{"id":670,"date":"2015-09-16T09:10:34","date_gmt":"2015-09-16T07:10:34","guid":{"rendered":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=670"},"modified":"2019-06-04T16:09:47","modified_gmt":"2019-06-04T14:09:47","slug":"artur-wolf-verlag","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/?page_id=670","title":{"rendered":"Artur Wolf Verlag"},"content":{"rendered":"<h3>Artur Wolf Verlag (Wien)<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><span style=\"font-size: 0.7em; vertical-align: top;\">[1]<\/span><\/a><\/h3>\n<h6><\/h6>\n<ul class=\"overview\">\n<li class=\"overview\"><a class=\"none\" href=\"#Heading1\" target=\"_self\">Die Produktion<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a href=\"#anm1\">Anmerkungen<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a href=\"#erg1\">Erg\u00e4nzungen zur Buchver\u00f6ffentlichung von 1985<\/a>\n<ul>\n<li class=\"overview\"><a href=\"#erg2\">Biographisches\u00a0<\/a><\/li>\n<li class=\"overview\"><a href=\"#erg1\">Illustrationen<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Firma &#8222;Artur Wolf Verlag&#8220; wurde im Jahre 1911 in Wien gegr\u00fcndet. Der am 12.4.1887 in M\u00e4hrisch-Wei\u00dfkirchen, C.S.R. geborene Artur Wolf hatte in den Jahren 1907-1911 seine Lehrzeit als Buchh\u00e4ndler beim &#8222;Dr. Rudolf Ludwig Verlag&#8220; verbracht und machte sich dann selbst\u00e4ndig. Der Umfang der Konzession war der Verkauf von Kunstbl\u00e4ttern, Radierungen und Reproduktionen) insbesondere aus dem eigenen Verlag. Erst zehn Jahre sp\u00e4ter wurde der Verlag handelsgerichtlich protokolliert. Am 14. Juni 1921 wurde der Artur Wolf Verlag mit Betriebsgegenstand &#8222;Verlags- und Sortimentsbuchhandlung&#8220; unter Register A, Band 58, pagina 54 ins Wiener Handelsregister eingetragen. Sitz der Firma war Wien 1., Seilerst\u00e4tte 1.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Artur-Wolf.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-672\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Artur-Wolf-300x132.jpg\" alt=\"Artur Wolf\" width=\"450\" height=\"198\" srcset=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Artur-Wolf-300x132.jpg 300w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Artur-Wolf-1024x450.jpg 1024w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Artur-Wolf-250x110.jpg 250w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Artur-Wolf-150x66.jpg 150w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Artur-Wolf.jpg 1344w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Im Jahre 1930 wollte Wolf seinen Betrieb ausbauen und suchte &#8211; was zur Art seiner Verlagswerke gut pa\u00dfte &#8211; um eine Konzession f\u00fcr den Kunsthandel im 1. Bezirk in der K\u00e4rntnerstra\u00dfe an. S\u00e4mtliche in der N\u00e4he befindlichen Firmen liefen gegen das Vorhaben Wolfs Sturm, soda\u00df das Mag. Bezirksamt und die Korporation das Ansuchen ablehnten. Die Begr\u00fcndung der Branchenkollegen, die ein historisch interessantes Bild der Verh\u00e4ltnisse wiedergibt, lautete wie folgt:<br \/>\nDer Kunsthandel befindet sich bei der heute \u00fcberaus schwierigen wirtschaftlichen Lage in einer besonders schweren Krise, weil sein Gedeihen vom Kunstsinne des Publikums in direkter Abh\u00e4ngigkeit ist und dieser einerseits aus den angef\u00fchrten Gr\u00fcnden andererseits aber auch infolge der fortschreitenden Ern\u00fcchterung, die auch schon in Kreise des noch kaufkr\u00e4ftigen Publikums Eingang gefunden hat, nicht mehr jene Pflege findet, die dem Kunsthandel, wenn auch nur bescheidenes Gedeihen, sichern w\u00fcrde.<br \/>\nK\u00fcnstlerische Graphik und Originale werden eben heute au\u00dferordentlich selten verkauft, worunter nicht nur der Kunsthandel, sondern auch die K\u00fcnstler selbst schwer leiden.<br \/>\nNicht zuletzt mu\u00df noch darauf hingewiesen werden, da\u00df die heutigen Wohnungsverh\u00e4ltnisse und die wirtschaftlichen Verh\u00e4ltnisse der Anschaffung eines Wandschmuckes nicht f\u00f6rderlich sind.<br \/>\nSo haben auch die vor dem Kriege zahlreichen Sammler entweder ihre Sammlungen aufgel\u00f6st oder ihre T\u00e4tigkeit g\u00e4nzlich eingestellt.<br \/>\nEine Neugr\u00fcndung w\u00fcrde nun die bestehenden Betriebe durch Abziehen der wenigen Kundschaft auf das schwerste gef\u00e4hrden (&#8230;)<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><span class=\"Reference\">[2]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Der Berufung Wolfs beim BMfHuV wurde am 20.10.1930 keine Folge gegeben.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><span class=\"Reference\">[3]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Ziemlich genau zwei Jahre sp\u00e4ter verstarb der Verlagsinhaber Artur Wolf am 16. Oktober 1932 pl\u00f6tzlich in Wien.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><span class=\"Reference\">[4]<\/span><\/a> Nach Briefen Fritz von Herzmanovsky-Orlandos soll Wolf von einem Pferd gest\u00fcrzt sein.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><span class=\"Reference\">[5]<\/span><\/a> Wie dem auch sei, das Verlagsgesch\u00e4ft kam nun praktisch zum Erliegen. Das Erscheinen der eben erst im Mai begonnenen Zeitschrift f\u00fcr Literatur, B\u00fchne, Kunst und Wissenschaft <em>Kultur <\/em>wurde eingestellt. Die Produktion kam zum Erliegen nicht zuletzt, weil das Verlassenschaftsverfahren sich wie gew\u00f6hnlich in die L\u00e4nge zog und die testamentarisch als Universalerbin eingesetzte Witwe, Frau Katharina Wolf (geschiedene Gr\u00e4fin Attems), am 11. Dezember desselben Jahres einen Monat, nachdem sie ihr Testament aufgesetzt hatte, freiwillig aus dem Leben schied. Alleinerbe und nunmehriger Alleininhaber des Artur Wolf Verlages war der minderj\u00e4hrige Sohn aus erster Ehe, Christoph Ferdinand Graf Attems. Anfang J\u00e4nner 1933 wurde ein Rechtsanwalt Vertreter des Artur Wolf Verlags (handelsgerichtliche Eintragung), w\u00e4hrend eine langj\u00e4hrige Verlagsmitarbeiterin, Hermine Fellner, als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin fungierte. In den folgenden Jahren &#8211; die Verlassenschaftsabhandlung war noch nicht beendet &#8211; wurde wegen einer Konzessions\u00fcbernahme mit verschiedenen Interessenten verhandelt. Am 10. Februar 1934 teilte der Artur Wolf Verlag der Korporation folgendes mit:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Wir haben eventuell jetzt Gelegenheit, unseren Verlag (Warenlager inkl. aller Urheberrechte etc.) zu verkaufen und ersuchen Sie h\u00f6fl. uns wegen \u00dcbertragung der Konzession resp. Erwerbung einer neuen Konzession f\u00fcr den K\u00e4ufer gegen R\u00fccklegung unserer eigenen Konzession (Vlbh Arth. Wolf) behilflich zu sein und w\u00e4ren wir Ihnen sehr zu Dank verpflichtet, wenn Sie das gelegentliche Ansuchen beim Wiener Magistrat entsprechend bef\u00fcrworten w\u00fcrden.<br \/>\n<span class=\"Reference\">(&#8230;)\u00a0<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/span><\/p>\n<p>Der &#8222;Reflektant&#8220; war der ungarische Staatsb\u00fcrger und langj\u00e4hriger Verleger Benjamin Harz. Es vergingen Monate, bis die Korporation sich Anfang 1936 gegen eine \u00dcbertragung aussprach. Da es im Fall einer Genehmigung zu keiner Konzessionsvermehrung gekommen w\u00e4re und die bestehende Konzession den Ladenverkauf sowieso ausschlo\u00df, k\u00f6nnen nur branchenfremde Gr\u00fcnde ausschlaggebend gewesen sein. 1937 wurde die Konzession Wolfs zur\u00fcckgelegt, und infolgedessen wurde der Artur Wolf Verlag am 12. Oktober 1937 aus dem Handelsregister gel\u00f6scht.<\/p>\n<p>Verschiedene Indizien scheinen nun darauf hinzudeuten, da\u00df die Lagerbest\u00e4nde des Artur Wolf Verlags verkauft wurden und von H\u00e4ndlern wie z.B. August Amonesta verramscht wurden.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\"><span class=\"Reference\">[7]<\/span><\/a><\/p>\n<h3><a class=\"none\" name=\"Heading1\"><\/a> Die Produktion<\/h3>\n<p>Man liest in einem Lexikon deutschsprachiger Verlage aus dem Jahre 1930, da\u00df der Artur Wolf Verlag seit der Gr\u00fcndung 1911 &#8222;etwa 200 Werke verlegt&#8220; habe.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\"><span class=\"Reference\">[8]<\/span><\/a> Worauf sich diese Angabe st\u00fctzt, ist unklar. Im Rahmen dieser Arbeit wurde jedenfalls nicht einmal ein Viertel dieser Zahl nachgewiesen. Wie dem auch sei, die Werke des Artur Wolf Verlags stehen ganz allgemein unter der Devise &#8222;das sch\u00f6ne Buch&#8220;, analog dem <em>Almanach vom sch\u00f6nen Buch, <\/em>den der Verlag 1924 herausgab. Die Verlagswerke bis Ende der 20er, Anfang der 30er Jahre waren im gro\u00dfen und ganzen bibliophiler Natur und mit wenigen Ausnahmen sch\u00f6n illustrierte Klassikerausgaben. F\u00fcr mehrere Werke (z.B. <em>Idyllen des klassischen Altertums, <\/em>1921) war der zeitweilige Direktor des Ilf- bzw. Rikola Verlags, Ernst Roenau, verantwortlich. In beschr\u00e4nkter Auflage erschienen Ausgaben von Voltaire, Heinrich Heine, Eduard M\u00f6rike, H. Chr. Andersen, Clemens Brentano, Ferdinand Raimund, E.T.A. Hoffmann, Edgar Allen Poe, Theophil Gautier, Alfred de Musset usw. Und sie erschienen eben als Luxusdrucke, in einer Zeit, wo eine Reihe anderer Verlage dabei war, preisg\u00fcnstige Ausgaben f\u00fcr ein breites Publikum zu produzieren. Lebende Autoren blieben noch in dieser Phase der Verlagsproduktion in der Minderzahl. 1922 kam H.H. Ewers&#8220; <em>Die Herren der Kriege <\/em>bei Wolf auf den Markt. 1926 erschienen dann zwei bibliophile Ausgaben von Emil Lucka <em>(Die Jungfernprobe oder Merkw\u00fcrdige Begebenheit von der Jungfrau Barbara S\u00fczel und dem Henker Gieck in Meckm\u00fchl; Isolde Weisshand. Ein Roman aus alter Zeit). <\/em>Der Verlag engagierte eine ganze Reihe von K\u00fcnstlern, die f\u00fcr Buchschmuck, Einbandvignetten, Original-Holzschnitte, Original-Radierungen, Illustrationen usw. verantwortlich waren: Hugo R\u00e9nyi, Christian L. Martin, Ernst Mandler, Stefan Eggeler, Eduard G\u00e4rtner, Alfred Hagel, Margarete Hammerschlag, Carl Pauer-Arlau, Rudolf Schott, Erich Sch\u00fctz, Franz Wacik.<\/p>\n<p>Ab etwa 1928, als der Buchmarkt von einer Stagnation erfa\u00dft wurde, und bis 1932 verlagerte sich die Produktion des Artur Wolf Verlags auf &#8222;Gegenwartsliteratur&#8220;. 1928 stie\u00df z.B. Fritz von Herzmanovsky-Orlando mit seiner ersten Buchver\u00f6ffentlichung zum Verlag: <em>Der Gaulschreck im Rosennetz. Eine skurrile Erz\u00e4hlung.<\/em><a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\"><span class=\"Reference\">[9]<\/span><\/a> Ab 1929 erschienen bei Wolf folgende Publikationen in Kommission: <em>Veroffentlichungen des Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseums <\/em>und <em>Ver\u00f6ffentlichungen des Vereins Ernst Mach. <\/em>Hg. vom Verein Ernst Mach.<\/p>\n<p>1931 beginnen die <em>Wolf-B\u00fccher <\/em>zu erscheinen, und hier ist neben den Werken v\u00f6llig unbekannter Autoren auch ein Werk Theodor H. Mayers <em>(Frau im Kampf <\/em>vertreten. Im selben Jahr erscheint das erste <em>(Die Lieder an Melitta) <\/em>von zwei Werken des nationalen Autors Otto Emmerich Groh <em>(Alexander. Der Roman des Eroberers, <\/em>1932). Zu den insgesamt sechs im letzten Verlagsjahr nachgewiesenen Erscheinungen z\u00e4hlte <em>Faust. Roman der Gotik <\/em>von Ernst Kratzmann. Ein Verlagsvorhaben, das durch den Tod Artur Wolfs gestoppt wurde, war eine ehrgeizige Literatur- und Kunstzeitschrift <em>Die Kultur, <\/em>die &#8211; manchen Beitr\u00e4gern nach zu schlie\u00dfen &#8211; in ein nationales Fahrwasser steuerte. Das als Monatsschrift geplante Druckwerk hie\u00df im Untertitel: Zeitschrift f\u00fcr Literatur, B\u00fchne, Kunst und Wissenschaft und war &#8222;Sprachrohr des ,Klubs der Kunstfreunde&#8220; Sektion der wirtschaftlich-kulturellen Gesellschaft in Wien&#8220;.<\/p>\n<p>Der Umfang erh\u00f6hte sich von 24 auf 32 Seiten. Die Zeitschrift enthielt vornehmlich umfangreiche Kurzrezensionen und kleine Theaterberichte. Die redaktionelle Leitung der Zeitschrift lag ab Heft 2 in den H\u00e4nden des illegalen Nationalsozialisten Otto Emmerich Groh. Zu den Beitr\u00e4gern z\u00e4hlten u.a. Robert Hohlbaum, E. Meixner, Rud. v. Gareis, H. R\u00f6bbeling, E. Plischke, R.N. Coudenhove-Kalergi, R.A. Loederer, H. Eibl und Erwin Stranik. <em>Die Kultur <\/em>stellte ihr Erscheinen mit Heft 4 vom Oktober 1932 ein. Erw\u00e4hnenswert sind noch zwei Werke von Emil Kl\u00e4ger, die noch 1918 im Artur Wolf Verlag erschienen, und zwar: <em>Von Kleidern und Liebe <\/em>und <em>Legenden und M\u00e4rchen unserer Zeit <\/em>(Hrsg. E. Kl\u00e4ger). Der Band enthielt Originalbeitr\u00e4ge von Auernheimer, Busse, Busson, Csokor, Dehmel, Fulda, Ginzkey, Gelber, v. Kahlenberg, Kurz, Lagerl\u00f6f, W. v. Molo, Franz Moln\u00e1r, Hans M\u00fcller, Alfons Petzold, Popper-Lynkeus, Rilke, Th. Rittner, Peter Rosegger, Felix Salten, Schnitzler, Schmidtbonn, Wildgans, Wohlbr\u00fcck, Ernst Zahn und Stefan Zweig.<\/p>\n<h3 id=\"anm1\"><a class=\"none\" name=\"Heading2\"><\/a> Anmerkungen<\/h3>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref1\" target=\"text\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Quellenhinweise: Handelsgericht Wien, Registerakt A 58,54 (WrStLa); Gremium\/Wolf.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref2\" target=\"text\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Gremium\/Wolf. Schreiben an die Bezirksvorstehung f\u00fcr den 1. Bezirk vom 15.5.1930.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref3\" target=\"text\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Gremium\/Wolf. Bescheid BMfHuV, Zl. 130.694-13\/1930.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref4\" target=\"text\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> WrStLa. Sterberegister Wien. Totenprotokoll 25.674\/32. Das Wort &#8222;pl\u00f6tzlich&#8220; findet sich in einem Antrag des Erben an das Mag. Bezirksamt. (Gremium\/Wolf).<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref5\" target=\"text\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Hinweis von Frau Dr. S. Kirschl-Goldberg, Innsbruck.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref6\" target=\"text\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Gremium\/Wolf.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref7\" target=\"text\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Nach einem Hinweis von S. Kirschl-Goldberg hat Amonesta z.B. HERZMANOVSKY-ORLANDOS Der Gaulschreck im Rosennetz, 1928 hei Wolf erschienen, verramscht. In einem Schreiben der RSK. Landesleitung Wien aus dem Juli 1941 auf eine urheberrechtliche Anfrage des amerikanischen Generalkonsuls in Wien hei\u00dft es z.B., da\u00df &#8222;die B\u00fccher dieses Verlages schon weit vor dem Umbruch verramscht worden&#8220; seien. (Gremium\/Wolf)<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref8\" target=\"text\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Lexikon der deutschen Verlage. Leipzig: Verlag Curt M\u00fcller u. Co., 1930, S. 324 f.<\/p>\n<p class=\"Note\"><a href=\"#_ftnref9\" target=\"text\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> \u00dcber die Beziehung zwischen Artur Wolf und Herzmanovsky-Orlando sowie \u00fcber die Geschichte der Drucklegung der ersten Buchver\u00f6ffentlichung Herzmanovsky-Orlandos ist nun neuerdings ausf\u00fchrlich berichtet worden: FRITZ VON HERZMANOVSKY-ORLANDO, \u00d6sterreichische Trilogie 1\/ Der Gaulschreck im Rosennetz. Roman. Hg. und kommentiert von Susanna Kirschl-Goldberg. Salzburg: Residenz Verlag, 1983 (= S\u00e4mtliche Werke in zehn B\u00e4nden. Texte. Briefe. Dokumente. Hg. im Auftrag des Forschungsinstituts &#8222;Brenner-Archiv&#8220; unter der Leitung von Walter Methlagl und Wendelin Schmidt-Dengler, Band 1). Wie es ebendort hei\u00dft (S. 181), wurde f\u00fcr die broschierte Restauflage bei Amonesta (s. Anm. 7) der Titel Der letzte Hofzwerg. Ein Roman aus dem alten Wien gew\u00e4hlt.<\/p>\n<hr \/>\n<h3><a id=\"erg1\"><\/a>Erg\u00e4nzungen zur Buchver\u00f6ffentlichung von 1985<\/h3>\n<h3 class=\"Note\"><a id=\"erg2\"><\/a>Biographisches<\/h3>\n<div id=\"attachment_2756\" style=\"width: 168px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Artur-Wolf-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2756\" class=\"size-medium wp-image-2756\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Artur-Wolf-2-158x250.jpg\" alt=\"Illustrierte Kronen-Zeitung, 19. Oktober 1932, S. 9.\" width=\"158\" height=\"250\" srcset=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Artur-Wolf-2-158x250.jpg 158w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Artur-Wolf-2-190x300.jpg 190w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Artur-Wolf-2-95x150.jpg 95w, http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Artur-Wolf-2.jpg 830w\" sizes=\"auto, (max-width: 158px) 100vw, 158px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2756\" class=\"wp-caption-text\">Illustrierte Kronen-Zeitung, 19. Oktober 1932, S. 9.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: left;\">Artur Wolf war nicht nur ein stadtbekannter, leidenschaftlicher Verleger und Sammler, er war auch passionierter Reiter. Das d\u00fcrfte ihm zum Verh\u00e4ngnis geworden sein, wie die Wiener Tageszeitungen anl\u00e4sslich seines unerwarteten Todes berichteten. Am Sonntagvormittag, dem 16. Oktober 1932, st\u00fcrzte der 45j\u00e4hrige Verleger bei einem Spazierritt im Prater vermutlich infolge eines Herzschlages pl\u00f6tzlich vom Pferd und verschied wenige Minuten sp\u00e4ter. Der herbeigerufene Notarzt konnte ihn nicht wiederbeleben. Ein paar Monate sp\u00e4ter berichteten die Zeitungen \u00fcber einen weiteren Tod, den von Wolfs 35-j\u00e4hriger Witwe K\u00e4the. Sie \u201ehat Sonntag nachmittag [11. Dezember 1932] aus Verzweiflung \u00fcber den Tod ihres Gatten in ihrer Wohnung [in der Seilerst\u00e4tte 1] Selbstmord durch Einatmen von Leuchtgas begangen\u201c (<em>Das Kleine Blatt<\/em>, 12. Dezember 1932, S. 2). Seit dem Tod ihres Mannes w\u00e4re sie melancholisch gewesen und d\u00fcrfte, wie die Zeitungen mutma\u00dften, \u201edie Tat in einem Anfall von Schwermut vollf\u00fchrt haben\u201c (<em>Kleine Volks-Zeitung<\/em>, 12. Dezember 1932, S. 2). Am 16. Dezember wurde sie in der Feuerhalle Simmering bestattet.<\/p>\n<h3 class=\"Note\"><a id=\"erg3\"><\/a>Illustrationen<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-2 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-2' class='gallery galleryid-670 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/ArturWolfVerlag3.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/ArturWolfVerlag3-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/ArturWolfVerlag2.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/ArturWolfVerlag2-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/ArturWolfVerlag1.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/verlagsgeschichte.murrayhall.com\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/ArturWolfVerlag1-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n<h6><\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Artur Wolf Verlag (Wien)[1] Die Produktion Anmerkungen Erg\u00e4nzungen zur Buchver\u00f6ffentlichung von 1985 Biographisches\u00a0 Illustrationen Die Firma &#8222;Artur Wolf Verlag&#8220; wurde im Jahre 1911 in Wien gegr\u00fcndet. 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