{"id":602,"date":"2015-09-11T21:12:28","date_gmt":"2015-09-11T19:12:28","guid":{"rendered":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=602"},"modified":"2016-01-16T13:31:03","modified_gmt":"2016-01-16T11:31:03","slug":"leopold-stocker-verlag","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=602","title":{"rendered":"Leopold Stocker Verlag"},"content":{"rendered":"<h3>Leopold Stocker Verlag (&#8222;Heimatverlag&#8220; Leopold Stocker) (Graz-Leipzig)<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><span style=\"font-size: 0.7em; vertical-align: top;\">[1]<\/span><\/a><\/h3>\n<h6><\/h6>\n<ul class=\"overview\">\n<li class=\"overview\"><a class=\"none\" href=\"#Heading1\" target=\"_self\">Die Produktion<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a href=\"#anm1\">Anmerkungen<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a href=\"#erg1\">Erg\u00e4nzungen zur Buchver\u00f6ffentlichung von 1985<\/a>\n<ul>\n<li class=\"overview\"><a href=\"#erg2\">Neueste Forschungsliteratur<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a href=\"#erg3\">Illustrationen<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"zitat\"><a href=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Leopold-Stocker.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-604\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Leopold-Stocker.jpg\" alt=\"Stocker Verlag Signet\" width=\"130\" height=\"104\" srcset=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Leopold-Stocker.jpg 270w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Leopold-Stocker-188x150.jpg 188w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Leopold-Stocker-150x120.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 130px) 100vw, 130px\" \/><\/a>Er gab ja durch die Auswahl der Werke die Antwort auf das Zeitgeschehen &#8211; im Sinne einer Analyse, einer Warnung oder Aneiferung! Sicher war Stocker von seiner Zeit im Ausdruck und Stil der B\u00fccher bis zur Wahl der Schrift beeinflu\u00dft, aber ebenso war er bem\u00fcht, da und dort an dieser Zeit als Avantgardist mitzubauen, womit er sich erst wirklich das<br \/>\nAnrecht auf den Verlegertitel erwarb. Er pfl\u00fcgte nicht nur in vorgearbeiteten geistigen Furchen nach, er zog selbst Furchen f\u00fcr andere! Das allein schon k\u00f6nnte f\u00fcr seine Beurteilung entscheidend sein! <a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><span class=\"Reference\">[2]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Dem kann man zwischen Pfl\u00fcgen, Furchen und Schollen nur zustimmen, allerdings nicht im Sinne der wohlwollenden Verfasser dieser Zeilen. Auch als &#8222;Avantgardist&#8220; kann Stocker gelten, blo\u00df in einem anderen Sinne, als hier gemeint ist. Dar\u00fcber sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Im April 1967 gab der heute noch in Graz ans\u00e4ssige Leopold Stocker Verlag das Werk <em>1917-1967. 50 Jahre Verlagsarbeit. Ein R\u00fcckblick <\/em>heraus und widmete es &#8222;Den Freunden des Hauses&#8220;. Im folgenden haben wir uns aus einer Reihe von Gr\u00fcnden mit dem &#8222;R\u00fcckblick&#8220; zu befassen, nicht zuletzt, weil es im Rahmen dieser Arbeit eher selten vorkommt, da\u00df ein Verlag, der w\u00e4hrend der Ersten Republik bestand, heute noch existiert und da\u00df Verlagsfestschriften \u00fcberhaupt vorliegen. Wir haben es mit dem Versuch einer &#8222;Verlagsgeschichte&#8220; zu tun, der in seiner L\u00fcckenhaftigkeit kaum zu w\u00fcnschen \u00fcbrigl\u00e4\u00dft. Obwohl manche &#8222;Ged\u00e4chtnisl\u00fccken&#8220; von den Verfassern den &#8222;Kriegseinwirkungen&#8220; umgeschrieben werden, scheint die selektive Natur dieser Firmengeschichte die Dinge zu betreffen, die nicht unbedingt dem heute w\u00fcnschenswerten Firmenimage zutr\u00e4glich sind. Und das betrifft sowohl den Verlagsgr\u00fcnder als auch die Verlagswerke von ehedem.<\/p>\n<p>Leopold Stocker wurde am 20. Oktober 1886 in einem Bauernhaus im nieder\u00f6sterreichischen Waldviertel geboren. Seine Biographen bem\u00fchen sich redlich, Erinnerungen an den steirischen Urbauernsohn Peter Rosegger wachzurufen:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Wie damals \u00fcblich, wurde der Knabe, da er als Zweitgeborener f\u00fcr die \u00dcbernahme des Hofes auf Grund der Erbgesetze nicht in Frage kam, f\u00fcr das Studium bestimmt. Im alten Zauberhaften Krems a.d. Donau begann sein humanistischer Bildungsgang mit dem Besuch des Untergymnasiums; dort d\u00fcrfte die Romantik der Wachau und der alten Stadt Charakter und Seele seines &#8211; trotz des gro\u00dfen Optimismus &#8211; an sich schwerbl\u00fctigen Wesens aufgelockert haben, das in den von Mooren und Fichtenw\u00e4ldern bestimmten Hochfl\u00e4chen des Waldviertels wurzelte. Die Verbundenheit mit dem b\u00e4uerlichen Land d\u00fcrfte den J\u00fcngling auch veranla\u00dft haben, in die h\u00f6here landwirtschaftliche Mittelschule von Kaaden a.d. Eger hin\u00fcberzuwechseln. Den Bauernsohn zog es eben zur Landwirtschaft zur\u00fcck! Konnte er nicht auf dem Hofe t\u00e4tig sein, nun gut, dann verschrieb er sich eben dem Studium, um in anderer Form seinem Vaterhaus zur Seite stehen zu k\u00f6nnen. Es war daher folgerichtig, da\u00df der Student Stocker die h\u00f6chsten Stufen der damaligen Ausbildungsm\u00f6glichkeit in den landwirtschaftlichen Hochschulen von Leipzig und Jena anstrebte und den Titel eines Diplom-Landwirtes und Agrikultur-Chemikers erwarb. (S. 3)<\/p>\n<p>Aber nicht nur Stockers &#8222;an sich schwerbl\u00fctiges Wesen&#8220; &#8222;wurzelte&#8220; sich in der Scholle:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Da\u00df diese f\u00fcr ihn berauschende Zeit auch sein Herz erschlo\u00df und er in Kaaden seine zuk\u00fcnftige Frau und Mutter seiner Kinder fand, ist geradezu konsequent. Seine im Sudetenland wurzelnde Frau begleitete ihn das ganze Leben hindurch und ist auch nach seinem Tode die stille H\u00fcterin seines Erbes geblieben &#8211; bis zur Stunde! M\u00f6ge sie noch lange in dieser Form wirken! (S. 4)<\/p>\n<p>Und wie kam es zur Verlagsgr\u00fcndung? Ganz einfach!<\/p>\n<p class=\"zitat\">Den alten Rosegger schauderte es vor dem geballten Schicksal, das dr\u00e4uend \u00fcber Mitteleuropa heraufstieg, er verdammte den Materialismus als die Quelle allen \u00dcbels, ohne mit ihm fertig werden zu k\u00f6nnen. Der j\u00fcngere Stocker, dem alten Dichter Rosegger befreundet, sprang in die Bresche! So verdichtete sich in langen Gespr\u00e4chen, die sich vom Fr\u00fchjahr 1916 im Grazer Heim des greisen Dichters \u00fcber ein ganzes Jahr lang hinzogen, die Absicht Leopold Stockers, einen Verlag zu gr\u00fcnden. Noch tobte der Erste Weltkrieg, als am 13. April 1917 das Dekret des Stadtrates Graz mit der Bewilligung f\u00fcr die Er\u00f6ffnung einer Verlagsbuchhandlung einlangte, womit der ,Heimatverlag Leopold Stocker&#8220; aus der Taufe gehoben war. (S. 5.)<\/p>\n<p>Es verstrichen allerdings zwei Jahre, bevor Stocker sich der Buchh\u00e4ndler\u00f6ffentlichkeit vorstellte. In der <em>Buchh\u00e4ndler-Correspondenz <\/em>vom 19.2.1919 (Nr. 8) findet man folgende halbseitige Anzeige:<\/p>\n<p class=\"zitat\">P.T.<br \/>\nHiermit erlaube ich mir dem Gesamtbuchhandel mitzuteilen, da\u00df ich unter der Firma<br \/>\n&#8222;HEIMATVERLAG&#8220;, LEOPOLD STOCKER<br \/>\nin<br \/>\nGraz Salzamtsgasse 7<br \/>\neine Verlagsbuchhandlung gegr\u00fcndet, welche sich vornehmlich mit der Herausgabe von land- und volkswirtschaftlich gemeinverst\u00e4ndlicher Literatur befa\u00dft, verbunden mit einer Zeitschrift &#8222;Deutsche Landheimat&#8220; f\u00fcr Landwirtschaft, Volkswohl und Heimat, die am 1. und 15. eines jeden Monats erscheint.<br \/>\nDie Auslieferung meiner Verlagswerke haben die Herren Rudolf Lechner &amp; Sohn in Wien \u00fcbernommen.<br \/>\nGraz, den 15. Februar 1919<br \/>\nHochachtungsvoll<br \/>\n&#8222;Heimatverlag&#8220;, Leopold Stocker.<\/p>\n<p class=\"zitat\">Bitte die in der heutigen Folge erscheinende Anzeige \u00fcber meine Verlagswerke zu beachten.<\/p>\n<p>Dipl. Landwirt Stocker sa\u00df 1919-20 als steirischer Abgeordneter des Deutschen Bauernbunds in der Nationalversammlung. 1924-26 geh\u00f6rte er als Mitglied des Landbunds (Steiermark) dem Bundesrat an. Die einzige wesentliche Ver\u00e4nderung nach der Verlagsgr\u00fcndung scheint dadurch erfolgt zu sein, da\u00df der Firmenname in &#8222;Leopold Stocker Verlag&#8220; umge\u00e4ndert wurde. Nach dem M\u00e4rz 1938 konnte der Verlag &#8211; verfolgt man etwa seine Werbung im <em>B\u00f6rsenblatt <\/em>nach dem &#8222;Anschlu\u00df&#8220; &#8211; nicht nur seinen Standort mit &#8222;Graz, Steiermark, D.R.&#8220; angeben, sondern auch sein wahres Gesicht zeigen. Am 31. M\u00e4rz 1938 beispielsweise wurde Stocker durch Karl Berger, den Kommissarischen Leiter des &#8222;Deutsch\u00f6sterreichischen Buch-, Kunst- und Musikalienhandels&#8220;, zum &#8222;Vertrauensmann f\u00fcr Steiermark&#8220; ernannt. <a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><span class=\"Reference\">[3]<\/span><\/a> Stockers vordringlichste Aufgabe war es zun\u00e4chst, &#8222;die arischen buchh\u00e4ndlerischen Betriebe Ihres Bereiches einwandfrei festzustellen&#8220;. Seinen gro\u00dfen \u00f6ffentlichen Auftritt hatte Stocker Mitte Mai 1938 in Leipzig, als die &#8222;S\u00fcdostmark&#8220; erstmals bei einer Kantate vertreten war. Stocker durfte im Namen der \u00f6sterreichischen Kollegen bei der 6. Fachschaftsversammlung der Fachschaft Verlag der Gruppe Berlin in der RSK erscheinen und sprechen. Das <em>B\u00f6rsenblatt <\/em>h\u00e4lt seine Begr\u00fc\u00dfung fest:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Im Namen der aus \u00d6sterreich gekommenen Buchh\u00e4ndler dankte Herr Leopold Stocker aus Graz daf\u00fcr, da\u00df die diesj\u00e4hrige Kantate-Tagung in das Zeichen der Wiedervereinigung der S\u00fcdostmark mit dem Reich gestellt wurde. Er erinnerte daran, welch harte Zeit des Drangsals und des Kampfes hinter den deutschen Buchh\u00e4ndlern \u00d6sterreichs liege, da\u00df es aber auch eine unendlich stolze Zeit f\u00fcr sie gewesen w\u00e4re. Wie ein Kind, das gewaltsam von seiner Mutter ferngehalten werde, haben sie das deutsche Vaterland lieben gelernt, immer mit dem Glauben an den F\u00fchrer, da\u00df er seine Heimat nicht vergessen wird. Der deutschbewu\u00dfte Buchh\u00e4ndler \u00d6sterreichs sei der treue H\u00fcter des deutschen Buches und deutschen Geistes gewesen. (<em>B\u00f6rsenblatt<\/em>, Nr. 113, 17.5.1938, S. 398.)<\/p>\n<p class=\"zitat\">Im Namen der \u00f6sterreichischen Kollegen dankt Herr Leopold Stocker, Graz, f\u00fcr die den \u00f6sterreichischen Verlegern gewidmeten Begr\u00fc\u00dfungsworte. Er spricht von der harten Zeit, die die deutschbewu\u00dften Verleger \u00d6sterreichs in den letzten Jahren durchmachen mu\u00dften. Das H\u00e4rteste sei jedoch nicht gewesen, da\u00df B\u00fccher verboten und die Verleger verfolgt wurden, sondern da\u00df man sie zu Heuchlern machen wollte, von denen man verlangte, Greuelpropaganda gegen Deutschland zu treiben. Die deutschen Kollegen k\u00f6nnen sich daher wohl vorstellen, wie gl\u00fccklich die \u00f6sterreichischen Verleger heute sind, nun wieder so schaffen zu k\u00f6nnen, wie es ihr Blut und ihre Verbundenheit mit dem deutschen Volke befiehlt. (<em>B\u00f6rsenblatt<\/em>, Nr. 122, 28.5.1938, S. 430)<\/p>\n<p>Stockers Bekanntenkreise bzw. seine T\u00e4tigkeit w\u00e4hrend der Jahre 1933-1945 d\u00fcrften von einer Art und Weise gewesen sein, da\u00df sich die \u00f6sterreichische Justiz f\u00fcr ihn nach dem Krieg interessierte. Aber das &#8211; allgemein bald erlahmte &#8211; Interesse der Justiz galt eigentlich der Aktivit\u00e4t nach Kriegsende. Denn der Tod Hitlers und das Ende des Kriegs taten der Begeisterung des Leopold Stocker f\u00fcr den F\u00fchrer keinen Abbruch. Er pflegte Kontakt zur Neonazibewegung 1946 um einen gewissen Theodor Soucek, f\u00fcr die der Nationalsozialismus zwar aufgeschoben, aber nicht aufgehoben war. In Zusammenhang mit einer Reihe von &#8222;Neonaziprozessen&#8220; in Graz 1948-49 war vom Verlagsbesitzer Stocker die Rede. <a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><span class=\"Reference\">[4]<\/span><\/a> So leitete die Grazer Staatsanwaltschaft gegen Stocker ein Strafverfahren ein wegen des Verdachtes der Illegalit\u00e4t in Verbindung mit dem \u00a7 11 V.G. <a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><span class=\"Reference\">[5]<\/span><\/a> sowie des Verdachtes der Mitwissenschaft an der Neonazibewegung Souceks in der Steiermark. Nach Proze\u00dfberichten verbrachte Stocker vier Monate in Untersuchungshaft und drei Monate in Hausarrest. Zudem verb\u00fc\u00dfte er vier Monate wegen illegaler Verbreitung einer in Buenos Aires (!) hergestellten Zeitschrift von unbelehrbaren Nazis: <em>Der Weg<\/em>.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><span class=\"Reference\">[6]<\/span><\/a> Stocker empfand die Entwicklung nach dem Krieg als &#8222;Siegerjustiz&#8220; und war nicht gewillt, da mitzumachen und sich verlegerisch dem &#8222;Diktat&#8220; zu beugen. Er schwor fortan, die alte Linie seines Verlags fortzusetzen und ausschlie\u00dflich v\u00f6lkisch-nationale Autoren zu f\u00f6rdern. Neben Stocker konnte auch sein Verlagsdirektor, der Ex-Nazi Heinz Brunner im Jahre 1954 die neue Zeit nicht verstehen und nur von &#8222;ungeheurer Ungerechtigkeit&#8220; sprechen.<\/p>\n<p class=\"zitat\">Als Berger [recte: Brunner] im Sommer 1948 nach Graz \u00fcbersiedelte, um seinen Chef im Verlag zu entlasten, war er \u00fcber die herrschenden Zust\u00e4nde in der Stadt entsetzt: Noch tobte der Ha\u00df gegen alle jene, die ehemals der nationalsozialistischen Partei angeh\u00f6rt hatten, noch waren die Kerker kraft unmenschlicher Gesetze \u00fcberf\u00fcllt, noch gut ein Drittel des Volkes politisch entm\u00fcndigt. <a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\"><span class=\"Reference\">[7]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Wieviele KZs &#8222;kraft unmenschlicher Gesetze&#8220; \u00fcberf\u00fcllt gewesen waren &#8211; davon ist im Pl\u00e4doyer f\u00fcr &#8222;Gerechtigkeit&#8220; nat\u00fcrlich keine Rede. Aber die Apologie ist damit keineswegs beendet. Der &#8222;Kulturverfall&#8220;, der ganz &#8222;zuf\u00e4llig&#8220; mit dem Sieg gegen den Nationalsozialismus zusammenfiel, hatte seine Gr\u00fcnde, und Brunner hatte sie parat nach der Devise: der Nationalsozialismus mu\u00df wieder her. Wenn jemand anzuklagen sei, dann die \u00e4ltere Generation, wird argumentiert:<\/p>\n<p class=\"zitat\">weil sie keine Ideen verk\u00f6rperte, keine Symbole besa\u00df [Hakenkreuz!] keine echte Autorit\u00e4t ausstrahlte [kein Hitler!], weil alle Werte in ihr schwankend geworden waren [weil das Dritte Reich doch nicht die 1000 Jahre schaffte.].<\/p>\n<p>Und da kam einer, der &#8211; unmittelbar nach dem Zusammenbruch des Nationalsozialismus -, &#8222;vom Geiste her&#8220; eine &#8222;Erneuerung&#8220; herbeif\u00fchren, der &#8222;Verwilderung Einhalt&#8220; gebieten wollte, indem er v\u00f6lkisch-nationale Autoren pflegte: Leopold Stocker. Nur: die alten-neuen Ideen erlitten zumindest vorl\u00e4ufig einen R\u00fcckschlag: &#8222;Dieser Staat&#8220; &#8211; so Brunner &#8211; &#8222;dankte ihm br\u00fcsk: Er lie\u00df ihn hinter Schlo\u00df und Riegel setzen&#8220; (ebda., S. 363) Aber: &#8222;Vier Monate Haft&#8220; als Dank daf\u00fcr, da\u00df Stocker es auf sich nahm, NS-Schriften nach dem Krieg zu verkaufen und zu verbreiten &#8211; &#8222;brachen zwar nicht den Widerstandswillen [!] Stockers, ersch\u00fctterten aber seine Gesundheit (&#8230;).&#8220; (ebda., S. 363)<\/p>\n<p>Doch wurde das oben erw\u00e4hnte Strafverfahren gegen Stocker im August 1949 vom Landesgericht Graz auf Antrag der Staatsanwaltschaft eingestellt, da &#8211; wie es in der Begr\u00fcndung w\u00f6rtlich hei\u00dft &#8211; &#8222;sich jegliche Anschuldigung als grundlos erwies&#8220; . <a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\"><span class=\"Reference\">[8]<\/span><\/a> Dieser \u00fcberraschende Schritt ist zwar nicht ganz begreiflich, mu\u00df aber in einem weiteren Zusammenhang gesehen werden. Graz war u.a. Schauplatz von einer gro\u00dfen Anzahl von Prozessen gegen Neonaziverschw\u00f6rer, und Berichte und Leitartikel etwa in der <em>Kleinen Zeitung <\/em>deuten an, es h\u00e4tte sch\u00f6n langsam genug solche Prozesse gegeben &#8230; Doch zur\u00fcck zu Stocker. &#8222;Als er &#8211; v\u00f6llig rehabilitiert &#8211; aus dem Gef\u00e4ngnis heimkehrte, brach ein unheilbares Leiden durch und raffte ihn nach einem Jahr dahin.&#8220; (Brunner, S. 363)<\/p>\n<p>Der Verleger Dipl. agr. Leopold Stocker starb am 25. Dezember 1950 im 64. Lebensjahr. Auf seiner Parte hei\u00dft es:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Als Begr\u00fcnder des Verlages f\u00fchrte Leopold Stocker das Unternehmen auf eine stolze H\u00f6he und kr\u00f6nte damit sein Lebenswerk, dem bis zum letzten Atemzug seine Sorge galt. Unsere vornehmste Pflicht wird es sein, den Verlag im Sinne des Verschiedenen weiterzuf\u00fchren und dadurch sein Andenken zu ehren. <a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\"><span class=\"Reference\">[9]<\/span><\/a><\/p>\n<p>\u00c4hnlich dieser Bedrohung bzw. diesem Versprechen schrieb Heinz Brunner zur &#8222;Tragik seines Chefs&#8220;:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Auf dem Wege zum Grabe wurde Berger die Tragik seines Chefs voll bewu\u00dft: Er hatte, ohne das Ziel zu erreichen, bis zum Opfertod nach der Verankerung v\u00f6lkischen Denkens in der b\u00e4uerlich-konservativen Schichte, der er selbst entstammte, gerungen. Sp\u00e4tere Geschlechter w\u00fcrden nun ernten, was er ges\u00e4t. Denn da\u00df die Saat aufgehen wird, langsam, aber unentwegt, war nicht zu bezweifeln. (S. 363)<\/p>\n<p>An der Bahre Stockers fand Brunner folgende Worte:<\/p>\n<p class=\"zitat\">&#8222;Leopold Stocker liebte mit allen Fasern seines Herzens sein eigenes Volk, ohne von chauvinistischen Gedankeng\u00e4ngen angekr\u00e4nkelt gewesen zu sein. Wer wollte es deshalb wagen, ihm einen Vorwurf zu machen? (&#8230;) Da\u00df er ein guter Patriot gewesen ist, der Heimat und Vaterland seine besten Kr\u00e4fte zur Verf\u00fcgung stellte versteht sich von selbst. Dazu war er als Verleger im besten Sinne des Wortes geistiger Geburtshelfer unserer Zeit. Er diente ihr und war bereit, die Verantwortung f\u00fcr ihr Werden mit auf seine Schultern zu nehmen.&#8220; (ebda.)<\/p>\n<p>Vom Image des &#8222;Avantgardisten&#8220; wollte man also nicht wegkommen. Die Witwe, Marianne Stocker, und die Tochter, Dr. phil. Ilse Dvorak-Stocker (* 19.1.1922), \u00fcbernahmen den Verlag und bem\u00fchten sich, &#8222;den vom Verlagsgr\u00fcnder gestellten Zielen auch unter v\u00f6llig ver\u00e4nderten Verh\u00e4ltnissen gerecht zu werden.&#8220; <a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\"><span class=\"Reference\">[10]<\/span><\/a> Man sollte hoffen, da\u00df dies nicht zutrifft.<\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading1\"><\/a> Die Produktion<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Repablickcover.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1884\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1884\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Repablickcover.jpg\" alt=\"Stocker Verlag Repablick Cover\" width=\"250\" height=\"384\" srcset=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Repablickcover.jpg 3176w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Repablickcover-195x300.jpg 195w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Repablickcover-768x1180.jpg 768w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Repablickcover-666x1024.jpg 666w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Repablickcover-98x150.jpg 98w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a>Die ersten Verlagswerke &#8211; 1919 waren es 14 an der Zahl &#8211; standen weitgehend im Zeichen der Landwirtschaft und der ver\u00e4nderten Situation nach dem Ersten Weltkrieg. Es waren Werke wie <em>Der b\u00e4uerliche Futterbau, Der b\u00e4uerliche Kartoffelbau, Kuh und Stier als Zugtier, Germanenkraft, Die Bodenreform in \u00d6sterreich <\/em>und <em>Was nun? Zeitgem\u00e4\u00dfe Betrachtungen \u00fcber die n\u00e4chste Zukunft des deutschen Volkes. <\/em>1920 brachte Stocker, der als &#8222;Abg. d. Nationalversammlung&#8220; agierte, neben eigenen Schriften <em>(Schutz der Grundp\u00e4chter <\/em>etc.) Werke wie <em>Tabakeigenbau, Der H\u00f6hlend\u00fcnger, Die Dungst\u00e4tte am Bauernhofe <\/em>und <em>Politisches Handbuch der \u00f6sterreichischen Bauernpartei <\/em>heraus. 1921 begann die Stocker-Produktion eine eindeutig v\u00f6lkisch-nationale Richtung einzuschlagen, wobei ziemlich das Harmloseste Ferdinand Khull-Kholwalds <em>Gebt den Kindern deutsche Namen <\/em>war, ein Werk, das &#8222;die deutschen Namen wieder zu Ehren bringen&#8220; sollte. Vom selben Verfasser verlegte Stocker auch <em>Unsere deutsche Schrift <\/em>und die Geschichte der deutschen Dichtung. Der Heimatverlag lieferte zugleich weitere &#8222;wertvolle v\u00f6lkische Schriften&#8220; (Kritikermeinung), die &#8222;dem deutschen Volke dienlich zu sein&#8220; bestrebt waren, wie z.B. Otto Jaukers <em>Deutsche Geschichte (Von altgermanischem Zeit bis zur Gegenwart). <\/em>Mit nicht geringem Erstaunen st\u00f6\u00dft man auf folgenden Satz in der firmeneigenen Geschichte 1967. &#8222;Da\u00df alle drei Historiker das deutsche Volkstum in \u00d6sterreich bei selbstverst\u00e4ndlicher Anerkennung der staatlichen Eigenheit betonten, ist vom Verlagsgr\u00fcnder ebenso wie von den Autoren gewollt.&#8220; (ebda., S. 19.) Kommentar \u00fcberfl\u00fcssig.<\/p>\n<p>Stockers Biographen vertreten die Auffassung, er h\u00e4tte &#8222;an dieser Zeit als Avantgardist&#8220; mitgebaut. Als Beweis hief\u00fcr scheinen die weiteren Publikationen Anfang der 20er Jahre, wie Betty Hinterers <em>Ratgeber f\u00fcr h\u00e4usliche Krankenpflege, <\/em>Franz Rottenmanners <em>Die Landschule <\/em>oder die &#8222;Bauerntrachten-Postkarten&#8220;, nicht besonders geeignet. Zum &#8222;Avantgardisten&#8220; avancierte er, als er 1921 zum Verleger Karl Paumgarttens (alias Karl Huffnagl) wurde und seiner zuk\u00fcnftigen Produktion einen dunkelbraunen Anstrich gab. Manches entzog sich aber der &#8222;regen Sammelt\u00e4tigkeit&#8220;. &#8222;Kriegseinwirkungen&#8220; wurden daf\u00fcr verantwortlich gemacht, da\u00df die &#8222;Zahl der heute noch feststellbaren Ver\u00f6ffentlichungen zu den zeitkritischen Fragen&#8220; bescheiden ist. Dazu geh\u00f6rt (bezeichnenderweise) das Anfang Juni 1921 bei Stocker erschienene Paumgartten-Werk: <em>Juda. Kritische Betrachtungen \u00fcber Wesen und Wirken des Judentums. <\/em>Stocker hielt es f\u00fcr &#8222;ein aufsehenerregendes Werk&#8220;.<\/p>\n<p class=\"zitat\">Mit gro\u00dfer Sachlichkeit und wuchtiger Beweisf\u00fchrung wird dieses f\u00fcr alle V\u00f6lker und St\u00e4nde wichtige Volks- und Staatsproblem er\u00f6rtert. Jeder sozial und politisch Denkende ohne Unterschied des Standes mu\u00df dieses hervorragende Werk lesen, das die Augen \u00fcber wichtigste Fragen \u00f6ffnet. <a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\"><span class=\"Reference\">[11]<\/span><\/a><\/p>\n<p>F\u00fcnf Monate nach Erscheinen spricht Stocker die Buchh\u00e4ndler folgenderma\u00dfen in seiner Werbung an:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Bestellen Sie reichlich! (&#8230;) Sie verdienen dabei und helfen mit, das deutsche Volk von seinem Krebsschaden befreien. (<em>BC<\/em>, Nr. 48-49, 30.11.1921, S. 366)<\/p>\n<p>In der sp\u00e4teren Verlagswerbung liest man:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Das wesentlichste Ergebnis seiner kritischen Betrachtungen ist die Erkenntnis: Der Jude ist als Jude Anti-Arier, der Arier ebenso Anti-Jude, beide sind als unvers\u00f6hnliche Gegens\u00e4tze in die Welt gekommen und m\u00fcssen es bleiben. Dieses Buch d\u00fcrfte wegen seiner Gr\u00fcndlichkeit und gl\u00e4nzenden Beweisf\u00fchrung unter allen Erscheinungen der Judenliteratur dem Judentum am gef\u00e4hrlichsten werden. Das Buch verdient weiteste Verbreitung. Da\u00df in einem Jahr drei Auflagen verkauft wurden, beweist am besten den Wert des Buches.<\/p>\n<p>Da er\u00fcbrigt sich jeder Kommentar \u00fcber den &#8222;Avantgardisten&#8220; Stocker. Aber weder Avantgardist Stocker noch sein Hausautor, der antisemitische, antidemokratische Pamphletist Paumgartten, lie\u00dfen es dabei bewenden. Es erschien in Stockers Heimatverlag noch die <em>Judenfibel. <\/em>Stocker im O-Ton zu diesem Buch in seiner Werbung:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Alles, was wir am Juden als &#8222;j\u00fcdisch&#8220; &#8211; das hei\u00dft von der \u00fcbrigen Menschheit abweichend &#8211; erkennen, ist auf diese Mischung minderwertigen Blutes zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Auf die <em>Judenfibel <\/em>folgte Paumgarttens <em>Judentum und Sozialdemokratie, <\/em>das sich innerhalb weniger Monate 30.000mal verkaufte. Dazu der Heimatverlag Leopold Stocker:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Diese Schrift ist wohl die wirksamste und \u00fcberzeugendste Abwehrschrift gegen die Sozialdemokratie. Sie soll daher in Massen unter den Arbeitern verbreitet werden.<\/p>\n<p>Auf diese &#8222;Abwehrschrift&#8220; folgte Arbeiter, auf ein Wort!:<\/p>\n<p class=\"zitat\">In dieser Schrift wird in knapper und auch f\u00fcr den einfachen Mann vollkommen verst\u00e4ndlicher Form das wahre Wesen des ungeheuren, weltumspannenden Volksbetruges, der sich Marxismus nennt und als Heilbotschaft f\u00fcr die arbeitende Menschheit ausgibt, beleuchtet. Den Schwachkopf, dem das Judentum schon den letzten Rest von Urteilskraft aus dem Leib geschwatzt hat, und den Lumpen, der nicht aus Gesinnungstreue, sondern um pers\u00f6nlichen materiellen Vorteils willen Marxist ist, wird die Schrift nicht bekehren. Aber alle jene, die nur deshalb den Marxistenf\u00fchrern nachlaufen, weil sie deren Ehrlichkeitsschw\u00fcren glauben, die sich aber doch noch ein gewisses selbst\u00e4ndiges Denken bewahrt haben, wird sie davon \u00fcberzeugen, da\u00df die sch\u00e4ndliche Weltl\u00fcge &#8222;Marxismus&#8220; keine Macht \u00fcber Menschen hat, die eines klaren Blickes und eines logischen Denkens noch f\u00e4hig sind. Dieses B\u00fcchlein sollte in Massen unter die Arbeiterschaft kommen.<\/p>\n<p>Avantgardist Stocker setzte seine Serie von &#8222;Abwehrschriften&#8220; fort mit Heinrich Ardningers Sozialdemokratie und Landwirtschaft:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Diese Schrift gibt somit jedem zur Abwehr der roten Landagitation wertvollen Stoff.<\/p>\n<p>Doch nicht alles war zu diesem Zeitpunkt so primitiv v\u00f6lkisch. Der Heimatverlag unter Stocker (sp\u00e4ter: Leopold Stocker Verlag) \u00fcbernahm die 1876 von Peter Rosegger gegr\u00fcndete und nunmehr (seit 1910) von seinem Sohn Hans Ludwig Rosegger geleitete Monatsschrift <em>Roseggers Heimgarten <\/em>(sp\u00e4ter schlicht: <em>Heimgarten<\/em>). Fast f\u00fcnf Jahrzehnte war sie im Grazer Leykam-Verlag erschienen. Zur Charakteristik hier die Verlagswerbung 1924:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Die Zeitschrift will durch gediegene Romane und Erz\u00e4hlungen der Unterhaltung dienen, durch volkskundliche Aufs\u00e4tze das Heimatgef\u00fchl erw\u00e4rmen, durch politische und soziale Betrachtungen den deutschen und damit den allgemeinen Kulturgedanken st\u00e4rken. (&#8230;) Besondere Beachtung findet auch das deutsche Buch, denn es ist mehr denn je geeignet, den inneren Zusammenhang zwischen allen Deutschen zu vertiefen und zu festigen.<\/p>\n<p>Obwohl der Verlag ebenso wie <em>Der getreue Eckart <\/em>und die <em>Alpenl\u00e4ndischen Monatshefte <\/em>Heimat f\u00fcr so gut wie alle v\u00f6lkisch-nationalen Schriftsteller \u00d6sterreichs war, schien die Verlagstendenz schon in den 30er Jahren manchen Zeitgenossen zu wenig v\u00f6lkisch-national. Darum kehrte am 1. Juli 1934 der <em>Heimgarten <\/em>nach zehnj\u00e4hriger Unterbrechung wieder in den Leykam-Verlag zur\u00fcck, um eine &#8222;Wiedererweckung&#8220; der alten Monatsschrift f\u00fcr das deutsche Haus zu vollziehen. F\u00fcr diese &#8222;Wiedererweckung&#8220; sollten zun\u00e4chst folgende Autoren b\u00fcrgen: Josef Fr. Perkonig, Franz Nabl, Ernst Kratzmann, Viktor Thiel, Manfred Jasser und Franz Brauner. <a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\"><span class=\"Reference\">[12]<\/span><\/a><\/p>\n<p>In der ersten H\u00e4lfte der zwanziger Jahre ist Belletristik kaum vertreten. Eine Ausnahme bildet Karl Itzingers <em>Der S\u00fcndenbock. Geschichte eines &#8222;ledigen&#8220; Kindes <\/em>aus dem Jahr 1922. 1924 verlegte Stocker ein weiteres Machwerk von Karl Paumgartten. Das Buch geh\u00f6rt zweifelsohne zu den \u00fcbelsten Pamphleten der jungen Republik, und zur Ehrenrettung dieser sei festgehalten, da\u00df es von der nicht einschl\u00e4gigen Presse totgeschwiegen und boykottiert wurde. Es handelt sich um:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Repablick. Eine galgenfr\u00f6hliche Wiener Legende aus der Zeit der gelben Pest und des roten Todes.<\/p>\n<p>Dieses 280 Seiten starke Werk, das keine durchgehende Handlung aufweist, stellt den kr\u00f6nenden Ausdruck der antisemitischen und antidemokratischen Gesinnung Paumgarttens dar. Die Auflage sch\u00e4tze ich auf 5.000, sie kann aber auch darunter liegen. Fest steht, da\u00df <em>Repablick <\/em>(die &#8222;ironische Bezeichnung des tollen Tanzes der Novemberrevolution\u00e4re und des von ihnen geschaffenen Systems&#8220;) 1933 noch immer in Stockers Programm war und da\u00df Verleger Stocker noch immer redlich bem\u00fcht war, vor allem in Hinblick auf die j\u00fcngsten politischen Ereignisse in \u00d6sterreich, K\u00e4ufer zu finden. Um die Gesinnung Stockers noch einmal zu dokumentieren und festzuhalten, auf welcher ideologischen Seite er im Fr\u00fchjahr 1933 stand, wird im folgenden aus einer Verlagsanzeige zitiert, die am 8. April 1933 im <em>Heimgarten <\/em>ver\u00f6ffentlicht wurde:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Die &#8222;Entlarvung&#8220; der Novemberverbrecher, die unter der Maske des deutschen Arbeiters Sendling und Vollstrecker des russischen Bolschewismus waren, ist meisterhaft besorgt in dem totgeschwiegenen Buche: Repablick &#8211; Roman der Novemberrevolution. Dieser aufsehenerregende, satirische Roman wurde von der Presse totgeschwiegen und boykottiert, weil darin die Wahrheit gesagt wird. Heute, bei der Liquidierung der Novemberrevolution, ist er hoch aktuell. Der Roman gliedert sich in die drei Hauptkapitel:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Das Vorspiel &#8211; Die Revolution &#8211; Die Demokratie. Der Dichter schildert, von seinen Beobachtungen von Wien aus, was sich im November 1918 hinter den Kulissen an Schiebung, Volksverrat, an Korruption, Lug und Erb\u00e4rmlichkeit abspielte; er zeigt die &#8222;glorreichen&#8220; Taten der Novemberverbrecher und ihres Anhanges, die Kultur und Religion mit F\u00fc\u00dfen traten und Not und Elend \u00fcbers Volk brachten. Der Dichter schildert die &#8222;Heldentaten&#8220; des Mobs, der den heimkehrenden Kriegern und Invaliden die Auszeichnungen, Abzeichen und Kokarden herunterrissen. Es ist nicht ohne Vorteil, zu lesen, was in dieser Zeit alles als Heilsbotschaft hingenommen wurde. Der mutige Verfasser r\u00e4umt mit dem Ger\u00fcmpel der Revolutionskom\u00f6die gr\u00fcndlich auf. Der Dichter l\u00e4\u00dft sein Buch ausklingen in der Hoffnung und in dem Glauben, da\u00df \u00fcber den Klassenkampf die Volksgemeinschaft siegen wird, die deutsche Kultur und das deutsche Volk aus Finsternis und Not wieder zu neuer Bl\u00fcte erstehen wird. Der halbblinde Dichter sah schon vor 10 Jahren seherisch voraus, was sich 1933 vollzog (&#8230;)<\/p>\n<p class=\"zitat\">(Heimgarten, 57. Jg., 7. Heft, 8.4.1933)<\/p>\n<p>Etwas weniger vordergr\u00fcndig als Paumgarttens <em>Repablick <\/em>war die Belletristik, die verst\u00e4rkt ab 1925 erschien. Auch in dieser Hinsicht erweist sich Stocker als Avantgardist: er pflegt intensiv &#8222;Bauernromane&#8220;, die sp\u00e4ter den klingenden Namen &#8222;Blubo&#8220; erhalten werden. Die Titel dieser B\u00fccher sind f\u00fcr v\u00f6lkisch-nationale Ideologie nicht uninteressant. So erschien 1925 von Karl Itzinger <em>Der Bauerntod. Eine Geschichte aus der Leidens- und Heldenzeit des Landes ob der Enns. Das Vorspiel des Bauernsterbens <\/em>und im selben Jahr ein Werk des Landwirts und &#8222;schlesischen Peter Rosegger&#8220; (Verlagswerbung) Hugo Scholz: <em>Die Brunnbacherleute. Ein Bauernroman aus unserer Zeit <\/em>in einer Auflage von 2.000 Ex. (Auflagenentwicklung: 1930: 3.-5. Aufl.; 1944: 10.-15. Tsd.). 1933 lautete der Untertitel &#8222;Verfall einer Bauernfamilie&#8220;. 1927 folgte Scholz, <em>Der versunkene Pflug. Verrat an der V\u00e4terscholle, <\/em>1926 <em>erschienen Der Bundschuh. Bauernfestspiel <\/em>von Edi Lorber und <em>Das linke Pfarrerle. Ein Roman aus dem heutigen Tirol <\/em>vom vielschreibenden gelernten Landwirt Hans Schrott-Fiechtl. Auch Gottfried Nickl war in der Fr\u00fchzeit bei Stocker vertreten: <em>Ernst im Gspoa\u00df, Gspoa\u00df im Ernst <\/em>(1924) lautet der l\u00e4ndliche Titel. Noch zu nennen w\u00e4ren <em>Unter dem Salzburger Krummstab <\/em>(1925) und <em>Hofjagd. Ein Roman aus den steirischen Bergen <\/em>von Rudolf v. Schneben. Zeitgem\u00e4\u00dfer war eine Schrift von Gottfried Nickl: <em>Im Westen nichts Neues und sein wahrer Sinn. Eine Betrachtung \u00fcber den Pazifismus und Antwort an Remarque <\/em>(1929). <a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\"><span class=\"Reference\">[13]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Soweit es sich anhand von Produktion und Auflagenzahlen verfolgen l\u00e4\u00dft, mu\u00dfte sich Stocker in den 20er Jahren mit kleineren Auflagen begn\u00fcgen. Erst in der zweiten H\u00e4lfte der 30er Jahre (von den Kriegsjahren ganz zu schweigen) ging das Gesch\u00e4ft offenbar besser. Auch <em>Heimgarten<\/em>-Schriftleiter Anton Adalbert Hofmann war mit zwei Werken vertreten, und zwar mit den Romanen <em>Der Freiheit eine Gasse? <\/em>(1928; Aufl. 4.000) und <em>Der schwarze Jobst. Roman aus der deutschen Vergangenheit <\/em>(1926; Aufl. 4.000). In den drei\u00dfiger Jahren wurde Stocker doppelt ausgezeichnet, einmal im positiven (f\u00fcr ihn), einmal im negativen Sinne. Daf\u00fcr sorgten zwei bis drei Hausautoren, n\u00e4mlich Karl Itzinger, Gottfried Nickl und Hugo Scholz. Was andere sch\u00f6ngeistige Verleger im Dollfu\u00df\/Schuschnigg-\u00d6sterreich \u00e4u\u00dferst selten, wenn \u00fcberhaupt, zuwege brachten, schaffte Stocker. Der Avantgardist begann, wie erw\u00e4hnt, schon 1925 die Werke des ober\u00f6sterreichischen Erz\u00e4hlers Karl Itzinger zu verlegen. 1933 legte Stocker <em>Der Bauerntod <\/em>aus dem Jahre 1925 u.d.T. <em>Das Blutgericht am Haushamerfeld. Aus der Leidens- und Heldenzeit des Landes ob der Enns <\/em>neu auf. 1937 erschien das 21.-35. Tsd., 1940 immerhin das 38.-45. Tsd. 1936 erschien Itzingers <em>Es mu\u00df sein! Der Kampf eines deutschen Volkes um Freiheit, Glaube und Heimat <\/em>(Roman) (1940: 22.-33. Tsd.), 1937 die &#8222;Romantrilogie&#8220; in einer Kassette <em>Ein Volk steht auf, <\/em>(Aufl. 1944: 60. &#8211; 64. Tsd. !). Doch wurde das Werk <em>Das Blutgericht <\/em>in \u00d6sterreich verboten. Dazu die mutige Erl\u00e4uterung Leopold Stockers im <em>B\u00f6rsenblatt <\/em>eine Woche nach dem &#8222;Anschlu\u00df&#8220;:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Diese B\u00fccher waren in der Zeit des Kampfes und des Leidensweges in den letzten 5 Jahren in System-\u00d6sterreich vielen Zehntausenden Partei- und Volksgenossen in Deutsch-\u00d6sterreich eine St\u00e4rkung zum Ausharren im Kampfe gegen die Regierung und im sieghaften Glauben, weil der Dichter Karl Itzinger in diesem Volkskriege leuchtende Vorbilder und Zeugen des opfer- und leidvollen Freiheitskampfes in Ober\u00f6sterreich, der Heimat des F\u00fchrers Adolf Hitler, zeigte, wo die klerikale Macht unter dem Habsburger Ferdinand II. mit Feuer und Schwert und Heimatvertreibung das um die Freiheit des Geistes und Leibes ringende Volk verfolgte &#8211; damals genau so wie in der Jetztzeit.<\/p>\n<p class=\"zitat\">Daher wurden diese dem Dollfu\u00df-System gef\u00e4hrlichen Freiheitsb\u00fccher von der Regierung schwer verfolgt. 16 Monate war das Buch &#8222;Blutgericht am Haushamerfeld&#8220; beschlagnahmt; zuerst durch den Staatsanwalt und als der Proze\u00df nach 8 Monaten wegen Mangels an strafbarem Tatbestand eingestellt wurde, wurde durch die Schuschnigg-Regierung ein &#8222;Verbreitungsverbot&#8220; ohne Begr\u00fcndung erlassen; nachdem wieder durch zahlreiche Historiker erwiesen wurde, da\u00df das Buch historische Tatsachen schildere, wurde es nach weiteren 8 Monaten zufolge gesetzwidrigem Verbot freigegeben.<\/p>\n<p class=\"zitat\">Diese B\u00fccher verdienen im ganzen Reiche, zum Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das jahrhundertlange Freiheitsringen der Ostmarkdeutschen, weiteste Verbreitung, weil sie zeigen, wie treu-deutsch, wie opferbereit das Volk in \u00d6sterreich seit Jahrhunderten um seine heiligsten Volksg\u00fcter k\u00e4mpfte &#8211; und immer in gleicher Weise von undeutscher ultramontaner Macht mit Blut und Eisen und Drangsal verfolgt und unterdr\u00fcckt wurde &#8211; in der Jetztzeit genau so wie vor 300 Jahren. (Nr. 68, 22.3.1938, S. 1588)<\/p>\n<p>Doch bezeichnend daf\u00fcr, wie Geschm\u00e4cker h\u00fcben und dr\u00fcben verschieden sein konnten, ist die Tatsache, da\u00df diese in \u00d6sterreich &#8222;verfolgten&#8220; Werke Itzingers jenseits der Grenze zu Ehren kamen. Seine Romane <em>Es mu\u00df sein! <\/em>und <em>Das Blutgericht am Haushamerfeld <\/em>schienen n\u00e4mlich gleichzeitig in folgender ma\u00dfgeblichen Publikation in Nazi-Deutschland auf (S. 32):<\/p>\n<p class=\"zitat\"><em>Die Zeit lebt im Buch<\/em>. F\u00fchrer durch die &#8222;Jahresschau des deutschen Schrifttums&#8220; anl\u00e4\u00dflich der Woche des Deutschen Buches 1937 bearbeitet von der Reichsschrifttumsstelle beim Reichsministerium f\u00fcr Volksaufkl\u00e4rung und Propaganda. (Leipzig 1937)<\/p>\n<p>Von den vielen Dutzenden hier mit Nazi-&#8222;G\u00fctesiegel&#8220; versehenen Werken sind ganze drei aus \u00d6sterreich und alle aus dem Leopold Stocker Verlag. In der Rubrik &#8222;Soldatentum in der Geschichte&#8220; wird <em>Landsturm. Geschichte einer Kriegskameradschaft <\/em>(1937; 1942: 13.-18. Tsd.) von Hugo Scholz angef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Bevor wir nun auf den letzten hier zu nennenden Stocker-Autor der Zeit bis 1938 zu sprechen kommen, ein Wort zu einem auffallenden Charakteristikum der Stocker-B\u00fccher, n\u00e4mlich der Gewohnheit, Buchtitel zu \u00e4ndern. Diese Praxis versetzt die Verfasser der Stocker-Verlagsgeschichte 1967 in Erstaunen und leitet sie zu allerlei Vermutungen, wobei die Begr\u00fcndung keiner Astrologie bedarf. (&#8222;War es Unsicherheit der Lektoren oder war die Zeit so unruhig, da\u00df sie einer gesteigerten Titelpropaganda bedurfte? Die Antwort ist schwer zu geben, wenngleich die Vermutung viel f\u00fcr sich hat, da\u00df der wirtschaftliche Niederbruch kaufm\u00e4nnische Aktivit\u00e4t entfachte.&#8220;, S. 21) Stocker hat sowohl vor als auch nach dem Zweiten Weltkrieg die Titel mancher Werke ge\u00e4ndert. Aus Hugo Scholz, <em>Krone im Acker <\/em>(1938) wurde verhei\u00dfungsvoll <em>Das neue Leben <\/em>(1943). Sein Roman <em>Tochter der Erde <\/em>(1940) blieb in der Neuauflage 1954 gleich. Und Egon Hajeks Roman <em>Du sollst mein Zeuge sein. Lebenserinnerungen eines deutschen Bekenners <\/em>(1938) klingt doch viel besser (1942) u.d.T. <em>Zwischen zwei Welten. Lebenswege eines deutschen Volkszeugen. <\/em>Folgender Titelwechsel verleitet zu keinen Vermutungen: Richard Neudorfers Roman <em>Unterm Fronjoch. Ein Ringen um die Freiheit von Leib und Seele <\/em>hie\u00df &#8211; zeitgem\u00e4\u00dfer &#8211; 1942 <em>Volk im Joch <\/em>(Untertitel gleich; 11.-15. Tsd.), was freilich 1950 ganz verp\u00f6nt war. Nun lautete der Titel schlicht und sch\u00fcchtern: <em>Das neue Wesen. <\/em>Neudorfers Roman <em>Ein Ruferin deutscher Not <\/em>(1936) war freilich, zumindest was den Titel betrifft, nach dem &#8222;Anschlu\u00df&#8220; pass\u00e9, zumal es ja keine &#8222;deutsche Not&#8220; mehr gab. Ergo 1942: <em>J\u00fcrg Engelprecht. Ein deutscher Wehrbauer <\/em>(10-14. Tsd.). Schlu\u00df der Verfasser der Stocker-Verlagsgeschichte: &#8222;In den letzten Kriegsjahren verlosch langsam das Interesse an Bauernromanen, fand seinen Tiefpunkt nach 1945 und zeigt bis heute keinen Ansatz f\u00fcr eine gegenteilige Entwicklung. Der Grund hierf\u00fcr ist nicht ohne weiteres anzugeben, aber Vermutungen d\u00fcrfen angedeutet werden. Die \u00dcbers\u00e4ttigung war ohne Zweifel vorhanden. Die der historischen Handlung unbewu\u00dft unterlegten [!] Zeittendenzen verstimmten den Leser.&#8220; (S. 22) Es gab einen viel einfacheren Grund: Stocker-Autoren standen nach dem Krieg auf dem Index des Unterrichtsministeriums. Im \u00fcbrigen wurden auch z.B. vom Speidel-Verlag aus \u00e4hnlichen Gr\u00fcnden Titelwechsel vorgenommen.<\/p>\n<p>Stockers verlegerischen Kontakt vor 1938 zu &#8222;Illegalen&#8220; zeigt ein letztes Beispiel, n\u00e4mlich der steirische Arzt Gottfried Nickl. Dieser gab n\u00e4mlich 1938 &#8222;Kampfgedichte aus Deutsch\u00f6sterreichs Not, Verbots- und Befreiungszeit&#8220; unter dem unzweideutigen Titel <em>Deutschland wir glaubten an dich <\/em>zum besten und bei Stocker in Druck. Hier die vielsagende Verlagswerbung:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Aus diesen illegalen Gedichten spricht der Ostmark gl\u00e4ubige Sehnsucht und entschlossener Wille zur Einheit im Gro\u00dfdeutschen Reiche, revolution\u00e4rer Trutz um deutsche Freiheit, Kampf gegen Volksverrat, unersch\u00fctterliche Treue zum deutschen Volke trotz Verbot und Not, Liebe zum F\u00fchrer, dem Einiger und Befreier der deutschen Nation. Jeder deutsche Buchh\u00e4ndler m\u00f6ge es sich zur Aufgabe machen, dieses einzigartige Buch weitest zu verbreiten, das ein treudeutsches Bekenntnis ist und Gr\u00fc\u00dfe der befreiten Ostmark an alle deutsche Volksgenossen vermittelt.<\/p>\n<p class=\"zitat\">(<em>B\u00f6rsenblatt<\/em>, Nr. 143, 23.6.1938, S. 3367)<\/p>\n<p>Angesichts dieser Verlagslinie scheint ein Widerspruch zu bestehen, erinnert man sich des Satzes aus dem Jahre 1967: &#8222;Da\u00df alle drei Historiker das deutsche Volkstum in \u00d6sterreich bei selbstverst\u00e4ndlicher Anerkennung der staatlichen Eigenheit betonten, ist vom Verlagsgr\u00fcnder ebenso wie von den Autoren gewollt&#8220;. (S. 19)<\/p>\n<p>Was schlie\u00dflich Buchillustration betrifft, so lieferte Fritz Sch\u00f6npflug, der in antisemitischen Karikaturen nicht unerfahren war, die Illustration f\u00fcr Paumgarttens <em>Repablick <\/em>w\u00e4hrend der &#8222;Illegale&#8220; Karl Alexander Wilke, der einige Stunden nach dem &#8222;Anschlu\u00df&#8220; zum kommissarischen Leiter des \u00d6sterreichischen Bundesverlags wurde, ab 1938 den Buchschmuck besorgte.<\/p>\n<p>In der verlagseigenen Firmengeschichte kennt man die vielen Werke Paumgarttens nicht, genausowenig die dazugeh\u00f6rige Werbung zu seinen Schriften und zu den Werken Itzingers und Nickls. Die Entwicklung nach 1938 setzte das Programm der vorangegangenen Jahre verst\u00e4rkt fort.<\/p>\n<h3 id=\"anm1\"><a class=\"none\" name=\"Heading2\"><\/a> Anmerkungen<\/h3>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Quellenhinweis: 1917- 1967. Leopold Stocker Verlag. 50 Jahre Verlagsarbeit. Ein R\u00fcckblick. Graz-Stuttgart: Leopold Stocker Verlag, 1967.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Ebenda, S. 31. Siehe auch <em>Anzeiger, <\/em>Nr. 13, Anfang Juli 1977, S. 86 u. 89.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Durchschrift eines Schreibens an Stocker vom 31.3.1938. Archiv, Buchgewerbehaus Wien, V 1938, Mappe 502.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Siehe z.B. <em>\u00d6sterreichische Zeitung <\/em>(Wien), 23.4.1948, S. 3. In dem soeben erw\u00e4hnten, Ende M\u00e4rz beginnenden und f\u00fcr mehrere Wochen anberaumten Proze\u00df standen sechs Personen unter Anklage der Wiederbet\u00e4tigung im nationalsozialistischen Sinne. Nach dem Krieg war es zur Gr\u00fcndung von mehreren Untergrundbewegungen gekommen, darunter durch den Kaufmann Theodor Soucek und den ehemaligen Wiener Gauhauptschulungsleiter Hugo R\u00f6\u00dfner. In einem ersten Proze\u00dfbericht der <em>Wiener Zeitung <\/em>vom 1.4.1948 hei\u00dft es, R\u00f6\u00dfner habe zugegeben, &#8222;schon l\u00e4ngere Zeit mit dem Grazer Verleger Stocker, der die Gr\u00fcndung einer vierten Partei beabsichtigte und die Abschaffung des Verbotsgesetzes als wichtigsten Programmpunkt gehabt habe, in Verbindung gewesen zu sein und dessen Bem\u00fchungen unterst\u00fctzt zu haben&#8220;.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> <em>Staatsgesetzblatt f\u00fcr die Republik \u00d6sterreich. <\/em>Jahrgang 1945, 4. St\u00fcck. Ausgegeben am 6. Juni 1945. 3. Verfassungsgesetz vom 5. Mai 1945 \u00fcber das Verbot der NSDAP (Verbotsgesetz). &#8222;\u00a7 11: Ist jedoch ein ,Illegaler&#8220; als politischer Leiter vom Ortsgruppenleiter und Gleichgestellten aufw\u00e4rts oder in einem der Wehrverb\u00e4nde als F\u00fchrer vom Untersturmf\u00fchrer und Gleichgestellten aufw\u00e4rts t\u00e4tig gewesen oder ist er Blutordenstr\u00e4ger oder Tr\u00e4ger einer sonstigen Parteiauszeichnung gewesen oder hat ein ,Illegaler&#8220; in Verbindung mit seiner Bet\u00e4tigung f\u00fcr die NSDAP oder einen ihrer Wehrverb\u00e4nde Handlungen aus besonders verwerflicher Gesinnung, besonders schimpfliche Handlungen oder Handlungen, die den Gesetzen der Menschlichkeit gr\u00f6blich widersprechen, begangen, so wird er mit schwerem Kerker von zehn bis zwanzig Jahren und dem Verfall des gesamten Verm\u00f6gens bestraft, wenn die Tat nicht nach einer anderen Bestimmung strenger strafbar ist.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Konkret zu diesem Fall wie zur ultranationalen Ideologie von Verlag und Verleger siehe KURT P. TAUBER, Beyond Eagle and Swastika. German Nationalism Since 1945. Middletown, Conn.: Wesleyan University Press, 1967, Band 1, S. 626.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> HEINZ BRUNNER, Geblieben aber ist das Volk. Ein Schicksal, f\u00fcr alle geschrieben. Graz-G\u00f6ttingen: Leopold Stocker Verlag, o.J. (1954), S. 361 f. N\u00e4heres zu Brunner (4.2.1905, Marburg an der Drau-23.5.1971, Graz) siehe <em>Anzeiger<\/em>, Nr. 12, Mitte Juni 1971, S. 40 (Parte) und S. 94-95 (&#8222;Dr. Heinz Brunner zum Gedenken&#8220;).<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> <em>WZ, <\/em>242. Jg., Nr. 184, 9.8.1949, S. 5 und <em>Anzeiger, <\/em>Nr. 16, 15.8.1949, S. 147.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> <em>Kleine Zeitung <\/em>(Graz), 3. Jg., Nr. 300, 28.12.1950, S. 15. Die Zeitung brachte die bezahlte Todesanzeige, jedoch keinen Nachruf.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> 50 Jahre Verlagsarbeit (zit. Anm. 1), S. 32.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> <em>BC, <\/em>Nr. 22-23, 1.6.1921, S. 178. Wenn im folgenden von &#8222;Verlagswerbung&#8220; die Rede ist, so bezieht sich das auf die Anzeigen in Paumgarrtens <em>Repablick<\/em>.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> <em>Heimgarten <\/em>(Graz), 58. Jg., 19. Heft, 22.9.1934, S. 456.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Da\u00df gerade eine solche Schrift in \u00d6sterreich bei Stocker erscheinen sollte, darf nicht weiter verwundern. Interessant ist die Tatsache, da\u00df Stocker seine Werbung f\u00fcr diese &#8222;Anti-Remarque-Schrift&#8220; nicht im \u00f6sterreichischen <em>Anzeiger <\/em>machte &#8211; wobei zu sagen ist, da\u00df er nach Mitte der 20er Jahre kaum mehr hier annoncierte -, sondern im <em>B\u00f6rsenblatt, <\/em>und zwar gerade zu der Zeit, als die Verfilmung durch den amerikanischen Regisseur Lewis Milestone in Deutschland zu laufen begann. Stocker lie\u00df sich nicht lumpen, kaufte das erste Mal eine halbe, zwei Tage sp\u00e4ter eine Viertelseite im <em>B\u00f6rsenblatt, <\/em>um &#8222;die beste Antwort auf den Remarque-Film&#8220; anzupreisen. Der vielsagende Werbetext im <em>B\u00f6rsenblatt <\/em>(Nr. 284, 8.12.1930, S. 10102) lautet n\u00e4mlich: &#8222;In Frankreich und England &#8211; den ehemaligen Feinden Deutschlands &#8211; wird der Remarque-Film ,Im Westen nichts Neues&#8220; begreiflicherweise mit gro\u00dfem Erfolge aufgef\u00fchrt!? &#8211; Nun l\u00e4uft der Film auch in Deutschland. Es wird daher jetzt \u00fcberall das gr\u00f6\u00dfte Interesse bestehen f\u00fcr die Anti-Remarque-Schrift\/,Im Westen nichts Neues&#8220; und sein wahrer Sinn\/Von Dr. Gottfried Nickl\/ Illustrierte Brosch\u00fcre RM. 1-\/Jeder Deutsche sollte diese aufkl\u00e4rende Gegenschrift \u00fcber Remarque und seinen Kriegsroman kennen. Wie Schuppen f\u00e4llt es dann allen von den Augen, die sich blenden und irref\u00fchren lie\u00dfen. Jeder, der diese Schrift liest, ist ersch\u00fcttert von der Wucht der Beweisf\u00fchrung. jeder deutsche Buchh\u00e4ndler sollte es als Pflicht der Dankbarkeit f\u00fcr die gefallenen und lebenden deutschen Helden des Weltkrieges ansehen, die aufkl\u00e4rende Anti-Remarque-Schrift zu verbreiten.&#8220; ALFRED PFOSER (<em>Literatur und Austromarxismus<\/em>. Wien: L\u00f6cker 1980, S. 199-203) befa\u00dft sich eingehend mit dem &#8222;Fall Remarque&#8220; in \u00d6sterreich, kennt die Schrift von Nickl allerdings nicht. Er schickt seiner Analyse folgendes voraus: &#8222;Die Haltung zum Remarque-Buch und -Film wurde zu einer grunds\u00e4tzlichen Entscheidung gegen\u00fcber der Republik, der Demokratie, dem Krieg. Die Scheidung der Geister wurde hier vollends offenbar.&#8220; (S. 199) Nicht zuf\u00e4llig also erschien die Anti-Remarque-Schrift bei Stocker. Ja, im Stocker-Programm scheint gar nichts &#8222;zuf\u00e4llig&#8220; zu sein. Der Heimatverlag Leopold Stocker bzw. der Leopold Stocker Verlag stand allem aufgeschlossen gegen\u00fcber, was sich gegen die neue republikanische Staatsform, gegen die Sozialdemokraten, gegen die Juden und gegen den Pazifismus stemmte. Die Palette war allerdings noch unvollst\u00e4ndig, d.h. bis 1927. Denn zu den Werken, an die der Verlag sich heute nicht mehr erinnern kann, z\u00e4hlte eine 1927 erschienene Studie \u00fcber jene &#8222;Gegner alles Bodenst\u00e4ndigen&#8220; (S. II), \u00fcber die Freimaurer also. Der nicht gerade wertfreie Titel lautet: <em>Aus der Werkstatt der Freimaurer und Juden im \u00d6sterreich der Nachkriegszeit<\/em>. Stocker zeigte, da\u00df er einen guten &#8222;Riecher&#8220; hatte f\u00fcr &#8222;kommende M\u00e4nner&#8220;: Hinter dem Pseudonym &#8222;Dr. Friedrich Hergeth&#8220;, der auf &#8222;die so wertvolle Hilfe aller bewu\u00dften deutschen Volksgenossen&#8220; angewiesen war, verbirgt sich ein Dr. Paul Heigl. Dieser Parteigenosse war einige Stunden nach dem &#8222;Anschlu\u00df&#8220; im M\u00e4rz 1938 bereits kommissarischer Verwalter der \u00d6sterr. Nationalbibliothek. Im Oktober 1972 war der Ton des Stocker-Verlags der gleiche, der Gegenstand jedoch ein anderer: Es erschien ein Werk von einem Oskar Jursa mit dem Titel <em>Die unduldsame Linke<\/em>. Der dazugeh\u00f6rige Werbeslogan: &#8222;Gegen alle Kaputtmacher &#8211; Erkl\u00e4rung eines Zeitph\u00e4nomens&#8220; <em>(Anzeiger, <\/em>19.10.1972, S. 2 u. 3).<\/p>\n<h3 id=\"erg1\" class=\"Note\">Erg\u00e4nzungen zur Buchver\u00f6ffentlichung von 1985<\/h3>\n<h4 id=\"erg2\">Neueste Forschungsliteratur<\/h4>\n<ul style=\"list-style-type: circle;\">\n<li>Werner Schlacher: Die steirischen Buchverlage zwischen 1945 und 1955 unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der belletristischen Produktion. Diss. Univ. Graz 1985.<\/li>\n<li>Luzia Jordan: Antisemitische Verlage in der Zwischenkriegszeit. Diplomarbeit Univ. Wien 2005.<\/li>\n<li>Murray G. Hall: \u201eUnd wenn es nicht auf gesetzlichem Wege gehen sollte, diese Parasiten zu vertreiben \u2026\u201c. Das antisemitische Programm eines Grazer Verlags. Vortrag anl\u00e4sslich der Konferenz \u201eAntisemitismus in \u00d6sterreich 1933\u20131938\u201c an der Universit\u00e4t Wien, 23. bis 26. M\u00e4rz 2015. (Erscheint 2016)<\/li>\n<\/ul>\n<h4 id=\"erg3\">Illustrationen<\/h4>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-2 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 25%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-2' class='gallery galleryid-602 gallery-columns-4 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?attachment_id=2018'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Judentum-und-Sozialdemokratie-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-2018\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-2018'>\n\t\t\t\t&#8222;Judentum und Sozialdemokratie&#8220; (1920)\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?attachment_id=2021'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Sind-das-Deutsche-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-2021\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-2021'>\n\t\t\t\tSeite aus &#8222;Judentum und Sozialdemokratie&#8220; \n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?attachment_id=2022'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Arbeiter-auf-ein-Wort-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-2022\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-2022'>\n\t\t\t\tTitelblatt Karl Paumgartten: Arbeiter, auf ein Wort! (1921)\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?attachment_id=2023'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Illustration-Arbeiter-auf-ein-Wort-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-2023\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-2023'>\n\t\t\t\tIllustration aus Paumgarttens &#8222;Arbeiter, auf ein Wort!&#8220;\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?attachment_id=2024'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Umschlag-Juda-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-2024\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-2024'>\n\t\t\t\tUmschlag von Paumgarttens &#8222;Juda&#8220;\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?attachment_id=2025'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Titelblatt-Juda-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-2025\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-2025'>\n\t\t\t\tTitelblatt von &#8222;Juda&#8220;\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?attachment_id=2027'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Illustration-Juda-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-2027\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-2027'>\n\t\t\t\tIllustration aus &#8222;Juda. Wesen und Wirken des Judentums&#8220;\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?attachment_id=2028'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/B\u00f6senblatt-Juda-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-2028\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-2028'>\n\t\t\t\tB\u00f6rsenblatt-Anzeige, 3.3.1942\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?attachment_id=2029'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Unter-dem-Roten-Banner-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-2029\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-2029'>\n\t\t\t\tUmschlag &#8222;Unter dem roten Banner&#8220; (1. Aufl. 1927)\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?attachment_id=2030'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Freimaurer-und-Juden-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-2030\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-2030'>\n\t\t\t\t&#8222;Aus der Werkstatt der Freimaurer und Juden&#8220; (1927)\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?attachment_id=2124'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Schutzumschlag-Judenfibel-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-2124\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-2124'>\n\t\t\t\tSchutzumschlag Judenfibel\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl>\n\t\t\t<br style='clear: both' \/>\n\t\t<\/div>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leopold Stocker Verlag (&#8222;Heimatverlag&#8220; Leopold Stocker) (Graz-Leipzig)[1] Die Produktion Anmerkungen Erg\u00e4nzungen zur Buchver\u00f6ffentlichung von 1985 Neueste Forschungsliteratur Illustrationen Er gab ja durch die Auswahl der Werke die Antwort auf das Zeitgeschehen &#8211; im Sinne einer Analyse, einer Warnung oder Aneiferung! Sicher war Stocker von seiner Zeit im Ausdruck und Stil\u2026<\/p>\n<p> <a class=\"continue-reading-link\" href=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=602\"><span>Continue reading<\/span><i class=\"crycon-right-dir\"><\/i><\/a> <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":149,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-602","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/602","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=602"}],"version-history":[{"count":13,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/602\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":605,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/602\/revisions\/605"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/149"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=602"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}