Verlagsanstalt Tyrolia

Verlagsanstalt Tyrolia (Innsbruck-Wien-München-Bozen)[1]

TyroliaDie österreichische Verlagsszene der Ersten Republik war durch mehrere „katholische“ Verlage geprägt, denen es vor allem nach Ende des Ersten Weltkriegs gelang, das Ghetto des katholischen Schrifttums zu sprengen. Was deren drei prominente Vertreter gemein haben, ist ihr Ursprung in kirchennahen Preßvereinen, so im Fall Verlag Anton Pustet, dem Styria-Verlag und der Verlagsanstalt Tyrolia.

Die Entwicklung letzteren Unternehmens läßt sich in mehrere Abschnitte gliedern:

Preßvereinszeit bis 1907

Die Verlagsanstalt Tyrolia verdankt ihre Entstehung der Gründung einer Zeitung. Im Frühjahr 1888 beschloß ein Kreis von politisch und religiös interessierten Männern in Brixen, darunter der Brixener Theologieprofessor Dr. Aemilian Schoepfer (1858-1936),[2] eine Wochenschrift herauszugeben. Diese wurde Brixener Chronik genannt und erschien erstmals am 28.4.1888. Bald darauf wurde, um die Schulden zu zahlen und die Rentabilität des Blatts zu erreichen, eine eigene Druckerei gegründet. Die organisatorische Grundlage fanden diese Unternehmungen im Katholisch-Politischen Preßverein in Brixen, der die Keimzelle der späteren Verlagsanstalt Tyrolia werden sollte. Als nächstes wurde eine zweite Zeitung, der Tiroler Volksbote, der erstmals am 22.12.1892 erschien, herausgegeben. In Bozen schuf Schoepfer einen „Preßverein Tyrolia“ mit der Zeitung Der Tiroler. Der Gedanke einer Vereinigung der beiden Preßvereine bot sich bald an. Schoepfer meint, es habe sich immer mehr das Bedürfnis herauskristallisiert, in Innsbruck ein katholisches Blatt zu gründen. Unmittelbarer Anlaß war der „glänzende Sieg“ der christlichsozialen Partei in Tirol bei den ersten Reichsratswahlen nach dem allgemeinen gleichen Wahlrecht im Mai 1907.

Es hieß raschestens handeln. Wir kauften im Sommer des Jahres 1907 in Innsbruck ein Haus und ließen für die Druckerei ein eigenes Nebengebäude aufführen. Während diese Arbeiten noch im Gange waren, wurde die formelle Vereinigung beider Preßunternehmungen vollzogen. Die führende Rolle spielte dabei der Katholisch-Politische Preßverein in Brixen. Am 15. Oktober 1907 wurde die „Verlagsanstalt Tyrolia, Gesellschaft m.b.H.“ mit dem Sitz in Brixen gegründet. Es waren 71 Mitglieder, der Preßverein natürlich das weitaus stärkste. Die neue Gesellschaft übernahm die Unternehmungen des Preßvereins, kaufte zugleich das erwähnte Geschäftshaus in Brixen für die Buchhandlung, übernahm die Preßunternehmungen in Bozen und Zugleich die bereits eingeleitete Preßunternehmung in Innsbruck. Vorläufig begnügte man sich mit einem Gesellschaftskapital von etwas über 220.000 Kronen. Mit Hochdruck wurde dann gearbeitet, daß das Tagblatt in Innsbruck, der „Allgemeine Tiroler Anzeiger“ noch im Dezember des Jahres erscheinen könne. (…)
So war Ende 1907, also nach zwanzigjähriger Vorarbeit, die „Verlagsanstalt Tyrolia, Gesellschaft m.b.H.“ gegründet.[3]

Die Verlagsanstalt Tyrolia ging demnach nicht auf einen Gründungsentschluß literarischer oder kommerzieller Natur zurück. Der zweite Abschnitt begann 1907. Die junge Verlagsanstalt nahm einen raschen Aufschwung. Bestehende Unternehmungen wurden ausgebaut, es mehrten sich rasch die literarischen und kulturellen Projekte, das Gesellschaftskapital wurde erhöht. Durch die Kriegsereignisse bedingt, erfolgte 1915 die Verlegung der Zentralleitung und des Buchverlags von Brixen nach Innsbruck. Dieser Schritt bedeutete

weit mehr als eine bloß lokale Verschiebung; er bot die Möglichkeit und gab zugleich auch den Anstoß zur Ausgestaltung des Buchverlages, womit in der Tyrolia selbst eine innere Umwandlung vor sich gegangen ist.
Es hatte zwar schon der Preßverein in Brixen den Buchverlag gepflegt; das Schwergewicht lag aber die 20 Jahre hindurch und noch mehr, seitdem in Innsbruck der „Allgemeine Tiroler Anzeiger“ als Tagblatt gegründet war, auf dem Gebiete des Zeitungswesens. Der Zeitungsbetrieb gab dem Unternehmen auch einen parteipolitischen Einschlag; die Verlagsanstalt Tyrolia galt als christlich-soziales Unternehmen. Durch den Kriegsausbruch wurde das parteipolitische Moment vollständig in den Hintergrund gedrängt, der Zeitungsbetrieb nahm wegen der Kriegsberichterstattung einen großartigen Aufschwung, und der technische Betrieb mußte darum immer mehr ausgestaltet werden.
(…)[4]

Der neue Standort in Innsbruck führte zur Erweiterung in Österreich: 1909 kamen die Buchhandlungen Landeck, 1917 die Niederlassungen in Wien und München, später die Buchhandlungen in Schwaz, Kufstein und Kitzbühel hinzu.

Der Zusammenbruch der österr.-ungar. Monarchie und der Friedensschluß von St. Germain hatten für die Verlagsanstalt Tyrolia schwerwiegende Folgen. Sie brachten die praktische Trennung des Unternehmens in eine Nord- und Südtiroler Hälfte mit separater Geschäftsleitung 1918/19 mit sich. Doch der Verlagsname „Verlagsanstalt Tyrolia“ wurde nicht lange geduldet, so mußte der Verlag seinen Namen zunächst in „Vogelweider“ umändern und, als dieser Name nicht gestattet wurde, die Firmenbezeichnung „Athesia“ (lat. athesis = Etsch) 1929 annehmen.

1921 war Kanonikus Michael Gamper zum Präsidenten der Südtiroler Unternehmungen ernannt worden.

Einen Markstein in der Geschichte der Tyrolia bildete das Jahr 1925, als man gezwungen worden war, eine völlige Trennung der Verlage in Nord- und Südtirol durchzuführen.

Die österreichische Regierung hat auf Grund des österreichisch-italienischen Staatsvertrages vom 16. Juli 1923 verlangt, daß die auf österreichischem Gebiete befindlichen Unternehmungen der „Tyrolia“, die rechtlich nur Filialen der italienisch gewordenen Gesellschaft waren, von dieser losgetrennt und in einer österreichischen Gesellschaft vereinigt werden. Es kam zu Verhandlungen mit der Regierung über die rechtliche und finanzielle Auseinandersetzung, in deren Verlauf uns nahegelegt wurde, wir sollten das österreichische Unternehmen nicht mehr als Gesellschaft m.b.H., sondern als Aktiengesellschaft konstituieren, da die erstere Form für eine Gesellschaft mit soviel Mitgliedern, die erst noch anwachsen werden, weder von der Gesetzgebung gedacht war, noch sachlich passend sei. Wir folgten dem Rat zu diesem Zeitpunkt um so lieber, weil die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft, wenn sie aus Anlaß der Trennung erfolgte, auf Grund des Staatsvertrages vollständig gebührenfrei vor sich gehen konnte. Freilich erkannten wir auch die Notwendigkeit, besondere Vorsichtsmaßregeln und Kautelen anzuwenden, um die Gefahren einer kapitalistischen Gesellschaftsform (eine solche war übrigens auch schon die Gesellschaft m.b.H.) von unserem Unternehmen auszuschließen. So wurde am 23. März 1925 die „Verlagsanstalt Tyrolia A.G.“ mit dem Sitz in Innsbruck und mit einem Aktienkapital von 200.000 Schilling konstituiert. Auf Grund des Goldbilanzgesetzes hat dann die erste Generalversammlung im Jahre 1926 das Aktienkapital auf 400.000 Schilling umgestellt mit einem Reservefonds von 230.000 Schilling, wobei die diesen Zahlen zugrundeliegende Bewertung sehr mäßig gehalten wurde. Die gleiche Versammlung hat sodann die Erhöhung des Aktienkapitals auf 600.000 Schilling zum Beschluß erhoben, der im Jahre 1927 durchgeführt worden ist.[5]

Der ruhige wirtschaftliche Aufstieg wurde erst durch den Nationalsozialismus unterbrochen. Verstärkt in der Zeit des Ständestaats kämpfte die Tyrolia mit ihrer Presse und ihrem Schrifttum für die Erhaltung der Selbständigkeit Österreichs und bekämpfte den Nationalsozialismus und seine Ideologien. Wie ein Parteiischer es 1935 formulierte, hatte die Tyrolia „gerade in den letzten Jahren (…) in vorbildlicher Weise seine Tätigkeit in den Dienst Österreichs gestellt“.[6] Weniger ahistorisch formuliert, war die Tyrolia Verfechterin jener von Gott gewollten, neuen sog. „Mai-Verfassung“ des Jahres 1934, die die verfassungsmäßige „Legitimation“ für den Ständestaat schuf. Bezeichnend für dieses Engagement der 30er Jahre war eine Stellungnahme eines Verlagsdirektors während der Diskussion 1935 über den „österreichischen Verlag“.

Wir kommen auf den österreichischen Verlag zurück. Er ist die Bühne, von der aus österreichische Autoren zu ihren Landsleuten und zur Welt sprechen. Der österreichische Verlag wirkt also österreichisch und wirbt für Österreich, wenn seine Werke in ihrer Gestalt und ihrer geistigen Darstellung echt österreichisch sind, mögen sie von Österreich handeln oder nicht.
Weil die Tyrolia sich mit allen Kräften, freilich im Rahmen bestehender Möglichkeiten – wer kennt nicht den „Widerstand der Materie“? – bemüht, in diesem Sinn österreichisch zu wirken und werben, ist sie ein vorbildlicher, bewußt österreichischer Verlag.

Damit ist nun freilich nicht gesagt, daß die Tyrolia sich nicht mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln in den Dienst des heutigen aktuellen Zieles der österreichischen Erneuerungsbewegung vor allem in Österreich selbst gestellt hätte. Kaum ein anderes österreichisches Geistesinstitut – bei aller und freudiger Anerkennung anderer hervorragender Leistungen des übrigen österreichischen Verlagswesens – hat in so ausgedehnter und tiefgreifender Weise seine Kräfte dem Vaterland in seiner gegenwärtigen Lage zur Verfügung gestellt.[7]

So weit eine bescheidene Selbsteinschätzung der österreichischen Tyrolia … Diese Einstellung wurde in einigen Kreisen übelgenommen: so soll es vor dem „Anschluß“ einen öffentlichen propagierten Boykott der Nazis gegen die Tyrolia-Unternehmungen sowie Gewalt- und Terrorakte, wie z.B. einen schweren Sprengstoffanschlag auf das Druckereigebäude, gegeben haben.[8]

Sämtliche Betriebe der Tyrolia wurden in der Nacht des 11. März 1938 durch die SA gewaltsam besetzt, und die Leitung des Unternehmens wurde einem kommissarischen Verwalter übertragen, während die rechtmäßigen Mandatare ihrer Funktion enthoben und teilweise in Haft gesetzt wurden.[9] Die Zeitungen und Zeitschriften wurden sofort eingestellt. Später wurden der Buchverlag samt seinen Rechten, ebenso eine Reihe von Häusern und wertvollen Maschinen sowie ganze Filialbetriebe veräußert. So ging der Tyrolia durch Gewaltakte ein großer Teil des Vermögens verloren. Zur Weiterführung der Unternehmungen der Tyrolia hat der kommissarische Verwalter am 26. November 1938 eine neue Firma, die „Deutsche Alpenverlag Ges.m.b.H.“, gegründet, deren alleiniger Inhaber eben dieser Kommissar war. Von den 420 Mitarbeitern Anfang 1938 waren im Mai 1945 nur mehr 66 im Betrieb.

Bereits am 10. Oktober 1945 fand eine a.o. Generalversammlung der Verlagsanstalt Tyrolia statt, die erste ordentliche Hauptversammlung am 18. Dezember des folgenden Jahres. Zum Teil durch langwierige Prozesse wurde endlich 1957 die Rückstellung der Häuser und Betriebsstellen sowie teilweise der Verlagsrechte erreicht. Im selben Jahr wurde die 1925 errichtete A.G. in eine Ges.m.b.H. rückgewandelt. Die Firma besteht heute noch.

Linie des Verlags im allgemeinen

Wie vorhin angeklungen, sah die Verlagsanstalt Tyrolia ihre Aufgabe in der Verbreitung christlichen Gedankengutes. Dazu noch ein Zitat aus einem bunten Faltprospekt neueren Datums:

Im Sinne ihrer Satzungen und Tradition erkennt die Verlagsanstalt Tyrolia ihre Aufgabe in der Herausgabe und Verbreitung katholischen, vaterländischen und kulturell wertvollen Schrifttums. Die Tyrolia versteht sich als geistiger und kultureller Faktor und nicht nur als Wirtschaftsunternehmen. Der wirtschaftliche Erfolg ist ihr nicht Selbstzweck und letzter Sinn des Schaffens, sondern nur Grundlage und Voraussetzung für die Erfüllung der ideellen Aufgaben. In über neun Jahrzehnten hat das Unternehmen aus christlicher Verantwortung seinen Beitrag zur Meinungsbildung und Mitgestaltung des öffentlichen Lebens unserer Heimat geleistet und für die Verwirklichung der programmatischen Aufgabe immer wieder Anfechtungen und materiellen Verzicht auf sich genommen. (…) Gerade in einer Zeit, (…) in der sich zersetzendes (!) Schrifttum und negative Einflüsse in allen Medien in erschreckender Weise breitmachen und sich im gesellschaftlichen Bereich eine Verschärfung der Auseinandersetzung abzeichnet, sind feste Grundsätze und eine klare Haltung geboten. (…)

Die Produktion

Im folgenden wollen wir uns mit der sehr umfangreichen Produktion dieses Verlags im Hinblick darauf,[10] daß er lediglich „auch“ Belletristik produzierte, eher kursorisch befassen und selbst hier keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben.

Zu nennen ist zuallererst eine Reihe von Periodika, die die Tyrolia verlegte, allen voran Das Neue Reich (im Oktober 1918 erstmals als Monarchie erschienen,[11] von Dr. Josef Eberle, später von Johannes Messner redigiert). Diese Wochenschrift wollte nach eigener Aussage ein Berater in den allgemeinen Kulturfragen und in den aktuellsten Fragen des Christentums sein. 1925 wurde die Zeitschrift Der Seelsorger, im Dezember dieses Jahres die Jugendzeitschrift Neuland gegründet.

Im Oktober 1921, als das Unternehmen „Innsbruck-Wien-München-Bozen“ firmierte, bot man in Verlagsanzeigen über 120 Titel als lieferbar an. Neben rein religiösen Schriften finden sich viele Werke, die sich mit Themen aus Tiroler Geschichte und Volkskunde befassen. Auch sonst ist die bodenständige Note vorherrschend. Unter den dichterischen Werken insgesamt finden sich Namen wie Joseph Georg Oberkofler, Hermann Bahr, Heinrich Suso Waldeck, Werner Bergengruen, Josef Friedrich Perkonig, Max Stock, Fanny Wibmer-Pedit, Joseph Weingartner, Otto Rudl, Hans Steiger, Bruder Willram (= Anton Müller), Joseph Praxmarer, Maria Domanig u.v.a.m.

Bei weitem den größten Erfolg hatte die Tyrolia mit den Werken Reimmichls, d.i. Msgr. Sebastian Rieger (1867-1953), dessen im Volksboten und in Reimmichl-Kalendern erschienene Erzählungen in Buchform herauskamen. Diese fanden interessierte Leser in allen Schichten und erlebten mit 62 Bänden eine Gesamtauflage von mehreren Millionen Exemplaren im In- und Ausland.

Wie erwähnt, engagierte sich die Tyrolia in den 30er Jahren sehr stark für den christlich-deutschen Ständestaat in Österreich und lieferte hiezu einschlägige Publikationen. Beispiele hiefür sind Bischof Alois Hudals Der Katholizismus in Österreich, BM Dr. Otto Enders Das neue Österreich, Österreich, eine Deutung seiner Geschichte und Kultur und Österreichs Schicksalsweg von Hugo Hantsch, Was wird aus Österreich? von Anton Klotz, Herndls Österreich, seine Geschichte, Bayers Der berufsständische Aufbau in Österreich, Otto von Habsburg im Bild und Dollfuß von Johannes Messner. Bodenständigkeit war auch ansonsten großgeschrieben: hinzu kamen u.a. eine Länderkunde Österreichs, eine österreichische Heimatkunde, ein österreichisches Liederbuch und eine vaterländische aktuelle Schriftenreihe.

Anmerkungen

[1] Zu diesem Verlag gibt es eine sehr umfangreiche Quellenliteratur, und Verf. ist Herrn Chefredakteur Benedikt Posch von der Verlagsanstalt Tyrolia in Innsbruck für die Übersendung einer Vielzahl solcher Schriften sehr zu Dank verpflichtet. Hier eine Auswahl der verwerteten Literatur: Der Volksbote. Unabhängige österreichische Wochenzeitung, Jg. 67, Nr. 52/53, 23.12.1967. (75 Jahre 1892-1967). Darin: KARL WEINGARTNER, Tradition und Fortschritt. Zum 60jährigen Jubiläum der Verlagsanstalten Tyrolia und Athesia. (S. 33); Der Volksbote, Jg. 69, Nr. 6, 8.2.1969. Festbeilage zur Einweihung des neuen Verlags- und Betriebsgebäudes und zum 6ojährigen Firmenjubiläum der Verlagsanstalt Tyrolia in Innsbruck. (Im neuen Haus). Darin: KARL WEINGÄRTNER, Die Verlagsanstalt Tyrolia. Geschichte / Profil / Auftrag, S. III-IV.; Dr. AEM. SCHOEPFER, Der Verlagsanstalt Tyrolia Werden und Wachsen. In: Das Neue Reich (Innsbruck), 10. Jg., Nr. 31, 28.4.1928, S. 638-640; Nr. 32, 5.5.1928, S. 661-663; Nr. 33, 12.5.1928, S. 678-680. Im folgenden wird nach der Kopie eines Separatdrucks, den mir Chefred. B. Posch liebenswürdigerweise zur Verfügung stellte, zitiert. Sowie als Separatdruck aus der Wochenschrift (29 S.); JOSEF LEB, Österreichisches Verlagswesen. In: Die Zeit im Buch. Zeitschrift für Freunde des guten Buches (Wien), 2. Jg., Heft 9/10, Juli-August 1935, S. 129-133; JOSEF LEEB [sic], Österreichisches Verlagswesen. In: Sturm über Österreich, Jg. 3, Folge 16, 4.8.1935, S. 3; Dr. Aemilian Schoepfer. In: Der Gral, 12. Jg., 1917/18, S. 464; HANS BIRNSTING, Moderne katholische Verlagsarbeit in Österreich. In: Grazer Volksblatt, 68. Jg., Nr. 66, Di., 19.3.1935, S. 1-2; DR. ALBERT SCHIEMER, Weit über Tirol hinaus: Tyrolia. Werden und Wirken der Innsbrucker Verlagsanstalt. In: Die Furche. Worte in die Zeit, Nr. 24, 9.6.1956, S. 6-7; Die Linie unserer Verlage. Verlagsanstalt Tyrolia, Innsbruck. In: Berichte und Informationen (Salzburg), 2. Jg., 1947, S. 979; zu Albert Schiemer, in: Das Antiquariat (Wien), VI. Jg., Nr. 17/18, September 1950, S. 14; Die Verlagsanstalt Tyrolia fordert Wiedergutmachung. (brosch. Heft o. J. ohne Impressum. F. d. Inh. verantw. Albert Schiemer, Generaldirektor der Verlagsanstalt Tyrolia); Farbfaltprospekt der Verlagsanstalt Tyrolia.

[2] Zu seiner Biographie siehe bes. Dr. ANTON KLOTZ, Dr. Aemilian Schoepfer – Priester und Volksmann. Innsbruck: Tyrolia, 1936.

[3] Dr. AEM. SCHOEPFER, Der Verlagsanstalt Tyrolia Werden und Wachsen, (zit. Anm. 1), 1928, S. 12 f.

[4] Ebenda, S. 18 f.

[5] Ebenda, S. 28 f.

[6] JOSEF LEEB, Österreichisches Verlagswesen. In: Sturm über Österreich, Jg. 3, Folge 16, 4.8.1935, S. 3.

[7] JOSEF LEB, Österreichisches Verlagswesen. In: Die Zeit im Buch. Zeitschrift für Freunde des guten Buches (Wien), 2. Jg., Heft 9/10, Juli-August 1935, S. 132 f.

[8] Dazu die Broschüre „Die Verlagsanstalt Tyrolia fordert Wiedergutmachung“. Tyroliadruck Innsbruck o.J. Der erwähnte Anschlag erfolgte am 28. Juni 1934 (s. S. 19). Kurios an dieser ausführlichen Darstellung der NS-Übernahme ist die Tatsache, daß weder der kommissarische Verwalter noch sonstige beteiligte Nazis mit dem Namen genannt werden. So heißt es etwa: „Der zum nationalsozialistischen Kommissar bestellte Chemigraphengehilfe war ihr Anführer. Er hatte sich seit langem das Vertrauen der Nazis erworben. In Untreue gegen seine Firma war er als illegaler NS-Parteiorganisationsleiter, als regelmäßiger Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes (SD) des Reichsführers SS und als Mitarbeiter der Gestapo tätig.“ (S. 5)

[9] Ebenda, S. 9.

[10] Bis 1947 hat es mehr als 1600 Verlagstitel gegeben. Die Verlagswerke wurden hier nicht systematisch erfaßt. Ein gedrucktes Gesamtverzeichnis der Tyrolia-Werke findet sich im Verlagsarchiv in Innsbruck.

[11] Genaueres zur Gründung s. Dr. AEM. SCHOEPFER, (zit. Anm. 1), S. 21.

Ergänzungen zur Buchveröffentlichung von 1985

  • Tyrolia – Athesia. Hundert Jahre. Erlebt – erlitten – gestaltet. Ein Tiroler Verlagshaus im Dienste des Wortes. Red. Dr. Hanns Humer. Innsbruck: Verlagsanstalt Tyrolia, Bozen: Verlagsanstalt Athesia 1989.
  • Sandra Mayr: Die Profilierung der Tyrolia Verlagsanstalt als theologischer und regionaler Fachverlag in der Zwischenkriegszeit (1918–1938). Diplomarbeit Univ. Wien 2013. (Online: http://othes.univie.ac.at/25508/1/2013-01-28_0609364.pdf)

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