[{"count":10,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/599\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2640,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/599\/revisions\/2640"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/149"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=599"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}